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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Altersvorsorge bei Mindestlohn — maximale Förderung nutzen

Key-Facts: Mindestlohn & Altersvorsorgedepot 2026

  • Mindestlohn 2026 12,82 EUR/h
  • Brutto bei Vollzeit (173 h) ca. 2.218 EUR/Monat
  • Jahresbrutto ca. 26.616 EUR
  • GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    (flat, ab Sockelbeitrag) 540 EUR/Jahr
  • Geförderter Höchstbetrag (SA) 1.800 EUR/Jahr gesamt
  • Sockelbeitrag (Minimum für volle Grundzulage) 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat)
  • Förderquote beim Sockelbeitrag 1.000 %
  • Grundsicherung-Freibetrag ca. 10.000 EUR Guthaben geschützt

Mindestlohn 2026: Was bleibt netto übrig?

Der gesetzliche Mindestlohn steigt 2026 auf 12,82 EUR pro Stunde. Bei einer Vollzeitstelle mit 40 Wochenstunden ergibt das rund 2.218 EUR brutto im Monat — also etwa 26.616 EUR im Jahr. Nach Abzug von Sozialabgaben und Steuern bleiben dir als Single (Steuerklasse I) ungefähr 1.680 EUR netto. Jeder Euro, den du davon in dein ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-basiertes Altersvorsorgedepot steckst, wird vom Staat über pauschale Zulagen massiv bezuschusst. Laut Destatis arbeiten rund 6 Millionen Beschäftigte in Deutschland zum Mindestlohn oder knapp darüber — die Förderung des Altersvorsorgedepots ist genau auf diese Gruppe zugeschnitten.

So funktioniert die Zulagen-Berechnung (Altersvorsorgereformgesetz)

Die GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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ist pauschal 540 EUR/Jahr — nicht einkommensabhängig, nicht pauschal. Einzige Bedingung: Sockelbeitrag von 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat) einzahlen. Die Förderung ist für alle gleich, egal ob Mindestlohn oder Spitzenverdiener. Zusätzlich prüft das Finanzamt per GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
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automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug (SA-Förderhöchstbetrag: 1.800 EUR gesamt) vorteilhafter ist. Bei Mindestlohn-Einkommen sind die direkten Zulagen fast immer günstiger.

Rechenbeispiel: Verschiedene Eigenbeiträge bei Mindestlohn

Bei Mindestlohn muss nicht zwingend der Höchstbetrag eingezahlt werden. Schon kleine Beträge bringen eine gute Förderung:

Eigenbeitrag/Jahr Eigenbeitrag/Monat GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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Gesamt im Depot Förderquote
60 EUR (Sockelbeitrag) 5 EUR 540 EUR 594 EUR 1.000 %
120 EUR 10 EUR 540 EUR 660 EUR 450 %
360 EUR 30 EUR 540 EUR 900 EUR 150 %
600 EUR 50 EUR 540 EUR 1.140 EUR 90 %
1.260 EUR (SA-Max) 105 EUR 540 EUR 1.800 EUR 43 %
Tipp: Der Sockelbeitrag von 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat) reicht für die volle Grundzulage von 540 EUR. Förderquote: 1.000 %. Je niedriger dein Eigenbeitrag (ab Sockelbeitrag), desto höher ist deine relative Förderquote.

Förderquote: Warum Mindestlohn-Empfänger am meisten profitieren

Die Förderquote beschreibt, wie viel Prozent deiner Gesamteinzahlung (Eigenbeitrag + Zulagen) vom Staat kommen. Bei Mindestlohn ist sie besonders hoch, weil du mit niedrigeren Eigenbeiträgen bereits eine starke Zulage erhältst — und KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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n (300 EUR pro Kind) die Quote nochmals deutlich steigern.

Szenario Eigenbeitrag/Jahr Zulagen/Jahr Gesamt im Depot Förderquote
Single, Sockelbeitrag 60 EUR 540 EUR 594 EUR 1.000 %
Single + 1 Kind, Sockelbeitrag 60 EUR 840 EUR (540 + 300) 894 EUR 1.556 %
Single + 2 Kinder, Sockelbeitrag 60 EUR 1.140 EUR (540 + 600) 1.194 EUR 2.111 %
Alleinerz. + 3 Kinder, Sockelbeitrag 60 EUR 1.440 EUR (540 + 900) 1.494 EUR 2.667 %

Du siehst: Schon beim Sockelbeitrag ohne Kinder liegt die Förderquote bei 1.000 %. Mit Kinderzulagen (300 EUR pro Kind) steigt sie weiter. Als Alleinerziehende mit drei Kindern: 2.667 % Förderquote — du zahlst nur 60 EUR im Jahr, bekommst 1.440 EUR Zulagen.

Grundsicherung-Freibetrag: Depot-Guthaben geschützt

Viele Geringverdiener fragen sich: Lohnt sich Sparen überhaupt, wenn ich im Alter vielleicht auf Grundsicherung angewiesen bin? Die Antwort ist ja — denn Altersvorsorgedepot-Guthaben ist bis ca. 10.000 EUR bei der Grundsicherung im Alter geschützt und wird nicht angerechnet. Das Geld gehört dir zusätzlich. Mehr Informationen zur gesetzlichen Rente bietet die Deutsche Rentenversicherung.

Achtung: Ohne Altersvorsorgedepot landest du bei Mindestlohn-Rente oft bei der Grundsicherung. Mit Depot ist dein Guthaben bis ca. 10.000 EUR geschützt — das sind Ersparnisse, die dir niemand wegnimmt.

30 Jahre Sparplan: Was kommt am Ende raus?

Angenommen du bist 32 Jahre alt, zahlst 600 EUR Eigenbeitrag pro Jahr ein und erhältst die volle Grundzulage von 540 EUR — insgesamt 1.140 EUR/Jahr im Depot. Bei einer angenommenen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Rendite von 6 % p.a. (MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-Durchschnitt) nach TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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:

Laufzeit Eigenbeiträge Zulagen Rendite (6 % p.a.) Depotwert
10 Jahre 6.000 EUR 5.400 EUR 3.630 EUR 15.030 EUR
20 Jahre 12.000 EUR 10.800 EUR 19.140 EUR 41.940 EUR
35 Jahre 21.000 EUR 18.900 EUR 87.100 EUR 127.000 EUR

Aus 600 EUR Eigenbeitrag pro Jahr werden über 35 Jahre rund 127.000 EUR Depotwert — das Wachstum in der Ansparphase ist steuerfrei, und bei der Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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im Alter liegt dein Steuersatz deutlich niedriger als im Erwerbsleben.

Schritt für Schritt: So startest du mit Mindestlohn

  1. Notgroschen prüfen: Hast du mindestens 1-2 Monatsgehälter als Rücklage? Falls nicht, erst das aufbauen — dann Depot starten.
  2. Förderberechtigung klären: Als pflichtversicherter Arbeitnehmer bist du automatisch förderberechtigt.
  3. Anbieter wählen: Achte auf niedrige TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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    (unter 0,3 %) und breit gestreute ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    s wie den MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    .
  4. Sparplan einrichten: Starte mit dem Betrag, den du dir leisten kannst — selbst 5 EUR/Monat (Sockelbeitrag = 60 EUR/Jahr, reicht für die volle Grundzulage von 540 EUR) sind ein Anfang.
  5. DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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    stellen:
    Einmal einrichten, dann kommen die Zulagen automatisch jedes Jahr.
Tipp: Prüfe mit dem Förderrechner, wie hoch deine persönliche Förderung ausfällt. Bei Mindestlohn und Kindern kann die Förderquote über 50 % liegen.

Zulagen und Sonderausgabenabzug

Beim neuen Altersvorsorgedepot gibt es neben den pauschalen Zulagen auch den SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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. Das Finanzamt prüft per GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
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automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug (Eigenbeitrag + Zulagen, max. ca. 2.340 EUR) vorteilhafter ist. Bei Mindestlohn-Einkommen und niedrigem GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
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sind die Zulagen fast immer günstiger — das erledigt die Günstigerprüfung automatisch. Trage deine Beiträge einfach in der Anlage AVWas ist Anlage AV?Das Formular in der Steuererklärung für die Altersvorsorge. Hier trägst du deine Beiträge zum Altersvorsorgedepot ein. Wird größtenteils vom Anbieter vorausgefüllt.
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deiner Steuererklärung ein.

Vorteile bei Mindestlohn

  • Höchste relative Förderquote aller Einkommensklassen
  • Ca. 10.000 EUR Guthaben bei Grundsicherung geschützt
  • Pfändungsschutz des Depots
  • KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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    n machen Förderquote extrem
  • Sockelbeitrag 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat)
  • Kein Papierkram — nur Zulagen, kein Steuerabzug nötig

Herausforderungen

  • Wenig finanzieller Spielraum für Eigenbeiträge
  • Geld ist bis zum Rentenalter gebunden
  • Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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    bei Auszahlung

Was bringt dir das Altersvorsorgedepot konkret?

Berechne mit deinem Mindestlohn-Gehalt, wie viel Rente du dir aufbauen kannst — inklusive aller Zulagen.

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Altersvorsorge für Geringverdiener

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Schritt-für-Schritt-Anleitung zum ersten ETF-Sparplan im Depot.

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Häufige Fragen

Lohnt sich das Altersvorsorgedepot bei Mindestlohn überhaupt?

Ja — gerade bei Mindestlohn ist die Förderquote am höchsten. Der Sockelbeitrag beträgt 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat) — und dafür gibt es die volle Grundzulage von 540 EUR (Förderquote: 1.000 %). Mit Kinderzulagen (300 EUR/Kind/Jahr) steigt die Quote noch weiter. Das Depot wächst damit um ein Vielfaches mehr als ein Sparkonto.

Wird mein Depot-Guthaben auf die Grundsicherung im Alter angerechnet?

Das Altersvorsorgedepot ist bis ca. 10.000 EUR bei der Grundsicherung im Alter (nach § 90 Abs. 2 SGB XII) geschützt — dieses Guthaben gehört dir und wird nicht angerechnet. Das ist ein wichtiger Vorteil gegenüber normalem Ersparten, das die Grundsicherung mindern würde.

Was passiert mit meinem Depot, wenn ich meinen Mindestlohn-Job verliere?

Das Depot bleibt erhalten — du verlierst es nicht. Laufende Beiträge können pausiert werden, das angesparte Guthaben bleibt investiert und wächst weiter. Erst wenn du wieder in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlst, kannst du neue Zulagen beantragen. Bei Langzeitarbeitslosigkeit (ALG II) zählt das Depot in der Regel ebenfalls als geschütztes Altersvorsorgevermögen.

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