FAQ Update Dezember 2026 — Die neuesten Antworten zum Depot
Kurz vor dem Start des AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
Mehr erfahren →s haben wir die häufigsten Fragen gesammelt und mit den aktuellsten Informationen beantwortet. Stand: 12.12.2026
Das Wichtigste in Kürze
- Start Altersvorsorgedepot 01.01.2027 bestätigt
- Anzahl bestätigter Anbieter mind. 8 zum Start
- Maximale Einzahlung 1.800 EUR/Jahr + Zulagen
- Riester-Übertrag ab Tag 1 möglich
- Beitragsgarantie optional (nicht Pflicht)
Allgemeine Fragen
Wann startet das Altersvorsorgedepot genau? Am 1. Januar 2027. Das Datum ist gesetzlich festgelegt und wurde nicht verschoben. Alle technischen Vorbereitungen bei den Anbietern und der Zentralen Zulagenstelle (ZfA) sind abgeschlossen. Mehr zum Thema in unserer ausführlichen FAQ.
Wer ist förderberechtigt? Alle, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind — also die große Mehrheit der Arbeitnehmer. Dazu kommen Beamte, Richter, Soldaten und bestimmte Selbständige. Nicht förderberechtigt sind freiwillig Versicherte ohne Pflichtbeiträge und Personen ohne Einkommen aus einer versicherten Tätigkeit.
Kann ich das Depot auch eröffnen, wenn ich nicht förderberechtigt bin? Nein, das Altersvorsorgedepot steht nur Förderberechtigten offen. Wer nicht förderberechtigt ist, kann aber ein normales Wertpapierdepot eröffnen und privat in ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →s investieren — ohne staatliche Förderung, aber mit voller Flexibilität. Eine Erklärung zum Depot findest du im Ratgeber Aktienrente einfach erklärt.
Fragen zu Kosten und Förderung
Wie hoch ist die Grundzulage? Die Grundzulage beträgt 540 Euro pro Jahr (pauschal ab Sockelbeitrag von 60 EUR/Jahr, einkommensunabhängig). Verheiratete, bei denen beide Partner förderberechtigt sind, können jeweils die volle Zulage erhalten — also 1.080 Euro pro Haushalt.
Gibt es eine Kinderzulage? Ja. Für jedes kindergeldberechtigte Kind erhältst du eine Kinderzulage von 300 Euro pro Jahr (einheitlich, unabhängig vom Geburtsjahr des Kindes). Diese Zulagen werden zusätzlich zur Grundzulage in dein Depot eingezahlt.
| Frage | Antwort (Stand Dezember 2026) |
|---|---|
| Maximale jährliche Einzahlung | 1.800 EUR Eigenbeitrag + Zulagen |
| Grundzulage | 540 EUR/Jahr |
| Kinderzulage (einheitlich) | 300 EUR/Kind/Jahr |
| Sonderausgabenabzug | Ja, Günstigerprüfung |
| Beitragsgarantie | Optional (80 % oder 100 %) |
| Kosten Standarddepot | Max. 0,3 % TER |
| Wechsel zwischen Anbietern | Jederzeit möglich |
| Riester-Übertrag | Ab 01.01.2027 möglich |
Fragen zu Anbietern
Welche Anbieter sind ab Tag 1 dabei? Trade Republic, Scalable Capital, ING, DKB und weitere haben offiziell bestätigt, das Altersvorsorgedepot ab dem 1. Januar 2027 anzubieten. Weitere Anbieter werden im Laufe des ersten Halbjahres 2027 folgen. Die vollständige Liste findest du in unserer Depot-Erklärung.
Kann ich meinen bestehenden Riester-Vertrag übertragen? Ja. Ab dem 1. Januar 2027 ist ein Anbieterwechsel mit Kapitalübertrag vom Riester-Vertrag ins Altersvorsorgedepot möglich. Die bisherigen Zulagen bleiben erhalten. Dein Riester-Anbieter darf eine Wechselgebühr erheben, die gesetzlich gedeckelt ist.
Fragen zur Auszahlung
Wann kann ich das Geld entnehmen? Frühestens ab dem 62. Lebensjahr, unabhängig vom Geburtsjahr. Du kannst bis zu 30 Prozent des Guthabens als Einmalzahlung entnehmen, der Rest muss als lebenslange Rente oder als Auszahlungsplan ausgezahlt werden. Spätestens ab 70 muss die Auszahlung beginnen.
Was passiert, wenn ich vorher ans Geld muss? Eine vorzeitige Entnahme ist grundsätzlich möglich, gilt aber als „schädliche Verwendung". Du musst dann alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Das lohnt sich fast nie — plane also nur Geld ein, auf das du langfristig verzichten kannst.
Neue Fragen seit November 2026
Muss ich eine Beitragsgarantie wählen? Nein. Anders als bei Riester ist die Beitragsgarantie beim Altersvorsorgedepot optional. Du kannst zwischen keiner Garantie (100 % Aktien-ETFs, höchste Renditechance), 80 Prozent Garantie und 100 Prozent Garantie wählen. Je höher die Garantie, desto geringer die erwartete Rendite. Laut BMAS soll die optionale Garantie die Rendite-Chancen deutlich verbessern.
Kann ich mehrere Altersvorsorgedepots haben? Nein, du kannst nur ein Altersvorsorgedepot gleichzeitig führen. Du kannst aber jederzeit den Anbieter wechseln.
Fazit: Keine offenen Fragen mehr
Die wichtigsten Eckdaten stehen fest, die Anbieter sind bereit, das Gesetz ist verabschiedet. Wenn du noch Fragen hast, die hier nicht beantwortet wurden, schau in unsere ausführliche FAQ oder nutze den Rechner, um deine individuelle Situation zu berechnen.
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Häufige Fragen
Wann genau kann ich das AVD-Konto eröffnen?
Ab 1. Januar 2027. Anbieter die BaFin-zertifiziert sind, können ab diesem Datum AVD-Konten eröffnen und erste Einzahlungen entgegennehmen. Wer vor dem 1.1.2027 einzahlt, kann keine AVD-Förderung für 2027 erhalten — das Konto muss im Förderjahr eröffnet und bespielt sein. Praktischer Tipp: Depot-Eröffnung in den ersten Januarwochen 2027, dann Dauerzulagenantrag stellen und ersten Sparplan einrichten. Die Grundzulage für 2027 wird von der ZfA direkt auf das AVD-Konto überwiesen — kein separater Antrag nötig bei Dauerzulagenantrag.
Was passiert wenn ich vergesse den Zulagenantrag zu stellen?
Bei einem Dauerzulagenantrag passiert gar nichts — der läuft automatisch jedes Jahr. Ohne Dauerzulagenantrag: Die Zulage muss bis Ende des zweiten auf das Beitragsjahr folgenden Jahres beantragt werden (2-Jahres-Frist). Beispiel: Beitragsjahr 2027 → Zulagenantrag muss bis 31.12.2029 gestellt sein. Wer die Frist verpasst, verliert die Zulage unwiderruflich. Empfehlung: Dauerzulagenantrag direkt bei Depot-Eröffnung stellen — das ist Standard bei allen Anbietern und erfordert einmalig wenige Angaben (Einkommensdaten, Kinder-Steuer-ID falls vorhanden).
Ist die nachgelagerte Besteuerung beim AVD wirklich günstiger als Abgeltungssteuer?
In den meisten Fällen: Ja. Nachgelagerte Besteuerung bedeutet: Gewinne wachsen im AVD steuerfrei an, im Alter wird die Auszahlung mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Rentner haben meist einen niedrigeren Grenzsteuersatz (14–25 %) als während der Erwerbsphase (30–45 %). Vergleich: Normale ETF-Depot: 26,375 % Abgeltungssteuer auf alle Gewinne sofort. AVD: 0 % während der Ansparphase, Steuer erst bei Auszahlung. Rechenbeispiel: 100.000 EUR Gewinn, Rentensteuersatz 20 % vs. Abgeltungssteuer 26,375 % — Unterschied: über 6.000 EUR Steuerersparnis.
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