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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Sparschwein und Laptop auf Schreibtisch — Sparen oder Investieren?

Die Kurzantwort

  • Sparbuch-Zinsen aktuell 0,5–1,5 % p.a.
  • Inflation (Durchschnitt 2010–2024) ca. 2,3 % p.a.
  • MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    Rendite (50 Jahre) ca. 7–8 % p.a.
  • Notgroschen zuerst 3–6 Monatsgehälter
  • AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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    ab 1. Januar 2027

Was bedeutet Sparen — und was bedeutet Investieren?

Sparen bedeutet, Geld beiseitelegen und dabei Kapitalerhalt zu priorisieren. Das klassische Instrument ist das Sparbuch oder Tagesgeldkonto. Das Geld ist jederzeit verfügbar, das Risiko nahezu null — aber die Rendite ist entsprechend gering. Sparen ist Verzicht heute für Sicherheit morgen.

Investieren bedeutet, Geld für dich arbeiten zu lassen. Du kaufst Anteile an Unternehmen (Aktien), an ganzen Märkten (ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s) oder an Sachwerten (Immobilien). Das Risiko ist höher — Kurse schwanken, kurzfristig kannst du Verluste sehen. Aber über lange Zeiträume überwiegt die Chance deutlich das Risiko. Investieren ist der einzige bewährte Weg, Vermögen real aufzubauen.

Warum Inflation das Sparbuch schleichend aushöhlt

Das Problem des Sparens ist nicht das Sparbuch selbst — sondern die Inflation. Wenn dein Tagesgeld 1,0 % Zinsen bringt, die Inflation aber 2,5 % beträgt, verlierst du real 1,5 % Kaufkraft pro Jahr. Das klingt nach wenig. Über 20 oder 30 Jahre summiert sich das zu einem erheblichen Wertverlust.

Startbetrag Instrument Nach 10 Jahren Nach 20 Jahren Nach 30 Jahren
10.000 EUR Sparbuch (1 % nominal, 2 % Inflation) 9.044 EUR real 8.179 EUR real 7.398 EUR real
10.000 EUR ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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(7 % nominal, 2 % Inflation)
16.289 EUR real 26.533 EUR real 43.219 EUR real
10.000 EUR ETF (5 % nominal, 2 % Inflation) 13.439 EUR real 18.061 EUR real 24.273 EUR real

Das Ergebnis ist eindeutig: Wer 10.000 EUR auf dem Sparbuch parkt, hat nach 30 Jahren inflationsbereinigt weniger als 7.500 EUR Kaufkraft übrig. Wer dieselbe Summe in einen globalen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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investiert, kann auf über 40.000 EUR realen Wert kommen. Der Unterschied beträgt mehr als das Fünffache — und das ohne einen einzigen zusätzlichen Cent einzuzahlen.

Wichtig: Diese Rechnung gilt für einen Einmalbetrag. Mit einem monatlichen Sparplan und dem Zinseszinseffekt fallen die Unterschiede über die Jahrzehnte noch dramatischer aus. Wer sich fragt, ob Einmalanlage oder Sparplan die bessere Wahl ist, findet den direkten Vergleich im Ratgeber Sparplan vs. Einmalanlage.

Wann Sparen sinnvoll ist — und bleibt

Es wäre falsch zu sagen, Sparen sei grundsätzlich sinnlos. Im Gegenteil: Für bestimmte Ziele ist das klassische Sparbuch oder Tagesgeldkonto die richtige Wahl.

Der Notgroschen: Pflicht vor dem Investieren

Bevor du auch nur einen Euro investierst, sollte ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsgehältern auf einem Tagesgeldkonto liegen. Warum? Weil Investitionen kurzfristig im Minus sein können. Wer plötzlich auf sein Depot zugreifen muss — wegen Reparaturen, Jobverlust oder einer Krankheit — verkauft im schlimmsten Fall genau dann, wenn die Kurse im Keller sind. Mehr dazu: Notgroschen aufbauen vor der Altersvorsorge.

Kurzfristige Ziele unter 5 Jahren

Ein neues Auto in zwei Jahren, die Hochzeit in drei Jahren, die Küche nächstes Jahr — für Ziele mit einem Zeithorizont unter fünf Jahren ist das Tagesgeldkonto dem Depot vorzuziehen. Der Grund: Aktienmärkte können über kurze Zeiträume erheblich schwanken. Du hättest keine Zeit, Kursverluste auszusitzen. Hier ist Kapitalerhalt wichtiger als Rendite. Mehr dazu: Depot oder Tagesgeld — wann welches?

Wann Investieren sinnvoll ist

Für alles, was länger als fünf Jahre in der Zukunft liegt, ist ein Depot mit ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s die deutlich überlegene Wahl. Das gilt insbesondere für die Altersvorsorge — denn hier reden wir typischerweise von Zeiträumen von 10, 20 oder gar 30+ Jahren. Über solche Zeiträume haben Aktienmärkte historisch immer positive Realrenditen geliefert.

Entscheidend beim Investieren ist Diversifikation. Wer in einen einzigen Aktientitel investiert, geht ein erhebliches Einzelrisiko ein. Wer in einen MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-ETF investiert, streut sein Geld auf über 1.400 Unternehmen in 23 Ländern. Das Risiko eines Totalverlusts ist damit praktisch ausgeschlossen — einzelne Krisen und Kurseinbrüche werden über die Zeit ausgeglichen. Mehr dazu: Wie Aktien vor Inflation schützen.

Die Kombination als klügste Lösung

Die Frage "Sparen oder Investieren" ist letztlich eine falsche Alternative. Die Antwort lautet: beides — aber in der richtigen Reihenfolge und für die richtigen Zwecke.

Ein bewährtes Grundprinzip: Zuerst Notgroschen aufbauen (Tagesgeld), dann langfristig investieren (ETF-Sparplan). Die monatliche Sparrate teilt sich dann idealerweise so auf, dass der Notgroschen nach einigen Monaten steht und danach der volle Betrag ins Depot fließt. Was die richtige Sparrate ist, hängt von Einkommen, Ausgaben und Rentenziel ab. Mehr dazu: Was ist Rendite — und wie rechnet man damit?

Ziel Instrument Zeitraum Warum
Notgroschen Tagesgeld Dauerhaft Sofort verfügbar, kein Verlustrisiko
Urlaub, Auto (1–3 Jahre) Tagesgeld / Festgeld Kurzfristig Sicher, planbar
Immobilien-Eigenkapital (5–10 Jahre) Mischung ETF + Tagesgeld Mittelfristig Chancen nutzen, Risiko begrenzen
Altersvorsorge (10–40 Jahre) ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan, AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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Langfristig Maximale Rendite, Zeit gleicht Schwankungen aus
Schreibtisch von oben mit Tablet, Taschenrechner und Finanzunterlagen

Das Altersvorsorgedepot: Staatlich gefördertes Investieren ab 2027

Ab dem 1. Januar 2027 gibt es in Deutschland eine neue Möglichkeit: das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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. Es kombiniert die Renditechancen von ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s mit staatlicher Förderung — etwas, das es in dieser Form bisher nicht gab. Die Grundzulage beträgt 540 EUR pro Jahr, hinzu kommen bis zu 300 EUR Kinderzulage pro Kind und ein Sonderausgabenabzug von bis zu 1.800 EUR.

Das macht das Altersvorsorgedepot zur interessantesten Form des langfristigen Investierens für die Rente — weil du nicht nur von der Marktrendite profitierst, sondern obendrauf eine staatliche Förderung erhältst. Damit ist die alte Entscheidung zwischen "sicher sparen" und "riskant investieren" aufgebrochen: Du investierst in bewährte ETFs, aber mit dem Rückhalt einer staatlichen Bezuschussung.

Wie du einen Sparplan konkret einrichtest: Schritt-für-Schritt: Sparplan einrichten.

Tipp: Wer heute noch kein Depot hat, kann trotzdem sofort mit einem kostenlosen ETF-Sparplan bei einer Online-Bank starten — schon ab 25 EUR pro Monat. Das Altersvorsorgedepot kommt 2027 dazu, du verlierst durch früh gestartetes freies Investieren nichts.

Die Unterschiede zwischen Sparen und Investieren erklärt auch die Deutsche Bundesbank in ihrem Verbraucherratgeber zur Geldanlage — neutral und ohne Produktwerbung. Wer verstehen möchte, wie sicher das Geld auf dem Sparkonto und im ETF-Depot wirklich ist, findet das in Einlagensicherung erklärt. Alles automatisieren und nie mehr über Geld nachdenken müssen — das zeigt Finanzen automatisieren. Das passende Kontensystem als Rahmen dazu beschreibt das Drei-Konten-Modell.

Wie viel Unterschied macht eine frühe Entscheidung?

Unser Rechner zeigt dir, was monatliches Investieren über 10, 20 oder 30 Jahre bringt — im Vergleich zum Sparbuch.

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Notgroschen aufbauen

Warum der Puffer vor dem Depot kommt — und wie groß er sein sollte.

Inflation und Aktien

Wie Aktien langfristig vor dem Kaufkraftverlust schützen.

Depot oder Tagesgeld

Wann welches Instrument die richtige Wahl ist.

Sparplan einrichten

In fünf Schritten zum laufenden ETF-Sparplan.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Sparen und Investieren?

Sparen bedeutet, Geld sicher und liquide zu halten – typischerweise auf Tagesgeld, Festgeld oder Sparbuch. Rendite: 2–4 % p.a. (2026, je nach Marktlage). Schutz: Einlagensicherung bis 100.000 EUR pro Bank. Nachteil: Bei 2,5 % Inflation verliert man real an Kaufkraft, wenn die Zinsen nicht mithalten. Investieren bedeutet, Kapital in Vermögenswerte mit Renditeerwartung über der Inflation zu stecken – Aktien-ETF (7 % p.a. historisch), Anleihen (3–5 % p.a.), Immobilien, Rohstoffe. Rendite ist höher, Risiko (Schwankung) auch. Für langfristige Altersvorsorge (Anlagehorizont über 10 Jahre) ist Investieren fast immer sinnvoller als Sparen: Historisch hat ein globaler Aktien-ETF inflationsbereinigt ca. 4–5 % p.a. Realrendite geliefert, Tagesgeld langfristig 0–1 %.

Wann sollte man sparen, wann investieren?

Die Daumenregel: Sparen für das Kurzfristige, Investieren für das Langfristige. Konkret: Notgroschen (3–6 Monatsgehälter) → immer auf Tagesgeld, maximal liquide. Urlaub in 6 Monaten, Auto in 2 Jahren → Festgeld oder kurzlaufende Anleihen. Altersvorsorge, Vermögensaufbau über 10+ Jahre → Aktien-ETF. Die Trennlinie liegt bei ca. 5 Jahren: Unter 5 Jahren Zeithorizont ist das Aktienrisiko (Crash-Timing) zu groß. Über 5 Jahre hat ein globaler ETF historisch in 95 % aller Fälle positiv abgeschlossen. Fehler: Tagesgeld als Altersvorsorge nutzen (Inflation frisst Rendite), oder Altersvorsorge in ETF halten, die bei unerwartetem Bedarf im Crash liquidiert werden muss.

Lohnt sich gleichzeitig sparen und in ETF investieren?

Ja – und es ist die empfohlene Basis-Strategie. Die optimale Aufteilung: Erstens Notgroschen aufbauen (3 Nettomonsatsgehälter auf Tagesgeld) – parallel zum Investieren, nicht davor. Zweitens ETF-Sparplan starten (auch mit kleinen Beträgen, 50 EUR/Monat reichen für den Anfang). Drittens Zielsparen parallel (Urlaub, Auto) auf Festgeld oder separates Konto. Warum nicht erst Notgroschen, dann investieren? Weil man sonst Jahre auf Rendite verzichtet. Wer 18 Monate nur spart, bevor er anfängt zu investieren, verliert bei 300 EUR/Monat und 7 % Rendite ca. 3.800 EUR Endvermögen über 20 Jahre. Fazit: Automatisierung ist Schlüssel – Sparplan für ETF läuft, Tagesgeld-Sparplan für Notgroschen läuft, beide parallel ab Tag 1.

Was ist das Altersvorsorgedepot (AVD)?

für die private Altersvorsorge. Einzahlungen werden mit Grundzulage (540 EUR/Jahr), Kinderzulage (300 EUR/Kind) und Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) gefördert. In der Ansparphase keine Abgeltungsteuer - Kapital arbeitet ungestört bis zur Rente.

Wie hoch ist die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot?

Grundzulage: 540 EUR/Jahr. Kinderzulage: 300 EUR/Kind/Jahr. Berufseinsteigerbonus: 200 EUR (einmalig, unter 25 Jahren). Sonderausgabenabzug: bis 1.800 EUR/Jahr. Bei 35% Steuersatz und maximaler Einzahlung: Gesamtförderung über 1.350 EUR/Jahr möglich.

Wie eröffne ich ein Altersvorsorgedepot?

Anbieter wählen (Neobroker, Direktbank oder Filialbank), online Depot eröffnen (Video-Ident), ETF-Sparplan einrichten, Zulagenantrag automatisch durch Anbieter. Erste Einzahlung ab 1 EUR möglich. Förderung ab Eröffnung im selben Kalenderjahr anrechenbar.

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