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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Notar plant Altersvorsorge trotz spätem Berufseinstieg

Key-Facts: Notare und Altersvorsorge

  • Einkommen Notar (Durchschnitt) 150.000 – 300.000+ €/Jahr
  • Berufseinstieg (Median) 35 – 42 Jahre
  • Versorgungswerk-Pflichtbeitrag ca. 1.500 – 2.000 €/Monat
  • Altersgrenze Notar 70 Jahre (je nach Bundesland)
  • Rürup max. absetzbar 2026 29.344 €
  • Notarstellen bundesweit ca. 7.000

Das Zeitproblem: Nur 25-35 Jahre statt 40

Die meisten Berufstätigen haben 40+ Jahre für den Vermögensaufbau. Notare starten oft erst mit 35-42 Jahren in den Beruf. Davor: Jurastudium, Referendariat, Anwaltstätigkeit, Notarprüfung — alles dauert. Das kürzt die Ansparphase auf 25-35 Jahre. Dafür ist das Einkommen von Anfang an hoch: 150.000 bis 300.000+ Euro.

Die mathematische Konsequenz: Du musst MEHR pro Monat sparen als jemand, der mit 25 anfängt. Aber du KANNST auch mehr — das Einkommen gibt es her. Entscheidend ist, dass du vom ersten Tag als Notar an die Vorsorge-Maximierung startest.

Versorgungswerk: Die erste Säule

Notare sind Pflichtmitglieder im Versorgungswerk der Notare (je nach Bundesland gemeinsam mit Rechtsanwälten oder eigenständig). Die GRV-Befreiung wird gewährt. Der Pflichtbeitrag liegt bei 1.500-2.000 Euro/Monat und deckt Altersrente, Berufsunfähigkeitsrente und Hinterbliebenenversorgung.

Bei 25 Jahren Einzahlung auf hohem Niveau ergibt sich eine Versorgungswerk-Rente von ca. 3.000-5.000 Euro. Das ist eine gute Basis, aber bei einem gewohnten Einkommen von 200.000+ Euro reicht es nicht annähernd, um den Lebensstandard zu halten.

Szenario Ansparzeit VW-Beitrag/Monat Erwartete VW-Rente Versorgungslücke (bei 8.000 € Bedarf)
Früher Einstieg (35 J.) 32 Jahre 1.800 € ca. 4.500 € 3.500 €/Monat
Mittlerer Einstieg (40 J.) 27 Jahre 1.800 € ca. 3.800 € 4.200 €/Monat
Später Einstieg (45 J.) 22 Jahre 1.800 € ca. 3.200 € 4.800 €/Monat

Die Maximal-Strategie: Alles auf einmal

Bei einem Einkommen von 200.000+ Euro und einem GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
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von 42-45 % ist die Strategie klar: JEDES steuerlich geförderte Produkt maximal ausschöpfen. Parallel ein großes freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot aufbauen.

Baustein Jährlich Steuereffekt (42 %) Netto-Aufwand
Versorgungswerk (Pflicht) 21.600 € SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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(teilweise)
ca. 12.500 €
Rürup (Rest bis Höchstbetrag) 5.966 € ca. 2.506 € Erstattung 3.460 €
Altersvorsorgedepot 1.800 € GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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540 €
2.460 €
Freies ETF-Depot (MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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)
36.000 € 36.000 €
Gesamt (extra, ohne VW) 48.226 € ca. 4.415 € 43.811 €

48.000 Euro pro Jahr in die private Vorsorge — bei 200.000+ Euro Gewinn sind das ca. 24 %. Nach 27 Jahren (Einstieg mit 40) ergibt sich bei 6 % Rendite ein privates Vermögen von ca. 3,5 Millionen Euro. Plus VW-Rente. Das sichert den Lebensstandard.

Tipp: Der SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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für Altersvorsorge beträgt max. 29.344 Euro (2026, Ledige). Dein VW-Beitrag wird angerechnet. Bei 21.600 Euro VW-Beitrag bleiben nur ca. 5.966 Euro für Rürup steuerlich wirksam. Rechne genau nach — es lohnt sich trotzdem.

Der Altersbonus: Notare dürfen länger arbeiten

Je nach Bundesland liegt die Altersgrenze für Notare bei 70 Jahren (einige Länder: 68-72). Das sind 3-5 Jahre länger als das reguläre Rentenalter von 67. Diese Jahre sind Gold wert: Jedes zusätzliche Jahr bringt höhere VW-Rente UND weitere Kapitalbildung im ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot. Bei 3.000 Euro/Monat ETF-Sparplan und 3 Extra-Jahren sind das allein 130.000+ Euro zusätzlich.

Achtung: Die FörderschädlichWas ist Förderschädlich?Wenn du das Geld vor dem Rentenalter entnimmst, musst du alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Die Kursgewinne darfst du behalten.
Mehr erfahren →
e Verwendung des Altersvorsorgedepots (Entnahme vor Rentenalter) führt zur Rückzahlung aller Zulagen und Steuervorteile. Plane das Depot als langfristige Anlage — nicht als Liquiditätsreserve.

Anwaltsnotare: Die Doppelrolle

In einigen Bundesländern (z. B. Niedersachsen, NRW) gibt es Anwaltsnotare — Rechtsanwälte, die gleichzeitig als Notar bestellt sind. Sie haben oft ein anderes Einkommensprofil: Das Notariat bringt zusätzliches Einkommen zur Anwaltstätigkeit. Die Vorsorge-Strategie bleibt gleich, aber der Versorgungswerk-Beitrag basiert auf dem Gesamteinkommen.

Vorteile

  • Sehr hohes Einkommen ermöglicht maximale Vorsorge
  • Versorgungswerk als starke Basis
  • Längere Berufstätigkeit möglich (bis 70+)
  • Stabiles Einkommen (Gebührenordnung)
  • Rürup + VW + Depot = dreifache Steuerförderung

Nachteile / Risiken

  • Später Berufseinstieg verkürzt Ansparphase
  • Kein automatischer Depot-Zugang (GRV-Befreiung)
  • Notariat nicht verkaufbar (staatliche Bestellung)
  • VW + Rürup teilen sich den Höchstbetrag

Später Start, hohe Beiträge — reicht das?

Berechne, wie viel du mit deinem Notar-Einkommen in der verkürzten Ansparzeit aufbaust.

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Altersvorsorge für Selbständige

Grundlagen für Kammerberufe und Freiberufler.

Altersvorsorge für Anwälte

Verwandter Beruf, gleiches Versorgungswerk.

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Altersvorsorge für Unternehmensberater

Hohes Einkommen, ähnliche Steueroptimierung.

Rürup oder Altersvorsorgedepot?

Welches Produkt bei Versorgungswerk-Mitgliedschaft?

Häufige Fragen

Sind Notare beim Altersvorsorgedepot berechtigt?

Notare zahlen in berufsständische Versorgungswerke (Notarversorgungswerk je nach Bundesland) ein und sind von der GRV befreit — damit kein automatischer AVD-Grundzulagenanspruch. Notare mit privatrechtlichem Dienstverhältnis (Angestellte in Notarbüros, Verwaltung): GRV-pflichtig und zugangsberechtigt. Für Notare ohne GRV: freiwillige GRV oder Rürup als geförderter Vorsorgeweg.

Warum brauchen Notare trotz Versorgungswerk zusätzliche Vorsorge?

Das Notarversorgungswerk bietet solide, aber anleihenorientierte Renditen von ca. 3–4 % p.a. Notare mit hohen Einkommen (150.000–400.000 EUR/Jahr) haben einen hohen Lebensstandard — die Versorgungswerk-Rente deckt diesen oft nicht vollständig ab. Dazu: Notaramt kann durch Gesundheitsprobleme enden, ohne dass die volle Versorgungswerk-Rente bereits anläuft. ETF-Depot und Rürup sind sinnvolle Ergänzungen.

Welche steuerliche Altersvorsorge ist für Notare am effektivsten?

Rürup-Rente: bis 29.344 EUR/Jahr steuerlich absetzbar. Bei 50 % Grenzsteuersatz (Notare häufig in diesem Bereich): 13.783 EUR Steuerersparnis pro Jahr bei Maximaleinzahlung. Das ist ein Netto-Hebel von fast 1:1. Wichtig: Rürup-Kapital ist nicht vererbbar und nicht kündbar — nur Leibrente. Ergänzend: freies ETF-Depot für Liquidität und Vererbung, da Rürup diese Flexibilität nicht bietet.

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