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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Altersvorsorgedepot nach der Elternzeit wieder einsteigen

Das Wichtigste in Kürze

  • Förderung während Elternzeit Mittelbar möglich
  • Kinderzulage pro Kind 300 EUR/Jahr
  • Sockelbeitrag während Elternzeit 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat)
  • Rentenlücke durch 3 Jahre Elternzeit ca. 15.000–30.000 EUR
  • Wiedereinstieg-Empfehlung Sparrate sofort reaktivieren

Was während der Elternzeit passiert ist

Wenn du während der Elternzeit nicht erwerbstätig warst, hat sich an deinem AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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vermutlich wenig getan. Vielleicht hast du den Sparplan pausiert oder auf den Sockelbeitrag von 60 Euro pro Jahr reduziert. Vielleicht hast du über die mittelbare Förderung trotzdem Zulagen erhalten — wenn dein Partner sozialversicherungspflichtig beschäftigt war. In jedem Fall: Die Elternzeit hat eine Lücke in deiner Altersvorsorge hinterlassen, die du jetzt schließen solltest.

Die gute Nachricht: Die KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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von 300 Euro pro Kind fließt auch während der Elternzeit — sofern du den Mindesteigenbeitrag oder Sockelbeitrag eingezahlt hast. Details zur Förderung in der Elternzeit.

Die Kosten der Babypause in Zahlen

Elternzeit-Dauer Entgangene Einzahlungen (100 EUR/Monat) Entgangene Rendite (30 J., 7 %) Gesamtverlust
1 Jahr 1.200 EUR ca. 7.900 EUR ca. 9.100 EUR
2 Jahre 2.400 EUR ca. 14.800 EUR ca. 17.200 EUR
3 Jahre 3.600 EUR ca. 20.800 EUR ca. 24.400 EUR

Schritt 1: Sparplan sofort reaktivieren

Das Wichtigste nach der Elternzeit: Den Sparplan wieder aktivieren. Wenn du ihn pausiert hast, logge dich bei deinem Depotanbieter ein und stelle ihn wieder auf deine frühere Sparrate ein. Wenn du die Sparrate während der Elternzeit reduziert hast, erhöhe sie zurück auf das alte Niveau — oder höher, wenn dein Einkommen es zulässt.

Idealerweise passiert das am ersten Tag der Rückkehr in den Job. Jeder Monat ohne Sparplan ist ein Monat, in dem dein Geld nicht am Kapitalmarkt arbeitet. Altersvorsorge in der Elternzeit im Detail.

Schritt 2: Förderung überprüfen

Prüfe, ob du während der Elternzeit alle Zulagen erhalten hast. Hast du den Dauerzulagenantrag eingerichtet? Wurde die KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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korrekt zugeordnet? Stimmt der Eigenbeitrag? Manchmal gehen Zulagen verloren, weil sich die Einkommenssituation geändert hat und der Mindesteigenbeitrag nicht mehr stimmt. Ein kurzer Check beim Depotanbieter oder in der App klärt das in fünf Minuten.

Schritt 3: Rentenlücke neu berechnen

Nach der Elternzeit hat sich deine Situation verändert: Du hast möglicherweise ein neues Einkommen (Teilzeit statt Vollzeit?), ein Kind mehr und eine größere Rentenlücke. Nutze die Renteninformation, die du jährlich von der Deutschen Rentenversicherung erhältst, und berechne deine aktuelle Lücke neu. Berücksichtige dabei die Kindererziehungszeiten, die dir für die gesetzliche Rente angerechnet werden (drei Jahre pro Kind).

Teilzeit nach der Elternzeit: Depot trotzdem besparen

Teilzeit und Altersvorsorgedepot nach der Elternzeit kombinieren

Viele Eltern steigen nach der Elternzeit in Teilzeit wieder ein. Das niedrigere Einkommen bedeutet einen niedrigeren Mindesteigenbeitrag für die volle Zulage — du musst also weniger einzahlen, um die volle Förderung zu erhalten. Gleichzeitig sinkt der Effekt des Sonderausgabenabzugs, weil dein Grenzsteuersatz niedriger ist. In Summe bleibt die Förderung aber attraktiv — insbesondere mit der Kinderzulage von 300 EUR pro Kind und Jahr.

Wie viel Kinderzulage dir konkret zusteht, zeigt der Kinderzulage-Rechner. Für Familien mit mehreren Kindern gibt es eigene Ratgeber: Aktienrente mit 1 Kind, mit 2 Kindern oder mit 3 Kindern.

Warum das besonders für Frauen wichtig ist: Rente für Frauen — warum Eigenvorsorge so wichtig ist und Gender Pension Gap erklärt.

Aufhol-Strategie: Mehr einzahlen als vorher

Wenn dein Budget es erlaubt, zahle in den ersten Jahren nach der Elternzeit mehr ein als vorher. Nutze Einmalzahlungen aus Steuererstattungen, Kindergeld-Nachzahlungen oder Gehaltserhöhungen, um die Lücke schneller zu schließen. Schon 50 Euro mehr im Monat über fünf Jahre machen über die Restlaufzeit einen fünfstelligen Unterschied.

Laut Hans-Böckler-Stiftung haben Frauen im Durchschnitt rund 46 Prozent weniger gesetzliche Rente als Männer — der sogenannte Gender Pension Gap. Die Elternzeit ist einer der Hauptgründe. Das Altersvorsorgedepot mit Kinderzulage ist eines der wirksamsten Instrumente, um diese Lücke zu reduzieren.

Deine neue Sparrate berechnen

Berechne, wie viel du nach der Elternzeit einzahlen solltest, um deine Rentenlücke zu schließen.

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Wie viel Kinderzulage steht dir zu? In Sekunden berechnet.

Häufige Fragen

Kann ein Ehepaar das Altersvorsorgedepot doppelt nutzen?

Ja — jeder Ehepartner kann ein eigenes Altersvorsorgedepot eröffnen. Doppelte Grundzulage (2x 540 EUR = 1.080 EUR/Jahr), doppelter Förderhöchstbetrag (2x 1.800 EUR). Für Ehepaare mit Kindern besonders attraktiv, da die Kinderzulage (300 EUR/Kind/Jahr) auf beide Depots aufgeteilt werden kann.

Wie hoch ist die Kinderzulage beim Altersvorsorgedepot?

Die Kinderzulage beträgt 300 EUR pro Jahr und Kind (mit Kindergeldberechtigung). Bei 2 Kindern: 600 EUR Kinderzulage + 540 EUR Grundzulage = 1.140 EUR jährliche staatliche Förderung pro Person. Zusätzlich greift der Sonderausgabenabzug bis zum Förderhöchstbetrag von 1.800 EUR/Jahr.

Altersvorsorgedepot während der Elternzeit — sinnvoll?

Ja — auch in der Elternzeit Einzahlungen möglichst weiterführen. Die Kinderzulage (300 EUR/Kind/Jahr) fließt unabhängig von Erwerbsarbeit. Selbst der Sockelbeitrag von 60 EUR/Jahr reicht, um die volle Grundzulage von 540 EUR zu sichern. Jeder pausierte Monat kostet am Ende mehrere tausend Euro Zinseszins.

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