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ETF-Sparplan pausieren — Was es kostet und wann es akzeptabel ist

Jobverlust, Elternzeit, große Ausgaben — manchmal ist das Geld knapp. Darf man den Sparplan stoppen? Ja — aber es gibt eine kluge und eine schlechte Art zu pausieren.

ETF Sparplan pausieren wann okay Kosten

Fast jeder ETF-Sparplan-Anleger steht irgendwann vor der Frage: Soll ich pausieren? Die Krise ist groß, das Geld knapp, und 200 EUR/Monat weniger würden sofort helfen. Die gute Nachricht: Eine temporäre Sparplan-Pause ist keine Katastrophe. Die schlechte: Sie kostet mehr als die meisten denken — und wird oft länger als geplant.

Was eine Pause wirklich kostet

Beispiel: Sparplan 200 EUR/Monat, 30 Jahre bis zur Rente, 7% p.a.

Pause-DauerEntgangene EinzahlungenEntgangenes Endvermögen (Zinseszins)
3 Monate600 EURca. 4.600 EUR
6 Monate1.200 EURca. 9.100 EUR
1 Jahr2.400 EURca. 18.100 EUR
3 Jahre7.200 EURca. 48.000 EUR

1 Jahr Pause kostet langfristig ca. 18.000 EUR. Das ist der Preis des Zinseszinses — die ausgelassenen Beiträge können nicht mehr 30 Jahre wachsen.

Wann eine Pause akzeptabel ist

Es gibt legitime Gründe den Sparplan zu pausieren oder zu reduzieren:

  • Jobverlust: Wenn das Einkommen wegfällt, hat der Notgroschen Vorrang — Sparplan pausieren bis wieder Einkommen fließt
  • Elternzeit ohne Elterngeld-Plus: Wenn das Haushaltseinkommen stark sinkt und der Notgroschen schwindet
  • Hochzinsschulden: Wenn Dispokredite über 10% p.a. vorliegen, lieber den Sparplan reduzieren und Schulden tilgen
  • Medizinische Notfälle: Außerordentliche Kosten die den Notgroschen aufbrauchen

Wann man NICHT pausieren sollte

  • Bei Börsencrash: Das ist der schlechteste Zeitpunkt für eine Pause — Kurse sind günstig, Cost-Average wirkt maximal
  • Wegen schlechter Performance: Kursverluste sind kein Grund zu stoppen — sie sind temporär bei langem Horizont
  • Für größere Konsumausgaben: Urlaub, neues Auto oder neue Möbel sind kein Notfall
  • Weil man "nächstes Jahr anfängt": Dieser Satz hat noch nie gestimmt

Besser: Reduzieren statt komplett pausieren

Statt den Sparplan auf null zu setzen: auf den minimalen Betrag reduzieren. Bei Trade Republic und Scalable Capital ist 1 EUR/Monat möglich. Selbst 20-50 EUR/Monat halten die Gewohnheit aufrecht und sichern den Zinseszins auf das laufende Depot. Die psychologische Wirkung eines aktiven (wenn auch kleinen) Sparplans ist erheblich — er erinnert daran wieder zu erhöhen sobald es geht.

Wann endet die Pause?

Das häufigste Problem: Die Pause endet nicht wie geplant. Wer "kurz pausiert" und es nicht automatisiert wieder anstellt, pausiert oft Jahre. Deshalb:

  • Konkretes Datum festlegen wann der Sparplan wieder startet
  • Smartphone-Erinnerung setzen
  • Oder: Sparrate auf 1 EUR reduzieren statt komplett stoppen — dann gibt es keine "Wiedereinstiegs-Hürde"

Fazit: Pause ist okay — Aufhören ist es nicht

Eine Sparplan-Pause aus echtem finanziellen Notfall ist verständlich und akzeptabel. Langfristig kostet sie Zinseszins — aber das ist der Preis der Flexibilität. Wer reduziert statt pausiert, macht es klüger. Und wer nach der Pause sofort wieder erhöht (oder das Ende der Pause vorab geplant hat), begrenzt den Schaden erheblich. Der Sparplan muss nicht perfekt sein — er muss laufen.

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