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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Nebenjob und Altersvorsorgedepot — Förderung und Regeln

Das Wichtigste in Kürze

  • Minijob (mit RV-Pflicht) förderberechtigt Ja
  • Minijob (RV-Befreiung) förderberechtigt Nein
  • Midijob (556–2.000 EUR) förderberechtigt Ja
  • Nebenjob erhöht Brutto für Eigenbeitrag Ja (Hauptjob zählt)
  • Grenze Minijob 2026 556 EUR/Monat

Förderberechtigung: Welcher Nebenjob zählt?

Für die Förderberechtigung beim AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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ist entscheidend, ob du in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlst. Hast du einen sozialversicherungspflichtigen Hauptjob, bist du automatisch förderberechtigt — unabhängig davon, was du nebenbei machst. Der Nebenjob ist dann steuerlich relevant (er erhöht dein Bruttoeinkommen), hat aber keinen Einfluss auf die Grundvoraussetzung.

Anders sieht es aus, wenn der Nebenjob dein einziger Job ist. Ein Minijob bis 556 Euro ist grundsätzlich rentenversicherungspflichtig — aber du kannst dich befreien lassen. Tust du das, verlierst du die Förderberechtigung. Mehr zu Rente und Minijob.

Die verschiedenen Nebenjob-Szenarien

Situation RV-pflichtig? Förderberechtigt? Brutto für Eigenbeitrag
Hauptjob + Minijob Ja (Hauptjob) Ja Nur Hauptjob-Brutto
Nur Minijob (mit RV) Ja Ja Minijob-Brutto
Nur Minijob (ohne RV) Nein Nein Nicht anwendbar
Midijob (556–2.000 EUR) Ja Ja Midijob-Brutto
Zwei SV-pflichtige Jobs Ja Ja Gesamt-Brutto

Nebenjob-Einkommen clever nutzen

Wenn du einen Hauptjob hast und nebenbei verdienst, kannst du das Nebenjob-Einkommen gezielt für dein Depot nutzen. Faustregel: Zahle das Netto-Einkommen aus dem Nebenjob komplett oder teilweise als Sonderzahlung ins Altersvorsorgedepot ein. So erhöhst du deinen SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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und damit deine Steuererstattung — während dein Hauptgehalt für die laufenden Kosten reicht.

Beispiel: Du verdienst im Nebenjob 400 Euro netto im Monat. Davon zahlst du 200 Euro ins Depot. Über ein Jahr sind das 2.400 Euro zusätzlich — die du zu einem großen Teil über die Steuererklärung zurückbekommst. Hinzuverdienst und Rente.

Minijob: RV-Befreiung überdenken

Wenn du ausschließlich einen Minijob hast (kein Hauptjob, kein Studium mit Werkstudentenjob), stehst du vor einer wichtigen Entscheidung: RV-Pflicht beibehalten oder befreien lassen? Bei einer Befreiung sparst du rund 17 Euro im Monat (3,6 % von 556 EUR abzgl. Arbeitgeberanteil) — verlierst aber die Förderberechtigung für das Altersvorsorgedepot. Die 540 Euro Grundzulage pro Jahr sind deutlich mehr als die 204 Euro Ersparnis. Überdenke also, ob die Befreiung wirklich sinnvoll ist.

Midijob: Die attraktive Mitte

Im Übergangsbereich (Midijob: 556 bis 2.000 Euro) zahlst du reduzierte Sozialversicherungsbeiträge, bist aber voll förderberechtigt. Das macht den Midijob zur attraktivsten Nebenjob-Form für das Altersvorsorgedepot: Du erhältst die volle Förderung bei reduzierten Abgaben. Der Eigenbeitrag für die volle Zulage ist niedrig, und die Förderquote entsprechend hoch.

Altersvorsorgedepot bei Teilzeit — mehr zu Teilzeitbeschäftigungen und Förderung.

Nebenjob auf Steuerkarte: Steuerklasse 6

Wenn dein Nebenjob über 556 Euro liegt und auf Steuerkarte läuft, wirst du in Steuerklasse 6 eingestuft — mit hohen Abzügen. Das klingt erstmal abschreckend, aber für dein Altersvorsorgedepot ist das kein Problem: Der Eigenbeitrag für die Zulage berechnet sich aus dem Brutto des rentenversicherungspflichtigen Einkommens — und über die Steuererklärung bekommst du den Großteil der Steuerklasse-6-Abzüge ohnehin zurück.

Laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) haben rund 3,5 Millionen Deutsche einen Nebenjob neben dem Hauptberuf. Für viele von ihnen wäre das Altersvorsorgedepot eine einfache Möglichkeit, das Zusatzeinkommen langfristig sinnvoll anzulegen.

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Häufige Fragen

Wie wirkt sich ein Nebenjob auf das AVD aus?

Der Sockelbeitrag für die volle Grundzulage beträgt einkommensunabhängig 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat) — egal ob du 30.000 oder 60.000 EUR verdienst oder einen Nebenjob hast. Das Nebenjob-Einkommen ist steuerlich relevant: Es erhöht das Gesamteinkommen, was bedeutet, dass der SA-Förderhöchstbetrag (max. 1.800 EUR/Jahr) mehr Steuern spart. Ein Nebenjob ändert den Sockelbeitrag nicht.

Wie nutzt man Nebenjob-Einkommen optimal für die Altersvorsorge?

Vier-Stufen-Plan für Nebenjob-Einkommen: 1) Erst Notgroschen vervollständigen (falls noch nicht 3 Monatsgehälter). 2) AVD-Sockelbeitrag sicherstellen: 60 EUR/Jahr für die volle Grundzulage von 540 EUR. 3) SA-Förderhöchstbetrag ausschöpfen: Bis 1.800 EUR/Jahr Eigenbeitrag — der Steuervorteil steigt mit dem Grenzsteuersatz. 4) Überschuss ins freie ETF-Depot. Steuerliche Betrachtung: Nebenjob-Einkommen erhöht den Grenzsteuersatz → SA beim AVD ist wertvoller → Priorität AVD zuerst.

Kann ein Minijobber ein AVD eröffnen?

Ein reiner Minijobber (ohne anderes sozialversicherungspflichtiges Einkommen): hat keinen GRV-Pflichtbeitrag → kein AVD-Förderanspruch. Ausnahme: Minijobber können freiwillig Beiträge zur GRV aufstocken. Wenn Aufstockung erfolgt: GRV-Pflichtbeitrag liegt vor → AVD-Förderanspruch entsteht. Kosten der Aufstockung 2024: Minijobber zahlen Differenz zu 18,6 % GRV-Beitrag. Bei 556 EUR Minijob: Arbeitgeber zahlt 15 %, Arbeitnehmer zahlt 3,6 % = 20,02 EUR/Monat Aufstockung. Dafür: AVD-Förderanspruch mit 540 EUR/Jahr Grundzulage. Rechnung: 240 EUR Aufstockung/Jahr → 540 EUR Grundzulage = +300 EUR Nettogewinn.

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