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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Rentenlücke berechnen — Wie viel fehlt dir im Alter?

Rentenlücke — Die wichtigsten Zahlen

  • Rentenniveau (netto vor Steuern) 48,0 %
  • Empfohlener Bedarf im Alter 80 % des letzten Netto
  • Typische Rentenlücke 500 – 1.800 EUR/Monat
  • Durchschnittsrente (2025) ca. 1.550 EUR brutto
  • Maximale AVD-Förderung 540 EUR/Jahr + KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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Was ist die Rentenlücke?

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem, was du im Alter zum Leben brauchst, und dem, was die gesetzliche Rente tatsächlich zahlt. Sie entsteht, weil das Rentenniveau in Deutschland bei etwa 48 Prozent liegt. Das bedeutet: Selbst nach 45 Beitragsjahren bekommst du als Durchschnittsverdiener weniger als die Hälfte deines letzten Bruttogehalts.

Die Faustformel der Finanzwissenschaft lautet: Im Alter brauchst du etwa 80 Prozent deines letzten Nettoeinkommens, um deinen Lebensstandard zu halten. Manche Kosten fallen weg (Pendeln, Berufskleidung, Altersvorsorgebeiträge), andere steigen (Gesundheit, Freizeit). Die 80-Prozent-Regel ist ein guter Mittelwert.

Rentenlücke nach Gehaltsstufe

Die folgende Tabelle zeigt, wie groß die Rentenlücke bei verschiedenen Bruttogehältern ausfällt. Annahmen: 40 Beitragsjahre, Rentenniveau 48 Prozent, Steuerklasse I, keine Kinder, Bedarf 80 Prozent vom letzten Netto.

Bruttogehalt/MonatNetto ca.Bedarf (80 %)Gesetzl. Rente netto ca.Rentenlücke/Monat
2.500 EUR1.750 EUR1.400 EUR950 EUR450 EUR
1.800 EUR2.050 EUR1.640 EUR1.100 EUR540 EUR
3.500 EUR2.350 EUR1.880 EUR1.250 EUR630 EUR
4.000 EUR2.650 EUR2.120 EUR1.400 EUR720 EUR
4.500 EUR2.900 EUR2.320 EUR1.500 EUR820 EUR
5.000 EUR3.100 EUR2.480 EUR1.550 EUR930 EUR
6.000 EUR3.600 EUR2.880 EUR1.550 EUR1.330 EUR
7.500 EUR4.350 EUR3.480 EUR1.550 EUR1.930 EUR

Netto-Werte gerundet, abhängig von Steuerklasse, Kirchensteuer und Bundesland. Ab der Beitragsbemessungsgrenze (2025: 7.550 EUR/Monat West) steigt die gesetzliche Rente nicht weiter.

Achtung bei Gehältern über der Beitragsbemessungsgrenze: Wer mehr als ca. 7.550 EUR brutto verdient, zahlt auf den Anteil darüber keine Rentenbeiträge mehr. Die gesetzliche Rente ist somit gedeckelt, die Rentenlücke wächst überproportional.

Warum die Lücke größer ist als gedacht

Die Tabelle oben zeigt die Lücke nach heutigen Werten. Drei Faktoren machen die reale Lücke oft noch größer:

  1. Inflation: Bei 2 Prozent Inflation pro Jahr hat ein Euro in 30 Jahren nur noch etwa 55 Prozent seiner heutigen Kaufkraft. Deine Rentenlücke in 30 Jahren ist nominal deutlich höher als die heutigen Zahlen.
  2. Unvollständige Erwerbsbiografie: Studium, Arbeitslosigkeit, Elternzeit, Teilzeit, Selbständigkeit — all das reduziert deine Rentenansprüche. Die wenigsten kommen auf volle 45 Beitragsjahre.
  3. Steigende Gesundheitskosten: Zuzahlungen, Zahnersatz, Pflege — diese Kosten steigen mit dem Alter und werden von der 80-Prozent-Faustformel nicht vollständig abgedeckt.
Rentenlücke berechnen und schließen

Video: Finanzfluss — Wie viel Rente bekomme ich? Rentenlücke verstehen und berechnen

Wie du deine persönliche Rentenlücke berechnest

In drei Schritten kommst du zu deiner individuellen Zahl:

Schritt 1: Bedarf im Alter bestimmen

Nimm dein aktuelles Nettoeinkommen und multipliziere es mit 0,8. Das ist dein geschätzter monatlicher Bedarf im Ruhestand. Wer bescheidener lebt, kann mit 70 Prozent rechnen. Wer viel reisen möchte, sollte 85 bis 90 Prozent ansetzen.

Schritt 2: Erwartete gesetzliche Rente ermitteln

Deine jährliche Renteninformation (kommt per Post oder online über das Portal der Deutschen Rentenversicherung) zeigt dir, wie hoch deine Rente voraussichtlich ausfällt. Achtung: Der dort genannte Betrag ist brutto. Nach Abzug von Krankenversicherung (ca. 11 Prozent) und EinkommensteuersatzWas ist Einkommensteuersatz?Der persönliche Steuersatz auf dein Einkommen. Steigt progressiv von 14% bis 45%. Im Ruhestand typischerweise 15-30%, da das Einkommen niedriger ist als im Berufsleben.
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bleiben deutlich weniger.

Schritt 3: Lücke ausrechnen

Bedarf minus erwartete Netto-Rente = deine Rentenlücke. Diese Lücke musst du aus eigenen Mitteln schließen — durch betriebliche Altersversorgung, das Altersvorsorgedepot, ein freies Depot oder andere Einkommensquellen.

Wie das Altersvorsorgedepot die Lücke schließt

Das Altersvorsorgedepot ist eines der wirksamsten Instrumente, um die Rentenlücke zu verkleinern. Durch die Kombination aus Eigenbeiträgen, staatlicher GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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(bis 540 EUR/Jahr), KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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(300 EUR/Kind/Jahr) und steuerfreiem Wachstum in der Ansparphase entsteht über Jahrzehnte ein erhebliches Vermögen.

Eigenbeitrag/MonatLaufzeitEndkapital (6 % p.a.)*Monatl. Zusatzrente**
50 EUR30 Jahreca. 50.500 EURca. 280 EUR
100 EUR30 Jahreca. 101.000 EURca. 560 EUR
150 EUR (Maximum)30 Jahreca. 151.500 EURca. 840 EUR
150 EUR + 2 Kinder30 Jahreca. 210.000 EURca. 1.170 EUR

*Ohne Förderung wäre das Endkapital ca. 30% geringer. **Geschätzt auf Basis eines 15-jährigen Auszahlungsplans, vor Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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.

Mit dem maximalen Eigenbeitrag von 150 EUR pro Monat und 30 Jahren Laufzeit kannst du eine Zusatzrente von rund 840 EUR monatlich aufbauen. Bei zwei Kindern sogar über 1.100 EUR. Das reicht in vielen Fällen, um die Rentenlücke vollständig zu schließen. Wer bereits in der Rente ist und merkt, dass das Geld nicht ausreicht, findet im Ratgeber Rente reicht nicht — was tun? konkrete Sofortmaßnahmen.

Berechne deine persönliche Rentenlücke

Gib dein Gehalt, Alter und Familiensituation ein — und erfahre, wie viel das Altersvorsorgedepot für dich bringt.

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Rentenlücke nach Lebenssituation

Die Rentenlücke hängt stark von deiner individuellen Situation ab. Hier einige typische Szenarien:

  • Berufseinsteiger (25): Noch weit entfernt, aber der ideale Zeitpunkt zum Starten. 42 Jahre Zinseszins-Effekt machen selbst kleine Beiträge wirkungsvoll. AVD mit 20.
  • Junge Familie (35, 2 Kinder): KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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    von 600 EUR/Jahr macht das AVD besonders attraktiv. AVD nach Geburt.
  • Teilzeit (40, Wiedereinstieg): Geringere Rentenansprüche durch Teilzeitjahre. Die hohe Förderquote (pauschal 540 EUR/Jahr ab dem Sockelbeitrag (60 EUR/Jahr)) lohnt sich gerade bei kleinem Einkommen. AVD bei Teilzeit.
  • Gutverdiener (45): Große Lücke durch gedeckelte Rente. SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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    und GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
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    bringen zusätzliche Steuerersparnis. AVD mit 40.
  • Selbständig (50): Oft kaum gesetzliche Rentenansprüche. Erstmals mit dem AVD förderberechtigt. AVD für Selbständige.

Die Rentenlücke mit verschiedenen Produkten schließen

ProduktRendite p.a.FörderungFlexibilitätSteuervorteil
Altersvorsorgedepot6 – 8 %Zulagen + SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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MittelNachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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Freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot
6 – 8 %KeineHochAbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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Betriebsrente (bAV)2 – 4 %AG-Zuschuss 15 %GeringNachgelagert
Rürup-Rente2 – 5 %SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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KeineNachgelagert
Tagesgeld/Festgeld1 – 3 %KeineHochAbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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Das Altersvorsorgedepot bietet die beste Kombination aus Rendite, Förderung und vertretbarer Flexibilität. Für maximale Flexibilität ergänzt du es mit einem freien ETF-Depot. Der GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
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im Alter entscheidet, ob die Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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oder die AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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günstiger ist.

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Was aus 100 EUR pro Monat in 30 Jahren wird.

Häufige Fragen

Was ist die 80-Prozent-Regel bei der Rentenlücke?

Die 80-Prozent-Regel ist eine Faustformel der Finanzplanung: Im Rentenalter brauchst du etwa 80 Prozent deines letzten Nettoeinkommens, um deinen Lebensstandard zu halten. Bestimmte Kosten fallen weg (Pendeln, Altersvorsorgebeiträge, Berufskleidung), andere kommen hinzu (Gesundheit, Freizeit, Urlaub). 80 Prozent ist ein anerkannter Mittelwert — konservativere Planungen setzen 85–90 Prozent an.

Wie ermittle ich meine persönliche Rentenlücke möglichst genau?

Schritt 1: Renteninformation prüfen (kommt jährlich per Post oder über rentenauskunft.de) — dort steht deine voraussichtliche Bruttorente. Schritt 2: Davon ca. 11 % Krankenversicherung und deinen Einkommensteuersatz abziehen → Nettorente. Schritt 3: 80 % deines aktuellen Nettoeinkommens als Bedarf ansetzen. Schritt 4: Bedarf minus Nettorente = deine monatliche Lücke. Diese Lücke über 20 Rentenjahre ergibt deinen Kapitalbedarf (Lücke × 12 × 20).

Ab welchem Alter sollte ich mit dem Schließen der Rentenlücke anfangen?

So früh wie möglich — idealerweise ab dem ersten Job. Der Zinseszins-Effekt macht den entscheidenden Unterschied: Wer mit 25 anfängt 100 EUR/Monat zu sparen, hat nach 42 Jahren bei 6 % p.a. über 230.000 EUR. Wer erst mit 40 startet, kommt auf etwa 70.000 EUR. Der beste Zeitpunkt war gestern, der zweitbeste ist heute — auch wer mit 50 anfängt, kann noch eine bedeutende Zusatzrente aufbauen.

Was passiert wenn ich meine Rentenlücke ignoriere?

Wer keine privaten Rücklagen bildet, ist im Alter vollständig auf die gesetzliche Rente angewiesen — die oft nicht für den gewohnten Lebensstandard reicht. Die Konsequenz: Einschränkungen beim Konsum, möglicherweise Wohnsituation verändern, auf Grundsicherung angewiesen sein (2025: ca. 1.090 EUR/Monat). Laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist die Altersarmutsquote seit 2010 kontinuierlich gestiegen. Besonders gefährdet: Teilzeitbeschäftigte, Selbstständige, Menschen mit lückenhafter Erwerbsbiographie.

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