Das Wichtigste in Kürze
- Durchschnittliches Nettovermögen mit 40 ca. 87.000 EUR (Median: 26.000 EUR)
- Davon in Immobilien gebunden ca. 65-75 %
- Davon in Aktien/ETFs nur ca. 8-12 %
- Typische Rentenlücke mit 40 800 - 1.400 EUR/Monat
- Benötigtes Vermögen für Lücke 240.000 - 420.000 EUR
Bevor du einen Sparplan einrichtest, solltest du wissen, wo du stehst. Dieser Artikel ist keine Werbung fürs Depot — sondern eine ehrliche Bestandsaufnahme. Was hat der durchschnittliche 40-Jährige wirklich? Was fehlt? Und warum machen die meisten die gleichen Fehler? Die konkreten Aufholstrategien und Sparraten-Tabellen für das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
Mehr erfahren → findest du im Ratgeber Altersvorsorgedepot mit 40.
Was der durchschnittliche Deutsche mit 40 besitzt
Die Zahlen sind ernüchternd. Laut Bundesbank-Studie (PHF 2021, letzte verfügbare Daten) liegt das durchschnittliche Nettovermögen der 35-44-Jährigen bei rund 87.000 EUR. Der Median — also der Wert, den die Hälfte unterschreitet — liegt bei nur 26.000 EUR. Die Differenz zwischen Durchschnitt und Median zeigt: Wenige haben viel, viele haben wenig.
| Vermögensbaustein | Durchschnitt (35-44 J.) | Anteil am Gesamtvermögen |
|---|---|---|
| Immobilie (Eigenanteil, netto) | ca. 58.000 EUR | 67 % |
| Bankeinlagen (Giro, Tagesgeld, Festgeld) | ca. 12.000 EUR | 14 % |
| Versicherungen (LV, Riester, bAV) | ca. 9.000 EUR | 10 % |
| Wertpapiere (Aktien, Fonds, ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau. Mehr erfahren →s) | ca. 8.000 EUR | 9 % |
Quelle: Deutsche Bundesbank, Panel on Household Finances (PHF). Werte gerundet, nur Hauptwohnsitz-Eigentum.
Das Problem: Zu viel Beton, zu wenig Börse
67 % des Vermögens stecken in der Immobilie — und die ist kein liquides Altersvorsorge-Instrument. Du kannst dein Haus nicht stückweise verkaufen, um davon im Alter zu leben. Die Immobilie spart dir die Miete, aber sie erwirtschaftet keine laufenden Erträge (es sei denn, du vermietest). Und sie ist nicht diversifiziert: Ein Klumpenrisiko in einer Stadt, einer Straße, einer Wohnung.
Nur 9 % des Vermögens liegen in Wertpapieren. In den USA sind es über 30 %. Der durchschnittliche deutsche 40-Jährige hat also gerade mal 8.000 EUR am Aktienmarkt — weniger als drei Monatsgehälter. Zum Vergleich: Für eine komfortable Rente bräuchte er das 25- bis 50-fache.
Die Rentenlücke mit 40: Größer als gedacht
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen deinem gewohnten Lebensstandard und dem, was die gesetzliche Rente liefert. Für einen 40-Jährigen sieht die Rechnung so aus:
| Aktuelles Bruttoeinkommen | Aktuelles Netto (ca.) | Erwartete Rente netto (ca.) | Rentenlücke/Monat | Benötigtes Kapital* |
|---|---|---|---|---|
| 35.000 EUR | 2.000 EUR | 1.200 EUR | 800 EUR | 240.000 EUR |
| 50.000 EUR | 2.700 EUR | 1.450 EUR | 1.250 EUR | 375.000 EUR |
| 65.000 EUR | 3.300 EUR | 1.600 EUR | 1.700 EUR | 510.000 EUR |
| 80.000 EUR | 3.800 EUR | 1.700 EUR | 2.100 EUR | 630.000 EUR |
*Bei 4 % Entnahmerate und 80 % Einkommensersatz. Rente geschätzt bei 40 Versicherungsjahren, ohne Rentenerhöhungen.
Die Zahlen zeigen: Selbst bei bescheidenem Einkommen fehlen Hunderttausende Euro. Und je mehr du verdienst, desto größer wird die Lücke — weil die gesetzliche Rente ab der Beitragsbemessungsgrenze nicht mehr mitskaliert.
Was die meisten mit 40 falsch machen
Fehler 1: "Die Immobilie ist meine Altersvorsorge." Ja, Mietfreiheit im Alter ist wertvoll — rund 800 bis 1.200 EUR pro Monat, die du nicht ausgeben musst. Aber: Instandhaltung kostet (ca. 1,5-2 % des Immobilienwerts pro Jahr), Grundsteuer steigt, und liquide Mittel für den täglichen Bedarf generiert die Immobilie nicht. Wer NUR auf die Immobilie setzt, hat im Alter ein Dach über dem Kopf, aber kein Geld für alles andere.
Fehler 2: Sparen auf dem Girokonto. Laut Bundesbank haben 40-Jährige im Schnitt 12.000 EUR auf Bankkonten liegen — bei aktuell 0-2 % Verzinsung. Nach Inflation verlierst du damit real Geld. Ein Notgroschen von 3-6 Monatsgehältern gehört aufs Tagesgeld. Alles darüber sollte arbeiten.
Fehler 3: Teure Versicherungsprodukte statt ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →s. 10 % des Vermögens stecken in Lebensversicherungen und Riester-Verträgen — Produkten mit typischerweise 1,5-3 % jährlichen Kosten. Das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
Mehr erfahren → bietet die gleiche Förderung bei einem Bruchteil der Kosten. Mehr dazu im Vergleich Depot vs. Lebensversicherung.
Fehler 4: "Ich kümmere mich später darum." Jedes Jahr, das du wartest, kostet dich durch den fehlenden Zinseszins-Effekt überproportional viel. Wer mit 40 statt mit 30 anfängt, muss fast doppelt so viel einzahlen, um auf das gleiche Endkapital zu kommen.
Wie das Depot die Lücke schließt
Das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
Mehr erfahren → löst nicht alle Probleme — aber es ist der effizienteste Baustein, um die Rentenlücke mit 40 noch zu schließen. Drei Gründe, warum es besser funktioniert als die Alternativen:
- Staatliche Förderung: Zulagen + SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
Mehr erfahren → reduzieren deinen effektiven Eigenbeitrag um 30-45 %. Kein freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →-Depot bietet das. - Niedrige Kosten: TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
Mehr erfahren → von 0,1-0,3 % statt 1,5-3 % bei Versicherungsprodukten. Über 27 Jahre macht das einen sechsstelligen Unterschied. - Steuervorteil: Keine AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
Mehr erfahren → in der Ansparphase, Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
Mehr erfahren → im Alter bei typischerweise niedrigerem Steuersatz. Der Steuerstundungseffekt allein bringt über 27 Jahre mehrere tausend Euro Mehrrendite.
Bei 150 EUR monatlich und 27 Jahren bis zur Rente ergibt sich — je nach Garantiestufe und Rendite — ein Endkapital zwischen 100.000 und 195.000 EUR. Das deckt einen erheblichen Teil der Rentenlücke ab. In Kombination mit der gesetzlichen Rente und einer mietfreien Immobilie kann das reichen.
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