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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Dividendenrendite bei Aktien und ETFs erklärt

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Dividendenrendite = Dividende pro Aktie / Aktienkurs x 100 Formel
  • Durchschnitt im MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    : ca. 1,8 %
  • Hohe Dividendenrendite (über 5 %) kann auf Probleme hindeuten Vorsicht!
  • Im Altersvorsorgedepot fallen auf Dividenden keine AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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    und keine VorabpauschaleWas ist Vorabpauschale?Jährliche Mini-Steuer auf Fondsgewinne in normalen Depots. Im Altersvorsorgedepot fällt sie NICHT an — ein Vorteil gegenüber dem freien ETF-Depot.
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    an
  • Thesaurierende ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    s reinvestieren Dividenden automatisch — optimal für den Vermögensaufbau

So berechnest du die Dividendenrendite

Dividendenrendite berechnen ETFs und Aktien

Die Formel ist simpel: Du teilst die jährliche Dividende pro Aktie durch den aktuellen Aktienkurs und multiplizierst mit 100. Zahlt ein Unternehmen 3 EUR Dividende bei einem Kurs von 100 EUR, beträgt die Dividendenrendite 3 %. Wichtig: Die Dividendenrendite ist eine Momentaufnahme. Fällt der Kurs bei gleichbleibender Dividende, steigt die Rendite rein rechnerisch — das ist aber kein positives Signal.

Neben der Dividendenrendite ist die Ausschüttungsquote (Payout Ratio) relevant. Sie zeigt, welchen Anteil des Gewinns ein Unternehmen ausschüttet. Eine Quote unter 60 % gilt als nachhaltig, über 80 % wird es riskant. Im Zusammenspiel mit dem KGV ergibt sich ein aussagekräftiges Gesamtbild der Bewertung.

Typische Dividendenrenditen nach Branche und Region

Branche / RegionTypische DividendenrenditeBeispiele
Technologie (USA)0,5 – 1,5 %Apple, Microsoft, Alphabet
Konsumgüter2,0 – 3,5 %Procter & Gamble, Nestle
Versorger3,0 – 5,0 %E.ON, RWE, Enel
Banken / Versicherungen3,0 – 6,0 %Allianz, HSBC, BNP Paribas
MSCI World (gesamt)1,5 – 2,0 %Breiter Weltindex
DAX2,5 – 3,5 %40 größte deutsche Aktien
FTSE 100 (UK)3,5 – 4,5 %Britischer Leitindex

Dividenden-ETFs vs. breite Markt-ETFs

Dividenden-ETFs (z.B. auf den MSCI World High Dividend Yield) filtern gezielt nach Unternehmen mit überdurchschnittlicher Ausschüttung. Die Dividendenrendite liegt bei 3-4 %, aber die Gesamtrendite (Kursgewinne + Dividenden) war historisch niedriger als beim breiten MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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. Das liegt daran, dass wachstumsstarke Unternehmen wie Amazon oder Alphabet keine oder kaum Dividenden zahlen, aber den Index nach oben treiben.

Für das Altersvorsorgedepot: In der Ansparphase sind thesaurierende ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s ideal. Dividenden werden automatisch reinvestiert, und im Altersvorsorgedepot fällt darauf weder AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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noch VorabpauschaleWas ist Vorabpauschale?Jährliche Mini-Steuer auf Fondsgewinne in normalen Depots. Im Altersvorsorgedepot fällt sie NICHT an — ein Vorteil gegenüber dem freien ETF-Depot.
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an. Der Zinseszinseffekt arbeitet ungebremst. Erst in der Auszahlungsphase greift die Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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. Mehr dazu im Ratgeber Was ist Thesaurierung?

Dividendenrendite und Steuern: Normales Depot vs. Altersvorsorgedepot

In einem normalen Depot zahlst du auf jede Dividende sofort AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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(26,375 % inkl. Soli). Bei 1.000 EUR Dividenden im Jahr gehen 263,75 EUR an den Fiskus — abzüglich des Sparerpauschbetrags von 1.000 EUR. Im Altersvorsorgedepot zahlst du in der Ansparphase gar keine Steuer auf Dividenden. Erst bei der Auszahlung im Alter greift dein persönlicher EinkommensteuersatzWas ist Einkommensteuersatz?Der persönliche Steuersatz auf dein Einkommen. Steigt progressiv von 14% bis 45%. Im Ruhestand typischerweise 15-30%, da das Einkommen niedriger ist als im Berufsleben.
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, der im Ruhestand typischerweise niedriger ist.

AspektNormales DepotAltersvorsorgedepot
Dividendenbesteuerung Ansparphase26,375 % (sofort)0 % (steuerfrei)
VorabpauschaleWas ist Vorabpauschale?Jährliche Mini-Steuer auf Fondsgewinne in normalen Depots. Im Altersvorsorgedepot fällt sie NICHT an — ein Vorteil gegenüber dem freien ETF-Depot.
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Ja, jährlichNein
Besteuerung bei EntnahmeBereits versteuertEinkommensteuersatzWas ist Einkommensteuersatz?Der persönliche Steuersatz auf dein Einkommen. Steigt progressiv von 14% bis 45%. Im Ruhestand typischerweise 15-30%, da das Einkommen niedriger ist als im Berufsleben.
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(15-30 %)
Sparerpauschbetrag nutzbarJa (1.000 EUR)Nicht nötig

Die Dividendenstrategie: Für wen sie Sinn macht

Dividendenstrategien sind vor allem für die Entnahmephase interessant — wenn du im Ruhestand regelmäßige Ausschüttungen als Einkommen brauchst. In der Ansparphase (also während du ins Altersvorsorgedepot einzahlst) sind sie kontraproduktiv, weil Dividenden-Aktien historisch weniger Gesamtrendite liefern als der breite Markt.

Häufiger Fehler: Viele Anfänger jagen hohen Dividendenrenditen hinterher (über 6-8 %). Das ist riskant, weil extrem hohe Renditen oft auf fallende Kurse oder nicht nachhaltige Ausschüttungen hindeuten. Eine Dividendenrendite von 8 % bei einem Kurs, der sich in einem Jahr halbiert hat, ist kein Schnäppchen — sondern ein Warnsignal. Lies dazu auch Aktien für Anfänger.

Dividendenaristokraten: Unternehmen mit Tradition

Sogenannte Dividendenaristokraten haben ihre Dividende mindestens 25 Jahre in Folge erhöht. Bekannte Beispiele sind Johnson & Johnson, Coca-Cola und Procter & Gamble. Diese Unternehmen gehören typischerweise zum Segment der Large Caps und bieten Stabilität — allerdings oft auf Kosten des Wachstums.

Im MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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sind die meisten Dividendenaristokraten bereits enthalten. Wer also über einen breit gestreuten ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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investiert, profitiert automatisch von deren Ausschüttungen — ohne gezielt danach filtern zu müssen. Die TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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eines normalen MSCI-World-ETFs ist zudem niedriger als die spezieller Dividenden-ETFs. Aktuelle Dividendendaten für DAX-Unternehmen findest du auf finanzen.net.

Historische Dividendenrenditen großer DAX-Unternehmen

Die Dividendenhistorie zeigt, wie zuverlässig Unternehmen ausschütten. Deutsche Blue Chips haben eine lange Tradition regelmäßiger Dividendenzahlungen — auch wenn die Höhe schwankt:

UnternehmenDiv.-Rendite 2023Div.-Rendite 2024Div.-Rendite 2025Steigerung seit 2020
Allianz4,6 %4,8 %4,5 %+35 %
BASF7,2 %5,8 %5,1 %-15 % (gekürzt)
Münchener Rück3,4 %3,6 %3,3 %+40 %
Siemens2,8 %2,5 %2,6 %+20 %
Deutsche Telekom3,5 %3,2 %3,0 %+25 %
Mercedes-Benz7,5 %6,8 %5,5 %+10 %

Auffällig: BASF und Mercedes-Benz hatten zeitweise sehr hohe Dividendenrenditen — aber nicht weil die Dividende so stark stieg, sondern weil der Kurs fiel. Das ist ein klassisches Warnsignal, das Anfänger häufig falsch interpretieren. Detaillierte ETF-Dividendenübersichten bietet justETF.

Praxis-Beispiel: Dividende vs. Thesaurierung über 30 Jahre

Angenommen, du investierst 10.000 EUR in einen ausschüttenden ETF mit 2 % Dividendenrendite und 5 % Kurswachstum. Im normalen Depot zahlst du jährlich AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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auf die Dividende. Im Altersvorsorgedepot thesauriert der ETF steuerfrei:

  • Ausschüttend (normales Depot): 10.000 EUR → nach 30 Jahren ca. 67.000 EUR (Dividenden versteuert, manuell reinvestiert)
  • Thesaurierend (Altersvorsorgedepot): 10.000 EUR → nach 30 Jahren ca. 81.000 EUR (steuerfrei reinvestiert)
  • Differenz: rund 14.000 EUR — allein durch den Steuervorteil bei der Wiederanlage

Dieser Unterschied wächst mit der Höhe der Dividendenrendite und der Laufzeit. Bei 4 % Dividendenrendite und 37 Jahren beträgt die Differenz schon über 30.000 EUR.

Typische Fehler bei der Dividendenstrategie

  • Rendite-Jagd: Nur auf die höchste Dividendenrendite schauen, ohne die Nachhaltigkeit der Ausschüttung zu prüfen. Ausschüttungsquoten über 80 % sind ein Warnsignal.
  • Dividendenkürzungen ignorieren: Unternehmen können Dividenden jederzeit senken oder streichen. In der Corona-Krise 2020 strichen über 40 % der europäischen Unternehmen ihre Dividende.
  • Steuereffekt unterschätzen: Im normalen Depot fressen 26,375 % AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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    auf jede Dividende den Zinseszinseffekt erheblich. Das Altersvorsorgedepot umgeht dieses Problem komplett.
  • Gesamtrendite vergessen: Die Dividendenrendite ist nur ein Teil der Gesamtrendite. Ein Unternehmen ohne Dividende, das 15 % Kurswachstum liefert, schlägt ein Unternehmen mit 5 % Dividende und 2 % Kurswachstum.

Wie viel Dividende bringt dein Altersvorsorgedepot?

Berechne Endkapital, Zulagen und Steuerersparnis — mit und ohne Dividendenstrategie.

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Weiterführende Ratgeber

Was ist das KGV?

Die wichtigste Bewertungskennzahl neben der Dividendenrendite.

Thesaurierung

Warum reinvestierte Dividenden im Altersvorsorgedepot optimal sind.

Sparerpauschbetrag

1.000 EUR steuerfrei — und wie das Altersvorsorgedepot noch mehr spart.

ETF-Sparplan

Automatisch Vermögen aufbauen mit regelmäßigen Einzahlungen.

Was ist ein Fonds?

Aktive Fonds vs. passive ETFs im Vergleich.

Bullenmarkt vs. Bärenmarkt

In welchen Börsenphasen Dividendenaktien besonders stabil sind.

Häufige Fragen

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot für die private Altersvorsorge. Es ersetzt und verbessert die Riester-Rente: statt teueren Rentenversicherungen können günstige ETFs bespart werden. Förderung: Grundzulage 540 EUR/Jahr + Sonderausgabenabzug.

Was ist der Unterschied zum normalen ETF-Depot?

Normales Depot: keine staatliche Förderung, Abgeltungsteuer auf Gewinne sofort. Altersvorsorgedepot: staatliche Zulage, Steuerstundung in der Ansparphase (kein Zugriff des Fiskus), günstigere Besteuerung im Rentenalter. Dafür: Kapital erst ab Rentenalter verfügbar.

Wie eröffne ich ein Altersvorsorgedepot?

Schritt 1: Anbieter wählen (Trade Republic, ING, DKB etc.). Schritt 2: Depot online eröffnen (Legitimation per Video-Ident oder Post-Ident). Schritt 3: ETF-Sparplan einrichten. Schritt 4: Zulagenantrag beim BZSt stellen (meistens automatisch durch Anbieter).

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