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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Sparquote nach Alter — Empfehlungen und Statistiken

Key-Facts: Sparquote Deutschland

  • Durchschnittliche Sparquote Deutschland (Destatis 2024) 11,4 %
  • Sparquote unter 25 Jahren 7,2 %
  • Sparquote 35-44 Jahre 10,8 %
  • Sparquote 55-64 Jahre 14,1 %
  • Empfehlung Verbraucherzentrale 15-20 % ab 30

Was ist die Sparquote — und warum ist sie wichtig?

Die Sparquote gibt an, welchen Anteil deines verfügbaren Nettoeinkommens du nicht für Konsum ausgibst, sondern zurücklegst. Laut Statistischem Bundesamt lag die durchschnittliche Sparquote in Deutschland 2024 bei 11,4 % — das klingt solide, verteilt sich aber sehr ungleich über die Altersgruppen.

Für die Altersvorsorge ist die Sparquote der zentrale Hebel: Nicht die Rendite oder das Produkt, sondern wie viel du regelmäßig sparst, bestimmt 80 % deines Endkapitals. Ein ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan im Altersvorsorgedepot bringt nur dann gute Ergebnisse, wenn die Sparrate stimmt.

Sparquote nach Alter: Ist-Zustand (Destatis)

Altersgruppe Durchschn. Nettoeinkommen Tatsächliche Sparquote Tatsächliche Sparrate/Monat Empfohlen (Experten)
18-24 Jahre 1.450 EUR 7,2 % 104 EUR 10-15 %
25-34 Jahre 2.180 EUR 9,6 % 209 EUR 15-20 %
35-44 Jahre 2.750 EUR 10,8 % 297 EUR 15-20 %
45-54 Jahre 3.100 EUR 12,3 % 381 EUR 20-25 %
55-64 Jahre 2.950 EUR 14,1 % 416 EUR 20-25 %
65+ Jahre 2.100 EUR 10,5 % 221 EUR Entnahme/Verzehr

Die 50/30/20-Regel: Einfach, aber effektiv

Die bekannteste Budgetregel stammt von der US-Senatorin Elizabeth Warren (auch die Verbraucherzentrale empfiehlt ähnliche Modelle): 50 % für Fixkosten (Miete, Versicherungen), 30 % für variable Ausgaben (Freizeit, Essen gehen), 20 % für Sparen und Schuldenabbau. Für Deutschland, wo die Fixkosten oft höher liegen (besonders Miete in Großstädten), empfehlen Verbraucherzentralen eine angepasste Version:

Kategorie 50/30/20 (Original) Deutschland-Anpassung
Fixkosten (Miete, Versicherung, Strom) 50 % 55-60 %
Variable Ausgaben (Freizeit, Konsum) 30 % 20-25 %
Sparen & Altersvorsorge 20 % 15-20 %
Tipp: Die 20 % Sparquote teilt sich idealerweise auf: 5 % für den Notgroschen (bis er voll ist), 10-15 % für die langfristige Altersvorsorge (ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan, Altersvorsorgedepot) und ggf. 5 % für mittelfristige Ziele (Auto, Urlaub, Immobilie). Das Drei-Konten-Modell hilft dabei, diese Töpfe sauber zu trennen.

Empfehlungen pro Lebensphase

  1. 18-24 Jahre: 10-15 % (Minimum 50 EUR/Monat) In Ausbildung oder Studium ist das Einkommen gering. Trotzdem: Selbst 50 EUR monatlich in einen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    -Sparplan sind über 40+ Jahre enorm wertvoll. Starte so früh wie möglich — die GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    von bis zu 540 EUR/Jahr und der Berufseinsteigerbonus von 200 EUR machen es lohnend.
  2. 25-34 Jahre: 15-20 % (Ziel: 300-400 EUR/Monat) Das erste "richtige" Gehalt kommt — jetzt die Sparrate hochfahren, bevor sich der Lebensstil an das volle Einkommen anpasst. Die optimale Verteilung: Notgroschen auffüllen, dann maximal ins Altersvorsorgedepot. Wer sicherstellt, dass das auch wirklich passiert: Finanzen automatisieren per Dauerauftrag.
  3. 35-44 Jahre: 15-20 % (trotz Familie) Kinderkosten und ggf. Immobilienfinanzierung drücken die Sparquote. Aber: Die KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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    von 300 EUR pro Kind und die Ehepartner-Förderung gleichen einiges aus. Nicht pausieren — auch 150 EUR monatlich halten den Zinseszins am Laufen.
  4. 45-54 Jahre: 20-25 % (Endspurt-Phase) Die Kinder werden unabhängiger, das Einkommen erreicht oft den Höhepunkt. Jetzt massiv aufholen: Sparrate verdoppeln, den geförderten Höchstbetrag von 1.800 EUR/Jahr ausschöpfen, Rentenlücke gezielt schließen.
  5. 55-64 Jahre: 20-25 % (letzter Turbo) Die letzten Jahre vor der Rente zählen doppelt. Wer jetzt die Sparrate maximiert und gleichzeitig die Auszahlungsstrategie plant, gewinnt. Tipp: Auch mit 55 lohnt sich das Altersvorsorgedepot noch — dank der GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    von bis zu 540 EUR/Jahr.

Was passiert, wenn du zu wenig sparst?

Die Rentenlücke ist der Abstand zwischen deiner gesetzlichen Rente und dem, was du zum Leben brauchst. Bei einem Durchschnittseinkommen von 3.500 EUR brutto (ca. 2.300 EUR netto) bekommst du nach 45 Beitragsjahren etwa 1.600 EUR Rente brutto — nach Steuern und Krankenversicherung bleiben ca. 1.300 EUR. Bei einem gewünschten Lebensstandard von 80 % des letzten Nettos (1.840 EUR) fehlen dir 540 EUR monatlich.

Um diese Lücke zu schließen, brauchst du ein Kapital von ca. 162.000 EUR (bei 4 % Entnahmerate über 25 Jahre). Mit einer Sparquote von 15 % und einem ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan bei 7 % Rendite brauchst du dafür etwa 22 Jahre — je früher du anfängst, desto besser.

Achtung: Die durchschnittliche Sparquote von 11,4 % reicht für die meisten nicht aus, um die Rentenlücke zu schließen. Wer unter 15 % spart, sollte prüfen, ob die Rechner-Ergebnisse zum gewünschten Ziel führen.

Sparquote nach Einkommen

Nettoeinkommen (Haushalt) Tatsächliche Sparquote (Destatis) Empfohlene Mindest-Sparquote
unter 1.500 EUR 2,1 % 5-10 % (Förderung nutzen!)
1.500-2.500 EUR 6,8 % 10-15 %
2.500-3.500 EUR 11,2 % 15-20 %
3.500-5.000 EUR 15,4 % 20-25 %
über 5.000 EUR 23,7 % 25-30 %

Besonders bei Geringverdienern ist die staatliche Förderung entscheidend: Die GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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von bis zu 540 EUR/Jahr macht das Altersvorsorgedepot selbst bei kleinen Beiträgen attraktiv — schon bei 120 EUR Jahresbeitrag gibt es 60 EUR Zulage. Für Besserverdiener lohnt sich das Ausschöpfen des geförderten Höchstbetrags von 1.800 EUR/Jahr, um die volle Zulage von 540 EUR mitzunehmen. Mehr Hintergrund liefert Destatis zu den aktuellen Sparquoten.

Berechne deine optimale Sparrate

Wie viel musst du monatlich einzahlen, um deine Rentenlücke zu schließen? Der Rechner zeigt es dir in 30 Sekunden.

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Häufige Fragen

Wie viel sollte man in welchem Alter monatlich sparen?

Faustregeln nach Alter (Grundlage: Ziel 1.500 EUR/Monat im Ruhestand aus Depot, 7 % p.a. Rendite): Mit 25: 150 EUR/Monat reichen für 40 Jahre Anlagehorizont. Mit 30: 220 EUR/Monat. Mit 35: 330 EUR/Monat. Mit 40: 500 EUR/Monat. Mit 45: 800 EUR/Monat. Mit 50: 1.400 EUR/Monat. Die Verdoppelung alle 5 Jahre Verzögerung zeigt eindrücklich: Früh beginnen ist die günstigste Strategie. Wer mit 25 beginnt, braucht 3x weniger als jemand mit 40er-Start. Für Selbständige ohne GRV sollten diese Beträge um 30-50 % höher sein, da kein gesetzlicher Rentenanspruch ergänzt. Die Sparquote sollte mit steigendem Einkommen ebenfalls steigen (Pay Yourself First nach jeder Gehaltserhöhung).

Warum sinkt die Sparquote oft im mittleren Alter und wie verhindert man das?

Das Middle-Age-Dip-Phänomen: Die deutschen Sparquoten sind bei 35-50-Jährigen oft am niedrigsten, obwohl Einkommen in dieser Phase steigen. Gründe: Familiengründung (Kinder, größere Wohnung, Auto), gestiegene Ansprüche (Lifestyle-Inflation), psychologische Müdigkeit nach frühem Disziplin-Sprint. Gegenmaßnahmen: (1) Automatischer Sparplan bleibt unveränderlich. (2) Gehaltserhöhungen zu 50 % in Sparrate umleiten. (3) Kinderkosten als temporär betrachten - wenn Kinder mit 18 aus dem Haus sind, massiv nachholen. (4) Annual Review: Einmal jährlich Sparquote und Depot-Ziel realitätschecken. Automatisierung und Konsequenz schlagen Motivation auf Dauer.

Ab welchem Alter ist Altersvorsorge zu spät und was tun dann?

Es ist nie zu spät - die Frage ist nur, was realistisch ist. Mit 55: 10 Jahre bis 65, 600 EUR/Monat in ETF = ca. 104.000 EUR. Kein Ruhestandskapital allein, aber als Ergänzung zu Immobilien, Unternehmensverkauf oder Teilzeitarbeit sinnvoll. Statt "zu spät" besser: Welche Einkommensquellen gibt es im Rentenalter? Für Menschen mit wenig Kapital: (1) Rentenalter-Aufschub - jedes Jahr später arbeiten erhöht GRV-Rente um ca. 6 %. (2) Teilzeitarbeit bis 70 reduziert Entnahmedruck auf Depot. (3) Eigenheim bewohnen statt Miete zahlen spart real 800-1.200 EUR/Monat Ruhestandsausgaben. (4) AVD ab 2027 prüfen. (5) Grundsicherung als Untergrenze kennen: 2026 ca. 563 EUR/Monat plus Miete.

Was ist das Altersvorsorgedepot (AVD)?

für die private Altersvorsorge. Einzahlungen werden mit Grundzulage (540 EUR/Jahr), Kinderzulage (300 EUR/Kind) und Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) gefördert. In der Ansparphase keine Abgeltungsteuer - Kapital arbeitet ungestört bis zur Rente.

Wie hoch ist die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot?

Grundzulage: 540 EUR/Jahr. Kinderzulage: 300 EUR/Kind/Jahr. Berufseinsteigerbonus: 200 EUR (einmalig, unter 25 Jahren). Sonderausgabenabzug: bis 1.800 EUR/Jahr. Bei 35% Steuersatz und maximaler Einzahlung: Gesamtförderung über 1.350 EUR/Jahr möglich.

Wie eröffne ich ein Altersvorsorgedepot?

Anbieter wählen (Neobroker, Direktbank oder Filialbank), online Depot eröffnen (Video-Ident), ETF-Sparplan einrichten, Zulagenantrag automatisch durch Anbieter. Erste Einzahlung ab 1 EUR möglich. Förderung ab Eröffnung im selben Kalenderjahr anrechenbar.

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