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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Immobilie als Altersvorsorge für Selbständige

Key-Facts: Immobilie vs. Depot

  • Durchschnittliche Immobilienrendite (DE) 2-4% real (nach Inflation)
  • Durchschnittliche ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    -Rendite (MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    ) 5-7% real (nach Inflation)
  • Klumpenrisiko bei Immobilie Hoch — ein Objekt, ein Standort
  • Liquidität Immobilie Gering — Verkauf dauert 3-12 Monate
  • Nebenkosten Kauf 10-15% (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler)
  • Insolvenzschutz Nein — pfändbar (selbstgenutzt: Schonvermögen möglich)

Warum Selbständige auf Immobilien setzen

Es gibt nachvollziehbare Gründe, warum viele Selbständige eine Immobilie als Altersvorsorge sehen:

  • Mietfreiheit im Alter: Keine Mietkosten bedeutet deutlich geringerer Kapitalbedarf in der Rente
  • Erzwungenes Sparen: Die Kreditrate funktioniert wie ein Sparplan — du kannst das Geld nicht „mal eben" ausgeben
  • Inflationsschutz: Immobilienwerte steigen tendenziell mit der Inflation
  • Steuervorteile bei Vermietung: AfA, Zinsen und Nebenkosten absetzbar als Betriebsausgabe

Das Problem: Klumpenrisiko

Eine Immobilie für 400.000 EUR ist ein einziger Vermögenswert an einem einzigen Standort. Wenn die Region wirtschaftlich abstürzt, der Nachbar eine Müllverbrennungsanlage baut oder die Bevölkerung schrumpft, verlierst du unter Umständen einen Großteil deiner Altersvorsorge.

Im Gegensatz dazu investierst du mit einem MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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in über 1.500 Unternehmen in 23 Ländern. Wenn ein Unternehmen oder ein Land schwächelt, gleichen andere das aus. Das ist echte Diversifikation — und genau das fehlt bei einer Immobilie.

Reale Zahlen: In manchen ostdeutschen Städten sind Immobilienpreise seit 1990 um 30-50% gefallen (inflationsbereinigt). Wer dort 1995 eine Immobilie als „sichere Altersvorsorge" gekauft hat, hat real Geld verloren. Klumpenrisiko ist kein theoretisches Problem.

Ehrlicher Vergleich: Immobilie vs. ETF-Depot

SzenarioSelbstgenutzte ImmobilieETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot (frei + gefördert)
Startkapital60.000 EUR Eigenkapital + 340.000 EUR Kredit60.000 EUR + 1.000 EUR/Monat Sparrate
Laufzeit25 Jahre Tilgung25 Jahre Ansparphase
Monatliche Belastungca. 1.600 EUR (Kredit + Nebenkosten + Instandhaltung)1.000 EUR Sparrate
Gesamtkostenca. 480.000 EUR (inkl. Zinsen, Nebenkosten, Instandhaltung)300.000 EUR eingezahlt
Wert nach 25 J.ca. 656.000 EUR (2% Wertsteigerung p.a.)ca. 780.000 EUR (7% Rendite, vor Steuern)
Vorteil RenteMietfrei wohnen (spart ca. 1.200 EUR/Monat)Entnahme von ca. 2.500 EUR/Monat (4%-Regel)
FlexibilitätVerkauf in 3-12 MonatenTeilverkauf in 2 Tagen
Wichtig: Dieser Vergleich ist vereinfacht. Die tatsächlichen Zahlen hängen von Lage, Zinsniveau, Immobilienmarkt und Aktienmarktentwicklung ab. Der Punkt ist nicht, dass Immobilien schlecht sind — sondern dass sie nicht automatisch besser sind als ein diversifiziertes Depot.

Wann die Immobilie trotzdem passt

Immobilie sinnvoll, wenn...

  • Du in einer wachsenden Region kaufst (Großstadt, Unistadt)
  • Die Kreditrate nicht mehr als 30% deines Nettoeinkommens beträgt
  • Du mindestens 15-20 Jahre dort wohnen bleibst
  • Du parallel trotzdem ins Altersvorsorgedepot einzahlst
  • Du die Immobilie als Vermietungsobjekt steuerlich optimieren kannst

Immobilie problematisch, wenn...

  • Sie deine einzige Altersvorsorge ist (Klumpenrisiko!)
  • Du in einer schrumpfenden Region kaufst
  • Die Kreditrate deine Liquidität als Selbständiger zu stark einschränkt
  • Du die Nebenkosten (Instandhaltung, Grundsteuer, Versicherung) unterschätzt
  • Du in den nächsten 10 Jahren umziehen könntest

Die Kombination: Immobilie + Depot

Die beste Lösung für Selbständige mit Immobilie: Nicht entweder-oder, sondern beides. Setz die Immobilie als einen Baustein ein — nicht als den einzigen.

Konkreter Plan:

  • Immobilie: Selbstgenutzt oder vermietet, mit moderater Finanzierung
  • Altersvorsorgedepot: GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    540 EUR mitnehmen, DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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    stellen
  • Freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    -Depot:
    Ungefördert, aber flexibel — für die Lücke zwischen 55 und 65
  • Optional Rürup: Bei hohem GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
    Mehr erfahren →
    zusätzlich Rürup beimischen

So hast du: Mietfreiheit im Alter (Immobilie) + Kapitalstock (Depot) + lebenslange Rente (ggf. Rürup). Drei Säulen statt einer — das ist echte Diversifikation.

Insolvenzschutz: Der unterschätzte Faktor

Für Selbständige ist Insolvenzschutz ein kritisches Thema. Das Altersvorsorgedepot ist gesetzlich insolvenzgeschützt. Eine selbstgenutzte Immobilie genießt einen gewissen Schutz als „Schonvermögen" — aber das ist nicht garantiert und hängt vom Einzelfall ab.

Ein freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot ist dagegen komplett pfändbar. Verteile dein Vermögen deshalb klug auf verschiedene Töpfe.

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Häufige Fragen

Können Selbständige Immobilien als Altersvorsorge nutzen?

Ja — und für viele Selbständige ist das Eigenheim die de-facto-Hauptaltersvorsorge. Vorteile: 1) Kein Kapitalmarktrisiko im Eigenheim (wohnen und Mietfreiheit). 2) Fremdkapital-Hebel: Bei günstigen Zinsen ist Immobilien-EK-Rendite hoch. 3) Keine spätere Besteuerung (wenn selbst bewohnt). Nachteile: 1) Illiquid — kein schneller Zugriff auf Kapital. 2) Klumpenrisiko: Alles auf eine Karte. 3) Instandhaltungskosten. Für Selbständige besonders: Das Eigenheim ist pfändungsgeschützt bis zu einem bestimmten Wert (je nach Bundesland). Kombination: Eigenheim als Inflationsschutz + Rürup als Steueroptimierung + freies Depot für Liquidität.

Was ist der steuerliche Unterschied zwischen Eigentum und Vermietung als Altersvorsorge für Selbständige?

Selbstgenutztes Eigentum: Keine Steuervorteile beim Kauf (außer GrESt-Absetzung via § 10f EStG in manchen Fällen). Mietfreiheit = steuerfreier Wohnwert. Keine Abgeltungsteuer. Vermietete Immobilien: Abschreibungen (AfA 2 % p.a. auf Gebäudewert), Zinsen absetzbar, Instandhaltung absetzbar. Aber: Mieteinnahmen voll steuerpflichtig (Einkommensteuer). Verkaufsgewinn nach 10 Jahren: steuerfrei (§ 23 EStG). Für Altersvorsorge-Zwecke: Selbstgenutzt = klares Ziel (Mietfreiheit im Alter). Vermietet = zusätzliches Einkommen. Beides ist sinnvoll — aber keine alleinige Altersvorsorge ohne weitere Säulen.

Wie kombiniert man Immobilien-Altersvorsorge optimal mit dem AVD für Selbständige?

Zeitliche Strategie: 1) Bis 50: Eigenheim und/oder ETF-Depot aufbauen — Flexibilität erhalten. 2) Ab 50: Hypothek aggressiv tilgen — im Alter schuldenfrei wohnen ist das Ziel. 3) Ab 55: Freies Depot und ggf. Rürup / freiwillige GRV für Liquiditäts-Rente aufbauen. 4) Ab 62: AVD und ggf. GRV-Rente als monatlichen Cash-Flow. Das Eigenheim senkt im Alter die monatlichen Ausgaben (keine Miete), das AVD liefert monatliches Einkommen. Beide ergänzen sich perfekt: Immobilien schützen vor Inflation, AVD liefert Cash-Flow. Für Selbständige mit schwankenden Einnahmen: Das ETF-Depot gibt Liquiditätsreserve.

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