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Freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen

Key-Facts: Freiwillige GRV-Beiträge

  • Mindestbeitrag (2026) 96,72 EUR/Monat
  • Höchstbeitrag (2026) ca. 1.400 EUR/Monat
  • Rendite (historisch) ca. 2-3% nominal
  • Erwerbsminderungsschutz Ja — nach 5 Jahren + 36 Pflichtmonate
  • Steuerlich absetzbar Ja — als SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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  • Insolvenzgeschützt Ja — Rentenansprüche sind sicher

Was bringt die freiwillige GRV-Einzahlung?

Die gesetzliche Rentenversicherung ist für Selbständige nicht Pflicht (außer für bestimmte Berufe wie Handwerker oder Lehrer). Aber du kannst freiwillig einzahlen — und das hat durchaus Vorteile, die oft unterschätzt werden.

Der wichtigste Vorteil ist nicht die Rendite (die ist mäßig), sondern der Erwerbsminderungsschutz. Wenn du als Selbständiger schwer erkrankst oder einen Unfall hast, stehst du ohne GRV-Mitgliedschaft oft komplett ohne Absicherung da.

Kosten-Nutzen-Analyse

Monatlicher BeitragJährlichRentenpunkte/JahrMonatsrente (nach 20 J.)Steuerersparnis (42%)
96,72 EUR (Minimum)1.161 EUR0,13ca. 96 EUR488 EUR/Jahr
300 EUR3.600 EUR0,39ca. 293 EUR1.512 EUR/Jahr
700 EUR8.400 EUR0,92ca. 686 EUR3.528 EUR/Jahr
1.400 EUR (Maximum)16.800 EUR1,84ca. 1.372 EUR7.056 EUR/Jahr
Hinweis zu Rentenpunkten: Ein voller Rentenpunkt (2026) entspricht einem Beitrag auf Basis des Durchschnittseinkommens. Der aktuelle Rentenwert liegt bei ca. 39,32 EUR. Deine tatsächliche Rente hängt von der Anzahl gesammelter Punkte und dem dann gültigen Rentenwert ab.

Der wahre Vorteil: Erwerbsminderungsschutz

Für Selbständige ist der Erwerbsminderungsschutz oft wichtiger als die Altersrente selbst. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kostet ab 40 oft 200-400 EUR/Monat — und viele Selbständige bekommen ab einem gewissen Alter oder mit Vorerkrankungen gar keine BU mehr.

Voraussetzung für Erwerbsminderungsrente:

  • Mindestens 5 Jahre in der GRV versichert (Wartezeit)
  • In den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Minderung mindestens 36 Monate Pflichtbeiträge
  • Problem: Freiwillige Beiträge zählen NICHT als Pflichtbeiträge — du brauchst also entweder frühere Pflichtzeiten oder musst dich als PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
    Mehr erfahren →
    er einstufen lassen
Wichtig: Allein durch freiwillige Beiträge erhältst du keinen Erwerbsminderungsschutz! Du brauchst 36 Pflichtbeitragsmonate in den letzten 5 Jahren. Wenn du früher angestellt warst, können diese Zeiten angerechnet werden. Kläre das unbedingt bei der Deutschen Rentenversicherung (Kontenklärung).

GRV vs. Altersvorsorgedepot vs. Rürup

KriteriumFreiwillige GRVAltersvorsorgedepotRürup
Renditeerwartung2-3% nominal6-8% (ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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)
4-7% (ETF-basiert)
FörderungSonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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+ Steuer
Nur Steuer
FlexibilitätKeine (nur Rente)Kapital oder RenteNur Rente
ErwerbsminderungBedingt (s.o.)NeinNein
VererbbarBedingt (Witwen/Waisen)Ja — volles KapitalNein
InsolvenzschutzJaJaJa
InflationRentenanpassungAktienmarkt-RenditeVersicherungsabhängig

Für wen macht es Sinn?

GRV lohnt sich, wenn du...

  • Früher angestellt warst und bereits Rentenansprüche hast (aufstocken statt neu anfangen)
  • Keine private BU bekommst (Vorerkrankungen, Alter) und Erwerbsminderungsschutz brauchst
  • Sicherheitsorientiert bist und Aktienmarktrisiken scheust
  • Die Wartezeit für die Grundrente (35 Jahre) fast erreicht hast
  • Nur den Mindestbeitrag zahlst, um Ansprüche zu sichern

GRV lohnt sich NICHT, wenn du...

  • Rendite maximieren willst — ein MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
    Mehr erfahren →
    bringt historisch 7-8% statt 2-3%
  • Flexibilität brauchst — GRV-Geld ist bis zur Rente komplett gebunden
  • Vererben willst — Rentenansprüche verfallen bei Tod größtenteils
  • Jung bist und 25+ Jahre bis zur Rente hast — der Zinseszinseffekt im ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
    Mehr erfahren →
    -Depot ist enorm

Die Kombi-Strategie: Mindestbeitrag GRV + Depot

Die klügste Lösung für viele Selbständige: Zahle den Mindestbeitrag in die GRV (96,72 EUR/Monat), um Versicherungszeiten aufzubauen. Den Rest investierst du ins 4-Stufen-Modell — Altersvorsorgedepot und freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot.

So sicherst du dir:

  • Grundrente-Anspruch (bei 35+ Versicherungsjahren)
  • Rehabilitationsleistungen der Rentenversicherung
  • Steuerliche Absetzbarkeit der Mindestbeiträge
  • Und parallel die deutlich bessere Rendite im Depot

Nutze die GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
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beim Finanzamt, um die optimale steuerliche Behandlung deiner verschiedenen Vorsorgebausteine sicherzustellen. Die Anlage AVWas ist Anlage AV?Das Formular in der Steuererklärung für die Altersvorsorge. Hier trägst du deine Beiträge zum Altersvorsorgedepot ein. Wird größtenteils vom Anbieter vorausgefüllt.
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in der Steuererklärung erfasst deine Depot-Beiträge, die GRV-Beiträge trägst du in der Anlage Vorsorgeaufwand ein.

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