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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Einlagensicherung — wie sicher ist Geld bei der Bank?

Auf einen Blick

  • Gesetzliche Einlagensicherung 100.000 EUR pro Person pro Bank (EU-weit)
  • Für Ehepaare gilt 200.000 EUR bei gemeinsamen Konten
  • Gilt für Giro-, Spar-, Tagesgeld-, Festgeldkonten
  • Gilt NICHT für Aktien, ETFs, Fonds — aber: Sondervermögen!
  • ETFs bei Bank-Pleite vollständig geschützt durch Sondervermögen
  • Auszahlungsfrist 7 Werktage nach Feststellung der Insolvenz

Was ist die Einlagensicherung?

Die Einlagensicherung ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Schutzsystem für Bankguthaben. Wenn eine Bank insolvent wird und dein Geld nicht mehr auszahlen kann, greift die Sicherung ein: Du bekommst bis zu 100.000 Euro pro Bank innerhalb von 7 Werktagen erstattet.

Die Regelung ist EU-weit einheitlich durch die Einlagensicherungsrichtlinie (DGSD) festgelegt. In Deutschland ist die gesetzliche Grundlage das Einlagensicherungsgesetz (EinSiG). Zuständig für die Kontrolle in Deutschland ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Das Limit von 100.000 Euro gilt pro Person und pro Bank — nicht pro Konto. Wer 150.000 Euro auf zwei Konten bei derselben Bank hat, ist nur bis 100.000 Euro abgesichert. Wer dagegen je 100.000 Euro bei zwei verschiedenen Banken hat, ist vollständig geschützt. Für gemeinsam geführte Konten (z.B. Ehepaare) gilt der doppelte Schutz: bis zu 200.000 Euro.

Die verschiedenen Sicherungssysteme in Deutschland

Deutschland hat nicht nur ein einziges Sicherungssystem. Drei unterschiedliche Typen schützen Bankguthaben:

Sicherungssystem Gilt für Schutzart Schutzhöhe Beispiele
Gesetzliche Einlagensicherung Alle Banken in der EU Entschädigungsschutz 100.000 EUR ING, Comdirect, Direktbanken
Freiwillige Sicherung (Privatbanken) Private Geschäftsbanken (BdB) Einlagenschutz über gesetzl. Limit bis 5 Mio. EUR (Neukunden) Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank
Institutssicherung Sparkassen Sparkassen und Landesbanken Bestandsschutz (Insolvenz verhindert) Unbegrenzt (Bank bleibt solvent) Stadtsparkassen, Kreissparkassen, Landesbanken
Institutssicherung Volksbanken Genossenschaftsbanken Bestandsschutz (Insolvenz verhindert) Unbegrenzt (Bank bleibt solvent) Volksbanken, Raiffeisenbanken, PSD Banken

Der Unterschied zwischen Entschädigungsschutz und Institutssicherung ist wichtig: Bei Privatbanken wirst du entschädigt, wenn die Bank tatsächlich pleitegeht — also nachdem die Insolvenz eingetreten ist. Bei Sparkassen und Volksbanken wird versucht, eine Insolvenz von vornherein zu verhindern. In der Praxis hat seit Bestehen dieser Systeme kein Sparer in Deutschland seine Einlagen verloren.

Was ist NICHT durch die Einlagensicherung geschützt?

Die Einlagensicherung schützt ausschließlich Bankguthaben — also Beträge, die du einer Bank geliehen hast (Spar-, Giro-, Tagesgeld-, Festgeldkonten). Folgendes ist explizit nicht abgesichert:

  • Aktien
  • ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
    Mehr erfahren →
    s und Investmentfonds
  • Anleihen und Zertifikate
  • Inhaberschuldverschreibungen
  • Edelmetalle und physische Rohstoffe

Das klingt beunruhigend — aber bei ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s und Fonds ist der Schutz sogar stärker als bei Bankkonten. Der Grund: das Sondervermögen.

Depot und Einlagensicherung — Sicherheit beim Investieren verstehen

Sondervermögen: Warum ETFs sicherer sind als Bankguthaben

Wenn du Geld auf ein Sparkonto einzahlst, leihst du der Bank dieses Geld. Du bist Gläubiger der Bank. Geht die Bank pleite, bist du im Insolvenzverfahren dabei — mit deiner Forderung bis 100.000 Euro durch die Einlagensicherung.

Bei einem ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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ist das grundlegend anders. Das Geld, das du in einen Fonds investierst, gehört nicht der Fondsgesellschaft oder der Bank — es ist Sondervermögen. Es wird rechtlich getrennt vom Vermögen des Emittenten verwahrt. Im Fall einer Insolvenz des Anbieters bleibt dein ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Vermögen vollständig unangetastet.

Das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) schreibt vor: Fonds müssen bei einer Verwahrstelle (Depotbank, unabhängig vom Fondsanbieter) hinterlegt sein. Geht iShares (BlackRock), Vanguard oder Xtrackers pleite, sind deine ETF-Anteile trotzdem sicher. Sie werden auf einen anderen Anbieter übertragen oder an die Anleger ausgezahlt.

Merksatz: Bankguthaben (Tagesgeld, Festgeld) = du bist Gläubiger der Bank, Schutz bis 100.000 EUR. ETF-Anteile = du bist Eigentümer von Wertpapieren, Schutz durch Sondervermögen — unbegrenzt und unabhängig von Banksolvenz.

Zertifikate und strukturierte Produkte: Keine Sondervermögen!

Wichtige Ausnahme: Zertifikate (z.B. Knock-out-Zertifikate, Discount-Zertifikate, Hebelprodukte) sind keine Sondervermögen. Sie sind Inhaberschuldverschreibungen der emittierenden Bank. Wenn die Bank pleitegeht, bist du normaler Insolvenzgläubiger — und bekommst möglicherweise wenig oder nichts zurück.

Das bekannteste Beispiel ist die Lehman-Brothers-Pleite 2008: Viele Anleger hatten Lehman-Zertifikate und verloren ihr Geld vollständig. Wer dagegen Fonds oder ETFs hatte, war vollständig geschützt. Das ist ein wesentlicher Grund, warum für die langfristige Altersvorsorge breit gestreute ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s und keine strukturierten Produkte empfohlen werden.

Das Altersvorsorgedepot: Doppelt geschützt

Das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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kombiniert beide Schutzebenen:

  • Sondervermögen für den ETF-Anteil: Alle Fondsanlagen im Altersvorsorgedepot sind Sondervermögen und damit vor einer Insolvenz des Anbieters geschützt. Egal ob du 10.000 oder 500.000 Euro investiert hast — das Geld gehört dir, nicht dem Anbieter.
  • Einlagensicherung für den Cash-Anteil: Falls das Depot auch einen Cash-Anteil oder eine Geldmarktkonto-Komponente enthält, greift die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro.
  • Staatliche Zertifizierung: Anbieter des Altersvorsorgedepots müssen vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zertifiziert sein. Diese Aufsicht bietet eine weitere Sicherheitsebene.

Das Altersvorsorgedepot ist damit eine der sichersten Anlageformen für die Altersvorsorge überhaupt — mit hoher erwarteter Rendite durch ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Anlage und maximalem rechtlichem Schutz. Mehr dazu im Ratgeber Sondervermögen erklärt.

Wer wissen möchte, wie er Risiken im Depot richtig einschätzt und seine Anlage darauf abstimmt, findet Orientierung im Ratgeber Risikoprofil bestimmen.

Wer noch unentschlossen ist, ob Tagesgeld oder Depot die bessere Wahl ist, findet einen direkten Vergleich im Ratgeber Depot vs. Tagesgeld.

Wer komplett ohne Kursrisiko investieren möchte, findet Alternativen im Ratgeber Geld anlegen ohne Risiko. Wer die Grundsatzfrage klären möchte, ob Sparen oder Investieren die bessere Entscheidung ist, findet die Antwort mit konkreten Zahlen in Sparen oder Investieren. Und wer vermögenswirksame Leistungen nutzen möchte und verstehen will, wie sicher dieses Geld angelegt ist, findet alle Details unter Vermögenswirksame Leistungen erklärt.

Sicher fürs Alter vorsorgen — mit staatlicher Förderung

Das Altersvorsorgedepot schützt dein Vermögen durch Sondervermögen, staatliche Zertifizierung und EU-Einlagensicherung. Berechne jetzt, wie viel du bis zur Rente aufbauen kannst.

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Stand: Dezember 2024. Schutzgrenzen gemäß EU-Einlagensicherungsrichtlinie 2014/49/EU und Einlagensicherungsgesetz (EinSiG). Alle Angaben ohne Gewähr.

Häufige Fragen

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot für die private Altersvorsorge. Es ersetzt und verbessert die Riester-Rente: statt teueren Rentenversicherungen können günstige ETFs bespart werden. Förderung: Grundzulage 540 EUR/Jahr + Sonderausgabenabzug.

Was ist der Unterschied zum normalen ETF-Depot?

Normales Depot: keine staatliche Förderung, Abgeltungsteuer auf Gewinne sofort. Altersvorsorgedepot: staatliche Zulage, Steuerstundung in der Ansparphase (kein Zugriff des Fiskus), günstigere Besteuerung im Rentenalter. Dafür: Kapital erst ab Rentenalter verfügbar.

Wie eröffne ich ein Altersvorsorgedepot?

Schritt 1: Anbieter wählen (Trade Republic, ING, DKB etc.). Schritt 2: Depot online eröffnen (Legitimation per Video-Ident oder Post-Ident). Schritt 3: ETF-Sparplan einrichten. Schritt 4: Zulagenantrag beim BZSt stellen (meistens automatisch durch Anbieter).

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