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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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50-30-20-Regel für das Altersvorsorgedepot

Das Wichtigste in Kürze

  • 50 % des Nettos Fixkosten (Miete, Versicherungen, Essen)
  • 30 % des Nettos Freizeit (Hobbys, Ausgehen, Shopping)
  • 20 % des Nettos Sparen & Vorsorge (Depot, Notgroschen)
  • Davon empfohlen fürs Depot 10-15 % des Nettos
  • Bei 2.500 EUR netto 250-375 EUR/Monat fürs Depot

Was ist die 50-30-20-Regel?

Die 50-30-20-Regel ist eine einfache Faustformel für die Aufteilung deines Nettoeinkommens. Sie wurde durch die US-Senatorin Elizabeth Warren populär und hat sich weltweit als praktischer Budgetierungsansatz bewährt. Die Idee: Du teilst dein Einkommen in drei Töpfe auf und weisst sofort, wie viel du für was ausgeben kannst.

Die Regel ist keine starre Vorgabe — sie ist ein Startpunkt. Je nach Lebenssituation kannst du die Anteile anpassen. Wer in einer teuren Stadt lebt, gibt vielleicht 55 % für Fixkosten aus. Wer wenig Hobbys hat, kann die 30 % reduzieren und mehr sparen.

So verteilst du dein Einkommen

Nettoeinkommen 50 % Fixkosten 30 % Freizeit 20 % Sparen Davon AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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1.800 EUR 900 EUR 540 EUR 360 EUR 180-270 EUR
2.500 EUR 1.250 EUR 750 EUR 500 EUR 250-375 EUR
3.500 EUR 1.750 EUR 1.050 EUR 700 EUR 350-525 EUR
5.000 EUR 2.500 EUR 1.500 EUR 1.000 EUR 500-750 EUR

Wo passt das Altersvorsorgedepot hinein?

Das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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gehört in den 20-%-Topf (Sparen & Vorsorge). Aber nicht alles davon sollte ins Depot fließen. Innerhalb der 20 % empfiehlt sich folgende Aufteilung:

1

Notgroschen (bis er steht): 50 % der 20 %

Solange du noch keinen Notgroschen von 3 Monatsgehältern hast, fließt die Hälfte deines Spartopfs auf ein Tagesgeldkonto. Lies dazu Notgroschen vor Altersvorsorge.

2

Altersvorsorgedepot: 50-75 % der 20 %

Wenn der Notgroschen steht, fließt der Großteil in dein Depot. Bei 2.500 EUR netto sind das 250-375 EUR monatlich.

3

Sonstige Sparziele: Rest

Urlaub, neues Auto, Weiterbildung — was übrig bleibt, verteilst du auf andere Sparziele. Diese sollten auf einem separaten Konto liegen.

Was wenn 20 % nicht realistisch sind?

Nicht jeder kann sofort 20 % seines Einkommens sparen — besonders in der Ausbildung, als Berufseinsteiger oder in einer teuren Stadt. Das ist okay. Fang mit dem an, was geht. Selbst 5 % sind besser als nichts. Und mit dem AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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kommen die Zulagen obendrauf, was deine effektive Sparrate erhöht.

Rechenbeispiel: Sarah (28, 2.200 EUR netto) kann nur 10 % sparen = 220 EUR/Monat. Davon gehen 150 EUR ins Altersvorsorgedepot. Mit GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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(45 EUR/Monat) und 6 % Rendite in 39 Jahren: ca. 350.000 EUR. Die Zulagen machen allein ca. 60.000 EUR davon aus. Prüfe deine Möglichkeiten mit Wie viel monatlich sparen.

Anpassungen für verschiedene Lebensphasen

Die 50-30-20-Regel ist nicht statisch. In verschiedenen Lebensphasen verschieben sich die Prioritäten. Hier einige Anpassungen, die Sinn machen:

Mehr sparen (30-20-50 oder 50-20-30)

  • DINK-Phase (Double Income, No Kids)
  • Nach Gehaltserhöhung (Lifestyle-Inflation vermeiden)
  • Kinder sind ausgezogen
  • Erbschaft oder Bonus erhalten

Weniger sparen (temporär 60-30-10)

  • Berufsstart mit niedrigem Gehalt
  • Elternzeit mit reduziertem Einkommen
  • Umzug in teure Stadt
  • Übergangsweise bei Jobwechsel

Das Wichtigste ist: Nicht aufhoeren zu sparen. Auch wenn es nur 50 EUR im Monat sind — dein Sparplan sollte weiterlaufen. Pausiere lieber die Freizeitausgaben als die Altersvorsorge. Wer seine Finanzen noch strukturierter aufteilen will, sollte das Drei-Konten-Modell kennen — eine bewährte Methode, um Ausgaben, Notgroschen und Sparziele klar zu trennen. Mehr Tipps unter Sparquote nach Alter.

Stand: Mai 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Die 50-30-20-Regel ist eine Orientierungshilfe, keine starre Vorgabe.

Finde deine optimale Sparrate

Berechne, wie viel du monatlich ins Altersvorsorgedepot einzahlen solltest — abgestimmt auf dein Einkommen und deine Ziele.

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Häufige Fragen

Wann sollte ich mit dem Altersvorsorgedepot anfangen?

So früh wie möglich - der Zinseszins-Effekt ist enorm. Wer mit 25 beginnt (150 EUR/Monat, 7% p.a.) hat mit 67 ca. 350.000 EUR. Wer erst mit 35 startet: ca. 170.000 EUR. Jedes Jahr früher macht einen großen Unterschied.

Was ist der Berufseinsteigerbonus beim Altersvorsorgedepot?

Geplant: 200 EUR Einmalbonus für Berufseinsteiger unter 25 Jahren. Zusätzlich zur Grundzulage (540 EUR/Jahr). Für junge Sparer besonders attraktiv - frühzeitig einzahlen und vollen Bonus sichern.

Kann ich als Student oder Azubi das Altersvorsorgedepot nutzen?

Ja, wenn du unbeschränkt steuerpflichtig in Deutschland bist. Auch mit kleinen Beträgen (50-100 EUR/Monat) starten. Der Zinseszins-Effekt bei 40+ Jahren Laufzeit ist gewaltig. Sparplan bei Neobroker ab 1 EUR/Monat möglich.

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