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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Altersvorsorgedepot pausieren statt kündigen

Depot pausieren — Das Wichtigste

  • Mindestbeitrag 5 EUR/Monat (60 EUR/Jahr)
  • Strafgebühren Keine
  • Förderberechtigung Bleibt erhalten (solange PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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    )
  • Zulagen bei Pause Anteilig gekürzt
  • Vorhandenes Guthaben Bleibt investiert und wächst weiter

Pausieren ist nicht kündigen

Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Pausieren und Kündigen. Wenn du dein Altersvorsorgedepot kündigst, ist das FörderschädlichWas ist Förderschädlich?Wenn du das Geld vor dem Rentenalter entnimmst, musst du alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Die Kursgewinne darfst du behalten.
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: Du musst alle Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Wenn du pausierst, passiert nichts dergleichen. Dein Guthaben bleibt im Depot, wird weiter investiert und profitiert vom Zinseszins. Du zahlst lediglich weniger ein — und bekommst entsprechend weniger Förderung.

Im Klartext: Das Pausieren kostet dich null Euro Strafgebühren. Es gibt keine Kündigungsfrist, keine Mindestlaufzeit und keinen Mindestzahlungszeitraum. Du kannst die Sparrate jederzeit senken und jederzeit wieder erhöhen.

Was "Pause" technisch bedeutet

Eine echte Null-Euro-Pause gibt es beim Altersvorsorgedepot nicht. Der gesetzliche Mindestbeitrag liegt bei 5 EUR im Monat (60 EUR im Jahr). Solange du diesen Betrag zahlst, gilt dein Vertrag als aktiv. Zahlst du auch die 5 EUR nicht, wird dein Depot ruhend gestellt — du verlierst für dieses Jahr die Förderberechtigung, behältst aber dein vorhandenes Guthaben.

BeitragStatusGrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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(1 Kind)
Gesamtförderung
1.800 EUR/Jahr (150 EUR/Monat)SA-Maximum540 EUR300 EUR840 EUR
600 EUR/Jahr (50 EUR/Monat)Aktiv (≥ Sockelbeitrag)540 EUR300 EUR840 EUR
60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat)Sockelbeitrag (Minimum)540 EUR300 EUR840 EUR
< 60 EUR/JahrUnterschreitung0 EUR0 EUR0 EUR
0 EUR/JahrRuhend gestellt0 EUR0 EUR0 EUR

Alles-oder-Nichts-Prinzip: Sockelbeitrag (60 EUR/Jahr) erreicht → volle Förderung; unterschritten → 0 EUR. Keine anteilige Berechnung.

Bereits 5 EUR/Monat (60 EUR/Jahr = Sockelbeitrag) sichern die volle Grundzulage von 540 EUR. Die Förderung ist nicht proportional — entweder zahlst du den Sockelbeitrag und bekommst 540 EUR, oder du zahlst weniger und bekommst 0 EUR. Dein bestehendes Guthaben bleibt in jedem Fall investiert und arbeitet weiter für dich. Ein MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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mit 7 % Durchschnittsrendite verdoppelt sich alle 10 Jahre, egal ob du neue Beiträge zahlst oder nicht.

Wann eine Pause sinnvoll ist

Es gibt Lebenssituationen, in denen eine Pause die richtige Entscheidung ist. Keine davon ist ein Grund für eine Kündigung.

Arbeitslosigkeit

Wer Arbeitslosengeld I bezieht, bleibt PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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in der Rentenversicherung und damit förderberechtigt. Die Sparrate auf 10 EUR/Monat zu senken ist sinnvoll, um die Förderberechtigung zu erhalten, ohne das knappe Budget zu belasten. Sobald du wieder arbeitest, erhöhst du auf 150 EUR.

Elternzeit

Während der Elternzeit zahlst du keine Rentenversicherungsbeiträge. Die Förderberechtigung bleibt trotzdem erhalten, wenn du im Vorjahr pflichtversichert warst. Tipp: Gerade in der Elternzeit lohnt sich die KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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besonders. Zahle mindestens den Sockelbeitrag (60 EUR/Jahr = 5 EUR/Monat) — das sichert die volle Grundzulage von 540 EUR plus die volle Kinderzulage.

Finanzielle Engpässe

Unerwartete Ausgaben, Gehaltseinbussen oder Trennung können die Finanzen belasten. In solchen Phasen ist es besser, die Sparrate zu senken als einen teuren Dispokredit aufzunehmen. Denk daran: Bevor du das Depot anfasst, solltest du deinen Notgroschen nutzen — genau dafür ist er da.

Depot pausieren bei Elternzeit und finanziellen Engpässen

Sabbatical oder Auslandsaufenthalt

Bei unbezahltem Urlaub oder längerem Auslandsaufenthalt endet möglicherweise deine Pflichtversicherung. Ohne Pflichtversicherung bist du nicht förderberechtigt. In diesem Fall macht eine echte Ruhendstellung (0 EUR Beitrag) Sinn, da du ohnehin keine Zulagen bekämst. Dein Guthaben bleibt trotzdem im Depot. Mehr dazu: Depot bei Auswanderung.

Was du bei einer Pause verlierst

Pausieren ist kein Freifahrtschein. Du verlierst die komplette Jahresförderung — und den Zinseszins auf diese entgangenen Zulagen. Über lange Zeiträume summiert sich das:

Pause-DauerVerlorene Zulagen (ohne Kinder)Entgangener Zinseszins (30 J., 6 %)Gesamtkosten der Pause
6 Monate~270 EUR~1.280 EUR~1.550 EUR
1 Jahr~540 EUR~2.560 EUR~3.100 EUR
2 Jahre~1.080 EUR~4.600 EUR~5.680 EUR
5 Jahre~2.700 EUR~9.800 EUR~12.500 EUR

Verlorene Zulagen = 540 EUR/Jahr Grundzulage (ohne Kinder) pro Pausenjahr. Zinseszins auf 30 Jahre Restlaufzeit bei 6 % p.a.

Eine Pause von einem Jahr kostet dich langfristig rund 3.100 EUR. Das ist viel Geld — aber immer noch besser als eine FörderschädlichWas ist Förderschädlich?Wenn du das Geld vor dem Rentenalter entnimmst, musst du alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Die Kursgewinne darfst du behalten.
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e Kündigung, die dich leicht 10.000 EUR oder mehr kosten kann. Die Reihenfolge ist klar: Sparrate senken vor Kündigen. Kündigen nur als allerletzte Option.

So pausierst du richtig

  1. Sparrate beim Anbieter ändern Die meisten Anbieter ermöglichen das online in wenigen Minuten. Setze die Sparrate auf mindestens 5 EUR/Monat (Sockelbeitrag = 60 EUR/Jahr) — das sichert die volle Förderung. Mehr ist besser, weniger bedeutet 0 EUR Zulage.
  2. DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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    aktiv lassen
    Auch bei reduzierter Sparrate beantragen die Zulagen automatisch. Lösche den Dauerzulagenantrag nicht — sonst bekommst du gar keine Förderung mehr.
  3. Anlage AVWas ist Anlage AV?Das Formular in der Steuererklärung für die Altersvorsorge. Hier trägst du deine Beiträge zum Altersvorsorgedepot ein. Wird größtenteils vom Anbieter vorausgefüllt.
    Mehr erfahren →
    weiter ausfüllen
    Auch geringere Beiträge können einen SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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    auslösen. Das Finanzamt führt die GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
    Mehr erfahren →
    automatisch durch.
  4. Zeitpunkt für Erhöhung festlegen Setze dir einen konkreten Termin, an dem du die Sparrate wieder erhöhst. Ohne festen Termin wird aus der "kurzen Pause" schnell eine dauerhafte.
Wichtig: Wenn du die Sparrate auf 0 EUR setzt, wird dein Depot ruhend gestellt. Du verlierst für dieses Jahr die komplette Förderung. Besser: Zahle wenigstens den Sockelbeitrag — 5 EUR/Monat (60 EUR/Jahr). Du bleibst im System und bekommst die volle Grundzulage von 540 EUR, nicht nur anteilig.

Pause vs. Kündigung vs. Anbieterwechsel

Bevor du eine drastische Entscheidung triffst, prüfe alle drei Optionen. In den meisten Fällen ist die Pause die günstigste Lösung:

Die Pause ist kostenlos und reversibel. Die Kündigung ist teuer und endgültig. Ein Anbieterwechsel ist sinnvoll, wenn dein aktueller Anbieter zu hohe Gebühren nimmt — aber auch während eines Wechsels bleibt dein Guthaben investiert. Du verlierst dabei weder Zulagen noch Steuervorteile.

Für viele ist die Kombination aus Pause und späteren Nachzahlungen die beste Strategie. Wenn du in einem Jahr pausierst und im nächsten Jahr die doppelte Sparrate zahlst, gleichst du einen Teil der verlorenen Förderung aus. Beachte aber: Der Förderhöchstbetrag bleibt bei 1.800 EUR pro Jahr. Nachzahlungen für vergangene Jahre sind nicht möglich.

Was bringt dein Depot nach der Pause?

Berechne, wie sich eine Pause auf dein Endergebnis auswirkt — und wann sich die Wiederaufnahme lohnt.

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Förderberechtigung, Kinderzulage und optimale Strategie während der Elternzeit.

Depot bei Jobwechsel

Was passiert mit dem Depot, wenn du den Arbeitgeber wechselst?

Häufige Fragen

Was passiert, wenn man das AVD-Sparplan pausiert?

Das Depot läuft weiter, aber: Wenn der Sockelbeitrag (60 EUR/Jahr = 5 EUR/Monat) im Jahresverlauf nicht geleistet wird, entfällt die Grundzulage für dieses Jahr komplett. Besser als Pausieren: Auf den Sockelbeitrag reduzieren — volle Grundzulage (540 EUR) bleibt erhalten. Das Depot bleibt offen und das Kapital wächst weiter.

Wie lange darf man das AVD pausieren ohne Verlust?

Technisch: Das Depot läuft auf unbestimmte Zeit ohne neue Einzahlungen. Kein Verfall, keine Kündigung durch den Anbieter bei Beitragspause. Aber: In jedem Jahr ohne Sockelbeitrag (60 EUR/Jahr) geht die Grundzulage verloren (540 EUR/Jahr). Über 5 Jahre Pause: 2.700 EUR entgangene Förderung. Plus: Weniger Kapital im Depot = weniger Zinseszins. Empfehlung: Lieber 5 EUR/Monat statt null — volle Zulage, minimaler Aufwand.

Was sind gute Gründe, den AVD-Beitrag vorübergehend zu senken?

Fünf legitime Gründe: 1) Elternzeit ohne Einkommen. 2) Kurzarbeit mit reduziertem Einkommen. 3) Schuldenabbau (Konsumkredite über AVD-Rendite tilgen zuerst). 4) Notgroschen-Aufbau (falls noch nicht vorhanden). 5) Unerwartete große Ausgabe (Krankheit, Reparatur). Was kein guter Grund ist: Konsum-Upgrade, Urlaub, temporäre Lust auf Ausgaben. Das AVD läuft ein Leben lang — kurzfristige Prioritäten sind okay, solange das Depot nicht gekündigt wird.

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