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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

Depot-Vergleich
Scalable, DKB, Trade Republic & mehr
Was ist das? Einfach erklärt Rechner Was bekomme ich? Förderungs-Check Bin ich dabei? Anbieter Wer bietet es an? Demo-Depot Virtuell investieren Muster-Depot ETF-Empfehlungen
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Sparplan fürs Altersvorsorgedepot einrichten

Sparplan — Das Wichtigste

  • Zeitaufwand Einrichtung ca. 30 Minuten (online)
  • Sockelbeitrag (Minimum) 5 EUR/Monat (60 EUR/Jahr)
  • Optimale Sparrate Sockelbetrag für volle Förderung
  • Wichtigster Schritt DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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    aktivieren
  • Empfohlener ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    Breit gestreuter Welt-ETF (TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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    < 0,25%)

Einen Sparplan fürs Altersvorsorgedepot einzurichten ist einfacher als die meisten denken. Du brauchst kein Finanzwissen, keinen Berater und keine Vorkenntnisse. Alles läuft online, und nach der Einrichtung musst du dich um nichts mehr kümmern. Der Sparplan läuft automatisch jeden Monat. Wer noch einen Schritt weiter gehen will, findet in Finanzen automatisieren eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für vollständige Finanz-Automatisierung.

Voraussetzung: Du bist PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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in der gesetzlichen Rentenversicherung oder hast einen förderfähigen Ehepartner. Ob du berechtigt bist, erfährst du im Ratgeber Wer ist förderberechtigt?

Schritt 1: Anbieter wählen

Die Wahl des Anbieters ist die wichtigste Entscheidung. Sie bestimmt, welche ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s dir zur Verfügung stehen und was du an Gebühren zahlst. Achte auf drei Dinge:

  • Kosten: Depotführungsgebühren, Transaktionskosten, Ausgabeaufschläge — je weniger, desto besser
  • ETF-Auswahl: Bietet der Anbieter günstige Welt-ETFs an (MSCI World, FTSE All-World)?
  • Garantie-Optionen: Gibt es alle drei Stufen (100%, 80%, ohne)?
KriteriumGuter AnbieterTeurer Anbieter
Depotgebühr/Jahr0-20 EUR30-60 EUR
Günstigster ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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0,10-0,20% TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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0,40-1,00% TER
Sparplan-Gebühr0 EUR1-3 EUR pro Ausführung
Garantie-VariantenAlle 3 StufenNur Standarddepot
Online-EinrichtungJa, komplett digitalTeilweise nur per Post

Einen detaillierten Vergleich findest du im Anbieter-Vergleich.

Tipp: Lass dich nicht von Banken oder Versicherungsvertretern ein Altersvorsorgedepot aufschwatzen, ohne vorher die Kosten verglichen zu haben. Viele Bankberater verkaufen hauseigene Produkte, die deutlich teurer sind als Online-Anbieter.

Schritt 2: Depot eröffnen

Die Depoteröffnung funktioniert bei den meisten Anbietern komplett online. Du brauchst:

  • Personalausweis oder Reisepass (für Video-Ident)
  • Steuer-Identifikationsnummer (steht auf deinem Steuerbescheid)
  • Sozialversicherungsnummer (steht auf deiner Renteninformation)
  • Bankverbindung für den Lastschrifteinzug

Der Anbieter prüft deine Förderberechtigung automatisch über das BZStWas ist BZSt?Bundeszentralamt für Steuern — die Behörde, die die Zulagen verwaltet und an die Depotanbieter auszahlt. Zertifiziert auch die Anbieter.. Du musst nichts nachweisen.

Die Identifikation läuft per Video-Ident (5 Minuten) oder in einer Postfiliale. Online-Anbieter bieten fast immer Video-Ident an — schneller und bequemer.

Schritt 3: ETF auswählen

Nach der Depoteröffnung wählst du, in welchen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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dein Geld fließt. Die Empfehlung ist klar: ein einziger, breit gestreuter Welt-ETF.

  • MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    :
    1.500+ Unternehmen aus 23 Industrieländern, ~7% Rendite historisch
  • FTSE All-World: 4.000+ Unternehmen aus 49 Ländern, inkl. Schwellenländer
  • MSCI ACWI: 2.900+ Unternehmen, Mittelweg zwischen beiden

Alle drei sind gute Optionen. Wähle den mit der niedrigsten TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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bei deinem Anbieter. Mehr zur ETF-Wahl: ETF-Auswahl im Detail.

ETF-Auswahl für den Sparplan

Schritt 4: Sparrate festlegen

Die Sparrate bestimmt, wie viel du monatlich einzahlst. Der absolute Mindestbetrag liegt bei 10 EUR pro Monat. Für die volle Förderung solltest du aber den Sockelbetrag erreichen.

Der Sockelbeitrag ist beim AVD einkommensunabhängig pauschal: 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat). Das ist das gesetzliche Minimum für die volle Grundzulage von 540 EUR. Um den SA-Förderhöchstbetrag (1.800 EUR/Jahr) auszuschöpfen, empfiehlt sich 105 EUR/Monat (1.260 EUR/Jahr).

Eigenbeitrag/MonatEigenbeitrag/JahrGrundzulage/JahrGesamtbeitrag/JahrFörderquote
5 EUR (Minimum)60 EUR540 EUR594 EUR1.000 %
25 EUR300 EUR540 EUR840 EUR180 %
55 EUR660 EUR540 EUR1.200 EUR82 %
105 EUR (SA-Optimum)1.260 EUR540 EUR1.800 EUR43 %

Sockelbeitrag = 60 EUR/Jahr (einkommensunabhängig). SA-Förderhöchstbetrag = 1.800 EUR/Jahr (Eigenbeiträge + Grundzulage).

Wichtig: Die Sparrate kannst du jederzeit ändern. Starte lieber mit weniger und erhöhe später, als gar nicht anzufangen. Selbst 5 EUR pro Monat (Sockelbeitrag = 60 EUR/Jahr) sichern dir die volle Grundzulage von 540 EUR — kein anteiliges Kürzen, kein Abzug.

Schritt 5: Dauerzulagenantrag stellen

Das ist der Schritt, den die meisten vergessen — und der am meisten kostet. Mit dem DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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ermächtigst du deinen Anbieter, jedes Jahr automatisch die GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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und KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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beim BZSt zu beantragen.

Ohne diesen Antrag bekommst du keine Zulagen. Kein Geld vom Staat. Bei den meisten Online-Anbietern ist das ein Häkchen während der Depoteröffnung. Achte darauf, dass es aktiviert ist.

Falls du Kinder hast: Gib die Kindergeld-Berechtigung an. Die KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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bringt bis zu 300 EUR pro Kind und Jahr. Das summiert sich schnell.

Schritt 6: Erste Ausführung und Kontrolle

Nach der Einrichtung wird dein Sparplan zum gewählten Datum (meist 1. oder 15. des Monats) erstmals ausgeführt. Prüfe nach der ersten Ausführung:

  • Wurde der richtige Betrag abgebucht?
  • Wurde der richtige ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    gekauft?
  • Ist der Dauerzulagenantrag im System hinterlegt?
  • Stimmt die Garantiestufe?

Danach: Sparplan laufen lassen. Einmal im Jahr prüfen, ob sich dein Einkommen verändert hat und ob du die Sparrate anpassen solltest. Ansonsten: nichts tun. Das ist die Strategie. Wer mehrere Sparziele sauber trennen will, findet im Drei-Konten-Modell ein praktisches System dafür.

Nach der Einrichtung: Steuererklärung nicht vergessen

Am Jahresende (bzw. im Folgejahr) trägst du deine Beiträge in der Anlage AVWas ist Anlage AV?Das Formular in der Steuererklärung für die Altersvorsorge. Hier trägst du deine Beiträge zum Altersvorsorgedepot ein. Wird größtenteils vom Anbieter vorausgefüllt.
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ein. Dein Anbieter meldet die Daten automatisch ans Finanzamt, aber du musst die Anlage AV trotzdem abgeben. Das Finanzamt führt dann eine GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
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durch — und gibt dir entweder die Zulagen oder den SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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, je nachdem was für dich günstiger ist.

Mehr dazu in unseren 7 Steuertipps.

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Kosten & Gebühren

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Depot für jede Lebenslage

Depot für Alleinerziehende

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Depot für Azubis

Schon in der Ausbildung vorsorgen — mit kleinen Beträgen.

Depot für Handwerker

Pflichtversichert und trotzdem privat vorsorgen.

Depot für Paare optimieren

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Depot für Pflegekräfte

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Depot für Werkstudenten

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Häufige Fragen

Was ist der Dauerzulagenantrag und warum ist er wichtig?

Das Altersvorsorgedepot (AVD) wird durch die Bundeszentrale für Steuern (BZSt) gefördert — die Grundzulage (540 EUR/Jahr) wird aber nicht automatisch gewährt. Der Anleger muss einmalig einen Dauerzulagenantrag stellen, der dann jedes Jahr automatisch die Zulage beantragt. Wer das vergisst, verliert die Zulage für das betreffende Jahr rückwirkend — sie kann zwar nachbeantragt werden, aber nur innerhalb von 2 Jahren.

Kann ich den Sparplan ins AVD über jeden Broker einrichten?

Nein — nur über AVD-zertifizierte Anbieter. Das BaFin-zertifizierte Altersvorsorgedepot (AltVDG) wird ab 2027 nur bei Anbietern verfügbar sein, die die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Aktuell geplant: Deutsche Bank, DZ Bank, ING, Trade Republic. Welche Anbieter tatsächlich starten, ist teilweise noch nicht final kommuniziert. Im freien Depot: jeder Broker ist nutzbar. Im AVD: nur zertifizierte Anbieter.

Was ist die richtige Reihenfolge beim Sparplan-Start?

Empfohlene Schritte: 1. Notgroschen bilden (3–6 Monatsausgaben auf Tagesgeld) — bevor ein Sparplan gestartet wird. 2. Hochzins-Schulden tilgen (Dispokredit, Konsumkredite über 5 %). 3. Broker wählen und Depot eröffnen. 4. ETF auswählen (1 breiter Welt-ETF reicht für den Anfang). 5. Sparplan einrichten mit einem konservativen Betrag. 6. Freistellungsauftrag setzen. 7. Nicht mehr täglich schauen. Diese Reihenfolge ist entscheidend — ein Sparplan ohne Notgroschen führt zum erzwungenen Verkauf beim ersten unerwarteten Bedarf.

Wie unterscheidet sich das AVD-Sparplan-Setup vom normalen Sparplan?

Normal-Sparplan: Broker auswählen, ETF wählen, Betrag, fertig. AVD-Sparplan: Anbieter muss AVD-zertifiziert sein, Rentenversicherungsnummer (RVN) angeben, Dauerzulagenantrag stellen, Mindestbeitrag für volle Zulage beachten (abhängig vom Vorjahreseinkommen). Technisch komplexer, aber der Mehraufwand lohnt sich: Grundzulage 540 EUR/Jahr + Sonderausgabenabzug bis 1.800 EUR/Jahr sind ein erheblicher Renditehebel.

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