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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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IT-Fachkraft vergleicht Altersvorsorge-Optionen am Laptop

Key-Facts: Altersvorsorge IT-Fachkräfte

  • Gehalt angestellt (Vollzeit) 50.000 – 90.000 € brutto/Jahr
  • Stundensatz Freelance 75 – 130 €/h
  • Angestellte: PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
    Mehr erfahren →
    in GRV Ja
  • Freelancer: GRV-Pflicht Nein (Ausnahmen)
  • Altersvorsorgedepot-Berechtigung Freelancer Ja — Selbständige sind NEU förderberechtigt

Zwei Welten: Angestellt vs. Freelance

In kaum einer Branche ist der Unterschied so groß wie in der IT. Als angestellter Softwareentwickler mit 70.000 Euro brutto bist du pflichtversichert, sammelst automatisch Rentenpunkte und hast Zugang zum Altersvorsorgedepot. Als Freelancer mit 100 Euro Stundensatz verdienst du netto oft mehr — aber du bist für deine Altersvorsorge komplett selbst verantwortlich.

Viele IT-Fachkräfte wechseln im Laufe ihrer Karriere zwischen beiden Modellen. Deshalb brauchst du eine Strategie, die in beiden Szenarien funktioniert.

Strategie für angestellte IT-Fachkräfte

  1. GRV als Basis: Du bist pflichtversichert und baust automatisch Rentenansprüche auf. Bei 70.000 € brutto sammelst du ca. 1,5 Rentenpunkte pro Jahr.
  2. bAV mitnehmen: Große Tech-Konzerne (SAP, Siemens, T-Systems) bieten oft attraktive bAV-Modelle. Startups eher selten.
  3. Altersvorsorgedepot nutzen: Das Altersvorsorgedepot bietet bis zu 540 Euro GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    pro Jahr bei 1.800 Euro Eigenbeitrag. Das Finanzamt prüft per Günstigerprüfung automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug (bis zu 2.340 EUR) günstiger ist. Bei hohem Gehalt (Grenzsteuersatz ab 42 %) kann der Sonderausgabenabzug vorteilhafter sein.
  4. Freies ETF-Depot aufbauen: Der flexible Teil deiner Vorsorge. Keine Bindung, keine Einschränkung. Ideal für das IT-typische "vielleicht wechsle ich nächstes Jahr ins Ausland".

Strategie für IT-Freelancer

  1. Altersvorsorgedepot eröffnen: Selbständige sind beim neuen Altersvorsorgedepot erstmals förderberechtigt — eine freiwillige GRV-Versicherung ist nicht mehr zwingend nötig. Du erhältst die pauschale GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    (bis 540 €/Jahr).
  2. Alternativ: Rürup-Rente als Basis. Höhere Steuerabsetzbarkeit als das Altersvorsorgedepot (2026: bis ca. 29.344 € absetzbar). Ausführliche Informationen bietet die Verbraucherzentrale.
  3. Freies ETF-Depot als Hauptsäule: Maximale Flexibilität, keine Bindung, globale ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
    Mehr erfahren →
    -Diversifikation.
  4. Rücklagen bilden: 6-12 Monatsausgaben als Notgroschen. Freelancer haben kein Krankengeld ab Tag 1 und kein Arbeitslosengeld.

Vergleich: Angestellt vs. Freelance Vorsorge

Kriterium Angestellt (70k brutto) Freelancer (100 €/h)
Bruttoeinkommen/Jahr 70.000 € ca. 140.000 € (1.400h)
GRV-Pflicht Ja, automatisch Nein (freiwillig möglich)
Altersvorsorgedepot Voll berechtigt Ja — Selbständige NEU berechtigt
bAV Oft verfügbar Nicht möglich
Rürup Möglich, weniger Steuereffekt Sehr sinnvoll (hoher Steuereffekt)
Freies ETF-Depot Ergänzung Hauptsäule
Monatl. Vorsorge-Budget ca. 500 – 800 € ca. 1.500 – 3.000 €
Tipp: Da Selbständige beim neuen Altersvorsorgedepot erstmals förderberechtigt sind, kannst du problemlos zwischen Festanstellung und Freelance wechseln und dein Depot durchgehend besparen. Eine freiwillige GRV-Mitgliedschaft bleibt trotzdem sinnvoll für die Erwerbsminderungsrente. Mehr dazu.

Remote-Arbeit und Auslandsaufenthalt

Viele IT-Fachkräfte arbeiten zeitweise aus dem Ausland. Das hat Auswirkungen auf die Altersvorsorge: Bei mehr als 183 Tagen im Ausland kann sich deine Steuerpflicht verschieben. Die Zulagenförderung des Altersvorsorgedepots setzt eine unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland voraus. Wenn du planst, dauerhaft ins Ausland zu gehen, lies Altersvorsorgedepot bei Auswanderung.

ETF-Auswahl für IT-Fachkräfte

Als IT-Profi neigst du vielleicht dazu, Tech-lastige ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s zu wählen. Vorsicht: Dein Humankapital (dein Gehalt) hängt bereits an der Tech-Branche. Für das Altersvorsorgedepot ist ein breit gestreuter MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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oder FTSE All-World besser als ein Nasdaq-100. So diversifizierst du weg von deinem Klumpenrisiko. Details: ETF-Auswahl.

Vorteile IT-Vorsorge

  • Hohes Einkommen = großes Vorsorge-Budget
  • Hohe Zulagenförderung (bis 540 € Grundzulage/Jahr)
  • Tech-Affinität für eigenständiges Investieren
  • Gute bAV bei großen Arbeitgebern

Nachteile / Risiken

  • Freelancer müssen alles selbst organisieren
  • Häufige Jobwechsel = bAV-Fragmentierung
  • Auslandsaufenthalte komplizieren Steuer
  • Neigung zu Tech-Übergewichtung im Depot

Beispiel: IT-Projektmanager wechselt von Freelance zu Festanstellung

Lisa, 32, war 4 Jahre lang Freelance-IT-Beraterin (90 €/h) und wechselt jetzt in eine Festanstellung (80.000 € brutto). Sie hat ein freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot mit 85.000 Euro aufgebaut und eine Rürup-Rente laufen.

Baustein Status Empfehlung
Rürup-Rente Beitragsfrei stellen Nicht kündigen, laufen lassen
Altersvorsorgedepot Jetzt berechtigt (Angestellte) Sofort eröffnen, Höchstbeitrag
bAV beim neuen AG Verfügbar (1:1-Matching) 200 €/Monat einzahlen
Freies ETF-Depot 85.000 € vorhanden Weiter besparen (300 €/Monat)

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Häufige Fragen

Welche Altersvorsorge-Strategie passt für angestellte IT-Fachkräfte?

Optimale Reihenfolge: 1) bAV-Arbeitgeberzuschuss voll ausschöpfen (Pflicht-15 %, viele Tech-Firmen zahlen mehr). 2) Altersvorsorgedepot bis 1.800 EUR/Jahr. 3) Freies ETF-Depot für alles darüber. Bei guten Gehältern (80.000+ EUR): Sonderausgabenabzug übertrifft die Grundzulage — der Steuereffekt des AVDs ist erheblich.

Was gilt für IT-Freelancer beim Altersvorsorgedepot?

IT-Freelancer sind meist nicht rentenversicherungspflichtig — daher keine automatische Grundzulage. Optionen: 1) Freiwillige GRV-Mitgliedschaft (Sockelbeitrag von nur 5 EUR/Monat = 60 EUR/Jahr) → Zugang zum AVD und volle Grundzulage von 540 EUR. 2) Rürup-Rente als steuerlich geförderte Alternative (Beiträge bis 29.344 EUR/Jahr absetzbar). 3) Freies ETF-Depot als flexible Basis. Für gut verdienende Freelancer: Rürup + ETF ist oft günstiger als freiwillige GRV.

Wie wirkt sich Remote-Arbeit aus dem Ausland auf das AVD aus?

Bei kurzfristiger Entsendung (unter 24 Monate) bleibt die deutsche Rentenversicherungspflicht bestehen — AVD funktioniert normal. Bei dauerhafter Verlagerung ins Ausland: GRV-Pflicht endet oft, damit auch die Grundzulage. Das Depot bleibt als privates Eigentum erhalten und läuft weiter. Bei EU-Verlagerung: Doppelbesteuerungsabkommen prüfen, Auszahlung folgt deutschem Recht.

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