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Wall Street New York — globale Aktienmärkte wie der norwegische Staatsfonds sie nutzt

Auf einen Blick

  • Fondsvolumen ca. 1,7 Billionen EUR (größter Staatsfonds der Welt)
  • Investiert in 9.000+ Unternehmen in 70 Ländern
  • Aufteilung 70 % Aktien, 25 % Anleihen, 5 % Immobilien
  • Historische Rendite ca. 6–7 % p.a. seit 1998
  • Deutschland Generationenkapital als erster Schritt

Was ist der norwegische Staatsfonds?

Der offizielle Name lautet Government Pension Fund Global, auf Norwegisch „Oljefondet" — auf Deutsch schlicht: Ölfonds. Norwegen begann in den 1990er-Jahren, Einnahmen aus der Erdölförderung in der Nordsee nicht zu konsumieren, sondern systematisch zu investieren. Die Idee: Der Reichtum aus einem endlichen Rohstoff sollte in dauerhaftes Kapital umgewandelt werden, das auch künftigen Generationen zugutekommt.

Seit 1998 ist der Fonds am Markt aktiv. Verwaltet wird er von der Norges Bank Investment Management (NBIM), einer Abteilung der norwegischen Zentralbank. Das erklärte Ziel: maximale Rendite bei vertretbarem Risiko — über Jahrzehnte und im Interesse aller Norweger.

Wie investiert der Fonds?

Die Strategie des Oljefondet ist radikal einfach und trotzdem hochwirksam. Rund 70 Prozent des Vermögens fließen in Aktien aus aller Welt — von Apple über Toyota bis zu deutschen Mittelständlern. 25 Prozent liegen in Staatsanleihen stabiler Länder, die verbleibenden 5 Prozent in Immobilien und Infrastruktur.

Der Fonds hält an keinem einzelnen Unternehmen mehr als 1,5 Prozent der Anteile — eine bewusste Entscheidung gegen Klumpenrisiken. Diversifikation ist nicht das Ziel, sondern das Fundament. Gleichzeitig agiert der Fonds als aktiver Aktionär: Er stimmt auf Hauptversammlungen ab, fordert Nachhaltigkeit ein und veröffentlicht seine gesamten Beteiligungen öffentlich.

Die Kosten sind minimal: Die TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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des Fonds liegt unter 0,05 Prozent pro Jahr — ein Bruchteil dessen, was aktiv gemanagte Fonds kosten. Diese Kosteneffizienz ist einer der Hauptgründe für die starke langfristige Performance.

Diskussion im Bundestag über die Reform der deutschen Altersvorsorge

Historische Rendite und was sie bedeutet

Seit seiner Gründung hat der norwegische Staatsfonds eine annualisierte Rendite von rund 6,3 Prozent erzielt — nach Abzug aller Verwaltungskosten. Das klingt zunächst unspektakulär, ist aber in seiner Wirkung über Jahrzehnte kaum zu überschätzen. Ein einmal investierter Euro verdoppelt sich bei 6 Prozent Rendite nach etwa 12 Jahren. In 36 Jahren hat er sich verachtfacht.

Auch schwere Börsenphasen hat der Fonds unbeschadet überstanden: In der Finanzkrise 2008 verlor er kurzfristig rund 23 Prozent seines Wertes — und erholte sich vollständig. Das war möglich, weil niemand in einer Krise verkaufen musste. Die Strategie „langfristig halten, keine Panikverkäufe" ist strukturell verankert.

Staatsfonds im Vergleich: Norwegen, Schweden, Deutschland

Fonds Land Volumen Aktienquote Ø Rendite p.a. Besonderheit
Government Pension Fund Global Norwegen ~1,7 Bio. EUR 70 % ~6,3 % Größter Staatsfonds der Welt; gespeist aus Öleinnahmen
AP7 Såfa Schweden ~100 Mrd. EUR 99 % (jung) → 33 % (65+) ~10 % (seit 2010) Default-Option im schwed. Rentensystem; automatisches Lifecycle
Generationenkapital Deutschland Ziel: 200 Mrd. EUR bis 2035 60–70 % geplant Noch nicht messbar Gespeist aus Krediten und Bundesvermögen; erst im Aufbau

Quellen: NBIM, AP7, Bundesministerium der Finanzen. Stand: Mai 2025.

Das schwedische Modell AP7: Schweden hat mit dem AP7 Såfa einen Fonds geschaffen, der automatisch die Aktienquote mit zunehmendem Alter reduziert — das sogenannte RebalancingWas ist Rebalancing?Regelmäßige Umschichtung der Anlagen, um die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei möglich.
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. Wer jung ist, investiert fast vollständig in Aktien. Mit 65 Jahren liegt der Anleihenanteil bei rund zwei Dritteln. Dieses Lifecycle-ModellWas ist Lifecycle-Modell?Automatische Umschichtung: Je näher die Rente rückt, desto mehr wird von Aktien in sichere Anleihen umgeschichtet. Reduziert das Risiko vor der Auszahlung.
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ist auch im deutschen AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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vorgesehen. Mehr dazu unter Schweden-Modell AP7.

Was Deutschland richtig macht — und was noch fehlt

Mit dem Generationenkapital geht Deutschland erstmals den Schritt, staatliche Mittel in Aktien zu investieren. Das ist ein Fortschritt gegenüber dem reinen Umlageverfahren der gesetzlichen Rentenversicherung. Kritiker bemängeln jedoch, dass das Volumen zu klein ist und die Erträge frühestens in den 2030er-Jahren spürbar wirken werden. Mehr Details zum Generationenkapital erklärt der Artikel Was ist das Generationenkapital?

Was in Deutschland noch fehlt: ein individuelles Pendant zum norwegischen Fonds — also ein staatlich gefördertes Depot, das jeder Bürger für sich selbst führt. Das neue AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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soll genau diese Lücke schließen. Es kombiniert steuerliche Förderung, staatliche Zulagen und die Freiheit, in breit gestreute ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s zu investieren. Lies dazu Aktienrente im Europa-Vergleich.

Lessons Learned für Privatanleger

Die Strategie des norwegischen Staatsfonds ist keine Magie. Sie lässt sich im Kleinen nachahmen — mit einem einzigen breit gestreuten ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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und einem monatlichen Sparplan. Die Kernprinzipien:

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    -ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    bildet über 1.500 Unternehmen ab.
  • Kosten minimieren: Der Fonds zahlt 0,05 % TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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    — Privatanleger zahlen 0,1 bis 0,2 % für vergleichbare Produkte. Aktiv gemanagte Fonds kosten das Zehn- bis Zwanzigfache.
  • Niemals in Krisen verkaufen: Die größten Gewinne entstehen, weil man in Crashphasen investiert bleibt.
  • Jahrzehnte denken: Kurzfristige Volatilität ist irrelevant für jemanden, der erst in 30 Jahren entnimmt.
  • Regelmäßig RebalancingWas ist Rebalancing?Regelmäßige Umschichtung der Anlagen, um die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei möglich.
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    betreiben:
    Die ursprüngliche Gewichtung einmal jährlich wiederherstellen — nicht mehr, nicht weniger.

Ob MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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, ACWI oder eine Kombination aus beiden — die Frage diskutiert der Artikel MSCI World oder ACWI für das Depot? Wer grundsätzlich verstehen möchte, warum ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s aktiv gemanagten Fonds überlegen sind, findet Antworten unter Passiv vs. aktiv investieren.

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Stand: Mai 2025. Alle Angaben ohne Gewähr. Renditeangaben basieren auf historischen Werten und sind keine Garantie für zukünftige Entwicklungen.

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