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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Künstlersozialkasse und Altersvorsorge — KSK plus Depot

Key-Facts: KSK und Altersvorsorge

  • KSK-Rentenbeitrag (Künstler-Anteil) 9,3 %
  • KSK-Mitglieder insgesamt ca. 195.000
  • Durchschnittliches KSK-Einkommen ca. 20.000 EUR/Jahr
  • Erwartbare Rente bei 30 Jahren KSK ca. 500-700 EUR
  • Max. GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    Depot 540 EUR/Jahr

Wie funktioniert die KSK?

Die Künstlersozialkasse ist das Sozialversicherungssystem für selbständige Künstler und Publizisten. Du zahlst als KSK-Versicherter nur den Arbeitnehmeranteil der Sozialversicherung — also 9,3 % für die Rentenversicherung, rund 8,15 % für die Krankenversicherung und 1,7 % für die Pflegeversicherung. Die andere Hälfte finanziert die KSK aus Abgaben der Verwerter und einem Bundeszuschuss.

Das ist ein enormer Vorteil: Als „normaler" Selbständiger müsstest du den vollen Beitrag (18,6 % Rente) allein tragen. Dafür bist du als KSK-Mitglied PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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in der gesetzlichen Rentenversicherung — und hast damit Zugang sowohl zur gesetzlichen Rente als auch zum AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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Warum die KSK-Rente nicht reicht

Das Problem liegt im Zusammenspiel von niedrigen Einkommen und halbierten Beiträgen. Bei einem durchschnittlichen KSK-Jahreseinkommen von 20.000 EUR und 9,3 % Beitrag fließen nur 1.860 EUR pro Jahr in die Rentenversicherung. Nach 30 Jahren Beitragszahlung kommt eine monatliche Rente von rund 500-700 EUR heraus. Zum Vergleich: Die durchschnittliche gesetzliche Rente aller Versicherten liegt bei ca. 1.100 EUR.

KSK-Einkommen/Jahr Rentenbeitrag/Jahr (9,3 %) Erwartbare Rente (30 Jahre) Lücke zur Grundsicherung
15.000 EUR 1.395 EUR ca. 400 EUR ca. 400 EUR
20.000 EUR 1.860 EUR ca. 550 EUR ca. 250 EUR
25.000 EUR 2.325 EUR ca. 700 EUR ca. 100 EUR
30.000 EUR 2.790 EUR ca. 830 EUR oberhalb
40.000 EUR 3.720 EUR ca. 1.100 EUR oberhalb

Das Altersvorsorgedepot als ideale Ergänzung

Als KSK-Mitglied bist du pflichtversichert in der gesetzlichen Rentenversicherung und damit automatisch förderberechtigt für das Altersvorsorgedepot. Du bekommst die volle GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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von bis zu 540 EUR pro Jahr, den SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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und investierst in ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s mit niedrigen Kosten (TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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).

Bei einem KSK-Einkommen von 20.000 EUR und einem GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
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von ca. 25 % bringt der SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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eine Steuerersparnis von mehreren hundert Euro. Die GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
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stellt automatisch sicher, dass du die bessere Variante bekommst — Zulage oder Steuerabzug. Für KSK-Versicherte mit niedrigem Einkommen ist die Grundzulage meist vorteilhafter.

Besonderer Vorteil: Da KSK-Mitglieder pflichtversichert sind, haben sie auch Anspruch auf die KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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(bis zu 300 EUR pro Kind). Für eine selbständige Illustratorin mit zwei Kindern bedeutet das: 540 EUR Grundzulage + 600 EUR Kinderzulage = 1.140 EUR staatliche Förderung pro Jahr — und das zusätzlich zur KSK-Rente.

Praxisbeispiel: Freie Texterin, 22.000 EUR KSK-Einkommen

Maria ist freie Texterin, 35 Jahre alt, ein Kind. KSK-Einkommen: 22.000 EUR/Jahr. Ihre erwartbare KSK-Rente nach 30 Jahren: ca. 600 EUR. Das reicht nicht — ihre Rentenlücke liegt bei über 700 EUR/Monat. Das ist typisch für KSK-Versicherte mit niedrigem Einkommen.

Mit dem Altersvorsorgedepot: 100 EUR monatlich in einen MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-ETF, dazu 540 EUR Grundzulage + 300 EUR KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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= 840 EUR staatliche Förderung pro Jahr. Nach 30 Jahren bei 6 % durchschnittlicher Rendite: ca. 120.000 EUR im Depot. Als Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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-Rente ausgezahlt, ergibt das rund 400-500 EUR zusätzlich pro Monat. Zusammen mit der KSK-Rente: über 1.000 EUR.

Was bei schwankendem Einkommen hilft

Kreative haben selten ein gleichmäßiges Einkommen. Mal kommt ein großer Auftrag, mal herrscht Flaute. Das Altersvorsorgedepot erlaubt flexible Beiträge — du kannst in guten Monaten mehr einzahlen und in schlechten pausieren. Das KSK-Einkommen selbst schwankt ebenfalls, da es auf dem geschätzten Jahreseinkommen basiert. Denk auch an den Insolvenzschutz: Dein Depot-Kapital ist pfändungsgeschützt.

Für Künstler in der Gründungsphase, die gerade erst in die KSK aufgenommen wurden, gilt: Auch mit Minimalbeiträgen anfangen lohnt sich. Der Zinseszinseffekt macht frühen Start wertvoller als hohe späte Beiträge. Und Künstlerinnen profitieren besonders von der Kinderzulage.

Vorteile

  • KSK-Mitglieder sind automatisch förderberechtigt
  • Grundzulage + Kinderzulage kommen on top zur KSK-Rente
  • ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    -basiert mit niedrigen Kosten
  • Flexible Beiträge für schwankendes Kreativ-Einkommen
  • Pfändungsschutz und Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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Nachteile / Risiken

  • Bei sehr niedrigem Einkommen kaum Spielraum für Beiträge
  • KSK-Status muss bestehen bleiben (Prüfung alle paar Jahre)
  • Marktrisiko bei ETF-Anlage
  • FörderschädlichWas ist Förderschädlich?Wenn du das Geld vor dem Rentenalter entnimmst, musst du alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Die Kursgewinne darfst du behalten.
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    e Entnahme kostet Zulagen zurück
  • Wer die KSK verlässt, muss Förderberechtigung neu prüfen

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Häufige Fragen

Was ist die KSK und welche Altersvorsorge haben Künstler und Kreative?

Die KSK (Künstlersozialkasse) ist die Pflichtversicherung für selbständige Künstler und Publizisten. Sie ermöglicht den Zugang zur GRV: Künstler zahlen nur die Hälfte des GRV-Beitrags, die andere Hälfte wird von der KSK (aus Bundeszuschuss + Arbeitgeberabgaben der Verwerter) getragen. KSK-pflichtigs: Schriftsteller, Journalisten, Musiker, bildende Künstler, Fotografen, Webdesigner (je nach Tätigkeit). Beitragsgrundlage: Voraussichtliches Jahreseinkommen. Kein Mindestbeitrag-Anforderung — auch geringe Einkünfte sind versicherbar.

Wie kombinieren KSK-Versicherte das AVD mit ihrer Vorsorge?

KSK-Versicherte sind GRV-pflichtig → volle AVD-Berechtigung. Das ist ein wichtiger Vorteil: Selbständige ohne GRV-Pflicht haben keinen AVD-Anspruch, KSK-Versicherte schon. Strategie: 1) GRV über KSK läuft automatisch. 2) AVD als zweite Säule: 540 EUR Grundzulage + Sonderausgabenabzug voll nutzbar. 3) Für höhere Absicherung: Rürup zusätzlich (steuerlich absetzbar). Problem bei Kreativen: Schwankendes Einkommen erschwert feste Sparplanbeträge. Lösung: Mindestsockel (10–50 EUR/Monat) als Sparplan, Einmalzahlungen in einkommensstarken Monaten.

Was passiert mit der KSK-Mitgliedschaft und dem AVD bei sinkendem Einkommen?

KSK bleibt aktiv, solange künstlerische/publizistische Tätigkeit besteht — auch bei niedrigem Einkommen. Kein Mindesteinkommen für KSK-Mitgliedschaft. GRV-Beitrag sinkt proportional zum Einkommen. AVD: Der Sockelbeitrag von 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat) ist einkommensunabhängig — gilt auch bei niedrigem KSK-Einkommen. Bei 10.000 EUR KSK-Einkommen: Sockelbeitrag = 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat) für volle Grundzulage (einkommensunabhängig). Grundzulage (540 EUR) übersteigt dann den Eigenbeitrag (400 EUR) — Förderquote über 100 %. Für Kreative mit schwankendem Einkommen: Im schlechten Jahr auf Sockelbetrag senken, in gutem Jahr aufholen.

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