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Was ist ein Broker — Neobroker, Direktbank und Filialbank im Vergleich

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Broker = Vermittler zwischen Anleger und Börse
  • Neobroker Günstigste Option, App-basiert, 0–1 EUR pro Order
  • Direktbank Gutes Mittelfeld, Depot + Girokonto, 3–10 EUR pro Order
  • Filialbank Persönliche Beratung, teuerste Option, 10–25 EUR pro Order
  • Altersvorsorgedepot-Anbieter Ab 2027 festgelegt

Was macht ein Broker?

Du kannst nicht einfach selbst an der Börse handeln. Du brauchst einen Broker (auch: Depotbank, Wertpapierdienstleister), der von der BaFin zugelassen ist und deine Kauf- und Verkaufsaufträge an die Börse weiterleitet. Der Broker führt auch dein Depot, in dem deine ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Anteile und Aktien verwahrt werden.

In Deutschland gibt es drei große Kategorien von Brokern — und die Unterschiede bei Kosten und Service sind erheblich.

Broker-Typen im Vergleich — Neobroker, Direktbank, Filialbank

Die drei Broker-Typen im Vergleich

Neobroker — günstig und digital

Neobroker wie Trade Republic, Scalable Capital oder Finanzen.net Zero haben den deutschen Markt seit etwa 2019 aufgemischt. Laut dem Deutschen Aktieninstitut ist die Zahl der Aktionäre seitdem deutlich gestiegen — auch dank dieser günstigen Anbieter. Ihr Geschäftsmodell: Minimale Kosten für den Anleger, dafür eingeschränkter Service und oft nur ein einziger Handelsplatz.

Vorteile: Keine Depotgebühren, 0–1 EUR pro Order, kostenlose ETF-Sparpläne, intuitive Apps.

Nachteile: Meist nur ein Handelsplatz (gettex oder Tradegate), eingeschränkte Wertpapierauswahl, kein Telefon-Support, keine Filialen.

Direktbanken — der Allrounder

ING, comdirect, DKB und Consorsbank bieten Depot und Girokonto aus einer Hand. Die Orderkosten sind höher als bei Neobrokern, dafür gibt es mehr Handelsplätze, besseren Service und oft auch Beratungsangebote.

Vorteile: Breite Produktpalette, mehrere Handelsplätze, Telefon-Support, häufig guter ETF-Sparplan-Bereich.

Nachteile: Orderkosten 3–10 EUR, manche ETF-Sparpläne kostenpflichtig.

Filialbanken — persönlich, aber teuer

Sparkassen, Volksbanken und die Deutsche Bank bieten Depots mit persönlicher Beratung in der Filiale. Das ist komfortabel, kostet aber deutlich mehr.

Vorteile: Persönliche Beratung, vertrauter Ansprechpartner, breites Serviceangebot.

Nachteile: Hohe Depot- und Ordergebühren, Berater verkaufen oft eigene (teure) Fondsprodukte statt günstige ETFs.

MerkmalNeobrokerDirektbankFilialbank
Depotgebühr0 EUR0 EUR (meist)15–50 EUR/Jahr
Orderkosten0–1 EUR3–10 EUR10–25 EUR
ETF-SparpläneKostenlos, große AuswahlTeils kostenlos, teils gebührenpflichtigOft eingeschränkt, teuer
Handelsplätze1 (gettex oder Tradegate)5–10+Alle großen
BeratungKeineTelefon/ChatPersönlich in Filiale
App-QualitätSehr gutGutOft mässig

Wie verdienen Neobroker Geld bei 0 EUR Ordergebühr?

Neobroker erhalten sogenannte Rückvergütungen (Payment for Order Flow, PFOF) von Market Makern. Einen unabhängigen Broker-Vergleich findest du bei finanzen.net. Wenn du eine Order aufgibst, leitet der Neobroker sie an einen Market Maker weiter (z. B. Baader Bank bei gettex). Dieser zahlt dem Broker eine kleine Vergütung pro Trade.

Gut zu wissen: Die EU hat PFOF ab 2026 verboten. Neobroker werden ihre Geschäftsmodelle anpassen — vermutlich durch kleine Ordergebühren oder Premium-Abos. Die Grundidee des günstigen Handels bleibt aber bestehen.

Welcher Broker für welchen Anlegertyp?

Sparplan-Anleger (Altersvorsorge): Neobroker oder Direktbank. Die niedrigen Kosten und kostenlosen Sparpläne sind ideal für langfristiges, regelmäßiges Investieren.

Aktive Trader: Direktbank mit mehreren Handelsplätzen. Die breitere Auswahl und bessere Ordermöglichkeiten rechtfertigen die höheren Kosten.

Ältere Anleger mit Beratungswunsch: Filialbank — aber Achtung: Lass dir keine teuren Fonds verkaufen, wenn ein günstiger ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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das Gleiche leistet.

Warum ist das für dein Altersvorsorgedepot relevant?

Das Altersvorsorgedepot wirst du bei einem zugelassenen Anbieter eröffnen — das können Neobroker, Direktbanken, Fondsgesellschaften oder Versicherungen sein. Der Gesetzgeber deckelt die Gebühren, damit die Kosten nicht die Rendite auffressen.

Trotzdem wird es Unterschiede geben: in der ETF-Auswahl, der App-Qualität, dem Service und eventuell in Zusatzkosten. Prüfe bei der Anbieterwahl:

1. Welche ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s stehen zur Verfügung? (Mindestens ein breiter MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-ETF sollte dabei sein.)

2. Wie hoch sind die Gesamtkosten? (TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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des ETF + Depotgebühren + Sparplan-Kosten)

3. Wie einfach ist die Bedienung? (App, Online-Banking, DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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)

Günstiger ETF-Sparplan

Berechne, was dein Altersvorsorgedepot mit einem günstigen ETF-Sparplan bringt.

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Vorsicht bei Bankberatung: Filialberater verdienen Provisionen an den Produkten, die sie verkaufen. Ein teurer aktiv gemanagter Fonds bringt dem Berater mehr als ein günstiger ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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. Informiere dich vorher selbst — zum Beispiel hier auf aktienrenterechner.de — und lass dir nichts aufschwatzen.

Erfahrungsbericht: Der typische Weg zum ersten Depot

Ein typischer Ablauf in der Praxis: Lisa, 28, möchte für ihre Altersvorsorge investieren. Sie lädt sich die App von Trade Republic herunter, identifiziert sich per Video-Ident (Dauer: 5 Minuten), eröffnet ihr Depot und richtet noch am selben Abend einen Sparplan über 150 EUR monatlich in einen MSCI-World-ETF ein. Gesamtkosten: 0 EUR Depotgebühr, 0 EUR Ordergebühr, 0,20 % TER im ETF. Zum Vergleich: Ihre Eltern zahlen bei der Sparkasse 36 EUR Depotgebühr pro Jahr, 10 EUR pro Sparplanausführung und halten einen aktiv gemanagten Fonds mit 1,5 % TER. Nach 30 Jahren wird Lisa — bei gleicher Einzahlung und gleicher Marktrendite — rund 35.000 EUR mehr im Depot haben als ihre Eltern. Allein durch die niedrigeren Kosten.

Wusstest du? Trade Republic wurde 2019 der erste Neobroker in Deutschland mit BaFin-Lizenz. Seitdem hat sich die Zahl der Depots bei Neobrokern vervielfacht. Ende 2024 verwaltet Trade Republic über 4 Millionen Kundendepots — ein Zeichen dafür, dass günstiges Investieren in der Breite angekommen ist.

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Häufige Fragen

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot für die private Altersvorsorge. Es ersetzt und verbessert die Riester-Rente: statt teueren Rentenversicherungen können günstige ETFs bespart werden. Förderung: Grundzulage 540 EUR/Jahr + Sonderausgabenabzug.

Was ist der Unterschied zum normalen ETF-Depot?

Normales Depot: keine staatliche Förderung, Abgeltungsteuer auf Gewinne sofort. Altersvorsorgedepot: staatliche Zulage, Steuerstundung in der Ansparphase (kein Zugriff des Fiskus), günstigere Besteuerung im Rentenalter. Dafür: Kapital erst ab Rentenalter verfügbar.

Wie eröffne ich ein Altersvorsorgedepot?

Schritt 1: Anbieter wählen (Trade Republic, ING, DKB etc.). Schritt 2: Depot online eröffnen (Legitimation per Video-Ident oder Post-Ident). Schritt 3: ETF-Sparplan einrichten. Schritt 4: Zulagenantrag beim BZSt stellen (meistens automatisch durch Anbieter).

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