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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Rente optimieren in den letzten 10 Jahren vor Renteneintritt — Checkliste für Depot, Rentenpunkte und Steuerstrategie

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Rentenpunkte nachkaufen kostet 2025 pro Punkt ca. 8.647 Euro — und bringt lebenslang 40,79 Euro mehr Monatsrente
  • Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 Euro (Einzel) / 2.000 Euro (Paare) — jedes Jahr neu nutzbar
  • Rürup-Beiträge bis 29.344 Euro jährlich sind 2025 zu 100 % steuerlich absetzbar
  • Ein Depot-Gleitpfad sollte spätestens 10 Jahre vor Rentenbeginn starten
  • Die Rentenlücke beträgt in Deutschland im Durchschnitt 800–1.200 Euro monatlich — schließbar durch gezieltes Zusatzkapital

Warum die letzten 10 Jahre so entscheidend sind

Viele Menschen unterschätzen, wie viel sich in der Dekade vor dem Renteneintritt noch bewegen lässt. Wer mit 57 Jahren beginnt, systematisch an seiner Altersvorsorge zu arbeiten, kann bis zum 67. Lebensjahr erhebliche Verbesserungen erzielen — sowohl bei der gesetzlichen Rente als auch beim privaten Kapitalstock. Der entscheidende Unterschied zur frühen Ansparphase: Es geht jetzt weniger um Wachstum und mehr um Absicherung, Optimierung und Planung.

Zunächst solltest du dir einen vollständigen Überblick verschaffen. Hole dir deinen aktuellen Rentenauskunftsbrief der Deutschen Rentenversicherung, addiere alle privaten Vorsorgebausteine — Depot, Lebensversicherung, Betriebsrente — und stelle diese deinem tatsächlichen Bedarf im Ruhestand gegenüber. Wer heute 3.500 Euro netto verdient, wird im Alter mit einer gesetzlichen Rente von vielleicht 1.600–1.900 Euro auskommen müssen, sofern keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden. Die sogenannte Rentenlücke berechnen und schließen ist daher der erste Schritt.

Besonders wichtig: Wer jetzt handelt, profitiert noch von Steuerersparnissen im höchsten Grenzsteuersatz des Berufslebens. Mit 57–65 Jahren liegt der Grenzsteuersatz häufig bei 35–42 %. Im Ruhestand sind es oft nur noch 20–25 %. Das macht steuerlich geförderte Einzahlungen in dieser Phase besonders wertvoll.

Rentenpunkte strategisch hinzukaufen

Rentenpunkte kaufen und Rentenoptimierung in den letzten Jahren vor dem RenteneintrittWer weniger als 35 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung hat oder Lücken durch Kindererziehung, Studium oder Auslandsaufenthalte aufweist, sollte ernsthaft über den freiwilligen Kauf von Rentenpunkten nachdenken. Ein Entgeltpunkt kostet 2025 rund 8.647 Euro (West) und bringt lebenslang 40,79 Euro monatliche Bruttorente. Wer 25 Jahre Rente erhält, bekommt über die gesamte Laufzeit rund 12.237 Euro zurück — bei einem Einsatz von 8.647 Euro eine solide Rendite, die zudem inflationsindexiert ist, da die Rente regelmäßig angepasst wird.

Besonders attraktiv ist der Rentenpunktekauf für Personen, die kurz vor dem Erreichen einer bestimmten Wartezeit stehen. Wer beispielsweise 34 Beitragsjahre hat, kann durch einen einzigen gezielten freiwilligen Monatsbeitrag die 35-Jahres-Wartezeit erfüllen und damit Anspruch auf besondere Rentenleistungen erwerben. Auch die Wartezeit von 45 Jahren für die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte lässt sich in manchen Konstellationen durch freiwillige Beiträge noch erreichen. Die Deutsche Rentenversicherung bietet kostenlose Beratungsgespräche an, in denen individuelle Möglichkeiten durchgerechnet werden. Ausführliche Hintergründe dazu findest du im Artikel Rentenpunkte erklärt.

Praxis-Tipp: Beantrage bei der Deutschen Rentenversicherung eine Rentenauskunft nach § 109 SGB VI. Darin sind alle bisher erworbenen Entgeltpunkte, Wartezeiten und die voraussichtliche Rentenleistung aufgeführt. Auf dieser Basis kannst du gezielt berechnen, wie viele freiwillige Beiträge sich lohnen. Dieser Service ist kostenlos und innerhalb weniger Wochen verfügbar.

Depot-Gleitpfad: Schritt für Schritt in Sicherheit

Das ETF-Depot ist für viele Menschen in der Vorrentenphase der größte private Vermögensbaustein. Wer jahrelang in einen MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
Mehr erfahren →
-ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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gespart hat, sitzt möglicherweise auf einem sechsstelligen Betrag — und muss nun entscheiden, wie er dieses Kapital für den Ruhestand nutzbar macht, ohne es unnötig zu gefährden. Die Antwort liegt im sogenannten Gleitpfad: einer schrittweisen Umschichtung von risikoreich zu risikoarm über mehrere Jahre.

Ein bewährtes Schema sieht so aus: 10 Jahre vor Rentenbeginn noch 70–80 % Aktien-ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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und 20–30 % in Anleihen oder Tagesgeld; 5 Jahre vorher 50–60 % Aktien; zum Rentenbeginn 30–40 % Aktien und 60–70 % stabile Anlagen. Wichtig: Der Aktienanteil sollte auch im Ruhestand nicht auf null sinken, denn wer mit 67 in Rente geht, lebt statistisch noch 18–20 Jahre. In dieser Zeit muss das Depot weiterhin wachsen, um die Kaufkraft zu erhalten.

Jahre bis Rente Aktien-ETF-Anteil Anleihen/Tagesgeld Beispiel bei 200.000 € Depot
10 Jahre 75 % 25 % 150.000 € / 50.000 €
7 Jahre 65 % 35 % 130.000 € / 70.000 €
5 Jahre 55 % 45 % 110.000 € / 90.000 €
3 Jahre 40 % 60 % 80.000 € / 120.000 €
Rentenbeginn 30–35 % 65–70 % 65.000 € / 135.000 €

Beim Umschichten entstehen steuerliche Konsequenzen, da realisierte Kursgewinne der Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag unterliegen. Es empfiehlt sich, Umschichtungen so zu gestalten, dass pro Jahr möglichst nicht mehr als der Sparerpauschbetrag an Gewinnen realisiert wird — oder gezielte Verlustverrechnungen einzuplanen. Mehr dazu im Artikel ETF-Depot Steuern optimieren. Wer sein RebalancingWas ist Rebalancing?Regelmäßige Umschichtung der Anlagen, um die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei möglich.
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systematisch plant, kann auch die VorabpauschaleWas ist Vorabpauschale?Jährliche Mini-Steuer auf Fondsgewinne in normalen Depots. Im Altersvorsorgedepot fällt sie NICHT an — ein Vorteil gegenüber dem freien ETF-Depot.
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im Blick behalten, die jährlich auf thesaurierende ETFs anfällt.

Steueroptimierung in der Vorrentenphase

Die Jahre zwischen 57 und 67 sind steuerlich eine besondere Chance. Im Berufsleben zahlt man oft den höchsten Grenzsteuersatz des gesamten Lebens — und genau das macht steuerlich geförderte Altersvorsorge jetzt besonders lukrativ. Wer in eine Rürup-Rente (Basisrente) einzahlt, kann 2025 bis zu 29.344 Euro (Einzelperson) bzw. 58.688 Euro (zusammenveranlagte Paare) als Sonderausgaben absetzen. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 % entspricht das einer direkten Steuerersparnis von bis zu 12.324 Euro im Jahr.

Gleichzeitig sollte der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (Einzelpersonen) bzw. 2.000 Euro (Ehepaare) jedes Jahr vollständig ausgenutzt werden. Wer bislang keinen Freistellungsauftrag bei seiner Bank hinterlegt hat, verliert diesen Freibetrag ersatzlos. Mehr dazu erklärt der Artikel Freistellungsauftrag erklärt. Zusätzlich lohnt es sich, in Jahren mit besonders hohem Einkommen — etwa durch Bonuszahlungen oder Abfindungen — gezielt höhere Vorsorgebeiträge einzuzahlen, um die Steuerlast zu senken.

Wer noch eine Riester-Rente besitzt, sollte deren Wirtschaftlichkeit prüfen. In vielen Fällen sind die Kosten der Riester-Produkte so hoch, dass ein Wechsel in ein modernes Altersvorsorgedepot sinnvoller wäre. Der Vergleich Riester-Rente vs. Altersvorsorgedepot bietet hier eine fundierte Entscheidungsgrundlage. Auch eine bestehende betriebliche Altersvorsorge sollte auf ihre Konditionen überprüft werden — besonders wenn ein Arbeitgeberwechsel stattgefunden hat.

Entnahmeplanung: Wie das Geld im Ruhestand fließt

Eine der unterschätztesten Aufgaben in der Vorrentenphase ist die Planung der späteren Entnahme aus dem Depot. Wer ohne Strategie anfängt, Kapital zu verbrauchen, läuft Gefahr, in einem Börsentief zu hohe Anteile verkaufen zu müssen — der sogenannte Sequence-of-Returns-Risiko. Eine bewährte Methode ist die 4-Prozent-Regel: Jährlich werden maximal 4 % des Anfangsdepotwertes entnommen, inflationsbereinigt angepasst. Bei einem Depot von 300.000 Euro entspricht das 12.000 Euro jährlich oder 1.000 Euro monatlich.

Daneben gibt es das sogenannte Bucket-Modell: Das Kapital wird in drei „Eimer" aufgeteilt — kurzfristig (1–3 Jahre Liquidität auf Tagesgeld), mittelfristig (Anleihen-ETFs für 4–10 Jahre) und langfristig (Aktien-ETFs für 10+ Jahre). Dieses Modell schützt davor, in einem Börsenabschwung Aktien verkaufen zu müssen. Die Strategie passt gut zu einem All-Weather-Portfolio, das auf Stabilität in verschiedenen Marktphasen ausgelegt ist.

Entnahmemodell Funktionsweise Vorteil Risiko
4-Prozent-Regel 4 % des Startwertes jährlich Einfach, historisch bewährt Schlechte Startbedingungen möglich
Bucket-Modell 3 Zeithorizont-Töpfe Schutz vor Marktvolatilität Komplexer in der Verwaltung
Dynamische Entnahme 3–5 % je nach Marktlage Flexibel, kapitalschonend Unregelmäßige Einnahmen
Sofortrente (Annuität) Einmalbetrag → lebenslange Rente Kein Langlebigkeitsrisiko Kapital weg, geringe Rendite

Checkliste: Was in welchem Jahr zu tun ist

Die letzten 10 Jahre vor der Rente lassen sich in drei Phasen unterteilen, für die jeweils konkrete Maßnahmen sinnvoll sind. In der frühen Phase (10–7 Jahre vor Rente) steht die Bestandsaufnahme im Vordergrund: Rentenlücke ermitteln, Depot-Gleitpfad starten, Freistellungsaufträge optimieren und Rürup-Einzahlungen prüfen. Wer in dieser Phase noch in einen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan investiert, sollte dessen Ausrichtung überdenken — ein MSCI World oder ACWI mit breiter Streuung bleibt sinnvoll, ergänzt durch einen wachsenden Anleihenanteil.

In der mittleren Phase (6–4 Jahre vor Rente) geht es um konkrete Umschichtungen: Der Aktienanteil wird schrittweise reduziert, ein Liquiditätspuffer von 12–24 Monatsausgaben aufgebaut und die Entnahmestrategie festgelegt. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, einen Steuerberater hinzuzuziehen und zu prüfen, ob Verlustverrechnungstöpfe sinnvoll genutzt werden können. Informationen zu den steuerlichen Grundlagen liefert der Artikel Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge erklärt.

In der abschließenden Phase (3–1 Jahr vor Rente) wird die finale Rentenauskunft beantragt, der genaue Rentenbeginn festgelegt und die Übergangsfinanzierung geplant. Wer zwischen Berufsaufgabe und erstem Renteneingang eine Lücke überbrücken muss, braucht ausreichend Liquidität auf dem Tagesgeldkonto. Auch der Krankenversicherungsstatus muss geprüft werden — wer freiwillig gesetzlich versichert ist, zahlt ab Rentenbeginn unter Umständen höhere Beiträge als erwartet. Der Artikel Steuern auf Rente im Alter erklärt zudem, wie viel von der Rente tatsächlich versteuert werden muss.

Achtung: Wer seine Rente zu früh — also vor dem regulären Renteneintrittsalter — in Anspruch nimmt, erhält dauerhaft Rentenabzüge von 0,3 % pro Monat des vorzeitigen Bezugs. Bei 24 Monaten Vorziehung entspricht das einem dauerhaften Rentenabzug von 7,2 %. Wer monatlich 1.800 Euro Rente erwarten würde, erhält dann nur noch rund 1.670 Euro — lebenslang. Diese Differenz sollte durch Privatvermögen kompensiert werden können, bevor ein vorzeitiger Rentenbeginn gewählt wird.

Für die praktische Umsetzung lohnt auch ein Blick auf den Altersvorsorgedepot-Rechner, mit dem sich verschiedene Szenarien für die eigene Situation durchspielen lassen. Wer darüber hinaus noch keinen strukturierten ETF-Sparplan hat oder diesen optimieren möchte, findet im Ratgeber ETF-Sparplan Fehler vermeiden die wichtigsten Stolperfallen der Vorsorgeplanung.

Häufige Fragen

Lohnt es sich, in den letzten 10 Jahren vor der Rente noch freiwillige Rentenbeiträge zu zahlen?

Ja, freiwillige Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung können sich erheblich lohnen. Wer im Jahr 2025 den maximalen freiwilligen Beitrag von 1.497,60 Euro (West) einzahlt, kauft sich rund 0,5 Rentenpunkte. Ein Entgeltpunkt ist aktuell 40,79 Euro monatliche Bruttorente wert. Über 20 Rentenjahre entspricht das knapp 9.790 Euro zusätzlicher Rentenleistung — bei einem Einmalinvestment von 1.497,60 Euro. Besonders attraktiv: Wer unter der Mindestwartezeit von 35 Jahren liegt oder Lücken durch Auslandsaufenthalte hat, kann gezielt Lücken schließen und eine deutlich höhere Rente sichern. Die Deutsche Rentenversicherung berät kostenlos über individuelle Möglichkeiten.

Wie sollte ich mein ETF-Depot 10 Jahre vor der Rente umstrukturieren?

Die sogenannte Gleitpfad-Strategie empfiehlt, den Aktienanteil schrittweise zu reduzieren. Eine gängige Faustregel: 10 Jahre vor Rente 70 % Aktien-ETF, 30 % Anleihen oder Tagesgeld; 5 Jahre vorher 50/50; zum Rentenbeginn 30–40 % Aktien. Wichtig ist dabei, keine Panikverkäufe bei Börsenkorrekturen vorzunehmen. Wer 100.000 Euro im Depot hat, sollte jährlich etwa 5.000–7.000 Euro in sicherere Klassen umschichten. Gleichzeitig gilt: Ein zu früher Komplettausstieg aus Aktien kostet Rendite — Rentner leben oft noch 20–30 Jahre, sodass ein Restanteil von 30–40 % Aktien-ETFs statistisch sinnvoll bleibt.

Welche Steuervorteile kann ich in den letzten Jahren vor der Rente noch nutzen?

In den letzten 10 Jahren vor dem Renteneintritt gibt es mehrere Steueroptimierungen: Erstens sollte der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (Einzelperson) bzw. 2.000 Euro (Paare) jedes Jahr voll ausgenutzt werden. Zweitens können Verluste gezielt realisiert werden, um Gewinne steuerlich zu verrechnen. Drittens lohnt eine Rürup-Rente (Basisrente) noch bis kurz vor Renteneintritt — Beiträge bis 29.344 Euro (2025, gemeinsam veranlagt: 58.688 Euro) sind steuerlich absetzbar. Viertens sollte geprüft werden, ob eine Zusammenveranlagung mit dem Partner die Steuerlast senkt. Der Grenzsteuersatz im Berufsleben liegt oft bei 35–42 %, in der Rente häufig nur bei 20–25 %.

Was ist der Unterschied zwischen einer Sofortrente und dem Eigenverzehr aus dem Depot?

Bei einer Sofortrente zahlt man einmalig einen Betrag — etwa 100.000 Euro — an eine Versicherung und erhält lebenslang eine monatliche Rente. Bei 100.000 Euro und einem 65-jährigen Mann liegen typische Auszahlungen bei rund 400–450 Euro monatlich (2025). Der Vorteil: kein Langlebigkeitsrisiko. Der Nachteil: Das Kapital ist weg, es gibt keine Flexibilität und die Rendite ist oft mager. Beim Eigenverzehr aus dem Depot — also der sogenannten 4-Prozent-Regel — entnimmt man jährlich 4 % des Depotwertes. Bei 250.000 Euro Depotwert wären das 10.000 Euro jährlich bzw. 833 Euro monatlich. Das Kapital bleibt potenziell erhalten, birgt aber Marktrisiken.

Wann sollte ich mit der Rentenoptimierung spätestens anfangen?

Spätestens 10 Jahre vor geplantem Renteneintritt ist der ideale Startzeitpunkt für eine ganzheitliche Optimierung. In dieser Phase lassen sich noch sinnvoll Rentenpunkte hinzukaufen, Steuerstrategien umsetzen und das Depot neu ausrichten. Wer mit 57 Jahren anfängt und mit 67 in Rente gehen möchte, hat noch genug Zeit für einen strukturierten Gleitpfad. Zwischen 62 und 65 Jahren sollte die grobe Zielallokation feststehen. Ab 64 Jahren empfiehlt sich ein Rentenbescheid-Check bei der Deutschen Rentenversicherung sowie die Berechnung der konkreten Rentenlücke — also der Differenz zwischen erwartetem Renteneinkommen und tatsächlichem Bedarf.

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