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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Rentenpunkte berechnen — Entgeltpunkte verstehen

Das Wichtigste in Kürze

  • Formel Entgeltpunkte = dein Jahresgehalt / Durchschnittsgehalt
  • 1 Punkt pro Jahr bei Durchschnittseinkommen (ca. 45.358 EUR brutto 2026)
  • Wert pro Punkt (seit Juli 2025) ca. 40,79 EUR monatliche Rente
  • Maximum pro Jahr ca. 2,08 Punkte (Beitragsbemessungsgrenze)
  • Eckrentner (45 Jahre, Durchschnitt) 45 Punkte = ca. 1.836 EUR brutto

Was sind Rentenpunkte?

Rentenpunkte — offiziell Entgeltpunkte (EP) — sind die Währung der gesetzlichen Rentenversicherung. Jedes Jahr, in dem du arbeitest und Beiträge zahlst, sammelst du Punkte. Je mehr Punkte du am Ende deines Berufslebens hast, desto höher fällt deine monatliche Rente aus.

Das System ist im Kern einfach: Wer genau das durchschnittliche Bruttogehalt aller Versicherten verdient, bekommt für dieses Jahr exakt 1,0 Entgeltpunkte. Wer doppelt so viel verdient, bekommt 2,0 Punkte. Wer halb so viel verdient, bekommt 0,5 Punkte.

Die Formel — so berechnest du deine Punkte

Die Berechnung deiner jährlichen Entgeltpunkte ist ein simpler Dreisatz:

Entgeltpunkte pro Jahr = dein Bruttojahresgehalt / vorläufiges Durchschnittsentgelt
Das Durchschnittsentgelt wird jährlich von der Bundesregierung festgelegt. Für 2026 liegt es bei ca. 45.358 EUR.

Beispielrechnungen für verschiedene Gehälter

Bruttojahresgehalt Entgeltpunkte/Jahr Rentenwert/Monat Nach 40 Jahren Arbeit
25.000 EUR 0,55 22,43 EUR 897 EUR brutto
35.000 EUR 0,77 31,41 EUR 1.256 EUR brutto
45.358 EUR (Durchschnitt) 1,00 40,79 EUR 1.632 EUR brutto
60.000 EUR 1,32 53,84 EUR 2.154 EUR brutto
94.200 EUR (BBG West) 2,08 84,84 EUR 3.394 EUR brutto
Achtung, Deckelung: Wer mehr als die Beitragsbemessungsgrenze verdient (2026: ca. 94.200 EUR West), zahlt auf den darüber liegenden Betrag keine Rentenversicherungsbeiträge — und sammelt auch keine zusätzlichen Punkte. Mehr als ca. 2,08 Punkte pro Jahr sind also nicht möglich.

Wie sammelst du Punkte, auch ohne Gehalt?

Nicht nur reguläre Arbeit bringt Entgeltpunkte. Es gibt weitere Zeiten, die dir angerechnet werden:

Anrechnungszeit Punkte pro Jahr Details
Kindererziehung ca. 1,0 3 Jahre pro Kind (ab 1992), 2,5 Jahre (vor 1992)
Pflege von Angehörigen bis zu 1,0 Abhängig vom Pflegegrad und Stundenzahl
Arbeitslosigkeit (ALG I) ca. 0,8 80 % des vorherigen Einkommens als Basis
Studium / Schulbesuch 0 (Anrechnungszeit) Zählt als Wartezeit, bringt aber keine Punkte mehr
Freiwillige Beiträge variabel Mindestens 96,72 EUR/Monat (2026), max. BBG

Aktueller Rentenwert — was ist ein Punkt wert?

Der aktuelle Rentenwert bestimmt, wie viel Euro ein einzelner Entgeltpunkt bei der monatlichen Rente wert ist. Dieser Wert wird jährlich zum 1. Juli angepasst und orientiert sich an der Lohnentwicklung.

Seit Juli 2025 liegt der aktuelle Rentenwert bei 40,79 EUR (West). Das bedeutet: Für jeden Entgeltpunkt, den du gesammelt hast, bekommst du 40,79 EUR brutto monatlich als Rente. Du kannst deinen Stand jederzeit über die Kontenklärung der Deutschen Rentenversicherung prüfen. Die Rentenanpassung erfolgt jährlich auf Basis einer festen Formel.

Wie viele Punkte brauchst du für eine gute Rente?

Was eine "gute Rente" ist, hängt von deinen Ansprüchen ab. Als Faustregel: Um im Alter monatlich 2.000 EUR brutto gesetzliche Rente zu bekommen, brauchst du rund 49 Entgeltpunkte. Das schafft, wer etwa 45 Jahre lang überdurchschnittlich verdient.

Die Realität sieht anders aus: Die durchschnittliche Rente lag 2025 bei rund 1.200 EUR netto. Viele Menschen kommen auf deutlich weniger als 40 Punkte — wegen Teilzeit, Kindererziehung, Arbeitslosigkeit oder späterem Berufseinstieg.

Tipp: Deine aktuellen Entgeltpunkte findest du in deiner jährlichen Renteninformation. Dort steht auch eine Hochrechnung, wie hoch deine Rente bei gleichbleibendem Verdienst ausfallen würde.
Renteninformation lesen und Rentenpunkte prüfen

Was bedeutet das für dein Altersvorsorgedepot?

Wenn du weißt, wie viele Rentenpunkte du realistisch sammeln wirst, kannst du deine Rentenlücke berechnen. Die Differenz zwischen deiner voraussichtlichen gesetzlichen Rente und dem Betrag, den du im Alter brauchst, ist genau die Lücke, die du mit dem Altersvorsorgedepot schließen solltest.

Der Vorteil: Während Rentenpunkte durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt sind, gibt es beim Altersvorsorgedepot keine solche Obergrenze für die Rendite. Ein breit gestreuter ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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auf den MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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hat historisch 6-7 % pro Jahr gebracht — deutlich mehr als die implizite Rendite der gesetzlichen Rente. Die staatliche Förderung durch GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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, KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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und SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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macht das Ganze noch attraktiver.

Besonders wer wenige Rentenpunkte sammelt — etwa durch Teilzeit, Selbständigkeit oder Kindererziehung — profitiert vom Altersvorsorgedepot als Ausgleich. So vermeidest du eine Minirente.

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Berechne mit dem Depot-Rechner, wie viel zusätzliche Rente du über das Altersvorsorgedepot aufbauen kannst — abgestimmt auf deine Rentenpunkte.

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Häufige Fragen

Wie viele Rentenpunkte habe ich bisher gesammelt?

Deine aktuellen Rentenpunkte stehen in der jährlichen Renteninformation, die die Deutsche Rentenversicherung per Post schickt. Online kannst du sie auch über das Portal der Deutschen Rentenversicherung (rv.digital) abrufen. Dort findest du neben den bisherigen Entgeltpunkten auch eine Hochrechnung deiner voraussichtlichen Rente — sowohl bei Fortführung des aktuellen Verdienstes als auch ohne weitere Beiträge.

Kann ich Rentenpunkte nachkaufen?

Ja — über freiwillige Beiträge oder Ausgleichszahlungen. Wer z.B. früher in Rente gehen will, kann Abschläge durch freiwillige Sonderzahlungen ausgleichen. Die Deutsche Rentenversicherung berechnet auf Anfrage, wie viel eine Ausgleichszahlung für einen bestimmten Rentenbeginn kostet. Wichtig: Ob sich das lohnt, hängt von der Lebenserwartung und dem Kapitalmarktzins ab.

Wie wirkt sich Teilzeit auf meine Rentenpunkte aus?

Proportional: Wer Halbzeit arbeitet und entsprechend halb so viel verdient, sammelt auch nur halb so viele Entgeltpunkte. Beispiel: Bei 22.679 EUR Jahresgehalt (50 % des Durchschnitts) gibt es 0,5 Punkte statt 1,0. Das bedeutet nach 40 Jahren Teilzeit nur 20 Punkte = ca. 786 EUR brutto monatlich. Für Teilzeitbeschäftigte ist private Vorsorge über das Altersvorsorgedepot deshalb besonders wichtig.

Wie viele Rentenpunkte braucht man für 1.000 EUR Rente?

Um 1.000 EUR brutto monatliche Rente zu erhalten, brauchst du bei einem aktuellen Rentenwert von 40,79 EUR genau 24,52 Entgeltpunkte. Das schafft man bei Durchschnittsverdienst in etwa 25-26 Arbeitsjahren. Für 2.000 EUR brutto sind es ca. 50,8 Punkte — das entspricht 45 Jahren mit leicht überdurchschnittlichem Verdienst.

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