Zum Inhalt springen
×

Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

Depot-Vergleich
Scalable, DKB, Trade Republic & mehr
Was ist das? Einfach erklärt Rechner Was bekomme ich? Förderungs-Check Bin ich dabei? Anbieter Wer bietet es an? Demo-Depot Virtuell investieren Muster-Depot ETF-Empfehlungen
Kostenlos anmelden
Sprache:
Altersvorsorge spät starten mit 40, 50 oder 55 Jahren

Spätstart — Was noch geht

  • Start mit 40 (27 Jahre) 500 EUR/Monat → ca. 437.000 EUR bis 67
  • Start mit 50 (17 Jahre) 500 EUR/Monat → ca. 175.000 EUR bis 67
  • Start mit 55 (12 Jahre) 1.000 EUR/Monat → ca. 200.000 EUR bis 67
  • Grundzulage (AVD ab 2027) 540 EUR/Jahr — unabhängig vom Startalter
  • Wichtigste Regel Sofort anfangen schlägt perfekt planen

Viele Menschen kommen erst mit 40, 45 oder 50 zum Thema Altersvorsorge — weil das Thema verdrängt wurde, das Geld nicht da war oder andere Prioritäten dominierten. Die gute Nachricht: Es ist fast nie zu spät. Die schlechte: Je später man startet, desto höher muss die Sparrate sein und desto präziser muss die Strategie sein.

Start mit 40 — Noch 27 Jahre bis zur Rente

Wer mit 40 beginnt, hat noch ca. 27 Jahre bis zum Renteneintritt mit 67. Das ist ausreichend Zeit für einen globalen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →
-Sparplan, der trotz Schwankungen eine solide Rendite erzielt.

Sparrate/MonatDepot mit 67 (7 % p.a.)EingezahltZinseszins-Anteil
300 EURca. 262.000 EUR97.200 EUR63 %
500 EURca. 437.000 EUR162.000 EUR63 %
800 EURca. 699.000 EUR259.200 EUR63 %

Mit 40 noch vollständig auf ETFs setzen. Keine konservative Umschichtung nötig. Der Horizont ist lang genug für 90–100 % Aktien-ETFs. Das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
Mehr erfahren →
ab 2027 bringt zusätzlich 540 EUR/Jahr GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
Mehr erfahren →
— 27 × 540 EUR = 14.580 EUR geschenkt.

Start mit 50 — 17 Jahre bis zur Rente

Mit 50 wird der Zeithorizont knapper. Wichtige Überlegungen:

  • Höhere Sparrate nötig: 500–1.000 EUR/Monat statt 200–300 EUR
  • Einmalanlage erwägen: Falls Kapital vorhanden (Erbschaft, Immobilienverkauf, Boni): sofort anlegen statt strecken — der Zinseszins beginnt sofort
  • Rentenansprüche checken: Renteninformation lesen, Rentenlücke konkret berechnen
  • bAV nutzen: Arbeitgeber-Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge — 15 % gesetzlicher Mindest-Zuschuss ist oft unterschätzt
Rechenbeispiel: 500 EUR/Monat ab 50, 17 Jahre, 6 % p.a.:
Endkapital: ca. 175.000 EUR | Eingezahlt: 102.000 EUR | Zinseszins: 73.000 EUR
+ GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
Mehr erfahren →
AVD: 17 × 540 EUR = 9.180 EUR geschenkt
= monatliche Entnahme (4-%-Regel): ca. 583 EUR/Monat

Start mit 55 — 12 Jahre bis zur Rente

Mit 55 wird es ernst — aber nicht hoffnungslos. Bei 12 Jahren und 1.000 EUR/Monat entstehen bei 6 % p.a. ca. 200.000 EUR. Das reicht für 500–600 EUR/Monat zusätzliche Entnahme über 30 Jahre.

  • Risikoprofil anpassen: 70–80 % Aktien-ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
    Mehr erfahren →
    s, 20–30 % in kurzlaufenden Anleihen oder Tagesgeld. Bei einem Einbruch kurz vor der Rente hat man kaum Zeit zur Erholung.
  • Schuldentilgung vs. Sparen abwägen: Restschuld auf der Immobilie? Tilgungsrate erhöhen kann sicherer sein als hohe Aktienquote mit 55+.
  • Keine teuren Versicherungsprodukte: Eine private Rentenversicherung mit 55 abschließen ist fast nie sinnvoll — zu kurze Ansparphase, zu hohe Abschlusskosten.

Was Späteinsteiger nie tun sollten

Die drei größten Fehler beim Spätstart:
  • In "Hochrenditeprodukten" verzweifelt Verluste aufholen wollen (Krypto, gehebelte ETFs, spekulative Einzelaktien) — das macht fast immer alles schlimmer
  • Den Renteneintritt überstürzen — jedes Jahr länger arbeiten erhöht sowohl die gesetzliche Rente als auch das Depot erheblich
  • Nichts tun weil "es sich nicht mehr lohnt" — auch 10 Jahre Sparplan mit 500 EUR/Monat sind deutlich besser als nichts

Gesetzliche Rente aufwerten ab 50

Ab 50 ist die freiwillige Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung eine Option. Besonders interessant: die Ausgleichszahlung für Frührentenabzüge. Wer plant, mit 63 in Rente zu gehen, kann Abzüge (0,3 %/Monat) durch Sonderzahlungen ausgleichen. Mehr dazu: Rentenpunkte freiwillig kaufen.

Altersvorsorgedepot ab 2027 für Späteinsteiger

Das neue AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
Mehr erfahren →
ist auch für Späteinsteiger attraktiv. Ein 50-Jähriger mit 17 Jahren bis zur Rente zahlt 1.800 EUR/Jahr ein — bekommt 540 EUR GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
Mehr erfahren →
dazu. Das ergibt eine sofortige Förderquote von 30 % auf den Eigenanteil. Über 17 Jahre: 17 × 540 EUR = 9.180 EUR allein an Grundzulage.

Dazu kommt der SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
Mehr erfahren →
bis 1.800 EUR/Jahr. Bei 40 % GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
Mehr erfahren →
und vollem Eigenbeitrag: ca. 720 EUR Steuererstattung pro Jahr. Das ist realer Mehrertrag gegenüber einem nicht-geförderten Depot. Mehr dazu: Depot mit 40 starten.

Die Psychologie des Spätstarts

Viele Menschen mit 45 oder 50 haben ein starkes Gefühl der Scham oder Hoffnungslosigkeit, wenn sie über ihre fehlende Altersvorsorge nachdenken. Das führt paradoxerweise oft dazu, dass sie weiter nichts tun — "Es bringt sowieso nichts mehr." Das ist falsch.

Die Zahlen zeigen: Auch 10 oder 15 Jahre konsequentes Sparen bauen ein Vermögen auf, das im Alter den Unterschied zwischen Grundsicherung und einem würdevollen Leben ausmacht. 500 EUR/Monat, 15 Jahre, 6 % p.a. = ca. 145.000 EUR. Das ist kein Reichtum — aber 400 EUR/Monat mehr im Alter für den Rest des Lebens.

Der zweitbeste Zeitpunkt zum Starten ist heute.

Dein Spätstart-Rechner

Was kannst du mit 10, 15 oder 20 Jahren Sparplan noch aufbauen? Berechne es direkt.

Zum Rechner

Weiterführende Ratgeber

Depot mit 40 starten

Strategien und Szenarien für den Start in der Lebensmitte.

Rentenpunkte kaufen

Freiwillige Einzahlungen in die GRV — wann das ab 50 sinnvoll ist.

Rentenlücke berechnen

Wie groß ist deine Lücke — und was braucht es, um sie zu schließen?

Rente hochrechnen

Szenarien für Teilzeit, Gehaltssprung und Karrierepausen durchrechnen.

Flexi-Rente

Wie Weiterarbeiten nach 63/67 die Rente erhöht — und ab wann sich's lohnt.

4-Prozent-Regel

Wie viel du monatlich aus dem Depot entnehmen kannst ohne es zu erschöpfen.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein ETF-Sparplan noch mit 50 Jahren?

Ja. Bei 17 Jahren Restlaufzeit und 6 % p.a. wachsen 500 EUR/Monat zu ca. 175.000 EUR — eingezahlt wurden nur 102.000 EUR. Das entspricht 450–500 EUR/Monat zusätzlicher Entnahme (4-%-Regel) im Ruhestand. Kombiniert mit der gesetzlichen Rente ist das für die meisten Menschen auskömmlich. Anfangen ist fast immer besser als nichts tun.

Was ist die beste Strategie für Späteinsteiger?

Hohe Sparrate (500–1.000 EUR/Monat falls möglich), sofortige Einmalanlage falls Kapital vorhanden, Risikoprofil auf ~70–80 % Aktien/30 % Anleihen anpassen, Rentenansprüche aus der DRV-Renteninformation als Basis nehmen und die Rentenlücke konkret berechnen. Keine teuren Versicherungsprodukte und keine spekulativen Wetten auf Kryptos oder Einzelaktien.

Lohnt sich das Altersvorsorgedepot noch für Späteinsteiger?

Ja, besonders wegen der Grundzulage. Ein 50-Jähriger mit 17 Jahren bis zur Rente bekommt 17 × 540 EUR = 9.180 EUR Grundzulage geschenkt — ohne Gegenleistung außer dem Mindestbeitrag. Dazu kommt der Sonderausgabenabzug von bis zu 1.800 EUR/Jahr. Das ist reale Rendite obendrauf, unabhängig von der Marktentwicklung.

Mehr zum Thema

Altersvorsorgedepot mit 50

Altersvorsorgedepot mit 50 starten: 17 Jahre Laufzeit, 80%-Garantie sinnvoll, Steuerersparnis nutzen. Kombination mit anderen Vorsorgeformen.

Altersvorsorge für Geringverdiener

Altersvorsorgedepot für Geringverdiener: Höchste Förderquote, Pfändungsschutz, ca. 10.000 EUR.

Altersvorsorge für IT-Berater und Entwickler

Altersvorsorge für IT-Berater und Software-Entwickler: Bei 70.000–120.000 EUR Einkommen lohnt sich die Kombination aus Altersvorsorgedepot und Rürup besonders. Strategie, Zahlen, Rechner.

Ist die Aktienrente sinnvoll? Eine ehrliche Analyse

Ist die Aktienrente gut oder schlecht? Ehrliche Analyse mit Zahlen, Szenarien und klarer Einordnung.

Das könnte dich auch interessieren

Was ist das Altersvorsorgedepot? 3-Säulen-Modell der Altersvorsorge Wie viel sollte ich einzahlen? Altersvorsorgedepot-Rechner

Kostenloser Rechner:
Endkapital berechnen

Jetzt berechnen