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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Lifecycle-Modell automatische Umschichtung im Altersvorsorgedepot

Das Wichtigste in Kürze

  • Aktienquote bis 40 Jahre 80–100 %
  • Aktienquote ab 55 Jahre 40–60 %
  • Aktienquote kurz vor Rente 20–30 %
  • Umschichtung automatisch, jährlich
  • Anbieter mit Lifecycle-Option Scalable, Union Investment u.a.

Video: Lifecycle-Modell in der Praxis

Was ist das Lifecycle-Modell?

Das Lifecycle-ModellWas ist Lifecycle-Modell?Automatische Umschichtung: Je näher die Rente rückt, desto mehr wird von Aktien in sichere Anleihen umgeschichtet. Reduziert das Risiko vor der Auszahlung.
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(auch: Lebenszyklusmodell oder Target-Date-Strategie) ist eine Anlagestrategie, bei der die Zusammensetzung deines Depots automatisch an dein Alter angepasst wird. In jungen Jahren investierst du überwiegend in Aktien-ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s — denn du hast Jahrzehnte Zeit, Schwankungen auszusitzen. Je näher du dem Rentenalter kommst, desto mehr wird in sichere Anlagen wie Anleihen oder Geldmarktfonds umgeschichtet. Das Ziel: Maximale Rendite in der Aufbauphase, Sicherheit in der Auszahlungsphase.

Für das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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ist das Lifecycle-Modell besonders relevant, weil es die häufigste Empfehlung für Anleger ist, die sich nicht selbst um ihr Portfolio kümmern wollen. Alle Garantie-Varianten im Überblick.

So sieht die Umschichtung typischerweise aus

Alter Aktien-ETFs Anleihen / Geldmarkt Risikoprofil
20–35 Jahre 90–100 % 0–10 % Offensiv
36–45 Jahre 75–90 % 10–25 % Wachstum
46–55 Jahre 55–75 % 25–45 % Ausgewogen
56–62 Jahre 35–55 % 45–65 % Defensiv
63–67 Jahre 20–35 % 65–80 % Kapitalerhalt

Warum die Umschichtung sinnvoll ist

Stell dir vor, du hast mit 65 Jahren 300.000 Euro im Depot — und ein Börsencrash reduziert den Wert um 40 Prozent auf 180.000 Euro. Wenn du in zwei Jahren in Rente gehen willst, hast du kaum Zeit, die Verluste aufzuholen. Genau das verhindert das Lifecycle-Modell: Es reduziert die Aktienquote schrittweise, sodass ein Crash kurz vor der Rente nur noch begrenzten Schaden anrichtet.

In jungen Jahren ist das Verhältnis umgekehrt: Hier sind Crashes sogar nützlich, weil du mit deiner Sparrate günstig nachkaufen kannst. Deshalb ist eine hohe Aktienquote bis Mitte 40 optimal. Lifecycle-Strategie bei ETFs.

Automatisch vs. manuell umschichten

Du hast grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder wählst du einen Anbieter, der die Umschichtung automatisch übernimmt (z.B. über einen Lifecycle-Fonds oder einen Robo-Advisor), oder du machst es selbst. Beim manuellen RebalancingWas ist Rebalancing?Regelmäßige Umschichtung der Anlagen, um die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei möglich.
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passt du einmal pro Jahr die Gewichtung deiner ETFs an — zum Beispiel verkaufst du einen Teil der Aktien-ETFs und kaufst dafür Anleihen-ETFs.

Die automatische Variante ist bequemer und vermeidet emotionale Fehlentscheidungen. Die manuelle Variante ist günstiger (keine Rebalancing-Gebühr) und flexibler. Für die meisten Anleger ist die automatische Variante die bessere Wahl — weil sie tatsächlich umgesetzt wird. Was ist Rebalancing?

Lifecycle-Fonds vs. eigenes ETF-Portfolio

Lifecycle-Fonds (auch Target-Date-Fonds) bündeln die gesamte Strategie in einem einzigen Produkt. Du kaufst den Fonds mit deinem Ziel-Rentenjahr (z.B. "Lifecycle 2060") und der Fondsmanager kümmert sich um alles. Der Nachteil: Die Kosten sind höher als bei einem Einzel-ETF — typischerweise 0,30 bis 0,50 Prozent TER statt 0,12 Prozent. Der Vorteil: Null Aufwand.

Wenn du bereit bist, einmal pro Jahr 30 Minuten in dein Depot zu investieren, kannst du mit zwei ETFs (ein Aktien-ETF, ein Anleihen-ETF) das gleiche Ergebnis günstiger erreichen. Die Frage ist: Wirst du es wirklich tun? Ehrlichkeit mit dir selbst ist hier wichtiger als Kostenoptimierung.

Kritik am Lifecycle-Modell

Nicht alle Experten sind vom Lifecycle-Modell überzeugt. Ein Kritikpunkt: Die Umschichtung in Anleihen senkt die langfristige Rendite — und bei einer Lebenserwartung von 85+ Jahren ist auch mit 67 noch ein langer Anlagehorizont vorhanden. Manche Finanzwissenschaftler empfehlen deshalb, die Aktienquote auch im Alter bei 60 bis 70 Prozent zu belassen und nur den kurzfristig benötigten Teil in sichere Anlagen umzuschichten.

Laut einer Analyse von Morningstar performen Lifecycle-Fonds in Bullenmärkten schwächer als reine Aktienportfolios, bieten aber in Bärenmärkten einen deutlich besseren Schutz. Für risikoscheue Anleger ist das ein fairer Kompromiss.

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Häufige Fragen

Was ist das Lifecycle-Modell beim Altersvorsorgedepot?

Das Lifecycle-Modell ist eine automatische Anlagestrategie: In jungen Jahren wird überwiegend in Aktien-ETFs investiert (hohes Renditepotenzial), mit zunehmendem Alter wird schrittweise in sichere Anleihen oder Geldmarktfonds umgeschichtet. Das Depot passt sich also automatisch dem Risikobedarf in der jeweiligen Lebensphase an.

Muss ich beim Lifecycle-Modell selbst umschichten?

Nein — das ist der entscheidende Vorteil. Der Anbieter (oder ein Lifecycle-Fonds) übernimmt die Umschichtung automatisch einmal pro Jahr. Du musst nichts tun. Das verhindert emotionale Fehlentscheidungen und stellt sicher, dass die Strategie tatsächlich umgesetzt wird — auch wenn du mal nicht hinschaust.

Ab wann beginnt das Lifecycle-Modell mit der Umschichtung?

Die meisten Lifecycle-Modelle beginnen ab ca. 45–50 Jahren mit der schrittweisen Reduzierung der Aktienquote. Bis dahin bleibt die Quote bei 80–100 %. Ab 55 Jahren wird stärker umgeschichtet — kurz vor der Rente liegt die Aktienquote typischerweise bei 20–35 %, der Rest in Anleihen und Geldmarkt.

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