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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Arbeitgeberzuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflicht-Zuschuss Mind. 15 % seit 01.01.2022
  • Gilt für Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds
  • Bedingung Arbeitgeber spart SV-Beiträge ein
  • Üblich in der Praxis 20-50 % bei guten Arbeitgebern
  • Bei 200 EUR Umwandlung Mind. 30 EUR Zuschuss/Monat

Warum gibt es den Arbeitgeberzuschuss?

Arbeitgeberzuschuss zur bAV

Wenn du per Entgeltumwandlung einen Teil deines Bruttogehalts in die bAV einzahlst, sinkt dein sozialversicherungspflichtiges Gehalt. Dadurch spart auch dein Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge — rund 20 % des umgewandelten Betrags. Der Gesetzgeber hat deshalb entschieden: Ein Teil dieser Ersparnis muss an dich weitergegeben werden.

Seit dem 1. Januar 2019 gilt die Zuschuss-Pflicht für Neuverträge, seit dem 1. Januar 2022 auch für alle Altverträge. Die Regelung findet sich in § 1a Abs. 1a BetrAVG — den vollständigen Gesetzestext findest du bei gesetze-im-internet.de (BetrAVG).

Wie hoch ist der Pflicht-Zuschuss?

Der gesetzliche Mindestzuschuss beträgt 15 % des umgewandelten Entgelts, soweit der Arbeitgeber durch die Umwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart. In der Praxis ist diese Bedingung fast immer erfüllt, solange dein Gehalt unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt.

Dein Beitrag (brutto) Pflicht-Zuschuss (15 %) Gesamt in bAV AG-Ersparnis (ca. 20 %)
100 EUR 15 EUR 115 EUR ca. 20 EUR
200 EUR 30 EUR 230 EUR ca. 40 EUR
314 EUR (4 % BBG, 2026) 47 EUR 361 EUR ca. 60 EUR
500 EUR 75 EUR 575 EUR ca. 100 EUR

Interessant: Der Arbeitgeber spart mehr (ca. 20 %), als er weitergeben muss (15 %). Die restlichen 5 % behält er. Deshalb ist der Zuschuss für Arbeitgeber faktisch kostenneutral — ein Argument, das du in Verhandlungen nutzen kannst.

Freiwilliger Zuschuss — Was gute Arbeitgeber zahlen

Der gesetzliche Zuschuss von 15 % ist nur das Minimum. Viele Arbeitgeber gehen deutlich darüber hinaus, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. In der Praxis sehen wir häufig:

Zuschuss-Modell Branchen-Beispiele Bewertung
15 % (Pflicht) Handel, Gastronomie, KMU Minimum — gesetzlich vorgeschrieben
20-25 % Mittelstand, Handwerk Fair — AG gibt Ersparnis komplett weiter
50 % (Matching) Konzerne, IT, Pharma Sehr gut — Matching verdoppelt fast den Beitrag
100 % + eigener Beitrag DAX-Konzerne, US-Unternehmen in DE Exzellent — starkes Benefit-Paket

Tipp: Frag im Bewerbungsgespräch oder bei deiner Personalabteilung gezielt nach dem bAV-Zuschuss. Ein Arbeitgeber, der 50 % oder mehr zuschießt, schenkt dir bei 200 EUR Umwandlung 100 EUR pro Monat — das sind 1.200 EUR geschenktes Geld im Jahr.

Wann gilt der Zuschuss nicht?

Der verpflichtende 15-%-Zuschuss gilt nur für die drei versicherungsförmigen Durchführungswege: Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds. Bei der Unterstützungskasse und der Direktzusage gibt es keinen gesetzlichen Zuschuss-Anspruch — hier spart der Arbeitgeber ohnehin keine SV-Beiträge, weil die Beiträge nicht aus dem SV-pflichtigen Entgelt fließen.

Außerdem entfällt der Zuschuss, wenn dein Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) liegt und der Arbeitgeber keine SV-Ersparnis hat.

Zuschuss verhandeln — So gehst du vor

1
Aktuellen Zuschuss prüfen

Schau in deine bAV-Vereinbarung oder frag die Personalabteilung: Wie viel Prozent zahlt der Arbeitgeber aktuell?

2
Branchenvergleich machen

Recherchiere, was andere Unternehmen in deiner Branche zahlen. Das ist dein Verhandlungsargument.

3
Kostenneutralität betonen

Der Arbeitgeber spart ca. 20 % SV — ein höherer Zuschuss kostet ihn wenig oder nichts.

Arbeitgeberzuschuss vs. Altersvorsorgedepot-Zulagen

Mit dem neuen Altersvorsorgedepot bekommst du GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
Mehr erfahren →
(540 EUR/Jahr) und KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
Mehr erfahren →
(300 EUR/Kind). Beim Arbeitgeberzuschuss zur bAV sind es bei 200 EUR Umwandlung mindestens 360 EUR/Jahr (15 %). Die optimale Strategie: Beides nutzen. Details im Ratgeber bAV oder Altersvorsorgedepot.

Wie viel Förderung bekommst du insgesamt?

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Häufige Fragen

Altersvorsorgedepot vs. Riester-Rente - was ist besser?

Altersvorsorgedepot: günstigere ETF-Kosten, höhere Rendite-Chance, flexibler. Riester: Beitragsgarantie, Kapital wird verrentertet. Für Kapitalmarkt-affine Anleger: Altersvorsorgedepot meist attraktiver. Riester lohnt noch für: hohe Kinderzulagen, wenig ETF-Erfahrung.

Kann ich Riester in ein Altersvorsorgedepot umwandeln?

Ja — das pAV-Reformgesetz (Bundesrat einstimmig 24.04.2026) regelt die Übertragung: Riester-Guthaben kann steuerneutral in ein Altersvorsorgedepot übertragen werden. Zulagen und Erträge bleiben erhalten. Die alte 100%-Beitragsgarantie entfällt beim Wechsel, aber du kannst im neuen Depot eine Garantievariante (0/80/100 %) wählen. Alle Details: /ratgeber/was-passiert-mit-riester/

Altersvorsorgedepot vs. betriebliche Altersvorsorge (bAV)?

bAV: Entgeltumwandlung, Arbeitgeberzuschuss (25% Pflicht), steuerfreie Einzahlung. Altersvorsorgedepot: staatliche Zulage, selbst verwaltbar, bei Arbeitgeberwechsel einfacher. Empfehlung: beide nutzen, wenn Arbeitgeber bAV-Zuschuss gibt.

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