Schritt 1: Anbieter auswählen
Nicht jeder Anbieter ist gleich — prüfe vorher, ob du förderberechtigt bist. Dann achte auf drei Dinge:
- Kosten: Das Standarddepot darf maximal 1,0% pro Jahr kosten. Günstige Anbieter liegen deutlich darunter.
- ETF-Auswahl: Je mehr ETFs zur Wahl stehen, desto besser kannst du diversifizieren.
- Bedienbarkeit: App, Online-Banking, Kundenservice — was ist dir wichtig?
Wer darf anbieten:
- Banken (ING, DKB, comdirect, Sparkasse, Volksbank)
- Neobroker (Trade Republic, Scalable Capital)
- Fondsgesellschaften
- Versicherungen
- Staatliches Standarddepot (öffentlicher Träger)
Schritt 2: Depot eröffnen
Die Depoteröffnung funktioniert wie bei einem normalen Wertpapierdepot:
- Online-Antrag ausfüllen (Name, Adresse, Steuer-ID)
- Identitätsprüfung (VideoIdent oder PostIdent)
- Depot ist in 1–3 Tagen einsatzbereit
Du kannst bis zu 2 Verträge gleichzeitig haben (z.B. bei verschiedenen Anbietern). Die Förderung gilt aber nur einmal auf maximal 1.800 EUR/Jahr.
Schritt 3: Dauerzulagenantrag stellen
Das ist der wichtigste Schritt — und der einfachste:
- Beim Vertragsabschluss setzt du ein Häkchen beim Dauerzulagenantrag
- Dein Anbieter beantragt ab dann jedes Jahr automatisch deine Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern
- Die Zulagen werden direkt in dein Depot eingezahlt
- Du musst nichts weiter tun
Schritt 4: Sparplan einrichten
Richte einen monatlichen Sparplan ein:
| Monatlich | Jährlich | Grundzulage | Förderquote |
|---|---|---|---|
| 10 EUR (Minimum) | 120 EUR | 60 EUR | 50% |
| 50 EUR | 600 EUR | 240 EUR | 40% |
| 100 EUR | 1.200 EUR | 390 EUR | 33% |
| 150 EUR (optimal) | 1.800 EUR | 540 EUR | 30% |
Wie einzahlen?
- Dauerauftrag: Monatlich automatisch vom Girokonto
- Lastschrift: Der Anbieter zieht den Betrag ein
- Einzelüberweisungen: Jederzeit manuell möglich
Was wenn ich einen Monat nicht zahlen kann?
Kein Problem. Es gibt keine monatliche Pflicht. Du musst nur 120 EUR im ganzen Jahr einzahlen (für die Minimalförderung). Du kannst Monate aussetzen und später nachzahlen — sogar alles im Dezember.
Du kannst den Vertrag auch komplett ruhen lassen. Das Geld bleibt im Depot, keine Kündigung nötig.
Schritt 5: ETF auswählen
Wähle einen oder mehrere ETFs für deinen Sparplan. Erlaubt sind:
- ETFs (Exchange Traded Funds)
- Aktiv gemanagte Fonds
- EU-Staatsanleihen
Nicht erlaubt: Einzelaktien, Kryptowährungen, Zertifikate.
Welcher ETF passt? ETF-Auswahl-Ratgeber
Nach der Einrichtung: Was passiert automatisch?
| Was | Wer macht das? | Wie oft? |
|---|---|---|
| Beitrag einziehen | Dauerauftrag / Lastschrift | Monatlich |
| In ETFs investieren | Dein Anbieter (Sparplan) | Monatlich |
| Zulagen beantragen | Dein Anbieter (Dauerzulagenantrag) | Jährlich |
| Zulagen einzahlen | Bundeszentralamt für Steuern | Jährlich |
| Daten an Finanzamt melden | Dein Anbieter | Jährlich |
| Günstigerprüfung (Steuer) | Finanzamt | Jährlich (Steuererklärung) |
Dein Aufwand nach der Einrichtung: Einmal im Jahr die Anlage AV in der Steuererklärung ausfüllen (wird größtenteils vorausgefüllt). Sonst: nichts.
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MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
Mehr erfahren →, FTSE All-World oder Lifecycle-ModellWas ist Lifecycle-Modell?Automatische Umschichtung: Je näher die Rente rückt, desto mehr wird von Aktien in sichere Anleihen umgeschichtet. Reduziert das Risiko vor der Auszahlung.
Mehr erfahren →?
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