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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Vorsorge-Fehler nach Altersgruppe vermeiden

Key-Facts: Vorsorge-Fehler

  • Teuerster Fehler in den 20ern Gar nicht starten (kostet bis zu 263.000 EUR)
  • Teuerster Fehler in den 30ern Zu konservativ anlegen (kostet ca. 80.000 EUR)
  • Teuerster Fehler in den 40ern Alte Verträge nicht prüfen (kostet ca. 40.000 EUR)
  • Teuerster Fehler in den 50ern Panikverkäufe bei Kursrückgängen
  • Teuerster Fehler in den 60ern Falsche Auszahlungsstrategie

Die 20er: Der Preis des Nichtstuns

Der mit Abstand teuerste Fehler passiert, wenn du in deinen 20ern gar nicht anfängst. Die Rechnung ist simpel: 100 EUR monatlich ab 20 Jahren ergeben bei 7 % Rendite bis 67 rund 340.000 EUR. Wer erst mit 30 startet, kommt auf 163.000 EUR. Die Differenz von 177.000 EUR entsteht ausschließlich durch den ZinseszinseffektWas ist Zinseszinseffekt?Erträge werden reinvestiert und erwirtschaften selbst wieder Erträge. Über Jahrzehnte entsteht exponentielles Wachstum. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei — das beschleunigt den Effekt enorm.
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— nicht durch höhere Einzahlungen.

Fehler (20er) Geschätzte Kosten Lösung
Gar nicht starten bis 263.000 EUR Auch 25 EUR/Monat starten, ab 18 oder ab 25
Nur Girokonto/Sparbuch nutzen ca. 150.000 EUR (vs. ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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)
ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan auf MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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oder vergleichbar
Förderung nicht nutzen ca. 10.000-20.000 EUR GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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+ Berufseinsteigerbonus beantragen
Zu teuren Vertrag abschließen ca. 30.000-60.000 EUR Auf TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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achten — unter 0,5 % bleiben
Tipp: In den 20ern hast du den größten Hebel. Selbst mit dem Sockelbeitrag von 60 EUR/Jahr ins Altersvorsorgedepot einzuzahlen ist besser als gar nichts. Bei 1.800 EUR Jahresbeitrag bekommst du die maximale GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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von 540 EUR obendrauf.

Die 30er: Zu konservativ, zu kompliziert

In den 30ern haben viele ein höheres Einkommen, aber auch höhere Ausgaben: Familiengründung, Immobilie, Kinder. Auch die Verbraucherzentrale warnt vor dem häufigsten Fehler: Zu konservativ anlegen. Wer mit 30 statt in einen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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(7 % Rendite) in eine klassische Lebensversicherung (2,5 % Rendite) investiert, verliert bis 67 rund 80.000 EUR — bei gleicher monatlicher Rate von 200 EUR.

Ein weiterer typischer Fehler: Mehrere teure Verträge parallel laufen lassen, ohne die Gesamtkosten zu kennen. Fondsgebundene Rentenversicherungen mit 1,5-2,5 % Effektivkosten fressen über 30+ Jahre einen enormen Anteil der Rendite.

Fehler (30er) Geschätzte Kosten Lösung
Zu konservative Anlage ca. 80.000 EUR Mit 30+ Jahren Anlagehorizont: 80-100 % Aktienquote sinnvoll
Altersvorsorge bei Kindern vergessen ca. 15.000-30.000 EUR KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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beantragen, Ehepartner-Förderung nutzen
Sparrate nicht an Gehalt anpassen ca. 40.000-60.000 EUR Bei Gehaltserhöhung automatisch Sparrate erhöhen
Zu viele teure Verträge ca. 20.000-50.000 EUR Konsolidieren, auf Gesamtkosten achten

Die 40er: Die letzte große Chance

Mit 40 hast du noch 27 Jahre bis zur Rente — genug Zeit, um ein solides Polster aufzubauen. Wer in den 40ern noch gar nicht vorgesorgt hat, findet im Ratgeber Mit 40 noch nie vorgesorgt einen realistischen Aufholplan. Aber viele machen den Fehler, alte Verträge einfach weiterlaufen zu lassen, ohne sie zu prüfen. Eine Riester-RenteWas ist Riester-Rente?Staatlich geförderte Altersvorsorge seit 2002. Gescheitert wegen zu hoher Kosten, Garantiepflicht und niedriger Rendite. Wird ab 2027 durch das Altersvorsorgedepot ersetzt.
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mit 1,8 % Effektivkosten, die seit 15 Jahren läuft, hat möglicherweise weniger Rendite erzielt als ein einfacher ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan.

Die Rentenlücke wird in den 40ern erstmals konkret spürbar: Laut Renteninformation der DRV fehlen einem Durchschnittsverdiener (3.500 EUR brutto) etwa 800-1.200 EUR monatlich zum gewohnten Lebensstandard. Um diese Lücke zu schließen, brauchst du bis 67 ein Kapital von ca. 200.000-300.000 EUR.

Achtung: Wer in den 40ern seine Riester-RenteWas ist Riester-Rente?Staatlich geförderte Altersvorsorge seit 2002. Gescheitert wegen zu hoher Kosten, Garantiepflicht und niedriger Rendite. Wird ab 2027 durch das Altersvorsorgedepot ersetzt.
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förderschädlich kündigt, muss alle Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Prüfe vorher, ob ein Wechsel ins neue Altersvorsorgedepot günstiger ist.

Die 50er: Keine Zeit für Panik

In den 50ern ist der häufigste Fehler die Überreaktion auf Börsenkurse. Wer bei einem Crash von -30 % panisch verkauft, realisiert Verluste, die der Markt historisch immer wieder aufgeholt hat. Der MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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hat nach jedem Crash der letzten 50 Jahre innerhalb von 5-7 Jahren neue Höchststände erreicht.

Ein zweiter Fehler: Plötzlich zu konservativ werden. Auch mit 55 hast du noch 12 Jahre Anlagehorizont — plus 20+ Jahre Entnahmephase. Eine Aktienquote von 50-60 % ist auch in den 50ern oft sinnvoll, ergänzt durch einen Sicherheitspuffer für die ersten Rentenjahre.

Fehler (50er) Geschätzte Kosten Lösung
Panikverkäufe bei Kursrückgang ca. 30.000-80.000 EUR Anlagestrategie vorher festlegen, RebalancingWas ist Rebalancing?Regelmäßige Umschichtung der Anlagen, um die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei möglich.
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statt Ausstieg
Zu abrupt konservativ umschichten ca. 20.000-40.000 EUR Schrittweise umschichten, Lifecycle-ModellWas ist Lifecycle-Modell?Automatische Umschichtung: Je näher die Rente rückt, desto mehr wird von Aktien in sichere Anleihen umgeschichtet. Reduziert das Risiko vor der Auszahlung.
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nutzen
Auszahlungsphase nicht planen variabel Ab 55 konkrete Entnahmestrategie entwickeln

Die 60er: Auszahlung ohne Steuerfalle

Die letzten Jahre vor der Rente sind entscheidend für die Auszahlungsstrategie. Die weist auf den häufigsten Fehler hin: Alles auf einmal auszahlen und dabei einen hohen EinkommensteuersatzWas ist Einkommensteuersatz?Der persönliche Steuersatz auf dein Einkommen. Steigt progressiv von 14% bis 45%. Im Ruhestand typischerweise 15-30%, da das Einkommen niedriger ist als im Berufsleben.
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zu provozieren. Mit der nachgelagerten Besteuerung beim Altersvorsorgedepot fällt die Steuer in der Entnahmephase an — und hier lohnt sich eine Verteilung über mehrere Jahre.

Ein weiterer Fehler: Die Kombination aus gesetzlicher Rente, Betriebsrente und Depotrente nicht steuerlich zu optimieren. Wer mit 55 oder mit 65 noch vorsorgt, sollte die maximale GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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von 540 EUR/Jahr ausschöpfen, indem er den geförderten Höchstbetrag von 1.800 EUR/Jahr einzahlt.

Zusammenfassung: Kosten der Fehler pro Dekade

Altersgruppe Typischer Fehler Geschätzte Kosten (Endkapital) Detailseite
20er Nicht anfangen bis 263.000 EUR Mit 25 starten
30er Zu konservativ anlegen ca. 80.000 EUR Mit 35 starten
40er Alte Verträge nicht prüfen ca. 40.000 EUR Mit 45 starten
50er Panikverkäufe ca. 30.000-80.000 EUR Mit 55 starten
60er Steuerfallen bei Auszahlung ca. 5.000-20.000 EUR Mit 65 starten

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Häufige Fragen

Was ist der größte Altersvorsorge-Fehler in den 20ern?

Zu spät anfangen. Wer mit 25 statt mit 20 startet, verliert 5 Jahre Zinseszinseffekt — das entspricht bei 150 EUR/Monat und 7 % p.a. rund 40.000–50.000 EUR Unterschied im Endkapital. Zweithäufigster Fehler: Geld parken statt investieren (Sparbuch statt ETF).

Was läuft in den 40ern bei der Altersvorsorge häufig schief?

Typisch für die 40er: Kinder, Immobilie und Karrierepause haben das Sparen unterbrochen. Wer jetzt noch 20 Jahre hat, kann mit konsequentem Sparen (300–400 EUR/Monat) trotzdem ein substanzielles Kapital aufbauen. Fehler ist häufig übertriebene Risikoaversion und zu hohe Anleihenquote — bei 20 Jahren Laufzeit spricht mehr für Aktien-ETFs.

Lohnt sich das Altersvorsorgedepot noch ab 50?

Ja, auch ab 50 rentiert sich der Einstieg. Bei 15 Jahren bis Rente und 7 % Rendite verdoppelt sich das Kapital noch einmal. Zusätzlich: Die Grundzulage (540 EUR/Jahr) macht selbst kurze Laufzeiten attraktiv. Das Lifecycle-Modell schichtet automatisch in sicherere Anlagen um, je näher der Renteneintritt rückt.

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