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Rentenpolitik der Parteien — Positionen im Vergleich

Das Wichtigste in Kuerze

  • Kernfrage Rentenalter, Rentenniveau, Beitragssaetze und Kapitaldeckung
  • Konsens Alle Parteien wollen das Rentenniveau stabilisieren — die Wege unterscheiden sich
  • Aktienrente CDU/CSU und FDP befuerworten Kapitaldeckung, SPD und Linke skeptisch
  • Rentenalter CDU diskutiert Anhebung, SPD und Linke strikt dagegen
  • Buergerversicherung SPD und Gruene wollen Beamte/Selbstaendige einbeziehen

Die Ausgangslage

Die Zukunft der Rente haengt massgeblich von politischen Entscheidungen ab. Der demografische Wandel zwingt jede Regierung zum Handeln. Die zentralen Stellschrauben sind: Rentenalter, Rentenniveau, Beitragssatz und der Anteil der Kapitaldeckung. Keine Partei kann alle drei Stellschrauben gleichzeitig bedienen — irgendetwas muss sich aendern.

Der folgende Ueberblick stellt die Positionen der grossen Parteien neutral nebeneinander. Stand: Fruehjahr 2026.

Positionen im Vergleich

Thema CDU/CSU SPD Gruene FDP Linke
Rentenalter Kopplung an Lebenserwartung diskutiert 67 bleibt, keine Erhoehung 67 beibehalten Flexibles Rentenalter Senkung auf 65
Rentenniveau Stabilisierung bei 48 % Mindestens 48 % dauerhaft Mindestens 48 % Flexibel, aber stabil Anhebung auf 53 %
Kapitaldeckung Aktienrente/Depot stark befuerwortet Vorsichtig, nur als Ergaenzung Buergerfonds (staatlich verwaltet) Aktienrente Kernprojekt Ablehnung (Kapitalmarkt-Risiko)
Beitragssatz Moeglichst stabil halten Steigerung akzeptabel Moderate Steigerung Senkung durch Kapitalrendite Erhoehung + Beitragsbemessungsgrenze aufheben
Beamte einbeziehen Nein Langfristig ja (Buergerversicherung) Ja (Buergerversicherung) Nein Ja (alle einzahlen)

CDU/CSU — Aktienrente und Flexibilitaet

Die Union setzt auf das Altersvorsorgedepot als kapitalgedeckte Ergaenzung. Das Rentenniveau von 48 % soll stabilisiert werden, aber langfristig koennte das Rentenalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Beamte sollen im eigenen Versorgungssystem bleiben. Die CDU betont die Eigenverantwortung: Wer privat vorsorgt, wird belohnt — mit GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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, SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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und steuerfreiem Wachstum.

SPD — Stabiles Niveau, hoehere Beitraege

Die SPD will das Rentenniveau dauerhaft bei mindestens 48 % halten und das Rentenalter bei 67 belassen. Die Finanzierung soll ueber hoehere Beitragssaetze und den Bundeszuschuss laufen. Langfristig strebt die SPD eine Buergerversicherung an, in die auch Beamte und Selbstaendige einzahlen. Gegenueber der Aktienrente ist die SPD zurueckhaltend — sie sieht Kapitalmarktrisiken als Problem fuer Geringverdiener.

Gruene — Buergerfonds und Buergerversicherung

Die Gruenen befuerworten einen staatlich verwalteten Buergerfonds, der aehnlich wie das schwedische AP7-System funktioniert: Alle zahlen ein, der Staat legt breit gestreut an. Das unterscheidet sich vom individuellen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot der FDP/CDU-Linie. Dazu wollen die Gruenen eine Buergerversicherung, die alle Erwerbstaetigen einschliesst.

FDP — Aktienrente als Kernprojekt

Die FDP war Treiber der Aktienrente und des Altersvorsorgedepots. Sie will maximale Flexibilitaet: freie Anbieterwahl, freie ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Wahl, niedrige Kosten (max. 1 % TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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), kein Zwang zur Verrentung. Das Rentenalter soll flexibel sein — die Flexi-Rente ist ein FDP-Projekt. Langfristig soll die Kapitaldeckung den Beitragssatz senken.

Linke — Hohes Niveau, alle zahlen ein

Die Linke will das Rentenniveau auf 53 % anheben, das Rentenalter auf 65 senken und eine Mindestrente von 1.200 EUR einfuehren. Die Finanzierung soll ueber die Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze laufen: Auch auf Einkommen ueber der aktuellen Grenze von rund 7.550 EUR/Monat sollen Beitraege gezahlt werden. Die Aktienrente lehnt die Linke ab — sie sieht darin eine Privatisierung der Altersvorsorge.

Was bedeutet das fuer deine Vorsorge?

Unabhaengig davon, welche Partei regiert: Die persoenliche Vorsorge wird wichtiger. Das Altersvorsorgedepot ist parteiuebergreifend beschlossen und kommt 2027. Die Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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und die staatlichen Zulagen machen es fuer PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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e attraktiv. Ob das Rentenniveau bei 48 % bleibt oder sinkt, ob das Rentenalter steigt oder nicht — mit eigenem Vermoegen bist du weniger abhaengig von politischen Entscheidungen.

Die Generationengerechtigkeit und die Rentengarantie sind politische Versprechen. Dein Depot ist Realitaet.

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