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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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ETF-Depot im Börsencrash — Verkaufen, Nachkaufen oder Abwarten?

Der Markt fällt 40%. Das Depot hat 20.000 Euro verloren. Was jetzt? Die häufigsten Fehler im Crash und warum Panikverkäufe das Schlimmste sind was man tun kann.

ETF Depot Börsencrash was tun Strategie

Das Wichtigste in Kürze

  • Historische Frequenz MSCI World: Durchschnittlich alle 7–10 Jahre -30% oder mehr — keine Ausnahme, einplanen
  • Teuerster Fehler Panikverkauf im Tief: Verlust realisiert, dann Wiederanstieg verpasst
  • Corona-Crash 2020 -34 % in 6 Wochen — Erholung auf neue Allzeithochs in weniger als einem Jahr
  • Sparplan im Crash Günstigere Anteile durch Cost-Averaging — weiterlaufen lassen, ggf. erhöhen
  • Beste Vorbereitung Notgroschen von 3–6 Monatsausgaben verhindert Zwangsverkäufe im schlechtesten Moment

Jeder langfristige ETF-Anleger wird mehrere Börsencrashs erleben. Das ist keine Prognose — es ist Gewissheit. Der MSCI World ist seit 1970 durchschnittlich alle 7-10 Jahre um mehr als 30% gefallen. Wer das nicht aushält, kann langfristig nicht in Aktien investiert bleiben. Die Frage ist nicht ob ein Crash kommt — sondern ob man vorbereitet ist wenn er kommt.

Historische Crashs und Erholung

CrashRückgang (MSCI World)Erholung (Zeit bis neues ATH)
Dotcom-Crash 2000-2003-55%ca. 6 Jahre
Finanzkrise 2008-2009-54%ca. 4 Jahre
Corona-Crash März 2020-34%ca. 6 Monate
Zinscrash 2022-20%ca. 2 Jahre

Entscheidend: In allen Fällen kam die Erholung. Wer verkaufte, verpasste sie. Wer hielt (und im besten Fall weiter einzahlte), wurde reich belohnt.

Die teuersten Fehler im Crash

1. Panikverkauf im Tief: Der häufigste und teuerste Fehler. Man verkauft nach -30%, wartet bis der Markt "sich beruhigt", kauft wieder — aber zu höheren Preisen. Ergebnis: Verlust realisiert, Erholung verpasst.

2. Auf den "echten Boden" warten: Niemand weiß wann der tiefste Punkt erreicht ist. Wer auf den perfekten Wiedereinstieg wartet, wartet oft zu lange.

3. Sparplan pausieren: Genau dann aufhören zu sparen wenn Kurse günstig sind. Das ist der schlechteste Zeitpunkt für eine Pause — billiger bekommt man ETF-Anteile selten.

4. Medien konsum eskalieren: Täglich Depot checken, Krisenmeldungen lesen, Emotionen hochkochen lassen. Das erhöht die Verkaufswahrscheinlichkeit dramatisch.

Was man im Crash konkret tun soll

  1. Sparplan laufen lassen — oder erhöhen wenn möglich. Der Cost-Average-Effekt wirkt jetzt maximal.
  2. Depot nicht täglich anschauen — einmal im Monat reicht. Weniger Information = weniger Panik.
  3. Notgroschen schützen — wenn man nicht verkaufen muss, muss man nicht verkaufen. Deshalb ist der Notgroschen unverzichtbar.
  4. Nichts tun als aktive Entscheidung — Inaktivität im Crash ist keine Schwäche, sie ist die richtig Strategie.

Soll man im Crash nachkaufen?

Wer Liquidität hat und langfristigen Horizont, kann im Crash einmalig nachkaufen — das ist historisch eine der renditereichsten Aktionen. Aber: Nur Geld investieren das langfristig nicht gebraucht wird. Der Crash kann noch tiefer gehen bevor er sich erholt. Nachkaufen ja — aber nicht mit dem Notgroschen und nicht mit Kredit.

Die psychologische Vorbereitung

Die beste Crash-Vorbereitung passiert vor dem Crash. Fragen die man sich im Ruhigen stellen sollte:

  • Was mache ich wenn mein Depot -30% zeigt? -50%?
  • Brauche ich das Geld in den nächsten 5 Jahren?
  • Ist mein Notgroschen ausreichend?
  • Habe ich die richtige Aktienquote für meine Risikotoleranz?

Wer diese Fragen beantwortet hat und einen Crash-Plan schriftlich fixiert, handelt im Ernstfall rational statt emotional.

Fazit: Wer vorbereitet ist, gewinnt im Crash

Die Anleger die bei langfristigen ETF-Portfolios die beste Rendite erzielen, sind oft nicht die Schlausten — sondern die Ruhigsten. Inaktivität im Crash, weiteres Einzahlen per Sparplan, kein Depot-Check täglich: Das ist keine passive Gleichgültigkeit, sondern die aktive Umsetzung einer bewährten Strategie. Der Crash ist kein Notfall — er ist der Plan. Der Notgroschen ist dabei entscheidend: Wer nicht verkaufen muss, kann warten. Das Altersvorsorgedepot hat zudem einen psychologischen Vorteil — der Fokus liegt auf der Rente, nicht auf tagesaktuellen Kursen.

Häufige Fragen

Was soll ich tun wenn mein ETF-Depot 30% verloren hat?

Nichts verkaufen. Der häufigste Fehler: ETFs im Crash zu verkaufen, den Verlust zu realisieren, und dann den Wiederanstieg zu verpassen. Wer beim MSCI World 2020 (Corona-Crash, -34%) verkauft hätte, hätte die Erholung auf neue Allzeithochs innerhalb von 6 Monaten verpasst. Richtige Reaktion: Sparplan weiterlaufen lassen, ggf. Einmalanlage aus dem Notgroschen prüfen.

Wie lange dauerte der längste ETF-Crash historisch?

Der Dotcom-Crash (2000-2003) dauerte am längsten: MSCI World brauchte bis 2007 für neue Allzeithochs. Der Finanzkrisen-Crash (2008-2009) war tiefer (-55%) aber kürzer in der Erholung. Der Corona-Crash (2020) dauerte nur 6 Wochen bis zum Tief, Erholung in weniger als einem Jahr. Wer bei allen Crashs investiert blieb, stand danach jeweils besser da.

Soll ich im ETF-Crash nachkaufen?

Nachkaufen im Crash ist rational sinnvoll (günstigere Einstiegskurse), aber psychologisch schwer. Nur wenn Notgroschen vorhanden und das Geld mit hoher Sicherheit für 5+ Jahre nicht gebraucht wird. Kein Kredit für Nachkäufe — das ist Spekulation. Ein temporär erhöhter Sparplan ist oft praktischer als große Einmalanlagen.

Was passiert mit dem Altersvorsorgedepot im Crash?

Das AVD verhält sich im Crash wie ein normales ETF-Depot — der Depotwert sinkt. Kein besonderer Schutz, aber auch kein Nachteil gegenüber versicherungsbasierten Produkten (die oft versteckte Kosten in der Krisenzeit haben). Wer 15+ Jahre bis zur Auszahlung hat, profitiert von Sparplan-Käufen auf niedrigem Niveau.

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