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Junger Mann in Berlin denkt über seine Rentenvorsorge nach

Die Kurzantwort

  • Bester Startzeitpunkt So früh wie möglich — heute
  • 10 Jahre früher starten = oft über 100.000 EUR mehr
  • Mindeststartbetrag kein Minimum — auch 25 EUR/Monat zählen
  • Zinseszins funktioniert erst ab ca. 15 Jahren so richtig

Das Zinseszins-Argument — in echten Zahlen

Der ZinseszinseffektWas ist Zinseszinseffekt?Erträge werden reinvestiert und erwirtschaften selbst wieder Erträge. Über Jahrzehnte entsteht exponentielles Wachstum. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei — das beschleunigt den Effekt enorm.
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ist kein abstraktes Finanzkonzept. Er ist der Grund, warum früh Anfangen immer wichtiger ist als viel Einzahlen. Wer früh anfängt, lässt das Geld für sich arbeiten — die Erträge erwirtschaften selbst Erträge, die wiederum Erträge erwirtschaften.

Das Ergebnis: Wer 10 Jahre früher mit einem ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan beginnt, kann am Ende mehr als doppelt so viel haben — obwohl er absolut weniger eingezahlt hat.

Was du verpasst, wenn du wartest — die Tabelle

Annahme: 200 EUR monatlicher Sparplan, 6 % durchschnittliche Jahres-Rendite (konservative Annahme für einen globalen MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-ETF), Rentenalter 67.

Startjahr Sparjahre Selbst eingezahlt Depotwert mit 67 Verpasstes Vermögen
Mit 22 45 Jahre 108.000 EUR ca. 424.000 EUR Referenz
Mit 27 (5 Jahre später) 40 Jahre 96.000 EUR ca. 310.000 EUR ca. −114.000 EUR
Mit 32 (10 Jahre später) 35 Jahre 84.000 EUR ca. 226.000 EUR ca. −198.000 EUR
Mit 37 (15 Jahre später) 30 Jahre 72.000 EUR ca. 162.000 EUR ca. −262.000 EUR
Mit 47 (25 Jahre später) 20 Jahre 48.000 EUR ca. 83.000 EUR ca. −341.000 EUR

Die Zahlen sprechen für sich: 25 Jahre Aufschub kosten rund 341.000 EUR — bei denselben 200 EUR pro Monat. Der Unterschied ist nicht Disziplin oder Können. Es ist ausschließlich Zeit.

Hinweis zur Berechnung: 6 % Jahresrendite ist eine konservative Annahme. Der MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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hat historisch rund 7–8 % pro Jahr gebracht. Inflation ist in diesen Zahlen nicht herausgerechnet — die reale Kaufkraft liegt also niedriger, aber das Verhältnis zwischen früh und spät Starten bleibt identisch.

Was du in jeder Lebensphase tun solltest

Mit 20–25: Das Fundament legen

Erstes Gehalt, keine großen Ausgaben, wenig Verantwortung — das sind ideale Bedingungen. Wer mit 25 mit der Altersvorsorge beginnt, hat den größten Hebel. Selbst 50 EUR pro Monat sind genug, um anzufangen. Das Ziel: Depot eröffnen, Sparplan einrichten, Betrag mit jedem Gehaltsanstieg erhöhen.

Was hilft: Den ersten Monatslohn sinnvoll aufteilen. Der Ratgeber Erstes Gehalt richtig aufteilen gibt eine konkrete Struktur.

Mit 26–35: Der ideale Aufbauzeitraum

Gehalt steigt, aber auch Ausgaben (erste Wohnung, Urlaube, vielleicht Familie). Wer mit 35 noch nicht angefangen hat, sollte es jetzt tun — und nicht 5 % seines Nettos, sondern eher 12–15 % planen. Das Altersvorsorgedepot ab 2027 ist für diese Gruppe besonders interessant, da die staatliche Förderung die effektive Sparleistung deutlich erhöht.

Mit 36–45: Aufholen ist möglich — aber kostet mehr

Wer mit 45 mit dem Investieren beginnt, hat noch rund 20 Jahre bis zur Rente. Das reicht, um ein solides Polster aufzubauen — aber der Zinseszins hat weniger Zeit zu wirken. Hier sollte die Sparquote deutlich höher liegen, idealerweise 15–20 % des Nettos. Prüfe außerdem, ob eine betriebliche Altersvorsorge mit Arbeitgeberzuschuss noch offen ist.

Mit 46–55: Ehrlichkeit und Anpassung

Jetzt ist der richtige Moment, die tatsächliche Rentenlücke konkret zu berechnen — nicht zu schätzen. Die gesetzliche Renteninformation liefert die Grundlage. Wer 20 Jahre Zeit hat und konsequent spart, kann noch wesentliche Summen aufbauen. Wichtig: Das Risiko im Portfolio muss nicht sofort gesenkt werden — 15 bis 20 Jahre sind für Aktien-ETFs noch ein guter Horizont.

Mit 56+: Solide Strategie, kein Panik-Modus

Auch mit 57 lohnt es sich noch anzufangen. Wer 10 Jahre lang 400 EUR pro Monat bei 5 % Rendite spart, hat am Ende rund 62.000 EUR — plus staatliche Förderung über das Altersvorsorgedepot. Gleichzeitig sollte man beginnen, das Portfolio Richtung weniger Volatilität umzuschichten.

Lebensereignisse als Trigger — nutze diese Momente

Menschen fangen selten an einem beliebigen Dienstag an, Geld anzulegen. Meistens ist es ein konkretes Ereignis, das den Anstoß gibt. Diese Momente sind ideal:

  • Erster Job / Jobwechsel mit Gehaltserhöhung: Der neue Betrag ist ohnehin neu — ein Teil davon geht direkt in den Sparplan, bevor er sich im Konsum verteilt.
  • Kind bekommt Kindergeld: Das Kindergeld kann komplett investiert werden — es wurde vorher nicht im Budget eingeplant.
  • Heirat oder Zusammenziehen: Gemeinsames Budget überdenken. Oft entstehen Synergien, die Spielraum für mehr Vorsorge schaffen.
  • Erbschaft oder größere Einmalzahlung: Kein besserer Moment, um einen Teil langfristig zu investieren.
  • Kinder aus dem Haus: Die Ausgaben sinken spürbar — diesen Betrag direkt in Vorsorge umleiten.

Psychologische Hürden — und wie man sie überwindet

Die häufigste Ausrede lautet: "Ich verdiene noch zu wenig." Die zweithäufigste: "Ich warte, bis ich besser aufgestellt bin." Beide sind verständlich — und beide sind Fallen.

Es gibt kein Mindesteinkommen für einen Sparplan. Die meisten Neobroker starten Sparpläne ab 1 EUR. Das ist nicht viel — aber es schafft die Gewohnheit, und Gewohnheiten lassen sich skalieren. Wer einmal einen Sparplan hat, erhöht ihn öfter als jemand, der noch keinen hat.

Der ZinseszinseffektWas ist Zinseszinseffekt?Erträge werden reinvestiert und erwirtschaften selbst wieder Erträge. Über Jahrzehnte entsteht exponentielles Wachstum. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei — das beschleunigt den Effekt enorm.
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braucht Zeit, keine großen Beträge. Je früher die Uhr tickt, desto mehr Arbeit übernimmt das Geld.

Tipp: Lies, wie der Zinseszins-Effekt langfristig wirkt — mit konkreten Beispielen und einem interaktiven Rechner.
Junge Leute sprechen draussen über Altersvorsorge und Sparpläne

Was das Altersvorsorgedepot für junge Sparer besonders attraktiv macht

Ab 2027 gibt es mit dem neuen AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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einen starken Anreiz, früh zu starten: Wer unter 25 ist und das Depot eröffnet, erhält zusätzlich einen einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 EUR. Dazu kommt die reguläre Grundzulage von bis zu 540 EUR pro Jahr. Das ist echter staatlicher Rückenwind — der nur wirkt, wenn man früh genug anfängt.

Die Bundeszentrale für politische Bildung erklärt das deutsche Rentensystem und seine Herausforderungen ausführlich und parteipolitisch neutral.

Wer den nächsten Schritt gehen möchte und konkrete Strategien sucht, auch wenn man erst mit 40 oder später anfängt, findet sie in Mit 40 noch nie vorgesorgt. Und wer wissen möchte, wie ein entspanntes Alter konkret aussieht und was es dazu braucht, liest Sorgenfrei im Alter.

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Unser Rechner zeigt dir, wie viel Kapital du bis zur Rente aufbauen kannst — je nachdem, wann du anfängst und wie viel du sparst.

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