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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Basisrente einfach erklärt 2026 — Rürup-Rente, Merz und Alternativen
Von AktienRenteRechner-RedaktionStand: Mai 2026

Zusammenfassung: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Basisrente = Rürup-Rente Privates Altersvorsorgeprodukt seit 2005
  • Steuerbonus 2026 100 % absetzbar, bis 30.826 EUR/Jahr (Ledige)
  • Hauptzielgruppe Selbständige + Gutverdiener (ab 42 % Steuersatz)
  • Größter Nachteil Nicht kündbar, kein Kapitalzugriff
  • Merz-Statement April 2026 GRV nur noch "Basisabsicherung" — politisch umstritten
  • Alternative ab 2027 Altersvorsorgedepot: flexibler, ETF-basiert, Zulagen
Warum "Basisrente" gerade viral geht: Im April 2026 sagte Bundeskanzler Friedrich Merz, die gesetzliche Rentenversicherung werde im günstigsten Fall noch die "Basisabsicherung" sein — damit meinte er nicht die Rürup-Rente! Er sprach über die gesetzliche Rente als Fundament, auf das private Vorsorge aufgebaut werden muss. Die Verwechslung passiert schnell. Zum Merz-Abschnitt ↓

Was ist die Basisrente? (Rürup-Rente einfach erklärt)

Die Basisrente — offiziell oft auch Rürup-Rente genannt, nach dem Ökonomen Bert Rürup — ist eine private Altersvorsorge mit staatlicher Steuerförderung. Sie wurde 2005 eingeführt als Alternative zur gesetzlichen Rentenversicherung, vor allem für Menschen die keine Pflichtbeiträge in die GRV zahlen: Selbständige, Freiberufler, Gewerbetreibende.

Das Grundprinzip ist simpel: Du zahlst jetzt ein, sparst Steuern, und bekommst im Alter eine lebenslange Rente. Was klingt wie die gesetzliche Rente — ist faktisch auch ähnlich aufgebaut, nur privat und kapitalgedeckt.

MerkmalBasisrente (Rürup)
Einführung2005
Gesetzliche Grundlage§ 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG
Steuerabzug 2026100 % der Beiträge (max. 30.826 EUR/Jahr Ledige)
Besteuerung im Alter84 % der Rente steuerpflichtig (steigt auf 100 % bis 2058)
Mindestrentenalter62 Jahre (Verträge ab 2012)
KündbarNein — nur beitragsfrei stellbar
AuszahlungAusschließlich als lebenslange Monatsrente
PfändungsschutzJa — vollständig pfändungssicher
VererbbarNur eingeschränkt (Ehepartner/Kinder im Rahmen des Vertrags)
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Vertiefung — zum Anschauen

Die ETF Rürup-Rente (Basisrente) einfach erklärt

Erklärt die fondsgebundene Variante der Basisrente — wie ETF-Rürup funktioniert, was günstiger Tarif bedeutet und wann der Steuereffekt wirklich greift.

Der Steuervorteil — konkret durchgerechnet

Der Kern der Basisrente ist der Steuervorteil. Seit 2023 sind 100 % der Beiträge als Sonderausgaben absetzbar — das ist der höchste Wert seit Einführung des Produkts. Für 2026 gilt:

SituationHöchstbetragSteuerersparnis bei 42 % SatzSteuerersparnis bei 32 % Satz
Ledig30.826 EURbis 12.947 EURbis 9.864 EUR
Verheiratet (beide vorsorgeberechtigt)61.652 EURbis 25.894 EURbis 19.729 EUR

Wichtig: Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und zu berufsständischen Versorgungswerken werden auf den Höchstbetrag angerechnet. Ein Angestellter mit 20.000 EUR GRV-Beitrag (Arbeitnehmer + Arbeitgeberanteil) kann nur noch rund 10.826 EUR Rürup-Beiträge absetzen.

Rechenbeispiel — Selbständiger, 80.000 EUR Jahreseinkommen:
Jahresbeitrag Rürup: 12.000 EUR
Grenzsteuersatz: ca. 42 %
Steuerersparnis im Einzahlungsjahr: ca. 5.040 EUR
Effektiver Eigenbeitrag nach Steuer: ca. 6.960 EUR
→ Für 12.000 EUR Jahresanlage zahlst du real nur ~6.960 EUR
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Steuervorteil tief verstehen

Rürup-Rente: Unter welchen Bedingungen sie (keinen) Sinn macht

Analysiert wann der Steuervorteil den Nachteil der Unflexibilität tatsächlich überwiegt — mit konkreten Rechenszenarien für verschiedene Einkommensklassen.

Für wen lohnt sich die Basisrente — und für wen nicht

Basisrente lohnt sich für

  • Selbständige ohne GRV-Pflicht (Hauptzielgruppe)
  • Freiberufler mit hohem Einkommen (Ärzte, Anwälte, Berater)
  • Grenzsteuersatz ab ca. 42 % (Jahreseinkommen >66.000 EUR)
  • Pflichtversicherte, die AVD-Maximum (1.800 EUR) ausschöpfen
  • Personen mit Pfändungsschutz-Bedarf
  • Wer bewusst keine Kapitaldispositionsfreiheit braucht

Basisrente lohnt sich NICHT für

  • Angestellte mit mittlerem Einkommen (AVD ist besser)
  • Wer Flexibilität braucht (z.B. Immobilienkauf im Alter)
  • Niedrig-Verdiener mit geringem Grenzsteuersatz
  • Wer Kapital vererben möchte (stark eingeschränkt)
  • Kombinations-Verträge (Rürup + BU) — Falle beachten
  • Wer teuren klassischen Versicherungsmantel kauft
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Vergleich mit Riester

Basisrente (Rürup) vs. Riesterrente: Vor- und Nachteile + Geheimtipp

Direktvergleich der beiden staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukte — inklusive Hinweis auf den kombinierten Rürup+BU-Vertrag als potenzielle Kostenfalle.

Die Nachteile — offen und ehrlich

Kein Finanzprodukt ist perfekt. Die Basisrente hat echte Schwachstellen, die oft unter den Tisch fallen:

  1. Unkündbarkeit: Du kannst den Vertrag nicht auflösen. Wenn du das Geld brauchst — Krankheit, Insolvenz, Immobilienkauf — kommst du nicht ran. Null. Der einzige Weg ist beitragsfrei stellen.
  2. Keine Kapitalauszahlung: Das angesparte Vermögen wird immer als monatliche Rente ausgezahlt, nie als Einmalbetrag. Wer flexibel sein möchte, ist falsch hier.
  3. Nachgelagerte Besteuerung: Im Alter musst du die Rente zu 84 % (2026) bis 100 % (ab 2058) versteuern. Für die meisten Rentner ist der Steuersatz im Alter niedriger als während der Erwerbsphase — das ist die Idee. Aber garantiert ist das nicht.
  4. Vererbung eingeschränkt: Im Todesfall vor Rentenbeginn geht das Kapital an den Versicherer — außer du hast eine Hinterbliebenenrente für Ehepartner oder Kinder vereinbart. Freunde, Geschwister oder andere Erben gehen leer aus.
  5. Kosten bei klassischen Versicherern: Viele Rürup-Verträge der großen Assekuranzen haben hohe Abschlusskosten (3–4 % der gesamten Beitragssumme!) und laufende Verwaltungsgebühren. Das frisst den Steuervorteil teilweise auf.
Warnung: Rürup + Berufsunfähigkeitsversicherung als Kombination
Manche Vermittler bieten eine Basisrente zusammen mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung als Kombivertrag an. Das klingt praktisch — ist aber eine Kostenfalle. Ein unkündbarer Altersvorsorgevertrag wird mit einer wichtigen Risikoabsicherung (BU) verkoppelt. Wenn du den Vertrag beitragsfrei stellst oder wechselst, verlierst du möglicherweise den BU-Schutz. Finanztip und Verbraucherzentrale raten ausdrücklich davon ab.
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Aktueller Check 2026

Basisrente (Rürup): Lohnt es sich noch? Vor- & Nachteile 2026

Aktuelle Bewertung ob die Rürup-Rente 2026 noch sinnvoll ist — besonders vor dem Hintergrund des neuen Altersvorsorgedepots als Konkurrenz-Produkt.

Was Friedrich Merz wirklich gesagt hat — und was das bedeutet

Im April 2026 sagte Bundeskanzler Friedrich Merz auf einer Veranstaltung des Bankenverbands in Berlin einen Satz der sofort für Schlagzeilen sorgte:

"Die gesetzliche Rentenversicherung wird im günstigsten Fall noch die Basisabsicherung für das Alter sein."
— Friedrich Merz, Bundeskanzler, April 2026

Was Merz meinte: Die gesetzliche Rente allein reicht nicht mehr — kapitalgedeckte Elemente (betriebliche Altersvorsorge, private Altersvorsorge, Altersvorsorgedepot) müssen in größerem Umfang hinzukommen.

Was Merz nicht meinte: Er hat nicht die Rürup-Rente gemeint, und er hat keine Rentenkürzungen angekündigt. "Basisabsicherung" ist hier seine politische Einschätzung der gesetzlichen Rentenversicherung — nicht der Name eines Produkts.

BegriffWas es bedeutet
Basisrente (Produkt) Rürup-Rente — private Altersvorsorge mit Steuervorteil, seit 2005
"Basisabsicherung" (Merz) Politische Aussage: GRV reicht allein nicht mehr, private Vorsorge muss aufstocken
Konsequenz für dich Aktiv werden — Altersvorsorgedepot 2027 ist der nächste Schritt
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Politischer Kontext

Rentenversicherung nur Basisabsicherung — Was meint Merz? | Markus Lanz, 23. April 2026

Die Markus-Lanz-Runde vom 23. April 2026 diskutiert Merz' Aussage — Experten erklären was "Basisabsicherung" für die gesetzliche Rente praktisch bedeuten würde.

Basisrente vs. Altersvorsorgedepot — der direkte Vergleich

Ab 2027 gibt es mit dem Altersvorsorgedepot ein neues staatlich gefördertes Produkt das in direktem Wettbewerb zur Basisrente steht — zumindest für bestimmte Zielgruppen:

KriteriumBasisrente (Rürup)Altersvorsorgedepot (AVD)
FörderungSteuervorteil (100 % Abzug)Staatliche Zulage 540 EUR/Jahr + Steuer
Max. FörderungBis 12.947 EUR Steuerersparnis/Jahr540 EUR Grundzulage + Kinderzulage
AnlageVersicherungsmantel oder ETF-RürupDirekt in UCITS ETFs
Kosten0,5–2 % p.a. (je nach Anbieter)0,15–0,20 % p.a. (Depot-Gebühr)
KündbarkeitNeinJa (mit Rückzahlung der Förderung)
AuszahlungNur als lebenslange RenteRentenzahlung oder Einmalauszahlung (30 %)
VererbbarStark eingeschränktJa, Guthaben geht an Erben
Beste ZielgruppeSelbständige, GutverdienerAngestellte, mittleres Einkommen
StartSeit 2005, sofort verfügbarAb 01.01.2027
Tipp für Selbständige: Viele Selbständige können und sollten beides nutzen — die Basisrente für den maximalen Steuervorteil in der Erwerbsphase, und das Altersvorsorgedepot ab 2027 für den flexiblen, ETF-basierten Teil. Unser Ratgeber Altersvorsorgedepot für Selbständige erklärt die Kombination.
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Entscheidungshilfe

Rürup-Rente: Für wen lohnt es sich? Vor- & Nachteile

Hilft bei der Entscheidung ob Rürup das Richtige für die eigene Situation ist — mit klaren Kriterien für verschiedene Lebenssituationen und Einkommenshöhen.

ETF-Basisrente: Die günstigere Variante

Wer sich für eine Basisrente entscheidet, muss keinen teuren klassischen Versicherungstarif nehmen. Günstige fondsgebundene Rürup-Renten ("ETF-Rürup") bieten den gleichen Steuereffekt bei deutlich niedrigeren Kosten:

AnbietertypKosten p.a.AnlageEmpfehlung
Klassischer Versicherer (z.B. Allianz)1,5–2,5 %Garantiezins + ÜberschussFür die meisten zu teuer
ETF-Rürup (z.B. myPension, Condor)0,4–0,8 %MSCI World ETF, frei wählbarEmpfehlenswert
Online-Plattformen (z.B. Raisin Pension)0,3–0,5 %ETF-PortfolioSehr günstig

Fazit: Basisrente 2026 — für wen und wie

Die Basisrente (Rürup-Rente) bleibt 2026 ein sinnvolles Nischenprodukt — für die richtige Zielgruppe. Für Selbständige mit hohem Einkommen ist der Steuervorteil real und wertvoll. Für Angestellte mit mittlerem Einkommen bietet das Altersvorsorgedepot ab 2027 meist das bessere Gesamt-Paket: günstiger, flexibler, direkter in ETFs investierend.

Was Merz mit "Basisabsicherung" gemeint hat, ist eine andere Sache: Eine Warnung, dass die gesetzliche Rente allein nicht reicht — und ein Plädoyer für mehr private Vorsorge. Das trifft nicht nur Selbständige, sondern jeden.

Häufige Fragen zur Basisrente

Was ist die Basisrente?
Die Basisrente (auch Rürup-Rente genannt) ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge, die 2005 eingeführt wurde. Sie richtet sich vor allem an Selbständige und Gutverdiener. Beiträge sind zu 100 % steuerlich absetzbar (bis 30.826 EUR/Jahr für Ledige in 2026). Im Gegensatz zur Riester-Rente gibt es keine staatlichen Zulagen — die Förderung kommt ausschließlich über den Steuervorteil. Wichtig: Ein Rürup-Vertrag kann nicht gekündigt werden.
Was meinte Friedrich Merz mit "Basisabsicherung"?
Bundeskanzler Friedrich Merz sagte im April 2026 auf einer Bankenveranstaltung, die gesetzliche Rentenversicherung werde "im günstigsten Fall noch die Basisabsicherung" im Alter sein. Er meinte damit nicht die Rürup-Rente — er sprach von der gesetzlichen Rente als Grundlage, auf die kapitalgedeckte Vorsorge (Betriebsrente, private Altersvorsorge, Altersvorsorgedepot) aufgebaut werden muss. Die Aussage löste heftige politische Diskussionen aus.
Kann ich die Basisrente kündigen?
Nein. Ein Rürup-/Basisrentenvertrag ist unkündbar — das ist gesetzlich so festgelegt. Du kannst den Vertrag nur beitragsfrei stellen (Einzahlungen stoppen, Kapital bleibt bis Rentenbeginn gesperrt) oder den Anbieter wechseln. Das eingezahlte Kapital ist nicht zugänglich und wird ausschließlich als lebenslange monatliche Rente ab frühestens dem 62. Lebensjahr ausgezahlt.
Wie viel kann ich 2026 bei der Basisrente steuerlich absetzen?
2026 können Ledige bis zu 30.826 Euro pro Jahr in die Rürup-Rente einzahlen und vollständig als Sonderausgaben absetzen. Verheiratete können das Doppelte geltend machen: 61.652 Euro. Seit 2023 sind 100 % der Beiträge absetzbar (nicht mehr nur ein Prozentsatz). Wichtig: Die gesetzliche Rentenversicherung und Rürup teilen sich diesen Höchstbetrag — Pflichtbeiträge zur GRV werden angerechnet.
Ist Basisrente oder Altersvorsorgedepot besser?
Das hängt vom Profil ab. Die Basisrente lohnt sich vor allem für Selbständige ohne GRV-Beitragspflicht und für Gutverdiener mit Grenzsteuersatz ab 42 %, die den Steuervorteil maximal ausschöpfen können. Das Altersvorsorgedepot ab 2027 ist besser für Angestellte mit mittlerem Einkommen, da es flexible ETF-Anlage, staatliche Zulagen (540 EUR/Jahr) und die Möglichkeit des Kapitalabrufs kombiniert. Ein wesentlicher Unterschied: Das Altersvorsorgedepot kann kapitalmarktorientiert und flexibel mit ETFs bespart werden.
Gibt es die Basisrente auch als ETF-Variante?
Ja. Moderne Rürup/Basisrenten-Produkte werden oft als "ETF-Rürup" oder "fondsgebundene Basisrente" angeboten. Anbieter wie myPension, Condor oder Raisin Pension bieten günstige fondsgebundene Tarife mit MSCI World ETFs. Der Steuervorteil bleibt gleich — aber die Rendite hängt dann vom ETF-Kurs ab, nicht mehr von einer garantierten Versicherungsrente.

Alle Basisrenten- & Rürup-Ratgeber

Detaillierter Grundlagen-Ratgeber zur Rürup-Rente — für den ersten tiefen Einstieg
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