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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Erstes Gehalt richtig aufteilen für Depot und Notgroschen

Das Wichtigste in Kürze

  • Empfohlene Sparquote 15–20 % vom Netto
  • Davon für Altersvorsorge 10 %
  • Davon für Notgroschen 5–10 %
  • Notgroschen-Ziel 3 Monatsausgaben
  • Beliebte Methode 50/30/20-Regel

Die 50/30/20-Regel für Berufseinsteiger

Du hast gerade deinen ersten Job angetreten? Dann lohnt sich vorab ein Blick auf Erster Job, erste Vorsorge — dort findest du einen kompakten Überblick, was in den ersten Wochen als Arbeitnehmer zu erledigen ist. Die einfachste Methode, dein Gehalt aufzuteilen, ist die 50/30/20-Regel: 50 Prozent für Fixkosten (Miete, Versicherungen, Lebensmittel), 30 Prozent für persönliche Wünsche (Freizeit, Kleidung, Ausgehen) und 20 Prozent für Sparen und Altersvorsorge. Bei einem Nettoeinkommen von 1.500 Euro wären das 300 Euro zum Sparen — davon zum Beispiel 150 Euro ins AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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und 150 Euro in den Notgroschen.

Diese Aufteilung ist kein starres Gesetz, sondern eine Orientierung. Wenn deine Miete 60 Prozent deines Nettos frisst, musst du beim Konsum oder Sparen kürzen. Wichtig ist, dass du überhaupt anfängst — auch zehn Prozent sind besser als null. Mehr zum Thema Notgroschen vs. Altersvorsorge.

Konkretes Beispiel: 1.800 EUR netto

Kategorie Anteil Betrag Verwendung
Fixkosten 50 % 900 EUR Miete, Strom, Versicherung, Lebensmittel
Persönliche Wünsche 30 % 540 EUR Freizeit, Kleidung, Essen gehen, Streaming
Altersvorsorgedepot 10 % 180 EUR ETF-Sparplan (automatisch)
Notgroschen 5 % 90 EUR Tagesgeldkonto (bis 3 Monatsausgaben)
Sonstige Rücklagen 5 % 90 EUR Urlaub, Anschaffungen, Weiterbildung

Warum der Notgroschen zuerst kommt

Bevor du dein AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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maximal besparst, solltest du einen Notgroschen aufbauen. Die Faustregel: Drei Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto. Bei Ausgaben von 1.200 Euro im Monat wären das 3.600 Euro. Dieser Puffer schützt dich vor ungeplanten Ausgaben — Autoreparatur, Nachzahlung, defekte Waschmaschine — ohne dass du deinen Sparplan anfassen musst.

Wichtig: Du musst den Notgroschen nicht fertig haben, bevor du mit dem Depot startest. Baue beides parallel auf. 100 Euro ins Depot, 100 Euro aufs Tagesgeld — nach ein bis zwei Jahren ist der Notgroschen voll, und du kannst die gesamte Sparrate ins Depot umleiten. Wie viel du monatlich sparen solltest.

Automatisierung: Dein wichtigster Verbündeter

Der größte Feind des Sparens ist nicht das niedrige Gehalt — es ist die Bequemlichkeit. Wenn du jeden Monat aktiv entscheiden musst, ob du sparst, wirst du es irgendwann lassen. Deshalb: Automatisiere alles. Richte am ersten Tag nach dem Gehaltseingang drei Daueraufträge ein — einen für das Depot (ETF-Sparplan), einen für das Notgroschen-Konto und einen für die sonstigen Rücklagen. Was dann noch auf dem Girokonto liegt, darfst du mit gutem Gewissen ausgeben.

Die größten Fehler beim ersten Gehalt

Fehler 1: Alles ausgeben. Das erste Gehalt fühlt sich nach Freiheit an — und die Versuchung ist groß, sich alles zu gönnen. Tu dir einen Gefallen: Gönne dir etwas, aber nicht alles. Ein gutes Abendessen, ja. Komplett neue Garderobe, nein. Fehler 2: Zu viel sparen. Wer 50 Prozent des Gehalts spart und dann nach drei Monaten frustriert aufgibt, hat weniger erreicht als jemand, der konstant 15 Prozent durchhält. Nachhaltigkeit schlägt Ehrgeiz.

Fehler 3: Den Arbeitgeber-Zuschuss vergessen. Viele Arbeitgeber bieten vermögenswirksame Leistungen (VL) oder Zuschüsse zur betriebliche Altersvorsorge an — frag aktiv danach. Das ist kostenloses Geld, das du nicht liegen lassen solltest. Sparquote nach Alter — Richtwerte.

Was ist, wenn 20 Prozent zu viel sind?

Dann fang mit zehn Prozent an. Oder fünf. Oder 50 Euro im Monat. Jeder Betrag zählt — und der ZinseszinseffektWas ist Zinseszinseffekt?Erträge werden reinvestiert und erwirtschaften selbst wieder Erträge. Über Jahrzehnte entsteht exponentielles Wachstum. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei — das beschleunigt den Effekt enorm.
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braucht vor allem eines: Zeit. 50 Euro im Monat über 40 Jahre bei sieben Prozent Rendite ergeben über 130.000 Euro. Wenn du später mehr verdienst, kannst du die Sparrate erhöhen. Die Gewohnheit, überhaupt zu sparen, ist wichtiger als die exakte Höhe.

Deine optimale Sparrate berechnen

Wie viel solltest du monatlich ins Depot einzahlen? Unser Rechner zeigt es dir.

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Häufige Fragen

Lohnt sich das Altersvorsorgedepot auch bei niedrigem Einkommen?

Ja - besonders bei niedrigem Einkommen ist die Zulage (540 EUR/Jahr) relativ groß. Bei 1.200 EUR netto = 25 EUR/Monat für volle Grundzulage nötig. Zulage deckt dann einen großen Teil der Einzahlung.

Wie viel bringt der Sonderausgabenabzug beim Altersvorsorgedepot?

Der SA-Förderhöchstbetrag liegt bei 1.800 EUR/Jahr Eigenbeitrag. Bei 1.800 EUR/Jahr: Steuerersparnis je nach Steuersatz — bei 35% = 630 EUR/Jahr, bei 25% = 450 EUR/Jahr. Für Besserverdiener (42% Steuersatz): bis 756 EUR/Jahr Steuerersparnis. Das Finanzamt prüft automatisch per Günstigerprüfung.

Ab welchem Einkommen lohnt sich das Altersvorsorgedepot?

Ab jedem Einkommen - schon bei 1.500 EUR netto ist die Förderung attraktiv. Für hohe Einkommen: Sonderausgabenabzug besonders wertvoll. Für mittlere Einkommen: Kombination aus Zulage und Steuervorteil optimal.

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