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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Rente im Ausland

Was du wissen musst wenn du deinen Lebensabend nicht in Deutschland verbringen willst.

Rente im Ausland

Immer mehr Deutsche planen ihren Ruhestand im Ausland — in wärmerem Klima, zu niedrigeren Kosten, oder einfach für ein Abenteuer. Die gute Nachricht: Die deutsche Rente wird weltweit ausgezahlt. Die schlechte: Es gibt Fallstricke bei Steuer, Krankenversicherung und Bankverbindung.

Deutsche Rente wird weltweit ausgezahlt

Die Deutsche Rentenversicherung überweist deine Rente auf ein Konto weltweit — in fast alle Länder. Voraussetzung: Du hast eine gültige deutsche IBAN oder ein ausländisches Konto das du angibst. Die DRV zahlt die Rente in Euro aus — Währungsumrechnung und eventuelle Überweisungsgebühren gehen zu deinen Lasten.

Wichtig: Du musst der DRV deine neue Adresse mitteilen und regelmäßig eine Lebensbescheinigung einreichen (auf dem Konsulat oder bei ausländischen Behörden). Ohne Lebensbescheinigung wird die Rente eingestellt.

Steuern: Wer besteuert deine Rente?

Das ist das komplexeste Thema. Deutschland hat mit vielen Ländern ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA). Das DBA regelt, welches Land die Rente besteuern darf:

  • In den meisten DBA-Ländern: Deutschland behält das Besteuerungsrecht auf die gesetzliche Rente → Steuerpflicht in Deutschland bleibt, du musst in Deutschland Steuern zahlen
  • In einigen Ländern (z.B. USA bei bestimmten Konstellationen): Das Wohnsitzland besteuert → Steuerpflicht im neuen Wohnsitzland
  • Ohne DBA: Mögliche Doppelbesteuerung — selten, aber möglich

Die Faustregel: Auch wenn du im Ausland lebst, zahlst du wahrscheinlich weiter in Deutschland Steuern auf deine gesetzliche Rente. Das Finanzamt Neubrandenburg ist für Auslandsrentner zuständig.

Krankenversicherung: Das größte Risiko

Wer in Deutschland gesetzlich krankenversichert war und ins Ausland zieht, verliert in der Regel den GKV-Schutz. Ausnahmen:

  • EU/EWR-Länder und Schweiz: Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) gilt für Notfallversorgung. Für Daueraufenthalt: Anmeldung im neuen Land + ggf. Krankenversicherung im Zielland
  • Länder mit Sozialversicherungsabkommen (z.B. USA, Australien, Japan): Spezielle Regelungen, oft gegenseitige Anerkennung von Versicherungszeiten
  • Alle anderen Länder: Private Auslandskrankenversicherung zwingend erforderlich — sonst volles Krankheitsrisiko

Gesundheitskosten in beliebten Rentenland-Zielen (Thailand, Portugal, Spanien): Sehr unterschiedlich. Thailand hat günstige, aber qualitativ begrenzte öffentliche Versorgung — private Krankenversicherung kostet für Ältere schnell 300–600 Euro/Monat. Portugal und Spanien haben EU-Krankenversicherung möglich.

Beliebte Auslands-Rentnerländer im Check

LandLebenskosten (vs. Deutschland)Steuer auf DE-RenteKV-Lösung
Portugal20–30 % günstigerDE oder PT (DBA vorhanden)EU-GKV möglich
Spanien15–25 % günstigerDE behält RechtEU-GKV möglich
Thailand50–60 % günstigerDE behält RechtPrivate KV nötig
Kroatien (EU)30–40 % günstigerDE behält RechtEU-GKV möglich
ÖsterreichÄhnlich wie DEDE behält RechtEU-GKV möglich

Altersvorsorgedepot im Ausland

Das Altersvorsorgedepot kann auch aus dem Ausland bespart werden — solange du in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig bist (was bei vorübergehendem Auslandsaufenthalt oft der Fall ist). Bei dauerhaftem Wegzug aus Deutschland endet die unbeschränkte Steuerpflicht — und damit der Zugang zur staatlichen Förderung.

Wichtig: Bei Wegzug aus Deutschland können bereits gewährte Zulagen zurückgefordert werden — ähnlich wie bei Riester. Die genauen Regelungen des AVD für Auslandsrentner werden 2026/2027 festgelegt.

Fazit: Möglich, aber Planung ist unerlässlich

Rente im Ausland ist praktisch und legal möglich — aber es ist keine spontane Entscheidung. Steuer, Krankenversicherung, Bankverbindung und AVD-Status müssen vor dem Wegzug geklärt werden. Wer frühzeitig plant: kann erhebliche Lebenshaltungskosten sparen und trotzdem gut abgesichert sein.

Empfehlung: Steuerberater der auf Auslandsrentner spezialisiert ist + deutsche Auslandsvertretung im Zielland kontaktieren.

Häufige Fragen

Was ist das Altersvorsorgedepot und wie funktioniert es?

Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes ETF-Depot für die private Altersvorsorge. Einzahlungen werden mit Grundzulage (540 EUR/Jahr), Kinderzulage (300 EUR/Kind) und Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) gefördert. In der Ansparphase keine Abgeltungsteuer - Kapital arbeitet ungestört bis zur Rente.

Wie hoch ist die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot?

Grundzulage: 540 EUR/Jahr. Kinderzulage: 300 EUR/Kind/Jahr. Berufseinsteigerbonus: 200 EUR (einmalig, unter 25 Jahren). Sonderausgabenabzug: bis 1.800 EUR/Jahr. Bei 35% Steuersatz und maximaler Einzahlung: Gesamtförderung über 1.350 EUR/Jahr möglich.

Wie eröffne ich ein Altersvorsorgedepot?

Anbieter wählen (Neobroker, Direktbank oder Filialbank), online Depot eröffnen (Video-Ident), ETF-Sparplan einrichten, Zulagenantrag automatisch durch Anbieter. Erste Einzahlung ab 1 EUR möglich. Förderung ab Eröffnung im selben Kalenderjahr anrechenbar.

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