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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

Depot-Vergleich
Scalable, DKB, Trade Republic & mehr
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ETF oder Einzelaktien — Vergleich für Langfrist-Anleger

Key-Facts: ETF vs. Einzelaktien

  • Anteil aktiver Fonds, die den Index schlagen (10 Jahre) ca. 10–15 %
  • Typischer TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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    (ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    ) 0,10–0,25 %
  • Zeitaufwand ETF-Sparplan < 1 Stunde/Jahr
  • Mindest-Diversifikation für Einzelaktien-Portfolio ca. 25–30 Titel
  • Altersvorsorgedepot: nur ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    s und Fonds förderfähig keine Einzelaktien

Die ehrliche Ausgangslage

In Finanzforen wird diese Diskussion emotionaler geführt als manche Fußballdebatte. Dabei lässt sich die Frage mit Daten beantworten. Die SPIVA-Studie (S&P Indices Versus Active) zeigt Jahr für Jahr: Über einen Zeitraum von 10 Jahren schlagen weniger als 15 % aller aktiv gemanagten Fonds ihren Vergleichsindex. Bei Privatanlegern mit Einzelaktien sind die Ergebnisse im Durchschnitt noch schlechter — unter anderem wegen Handelskosten, Klumpenrisiken und emotionaler Entscheidungen.

Das bedeutet nicht, dass Einzelaktien grundsätzlich falsch sind. Es bedeutet, dass der Durchschnittsinvestor mit einem einfachen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan im historischen Vergleich besser abschneidet als mit selbst zusammengestellten Einzeltiteln. Wer das weiß und trotzdem Einzelaktien hält, sollte verstehen, was er tut — und warum.

Zeitaufwand: Der unterschätzte Kostenfaktor

Ein ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan läuft automatisch. Monatliche Ausführung, automatisches RebalancingWas ist Rebalancing?Regelmäßige Umschichtung der Anlagen, um die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei möglich.
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durch den Indexanbieter, keine Entscheidungen während des Jahres. Der Zeitaufwand liegt unter einer Stunde pro Jahr für das initiale Einrichten — danach ist es passives Investieren.

Ein Einzelaktien-Portfolio erfordert deutlich mehr Engagement. Wer zehn bis zwanzig Einzeltitel hält und diese seriös beobachten möchte, sollte mit mehreren Stunden pro Monat rechnen: Quartalsberichte lesen, Bewertungen vergleichen, Branchentrends einordnen, RebalancingWas ist Rebalancing?Regelmäßige Umschichtung der Anlagen, um die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei möglich.
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manuell durchführen. Das ist kein Hobby für alle — und Zeit ist ein echter Kostenfaktor.

Tipp: Wer eine ehrliche Stundenzahl seiner Investoren-Aktivitäten aufschreibt und mit einer alternativen Verwendung dieser Zeit vergleicht (Überstunden, Nebenjob, Weiterbildung), kommt oft zu einem anderen Ergebnis als erwartet. Passiveres Investieren ist kein Eingeständnis der Niederlage — sondern meistens das Effizienteste.

Kosten im direkten Vergleich

Bei Einzelaktien entstehen Transaktionskosten bei jedem Kauf und Verkauf. Zwar haben viele Neo-Broker diese stark gesenkt — Trade Republic etwa berechnet 1 EUR pro Order — aber bei einem aktiv bewirtschafteten Portfolio mit regelmäßigen Umschichtungen summieren sich auch kleine Gebühren. Hinzu kommen indirekte Kosten durch den Bid-Ask-Spread und die steuerliche Komplexität bei häufigen Transaktionen.

ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s haben laufende Kosten in Form der TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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. Für einen MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-ETF liegt diese bei 0,12–0,20 % pro Jahr. Bei 50.000 EUR Depotwert sind das 60–100 EUR jährlich — ohne zusätzliche Handelskosten, wenn der Sparplan kostenlos ausgeführt wird.

Kostenfaktor ETF-Sparplan Einzelaktien-Portfolio
Laufende Kosten TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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0,10–0,25 % p.a.
0 % (aber Transaktionskosten)
Orderkosten Meist kostenlos (Sparplan) 1–10 EUR pro Trade (je nach Broker)
Zeitaufwand < 1 Stunde/Jahr Mehrere Stunden/Monat
Steuerliche Komplexität Gering (VorabpauschaleWas ist Vorabpauschale?Jährliche Mini-Steuer auf Fondsgewinne in normalen Depots. Im Altersvorsorgedepot fällt sie NICHT an — ein Vorteil gegenüber dem freien ETF-Depot.
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, einmal jährlich)
Hoch (jede Transaktion steuerpflichtig)
Rebalancing Automatisch durch Indexanbieter Manuell, mit Kosten und Steuereffekten
ETF-Sparplan vs. Einzelaktien — Depot-App auf dem Smartphone

Diversifikation: Zahlen statt Bauchgefühl

Diversifikation ist kein Luxus, sondern Risikomanagement. Die Finanzwissenschaft ist eindeutig: Unsystematisches Risiko — also das Risiko einzelner Unternehmen — lässt sich durch Streuung eliminieren, ohne die erwartete Rendite zu senken. Man nimmt also kein schlechteres Rendite-Risiko-Verhältnis in Kauf, wenn man breiter streut.

Ein MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-ETF enthält rund 1.500 Unternehmen aus 23 Ländern. Geht ein einzelnes Unternehmen pleite — auch ein großes wie Enron, Wirecard oder Evergrande — ist der Einfluss auf das Portfolio minimal. Ein Einzelaktien-Portfolio mit 5 bis 10 Titeln kann dagegen durch den Ausfall eines einzigen Unternehmens massiv belastet werden.

Finanzforscher beziffern die notwendige Mindestanzahl für ausreichende Diversifikation auf 25 bis 30 Einzeltitel aus verschiedenen Branchen und Regionen. Wer das konsequent umsetzt, nähert sich ohnehin einem selbst zusammengestellten Mini-Index — mit höheren Kosten und mehr Aufwand als ein ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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Historischer Rendite-Vergleich

Die Frage "Was hat mehr Rendite gebracht?" lässt sich nicht pauschal beantworten — weil es kein repräsentatives Einzelaktien-Portfolio gibt. Es gibt jedoch valide Datenpunkte:

Eine Studie von JP Morgan Asset Management zeigte, dass rund 40 % aller US-amerikanischen Einzelaktien zwischen 1980 und 2020 über ihre gesamte Laufzeit eine negative Rendite hatten — gemessen am Russell 3000 Index. Nur eine kleine Minderheit der Aktien trieb die Gesamtrendite des Index. Wer diese Winner-Aktien nicht im Depot hatte, blieb deutlich hinter dem Index zurück. Das Konzentrationsproblem: Man muss die richtigen paar Prozent treffen, um den Markt zu schlagen. Die meisten tun das nicht.

Passive ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Anleger besitzen automatisch alle Unternehmen im Index — inklusive der zukünftigen Winner, die heute noch niemand kennt. Das ist der strukturelle Vorteil breiter Indizes.

Mehr dazu: Passiv vs. aktiv investieren — der ehrliche Vergleich.

Core-Satellite: Der Kompromiss für beide Welten

Wer Einzelaktien nicht aufgeben möchte, aber die Vorteile von ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s nutzen will, kann einen Core-Satellite-Ansatz verfolgen: Der Kern (Core) des Portfolios — typischerweise 70–90 % — besteht aus einem oder zwei breit gestreuten Welt-ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s. Der Satellit — 10–30 % — wird für Einzelaktien, Branchen-ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s oder Themen-Investments genutzt.

Dieser Ansatz bietet mehrere Vorteile: Die Gesamtrendite hängt primär vom günstigen, diversifizierten Kern ab. Der Satellit befriedigt den Wunsch nach aktivem Investieren, ohne das Gesamtvermögen zu gefährden. Und wer feststellt, dass seine Einzelaktienauswahl dauerhaft schlechter läuft als der Index, kann den Satelliten-Anteil schrittweise reduzieren — ohne das Portfolio komplett umbauen zu müssen.

Ansatz Zeitaufwand Kosten Diversifikation Geeignet für
Nur ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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Minimal Sehr gering Sehr hoch Langfristanleger, Einsteiger, Zeitarme
Nur Einzelaktien Hoch Mittel bis hoch Abhängig von Titeln Erfahrene Anleger mit viel Zeit
Core-Satellite Moderat Gering (Core) + moderat (Satellite) Hoch (Core) Anleger mit Interesse, aber solider Basis

Für wen eignet sich was?

ETF-Sparplan ist sinnvoll, wenn...

  • du langfristig für die Rente sparst und wenig Zeit aufwenden möchtest.
  • du noch am Anfang stehst und kein tiefes Unternehmenswissen mitbringst.
  • du emotional stabile Entscheidungen schätzt und Kurskorrekturen ohne Panikverkäufe aussitzen willst.
  • du das geförderte AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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    nutzen möchtest — dort sind ohnehin nur ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    s und Fonds förderfähig.

Einzelaktien können Sinn ergeben, wenn...

  • du tief in einzelne Branchen eingetaucht bist (etwa als Branchenexperte) und dadurch einen echten Informationsvorteil hast.
  • du bereit bist, mehrere Stunden pro Monat zu investieren und Unternehmen seriös zu analysieren.
  • du bereits ein solides ETF-Fundament hast und Einzelaktien nur als Satellit einsetzen möchtest.
  • Dividendenstrategien für regelmäßige Ausschüttungen ein explizites Ziel sind. Mehr: Dividendenstrategie erklärt.
Wichtig zu wissen: Volatilität ist kein Argument für Einzelaktien. Ein einzelnes Unternehmen kann deutlich stärker schwanken als ein breiter Index — und dauerhaft scheitern. Die Kursschwankungen eines globalen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s sind systemischer Natur und verflüchtigen sich langfristig. Ein Einzeltitel kann dauerhaft wertlos werden.

Das Altersvorsorgedepot: Nur ETFs und Fonds förderfähig

Für das staatlich geförderte AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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ab dem 1. Januar 2027 ist die Frage eindeutig beantwortet: Einzelaktien sind nicht förderfähig. Das Gesetz sieht ausschließlich ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s, Investmentfonds und ähnliche Produkte als zulässige Anlageklassen vor. Damit schließt der Gesetzgeber konzentrierte Einzeltitel-Positionen im geförderten Teil bewusst aus. Wer auch wissen möchte, ob ausschüttende oder thesaurierende ETFs die bessere Wahl sind, findet die Antwort in Ausschüttend vs. thesaurierend. Warum ein ETF-Sparplan langfristig fast immer rentabler ist als andere Anlageformen, zeigt Lohnt sich ein ETF-Sparplan wirklich? Wer zu unbewussten Fehlern beim Investieren mehr erfahren möchte: Denkfehler beim Investieren.

Hintergrund ist die Diversifikationspflicht: Das Altersvorsorgedepot soll eine breite Streuung gewährleisten, um das Verlustrisiko für Sparer zu begrenzen. Wer trotzdem Einzelaktien halten möchte, kann das im freien, nicht geförderten Depot tun — dort gibt es keine Beschränkungen.

Zum Thema Diversifikation im Detail: Diversifikation erklärt und ETF-Auswahl für das Altersvorsorgedepot.

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Unser Rechner zeigt, was ein monatlicher ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan im geförderten AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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Welche ETFs sich für das Altersvorsorgedepot und freie Depots eignen.

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Der datengestützte Vergleich zwischen Index-ETFs und aktivem Management.

Diversifikation erklärt

Warum breite Streuung das Fundament jeder Anlagestrategie ist.

Dividendenstrategie

Regelmäßige Ausschüttungen als Teil der Entnahmestrategie.

Häufige Fragen

Warum schlagen so wenige Stockpicker den Markt langfristig?

SPIVA-Studie (S&P Global): Über 15 Jahre schlagen rund 85–92 % aller aktiv gemanagten Aktienfonds ihren Vergleichsindex nicht — nach Kosten. Selbst professionelle Fondsmanager mit Analyseteams, Bloomberg-Terminals und jahrzehntelanger Erfahrung scheitern mehrheitlich. Der Hauptgrund: Kosten. Bereits 1,5 % Kostenunterschied p.a. ergibt über 30 Jahre einen Renditeunterschied von ~35 %. Dazu kommt: Wer auf der gleichen Information handelt wie alle anderen, hat keinen Vorteil.

Wie viele Einzelaktien brauche ich für echte Diversifikation?

Finanzwissenschaftliche Studien (u.a. Evans & Archer, 1968) zeigen: Ab ca. 25–30 zufällig gewählten Aktien ist das unsystematische Risiko (= unternehmensspezifisches Risiko) weitgehend eliminiert. Aber: Diese 25–30 müssen über Länder, Sektoren und Marktkapitalisierungen verteilt sein. Ein ETF auf den MSCI World hält 1.500 Aktien — er ist von Natur aus breiter gestreut als jedes machbare Einzelaktienportfolio.

Kann ich im Altersvorsorgedepot Einzelaktien kaufen?

Nein. Das Altersvorsorgedepot (AVD) ist auf UCITS-konforme Investmentfonds beschränkt — also ETFs, aktive Fonds und Mischfonds. Einzelaktien, ETCs (Gold), Zertifikate und Derivate sind nicht förderfähig. Wer trotzdem Einzelaktien hält, kann das im normalen Depot tun — ohne Steuerförderung, aber ohne Einschränkung.

Ich kenne meine Branche gut — lohnt sich eine Mischung aus ETF und Einzelaktien?

Branchenkenntnis ist ein Vorteil, aber kein vollständiger Schutz vor den Nachteilen von Einzelaktien: Ein Unternehmen kann trotz guter Branche durch Managementfehler, Betrug oder disruptive Konkurrenz scheitern. Praxisempfehlung: ETF-Kern (80–90 %) + kleine Einzelaktien-Satelliten (10–20 %) wenn man die Titelselektion als aktives Hobby betreiben möchte. Nicht umgekehrt.

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