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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Mann Mitte 40 in Köln nachdenklich — noch nicht für die Rente vorgesorgt

Die Kurzantwort

  • Deutsche ohne private Altersvorsorge ca. 60 %
  • Verbleibende Zeit bis 65 (mit 40) 25 Jahre
  • 300 EUR/Monat ab 40 bei 6 % ca. 208.000 EUR
  • 500 EUR/Monat ab 40 bei 6 % ca. 347.000 EUR
  • AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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    Förderung ab 2027 nutzbar

Du bist nicht allein — und auch nicht zu spät

Studien zeigen, dass rund 60 % der Deutschen keine private Altersvorsorge betreiben. Das bedeutet: Du bist mit deiner Situation nicht die Ausnahme, sondern die Mehrheit. Das ist keine Entschuldigung, aber es ist eine realistische Einordnung. Die gesellschaftliche Erwartung, mit 25 bereits das perfekte Depot zu haben, entspricht schlicht nicht der Lebensrealität der meisten Menschen.

Wer mit 40 anfängt, hat 25 Jahre. An der Börse ist das eine sehr lange Zeit. Der MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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hat in keiner einzigen 15-Jahres-Periode seit 1970 einen Verlust gemacht — auch nicht nach dem Dotcom-Crash, nach der Finanzkrise 2008 oder nach dem Corona-Einbruch. 25 Jahre Investitionshorizont sind aus historischer Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit ausreichend, um solide Ergebnisse zu erzielen.

Die Mathematik: Was 25 Jahre wirklich bedeuten

Lass die Zahlen sprechen. Die folgende Tabelle zeigt, was verschiedene monatliche Sparraten von 40 bis 65 bei einer angenommenen Jahresrendite von 6 % ergeben.

Monatliche Sparrate Laufzeit Eingezahltes Kapital Endvermögen bei 6 % p.a. Davon Rendite
300 EUR 25 Jahre 90.000 EUR ca. 208.000 EUR ca. 118.000 EUR
500 EUR 25 Jahre 150.000 EUR ca. 347.000 EUR ca. 197.000 EUR
700 EUR 25 Jahre 210.000 EUR ca. 486.000 EUR ca. 276.000 EUR
1.000 EUR 25 Jahre 300.000 EUR ca. 694.000 EUR ca. 394.000 EUR

Wer mit 40 monatlich 500 EUR investiert, zahlt bis 65 insgesamt 150.000 EUR ein — und hat am Ende dank Zinseszins rund 347.000 EUR im Depot. Das entspricht einer monatlichen Rente von rund 700 EUR über 25 Jahre, ohne das Kapital anzutasten. Zusammen mit der gesetzlichen Rente ergibt das für die meisten Menschen ein würdiges Renteneinkommen. Mehr Details: Depot mit 40 starten — der konkrete Einstieg.

Mann liest abends im Wohnzimmer Finanznews auf dem Tablet — Altersvorsorge mit 40

Aufholstrategien: Wie du den Rückstand aufholst

Höhere Sparrate statt langer Laufzeit

Was Zeit nicht liefern kann, muss die Sparrate ersetzen. Mit 40 bist du typischerweise im mittleren Einkommensbereich — das bedeutet mehr Spielraum als mit 25. Wer 200 EUR pro Monat investiert, kommt auf solide Ergebnisse. Wer 400 oder 600 EUR investiert, kann auch spät eingestiegene Jahre kompensieren. Der Trick: Automatisieren. Dauerauftrag einrichten, Sparrate bei jeder Gehaltserhöhung anpassen. Mehr: Sparrate optimieren — was wann möglich ist.

Sonderzahlungen konsequent nutzen

Weihnachtsgeld, Steuererstattung, Bonus, Erbschaft, Verkaufserlöse — jede Sonderzahlung ist eine Möglichkeit, das Depot überproportional zu befüllen. Wer eine Einmalzahlung von 10.000 EUR mit 40 in einen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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investiert, hat daraus bei 6 % Rendite nach 25 Jahren rund 43.000 EUR gemacht. Eine Sonderzahlung von 5.000 EUR pro Jahr macht am Ende mehr aus als viele glauben.

Gehalt verhandeln und Nebeneinkünfte aufbauen

Mit 40 ist man erfahren genug, um eine Gehaltserhöhung fundiert zu begründen. Jede Gehaltserhöhung bietet die Chance, die Sparrate um denselben Betrag zu erhöhen — ohne den Lebensstandard zu senken. Zusätzlich können Nebeneinkünfte (Freelance, Vermietung, digitale Produkte) den monatlichen Invest-Betrag aufstocken.

bAV und Altersvorsorgedepot kombinieren

Wer als Angestellter beschäftigt ist, hat Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge (bAV). Der Arbeitgeber ist seit 2019 verpflichtet, 15 % des umgewandelten Betrags als Zuschuss beizusteuern (bei Neuverträgen). Das bedeutet: Von 100 EUR Einzahlung fließen 115 EUR ins Depot. Dazu kommt die Sozialabgabenfreiheit bis zur Beitragsgrenze — de facto eine staatliche Subvention.

Ab 2027 kommt das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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hinzu. Mit Grundzulage, Sonderausgabenabzug und direktem Zugang zu ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s ist es die modernste Form der staatlich geförderten Altersvorsorge. bAV und AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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schließen sich nicht aus — im Gegenteil: Eine Kombination aus beiden und einem freien ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot ist die stärkste Dreier-Kombination, die aktuell möglich ist. Mehr: bAV und Altersvorsorgedepot kombinieren.

Steuervorteile nutzen — jetzt noch wichtiger

Mit 40+ ist das Einkommensteuer-Niveau typischerweise höher als in der Jugend. Das macht Steuervorteile bei der Altersvorsorge besonders wertvoll. Der Sonderausgabenabzug des AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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s von bis zu 1.800 EUR reduziert die Steuerlast direkt. Bei einem Grenzsteuersatz von 35 % sind das 630 EUR Steuerersparnis pro Jahr — also 52,50 EUR pro Monat, die der Staat übernimmt.

Auch die AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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-Stundung in der Ansparphase ist ein echter Vorteil: Kursgewinne und Dividenden werden nicht jährlich besteuert, das Kapital wächst ungebremst. Erst bei der Auszahlung im Rentenalter wird versteuert — zu einem Zeitpunkt, an dem das Einkommen und damit der Steuersatz in der Regel niedriger sind. Zur Rentenlücke berechnen: Rentenlücke berechnen.

Der 90-Tage-Plan: Von null auf laufend in drei Monaten

Nicht alles auf einmal. Aber strukturiert und schnell. Hier ist ein konkreter Plan:

Zeitpunkt Aufgabe Dauer
Tag 1 Renteninformationsbrief bei rentenversicherung.de anfordern 15 Minuten
Tag 1–3 Monatliches Budget prüfen: Was ist für Altersvorsorge übrig? 1 Stunde
Woche 1–2 Kostenloses Depot bei Online-Broker eröffnen (z.B. Scalable, Trade Republic, ING) 30 Minuten
Woche 2 MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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auswählen, Sparplan einrichten
30 Minuten
Woche 2–3 Arbeitgeber nach bAV-Optionen fragen, 15 %-Zuschuss-Pflicht prüfen 1 Gespräch
Monat 2 Erster Sparplan-Lauf — Dauerauftrag aktiv bestätigen 5 Minuten
Monat 3 Altersvorsorgedepot ab 2027 im Blick behalten, Anbieter vergleichen 30 Minuten

Nach 90 Tagen läuft der Sparplan automatisch. Es braucht keine weiteren aktiven Entscheidungen — nur einmal im Jahr einen kurzen Check, ob die Sparrate noch passt oder erhöht werden kann. Mehr zum Thema: Altersvorsorge mit 45 starten.

Wichtig: Volatilität — also Kursschwankungen — ist bei einem 25-Jahres-Horizont kein Problem, sondern ein normaler Teil des Prozesses. Wer einen guten MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-ETF kauft und hält, profitiert langfristig von Krisen statt darunter zu leiden. Günstige Einstiegskurse sind nachgekaufte Anteile zu Rabattpreisen.

Das Motivations-Schluss-Argument

Die Stiftung Warentest gibt regelmäßig unabhängige Empfehlungen zur privaten Altersvorsorge — ohne Produktwerbung, mit konkreten Testergebnissen zu Brokern und ETF-Sparplänen.

Es gibt einen Satz, der so häufig wiederholt wird, dass er fast abgedroschen klingt — aber er ist schlicht wahr: Der beste Zeitpunkt, mit der Altersvorsorge anzufangen, war vor 15 Jahren. Der zweitbeste Zeitpunkt ist jetzt.

Wer mit 40 anfängt und bis 65 konsequent investiert, wird mit 65 auf ein Depot zurückschauen, das reale, messbare Unterschiede im Leben macht. Nicht Millionen, aber Würde, Wahlfreiheit und Sicherheit. Das ist es, was Altersvorsorge wirklich leistet. Wie ein sorgenfreier Ruhestand konkret aussieht und was die entscheidenden Schritte dahin sind, erklärt Sorgenfrei im Alter. Wer auch nachdenken möchte, wann der optimale Zeitpunkt wäre — und was der nächste Lebensübergang bringt — findet die Antwort in Wann über Rente nachdenken?

Was bringt dir dein Einstieg jetzt konkret?

Unser Rechner zeigt dir, welches Endvermögen du mit deiner aktuellen Sparrate bis zur Rente erreichst — und was das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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ab 2027 obendrauf bringt.

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Häufige Fragen

Lohnt sich das AVD noch, wenn man mit 40 noch nie vorgesorgt hat?

Ja — dringend. Mit 40 und Rentenalter 67 bleiben noch 27 Jahre. Bei 200 EUR/Monat und 7 % p.a.: Endkapital ca. 180.000 EUR. Mit Grundzulage (540 EUR/Jahr = 45 EUR/Monat effektiv weniger Eigenbeitrag): realer Eigenbeitrag ca. 155 EUR/Monat für 180.000 EUR. Gesamtförderung über 27 Jahre: 27 × 540 = 14.580 EUR Grundzulage alleine. Wer nie vorgesorgt hat: Nicht schämen, sofort handeln. Die häufige Aussage 'zu spät jetzt' ist falsch. 27 Jahre sind ausreichend für substanziellen Kapitalaufbau.

Wie holt man als Späteinsteiger (40+) Rückstand auf?

Drei Aufholstrategien: 1) Höherer Monatsbeitrag: Mit 40 kann man oft mehr einzahlen als mit 25 (höheres Einkommen, weniger Kredite). Statt 150 EUR: 300–400 EUR/Monat anstreben. 2) Einmalzahlungen: Boni, Erbschaften, Verkaufserlöse direkt ins AVD. 3) Maximaler Sonderausgabenabzug: Bis 1.800 EUR/Jahr Eigenbeitrag steuerlich absetzbar — in höherer Steuerklasse (35–42 %) besonders wertvoll. Simulation: 400 EUR/Monat ab 40 (7 % p.a.) = ca. 360.000 EUR mit 67. Plus GRV. Gesamtversorgung: ausreichend für würdigen Lebensstandard.

Welche typischen Fehler macht man als Späteinsteiger beim AVD?

Vier Fehler: 1) Zu hohes Risiko zur Aufholung: Themen-ETFs oder Einzelaktien für 'schnellere Rendite' — erhöht Verlustrisiko bei kürzerem Horizont. Lösung: Breiter MSCI World ist auch mit 40 Jahren optimal. 2) Einmalzahlung statt Sparplan: Falsches Timing kann kurz vor Rente teuer werden. Sparplan glätten. 3) AVD als einzige Säule: Mit 40 Jahren Rückstand auf GRV-Basis: Zusätzliches freies Depot oder Immobilien parallel aufbauen. 4) Warten auf 'besseren Zeitpunkt': Jeder Monat Verzögerung kostet bei 7 % p.a. ca. 2.000–4.000 EUR an Endkapital bei 200 EUR Monatsbeitrag.

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