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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Rente mit 67 — Die Regelaltersgrenze in Deutschland

Das Wichtigste in Kürze

  • Gilt vollständig ab Jahrgang 1964 und später
  • Voraussetzung Mindestens 5 Jahre Wartezeit (Beitragszeit)
  • Übergangsphase Jahrgänge 1947-1963: schrittweise Anhebung von 65 auf 67
  • Frührente möglich Ab 63 (mit Abschlägen) oder 65 (45 Beitragsjahre)
  • Länger arbeiten +6 % Zuschlag pro Jahr über 67

Warum Rente mit 67?

Die Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 wurde 2007 beschlossen und seit 2012 schrittweise umgesetzt. Der Grund ist simpel: Die Lebenserwartung steigt, die Anzahl der Beitragszahler sinkt. Die gesetzliche Rentenversicherung muss längere Rentenbezugszeiten finanzieren — und das geht nur, wenn die Menschen auch länger arbeiten.

1960 lag die durchschnittliche Rentenbezugsdauer bei 10 Jahren. Heute sind es über 20 Jahre. Ohne die Anhebung wäre das System nicht mehr finanzierbar gewesen.

Jahrgangs-Tabelle: Wann ist deine Regelaltersgrenze?

Geburtsjahrgang Regelaltersgrenze Frühestmöglicher Beginn (mit Abschlag)
195866 Jahre63 Jahre
195966 Jahre + 2 Monate63 Jahre
196066 Jahre + 4 Monate63 Jahre
196166 Jahre + 6 Monate63 Jahre
196266 Jahre + 8 Monate63 Jahre
196366 Jahre + 10 Monate63 Jahre
196467 Jahre63 Jahre
197067 Jahre63 Jahre
198067 Jahre63 Jahre
199067 Jahre63 Jahre
200067 Jahre63 Jahre
Gut zu wissen: Für den frühestmöglichen Rentenbeginn mit 63 brauchst du mindestens 35 Versicherungsjahre. Ohne die 35 Jahre kannst du erst ab der Regelaltersgrenze regulär in Rente.

Welche Voraussetzungen gelten für Rente mit 67?

Um überhaupt Anspruch auf die reguläre Altersrente zu haben, brauchst du:

  1. 5 Jahre Wartezeit — Mindestens 5 Jahre mit Beiträgen zur Rentenversicherung (Pflichtbeiträge, freiwillige Beiträge oder Kindererziehungszeiten).
  2. Erreichen der Regelaltersgrenze — 67 Jahre für Jahrgang 1964 und später.
  3. Antragstellung — Rente gibt es nur auf Antrag. Am besten 3-6 Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen.

Was passiert, wenn du länger arbeitest?

Wer über 67 hinaus arbeitet, profitiert doppelt: Du sammelst weitere Rentenpunkte und bekommst einen Zuschlag von 0,5 % pro Monat (6 % pro Jahr). Ein Jahr länger arbeiten bedeutet also rund 6 % mehr Rente — lebenslang.

Renteneintritt Zuschlag Bei 1.600 EUR Bruttorente
67 (regulär)0 %1.600 EUR
68+6 %1.696 EUR + zusätzliche EP
69+12 %1.792 EUR + zusätzliche EP
70+18 %1.888 EUR + zusätzliche EP

Rente mit 67 — und trotzdem zu wenig?

Das Problem: Selbst wer brav bis 67 arbeitet und 45 Entgeltpunkte sammelt, bekommt bei einem aktuellen Rentenwert von 40,79 EUR rund 1.836 EUR brutto. Nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung bleiben etwa 1.636 EUR netto. Davon müssen Miete, Lebensmittel, Medikamente und alles andere bezahlt werden.

Die Realität: Die meisten Menschen erreichen keine 45 Punkte. Teilzeit, Kindererziehung, Arbeitslosigkeit, Studium oder Selbständigkeit drücken die Punktzahl. Die durchschnittliche Altersrente lag 2025 bei rund 1.200 EUR netto. Für viele bedeutet das: Grundsicherung oder Altersarmut.

Realitätscheck: Das Rentenniveau von 48 % sinkt voraussichtlich weiter. Wer heute 30 ist und mit 67 in Rente geht, könnte nur noch 44-46 % seines Durchschnittslohns als Rente erhalten. Zusätzliche Vorsorge ist kein Luxus, sondern Pflicht.

Was bedeutet das für dein Altersvorsorgedepot?

Die Rente mit 67 gibt dir eine lange Ansparphase: Wer mit 25 anfängt zu sparen, hat 42 Jahre Zeit. Wer mit 30 startet, immer noch 37 Jahre. In dieser Zeit kann der Zinseszinseffekt im Altersvorsorgedepot enorm wirken.

Ein Beispiel: 150 EUR monatlich in einen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →
auf den MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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, gefördert mit GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
Mehr erfahren →
und SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
Mehr erfahren →
, ergibt bei 6 % durchschnittlicher Rendite nach 37 Jahren über 250.000 EUR. Dazu kommen die staatlichen Zulagen und Steuervorteile, die den Betrag weiter steigern.

Im Altersvorsorgedepot fällt keine AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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in der Ansparphase an. Die Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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bei Auszahlung ist im Ruhestand oft günstiger, weil dein GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
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niedriger liegt. So ergänzt du deine gesetzliche Rente optimal und vermeidest eine Rentenlücke.

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Häufige Fragen

Ab welchem Jahrgang gilt die Rente mit 67?

Ab Jahrgang 1964 gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren vollständig. Für die Jahrgänge 1947–1963 gibt es Übergangsregelungen: Die Altersgrenze wird schrittweise von 65 auf 67 angehoben. Wer 1958 geboren wurde, geht mit 66 in Rente, wer 1963 geboren wurde mit 66 Jahren und 10 Monaten.

Kann ich vor 67 in Rente gehen?

Ja, ab 63 Jahren — aber mit Abschlägen von 0,3 % pro Monat (3,6 % pro Jahr), maximal 14,4 % bei 4 Jahren früher. Diese Abzüge können durch Sonderzahlungen ab 50 ausgeglichen werden. Wer 45 Versicherungsjahre hat, kann mit 65 abschlagsfrei in Rente (Rente für besonders langjährig Versicherte).

Was ist die durchschnittliche Rente in Deutschland?

Die durchschnittliche Altersrente lag 2025 bei rund 1.200 EUR netto. Bei 45 Entgeltpunkten und einem Rentenwert von 40,79 EUR ergäbe das ca. 1.636 EUR brutto — aber die meisten Menschen erreichen keine 45 Punkte. Wegen Teilzeit, Kindererziehung oder Auszeiten liegt der Durchschnitt deutlich darunter. Das Altersvorsorgedepot soll diese Lücke ergänzen.

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