GmbH-Depot vs. Privatdepot: Wann ist welches für ETF-Investoren besser?
Das GmbH-Depot spart Steuern — aber nicht für jeden. Der vollständige Kostenvergleich mit Rechenbeispielen und klarer Entscheidungsmatrix.
Vollständiger Vergleich: GmbH-Depot vs. Privatdepot
| Aspekt | GmbH-Depot | Privatdepot |
|---|---|---|
| Steuersatz auf ETF-Erträge | ~12 % effektiv (Aktienfonds) | ~18,5 % (nach 30 % Teilfreistellung) |
| Gesamtbelastung bei Entnahme | ~35–40 % (GmbH + Kapitalertragsteuer) | ~18,5 % |
| Sparerpauschbetrag | Nein | Ja (1.000 EUR/Person, 2.000 EUR Ehepaare) |
| Verwaltungskosten | 1.500–3.000 EUR/Jahr | 0 EUR |
| Broker-Auswahl | Flatex, LYNX, CapTrader, Vivid | Alle Broker (Trade Republic, Scalable, ING, DKB, ...) |
| Reinvestitionskapital | Höher (mehr Kapital nach Steuer) | Geringer |
| Altersvorsorgedepot-Förderung | Nein (GmbH nicht förderfähig) | Ja (540 EUR/Jahr + Kinderzulagen) |
| Break-Even | Ab ca. 200.000 EUR Kapital | — |
Für wen ist das GmbH-Depot besser?
GmbH-Depot ist besser wenn...
- Kapital über 200.000 EUR investiert ist
- Langfristige Thesaurierung geplant (20+ Jahre)
- Du sowieso eine GmbH hast (operative GmbH mit Rücklagen)
- Holding-Struktur für weitere Beteiligungen geplant
- Hoher persönlicher Einkommensteuersatz (42 %+) — dann Ausschüttung günstiger als Lohn
Privatdepot ist besser wenn...
- Kapital unter 150.000 EUR investiert ist
- Regelmäßige Entnahmen geplant sind
- Sparerpauschbetrag noch nicht ausgeschöpft
- Ab 2027: Altersvorsorgedepot mit 540 EUR Jahresförderung bevorzugt
- Kein Aufwand für Buchhaltung und Jahresabschluss gewünscht
Das Privatdepot ab 2027: Altersvorsorgedepot mit Förderung
Für Privatpersonen gibt es ab Januar 2027 eine attraktive Alternative zum gewöhnlichen Privatdepot: das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot mit 540 EUR Grundzulage/Jahr (plus Kinderzulagen). Bei Trade Republic, ING und DKB ohne Depotgebühr.
Als GmbH-Gesellschafter kannst du beide Wege kombinieren: GmbH-Depot für Unternehmensgewinne + privates Altersvorsorgedepot für deine persönliche Altersvorsorge.
Altersvorsorgedepot Rechner
Kostenloser Rechner für das staatlich geförderte Privatdepot ab 2027 — nur für Privatpersonen.
Firmendepot Anbieter
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Spardosen-GmbH
Wann lohnt sich die vermögensverwaltende GmbH — Break-Even und Rechenbeispiele.
Hinweis: Vereinfachte Berechnung ohne Gewähr. Tatsächliche Steuerbelastung hängt von Gemeinde-Hebesatz, Unternehmensstruktur und persönlichem Steuersatz ab. Bitte Steuerberater konsultieren.
Häufige Fragen
Zahle ich weniger Steuern wenn ich ETFs in der GmbH halte?
Ja — aber nur auf Ebene der GmbH. Die GmbH zahlt ca. 12 % effektiv auf Aktien-ETF-Erträge statt 26,375 % im Privatdepot. Sobald die Gewinne als Dividende entnommen werden, fällt jedoch noch einmal 26,375 % Kapitalertragsteuer an. Der Steuervorteil entsteht durch den Thesaurierungseffekt: Mehr Kapital bleibt in der GmbH und wächst.
Ist das Privatdepot immer schlechter als das GmbH-Depot?
Nein. Das Privatdepot ist in folgenden Fällen besser: (1) Wenn du die Gewinne regelmäßig konsumieren willst — die Gesamtbelastung bei Ausschüttung aus der GmbH liegt bei 35–40 %. (2) Wenn dein Kapital unter 150.000–200.000 EUR liegt und die Verwaltungskosten den Steuervorteil übersteigen. (3) Wenn du den Sparerpauschbetrag (1.000 EUR/Person) voll nutzen kannst.
Kann ich eine bestehende GmbH für ETF-Investments nutzen?
Ja. Wenn du bereits eine operative GmbH hast, kannst du deren Rücklagen in ETFs investieren — ohne eine separate vermögensverwaltende GmbH zu gründen. Der Steuervorteil ist derselbe. Wichtig: Das ETF-Depot muss auf die GmbH laufen, nicht auf dich persönlich. Sprich das mit deinem Steuerberater ab.