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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Altersvorsorge mit 25 Jahren planen

Key-Facts: Altersvorsorge mit 25

  • Zeit bis zur Rente 42 Jahre
  • 100 EUR/Monat bei 7 % p.a. ca. 294.000 EUR
  • Staatliche GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    bis 540 EUR/Jahr
  • Geförderter Höchstbetrag 1.800 EUR/Jahr
  • Durchschnittliches Einstiegsgehalt ca. 38.000 EUR brutto

Der Berufsstart als Startschuss für die Rente

Mit 25 beginnt für die meisten das reguläre Berufsleben. Das erste richtige Gehalt landet auf dem Konto — und damit beginnt auch die Zeit, in der du systematisch Vermögen aufbauen kannst. 42 Jahre bis zum Renteneintritt mit 67 sind ein enormer Hebel: Jeder Euro, den du jetzt investierst, hat die Chance, sich über den Zinseszins-Effekt zu vervielfachen.

Die Rentenlücke betrifft deine Generation besonders stark. Das gesetzliche Rentenniveau wird voraussichtlich weiter sinken — laut Deutscher Rentenversicherung liegt es aktuell bei rund 48 %. Wer heute mit 25 nichts tut, steht mit 67 vor einem Problem. Das Altersvorsorgedepot bietet eine staatlich geförderte Lösung.

Was 42 Jahre Zinseszins bewirken

Sparrate/Monat Eingezahlt (42 J.) Endkapital (7 % p.a.) Rendite-Anteil
50 EUR 25.200 EUR 147.000 EUR 83 %
100 EUR 50.400 EUR 294.000 EUR 83 %
200 EUR 100.800 EUR 588.000 EUR 83 %
250 EUR 126.000 EUR 735.000 EUR 83 %

Über 80 % deines Endkapitals stammen aus Rendite — nicht aus eigenen Einzahlungen. Vergleiche das mit jemandem, der erst mit 45 startet: Dort liegt der Rendite-Anteil nur noch bei rund 55 %.

So stark ist die Förderung im Altersvorsorgedepot

Die Grundzulage im Altersvorsorgedepot wird pauschal berechnet: Die Grundzulage beträgt pauschal 540 EUR/Jahr — ab dem Sockelbeitrag von 60 EUR/Jahr, einkommensunabhängig.800 EUR. Bei vollen 1.800 EUR Eigenbeitrag (150 EUR/Monat) erhältst du die maximale Grundzulage von 540 EUR/Jahr. So landen insgesamt 2.340 EUR jährlich im Depot — bei 42 Jahren Laufzeit und 6 % Rendite ergibt das rund 488.000 EUR.

Dein Vorsorge-Fahrplan mit 25

  1. Notgroschen sichern Bevor du investierst: 3-6 Monatsgehälter als Puffer auf dem Tagesgeldkonto. Das schützt dich davor, den Sparplan in einer Notlage auflösen zu müssen.
  2. Arbeitgeber-Zuschuss prüfen Viele Arbeitgeber bieten eine betriebliche Altersvorsorge mit Zuschuss an. Mindestens den Zuschuss solltest du mitnehmen.
  3. Altersvorsorgedepot eröffnen Sparplan einrichten mit einem breit gestreuten ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    — zum Beispiel auf den MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    .
  4. Zulagen sichern DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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    stellen und die GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    von bis zu 540 EUR/Jahr automatisch erhalten.
  5. Förderung prüfen Die Förderung läuft über pauschale Zulagen. Je höher dein Eigenbeitrag (bis 1.800 EUR/Jahr), desto höher deine Zulage. Bei 1.800 EUR Eigenbeitrag gibt es 540 EUR Grundzulage obendrauf.

Wie viel solltest du mit 25 sparen?

Sparraten-Berechnung mit 25

Eine gängige Faustregel lautet: 15-20 % des Nettogehalts für die Altersvorsorge. Bei einem Einstiegsgehalt von 2.300 EUR netto wären das 345-460 EUR. Das klingt nach viel — muss aber nicht alles ins Altersvorsorgedepot fließen. Die Kombination aus Depot, bAV und gesetzlicher Rente ergibt zusammen deine Vorsorge.

Für das Altersvorsorgedepot selbst sind 100-150 EUR/Monat ein solider Start. Der geförderte Höchstbetrag liegt bei 1.800 EUR/Jahr (150 EUR/Monat) — bei diesem Beitrag erhältst du die maximale Grundzulage von 540 EUR. Wichtiger als die Höhe ist die Konstanz: Lieber 100 EUR jeden Monat als einmal 1.200 EUR im Jahr. Der Cost-Average-Effekt glättet die Einstiegskurse über die Zeit.

Tipp: Richte einen Dauerauftrag ein, der am Tag nach dem Gehaltseingang abbucht. So sparst du automatisch, bevor du das Geld ausgeben kannst.

Häufige Fehler mit 25

Achtung: Viele 25-Jährige schieben die Altersvorsorge auf — „ich fange mit 30 an". Fünf Jahre später kostet dasselbe Ergebnis rund 40 % mehr eigenes Geld. Aufschieben ist der teuerste Fehler.
Fehler Folge Lösung
Aufschieben auf später Zehntausende EUR weniger Zinseszins Heute mit kleinem Betrag starten
Nur gesetzliche Rente Rentenlücke von 30-40 % Privat ergänzen (Depot + bAV)
Teure Produkte abschließen Hohe TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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frisst Rendite
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Bei Crash verkaufen Verluste realisieren Stur weitersparen, Horizont: 42 Jahre

Altersvorsorgedepot vs. freies Depot mit 25

Lohnt sich das geförderte Altersvorsorgedepot oder besser ein freies ETF-Depot? Die Antwort: idealerweise beides. Das Altersvorsorgedepot bringt Zulagen von bis zu 540 EUR/Jahr und nachgelagerte Besteuerung, ist dafür bis 67 gebunden. Ein freies Depot ist flexibler, wird aber mit AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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belastet. Für die Basisvorsorge ist das Altersvorsorgedepot durch die Förderung klar im Vorteil — besonders bei normalem EinkommensteuersatzWas ist Einkommensteuersatz?Der persönliche Steuersatz auf dein Einkommen. Steigt progressiv von 14% bis 45%. Im Ruhestand typischerweise 15-30%, da das Einkommen niedriger ist als im Berufsleben.
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Vorteile: Start mit 25

  • 42 Jahre Zinseszins-Effekt
  • Erstes Gehalt erlaubt höhere Sparraten
  • Volle staatliche Förderung nutzbar (bis 540 EUR/Jahr)
  • 100 % Aktienquote sinnvoll (langer Horizont)
  • Gewohnheit des Sparens früh etabliert

Typische Hindernisse

  • Studienkredit oder BAföG-Rückzahlung
  • Wunsch nach Wohnung, Auto, Reisen
  • Gefühl: „Rente ist noch so weit weg"
  • Kapital bis 67 gebunden

Was wird aus deinem Sparplan?

Berechne jetzt, wie viel Rente dir dein ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan mit 67 bringt — inklusive Zulagen und nachgelagerter Besteuerung.

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Häufige Fragen

Was bringt der frühe Start mit 25 gegenüber 35 in Zahlen?

150 EUR/Monat ab 25 (42 Jahre bis 67): ca. 413.000 EUR bei 7 % p.a. Dieselbe Rate ab 35 (32 Jahre): ca. 196.000 EUR. Unterschied: 217.000 EUR — für dieselben monatlichen 150 EUR, nur 10 Jahre früher gestartet. Plus: Wer mit 25 startet, erhält noch den Berufseinsteigerbonus (200 EUR, bis 25. Geburtstag). Jedes Jahr Verzögerung kostet im Schnitt über 20.000 EUR Endkapital.

Welchen ETF sollte ich mit 25 im Altersvorsorgedepot wählen?

Mit 42 Jahren bis zur Rente: 100 % globale Aktien-ETFs — kein Anleihenanteil nötig. MSCI World (1.400 Unternehmen, TER ab 0,10 %) oder FTSE All-World (4.000+ Unternehmen, Industrie- und Schwellenländer, TER 0,15–0,22 %). Thesaurierend wählen für maximalen Zinseszinseffekt. Nichts kaufen, was 'aktiv gemanagt' draufsteht — die Kosten fressen die Mehrrendite weg.

Soll ich mit 25 auch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen?

Ja, das passiert automatisch als Arbeitnehmer. GRV-Beiträge sind Pflicht und bilden die Basis-Absicherung (Erwerbsminderungsrente, Altersrente). Das AVD ist die Ergänzung dazu — für die Rentenlücke, die die GRV lässt. Wer mit 25 beides hat (GRV-Basis + AVD als Ergänzung + evtl. bAV), ist für die Altersvorsorge optimal aufgestellt.

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