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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Altersvorsorgedepot mit kleinem Gehalt — Ab 25 EUR dabei

Das Wichtigste in Kürze

  • Mindest-Sparrate ab 25 EUR/Monat
  • Grundzulage 540 EUR/Jahr
  • Förderquote bei Geringverdienern bis 90 %
  • Sockelbeitrag für volle Grundzulage 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat, einkommensunabhängig)
  • Sockelbetrag (absolutes Minimum) 60 EUR/Jahr

Warum das Depot gerade für Geringverdiener sinnvoll ist

Das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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ist so konstruiert, dass es Geringverdiener besonders stark fördert. Je niedriger dein Einkommen, desto höher ist die Förderquote — also der Anteil, den der Staat zu deiner Altersvorsorge beiträgt. Der Sockelbeitrag ist für alle gleich: 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat). Wer diesen Mindestbeitrag zahlt, erhält die volle Grundzulage von 540 EUR — egal ob du 15.000 EUR oder 60.000 EUR verdienst. Das macht das Depot für Geringverdiener besonders attraktiv: gleicher Mindestbeitrag, gleiche Zulage, aber prozentual höhere Förderquote.

Zahlst du den Sockelbeitrag (60 EUR/Jahr = 5 EUR/Monat), bekommst du die volle Grundzulage von 540 EUR. Zahlst du weniger, gibt es 0 EUR — keine anteilige Reduzierung (Alles-oder-Nichts). Mehr Details zur Förderung für Geringverdiener.

Mindesteigenbeitrag und SA-Optimum im Überblick

Eigenbeitrag/Monat Eigenbeitrag/Jahr Grundzulage Gesamtbeitrag Förderquote
5 EUR (Minimum) 60 EUR 540 EUR 594 EUR 1.000 %
10 EUR 120 EUR 540 EUR 660 EUR 450 %
25 EUR 300 EUR 540 EUR 840 EUR 180 %
105 EUR (SA-Optimum) 1.260 EUR 540 EUR 1.800 EUR 43 %

Was du dir trotzdem leisten kannst

Natürlich muss bei kleinem Gehalt jeder Euro zweimal umgedreht werden. Deshalb ist es wichtig, realistisch zu planen. Du musst nicht sofort 100 Euro im Monat aufbringen. Starte mit dem, was möglich ist — selbst 25 Euro im Monat sind ein Anfang. Das AVD kennt Alles-oder-Nichts: Zahlst du mindestens den Sockelbeitrag (60 EUR/Jahr = 5 EUR/Monat), bekommst du die volle Grundzulage von 540 EUR. Zahlst du weniger, gibt es 0 EUR — keine anteilige Reduzierung. Deshalb: Lieber konsequent die 5 EUR/Monat zahlen als unregelmäßig mal mehr, mal weniger.

Eine einfache Strategie: Starte mit 25 Euro und erhöhe die Sparrate jedes Jahr um 10 Euro. Nach fünf Jahren bist du bei 75 Euro — ein Betrag, der bei den meisten Einkommensstufen bereits die volle Förderung sichert. Hier findest du weitere Strategien für kleine Einkommen.

Förderquote: Warum Geringverdiener am meisten profitieren

Bei einem Bruttoeinkommen von 20.000 Euro und einem Eigenbeitrag von 260 Euro erhältst du 540 Euro GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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. Das entspricht einer Förderquote von rund 68 % — der Staat zahlt mehr als du selbst. Hast du Kinder, kommt die KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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von 300 Euro pro Kind dazu. Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern und 20.000 Euro Brutto erhält bis zu 1.140 Euro Zulagen (540 + 2 × 300 EUR) — bei einem Eigenbeitrag, der sich auf den Sockelbetrag von 60 Euro/Jahr reduziert. Die Förderquote liegt dann bei über 95 Prozent.

Notgroschen zuerst?

Eine häufige Frage: Soll ich erst den Notgroschen aufbauen, bevor ich ein Depot eröffne? Die Antwort hängt von deiner Situation ab. Wenn du keinerlei Rücklagen hast, ist ein Notgroschen von mindestens 1.000 Euro sinnvoll — für ungeplante Ausgaben wie eine Autoreparatur oder eine Nachzahlung. Aber du musst nicht warten, bis drei Monatsgehälter auf dem Tagesgeldkonto liegen. Starte ruhig parallel: 25 Euro ins Depot, 25 Euro auf das Notgroschen-Konto. Beides gleichzeitig aufzubauen ist besser, als eines von beiden endlos aufzuschieben.

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) haben gerade Geringverdiener die größte Rentenlücke. Umso wichtiger ist es, früh anzufangen — auch mit kleinen Beträgen. Selbst 10 Euro machen langfristig einen Unterschied.

Praktische Tipps für den Start

Eröffne dein Depot bei einem Anbieter ohne Depotgebühren und ohne Sparplan-Kosten — zum Beispiel bei Trade Republic oder Scalable Capital. Wähle einen einzigen, breit gestreuten ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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wie den MSCI World. Richte einen automatischen Sparplan ein, der am Tag nach dem Gehaltseingang abbucht. So gehst du sicher, dass das Geld investiert wird, bevor du es ausgeben kannst. Und vergiss nicht, die Zulage zu beantragen — das geht bei den meisten Anbietern mit wenigen Klicks.

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Häufige Fragen

Lohnt sich das Altersvorsorgedepot auch bei niedrigem Einkommen?

Ja - besonders bei niedrigem Einkommen ist die Zulage (540 EUR/Jahr) relativ groß. Bei 1.200 EUR netto = 25 EUR/Monat für volle Grundzulage nötig. Zulage deckt dann einen großen Teil der Einzahlung.

Wie viel bringt der Sonderausgabenabzug beim Altersvorsorgedepot?

Der Sonderausgabenabzug gilt bis zum Förderhöchstbetrag von 1.800 EUR/Jahr. Steuerersparnis hängt vom Grenzsteuersatz ab: Bei 25 % = 450 EUR/Jahr, bei 35 % = 630 EUR/Jahr, bei 42 % = 756 EUR/Jahr. Für Geringverdiener lohnt sich eher die Zulage (540 EUR) als der Steuervorteil.

Ab welchem Einkommen lohnt sich das Altersvorsorgedepot?

Ab jedem Einkommen - schon bei 1.500 EUR netto ist die Förderung attraktiv. Für hohe Einkommen: Sonderausgabenabzug besonders wertvoll. Für mittlere Einkommen: Kombination aus Zulage und Steuervorteil optimal.

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