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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Gehaltserhöhung direkt in die Altersvorsorge lenken — Die 50%-Regel

Wer jeden Gehaltssprung zu 50% in den ETF-Sparplan steckt und den Rest für mehr Lebensqualität nutzt, baut Vermögen auf ohne auf etwas zu verzichten. Das ist der unterschätzte Beschleuniger.

Gehaltserhöhung ETF Sparplan Altersvorsorge optimieren

Das größte Hindernis beim ETF-Sparplan ist nicht das fehlende Wissen — es ist die fehlende Sparrate. Wer 30 EUR/Monat spart wird mit 67 kein komfortables Polster haben. Doch die meisten Menschen erhöhen ihre Sparrate nicht weil sie den aktuellen Lebensstandard nicht aufgeben wollen. Die Lösung: Gehaltserhöhungen nutzen um die Sparrate zu erhöhen — ohne etwas aufzugeben.

Die 50%-Regel bei Gehaltserhöhungen

Die Idee ist simpel: Wenn das Netto-Gehalt steigt, fließt die Hälfte der Erhöhung automatisch in den ETF-Sparplan, die andere Hälfte in höheren Lebensstandard.

Beispiel: Gehaltserhöhung von 100 EUR netto/Monat:

  • 50 EUR → Sparplan-Erhöhung
  • 50 EUR → mehr für Restaurant, Urlaub, Hobbys

Niemand fühlt sich arm weil der Lebensstandard trotzdem steigt. Aber der Sparplan wächst ebenfalls.

Was 5 Gehaltserhöhungen in 20 Jahren bedeuten

JahrGehaltssprung (netto)Sparplan-ErhöhungNeue Sparrate (kumuliert)
Start mit 25Startrate: 100 EUR100 EUR/Monat
+3 Jahre (28)+150 EUR netto+75 EUR175 EUR/Monat
+6 Jahre (31)+100 EUR netto+50 EUR225 EUR/Monat
+10 Jahre (35)+200 EUR netto+100 EUR325 EUR/Monat
+15 Jahre (40)+150 EUR netto+75 EUR400 EUR/Monat
+20 Jahre (45)+100 EUR netto+50 EUR450 EUR/Monat

Von 100 EUR Startrate auf 450 EUR/Monat — ohne je auf laufenden Lebensstandard verzichtet zu haben. Ergebnis mit 67 (22 Jahre bei 450 EUR, 7% p.a.): ca. 350.000 EUR Depot.

Das Gegenteil: Lifestyle-Inflation

Der häufigere Weg: Jede Gehaltserhöhung führt zu mehr Ausgaben (größere Wohnung, besseres Auto, mehr Restaurantbesuche) aber nicht zu höherer Sparrate. Das nennt sich Lifestyle-Inflation. Wer mit 45 genauso viel spart wie mit 25 (z.B. 100 EUR/Monat), obwohl das Gehalt um 50% gestiegen ist, betreibt aktiv Lifestyle-Inflation.

Bonus und Einmalzahlungen: Die Einmalanlage

Das gleiche Prinzip gilt für Boni und Einmalzahlungen. Wer ein Jahresbonus von 2.000 EUR erhält:

  • 1.000 EUR sofort anlegen (Einmalanlage in MSCI World)
  • 1.000 EUR für Urlaub oder größere Anschaffung

1.000 EUR einmalig bei 30 Jahren Zinseszins (7% p.a.) wachsen auf ca. 7.600 EUR.

Automatisieren statt beschließen

Der Schlüssel: Die Sparrate-Erhöhung sofort nach jeder Gehaltserhöhung umsetzen — nicht "nächsten Monat" oder "wenn ich wieder nachdenke". Sparplan-Anpassung dauert 2 Minuten in der Broker-App. Wer es sofort macht, muss es nur einmal entscheiden.

Fazit: Gehaltssprünge sind der mächtigste Sparplan-Beschleuniger

Die 50%-Regel bei Gehaltserhöhungen ist eine der einfachsten und effektivsten Strategien für den Vermögensaufbau. Man fühlt keinen Verzicht, man "gewöhnt sich nicht" an das höhere Gehalt bevor die Sparrate angepasst ist, und der Zinseszinseffekt wächst mit jedem Sprung. Wer das konsequent umsetzt, kann mit einem sehr durchschnittlichen Einkommen ein sehr überdurchschnittliches Depot aufbauen.

Häufige Fragen

Lohnt sich das Altersvorsorgedepot auch bei niedrigem Einkommen?

Ja - besonders bei niedrigem Einkommen ist die Zulage (540 EUR/Jahr) relativ groß. Bei 1.200 EUR netto = 25 EUR/Monat für volle Grundzulage nötig. Zulage deckt dann einen großen Teil der Einzahlung.

Wie viel bringt der Sonderausgabenabzug beim Altersvorsorgedepot?

Bei 3.000 EUR Einzahlung/Jahr (250 EUR/Monat): Steuerersparnis hängt vom Steuersatz ab. Bei 35% = 1.050 EUR/Jahr, bei 25% = 750 EUR/Jahr. Für Besserverdiener (42% Steuersatz): bis 1.260 EUR/Jahr Steuerersparnis.

Ab welchem Einkommen lohnt sich das Altersvorsorgedepot?

Ab jedem Einkommen - schon bei 1.500 EUR netto ist die Förderung attraktiv. Für hohe Einkommen: Sonderausgabenabzug besonders wertvoll. Für mittlere Einkommen: Kombination aus Zulage und Steuervorteil optimal.

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