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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Altersvorsorge nach dem Hauskauf planen

Key-Facts: Depot und Immobilie

  • Baufinanzierung Zins (2026) Ca. 3,0-4,0 % effektiv
  • Erwartete Depot-Rendite 6-7 % langfristig (MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    )
  • Förderung Depot Bis 540 EUR GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    (bei 1.800 EUR Beitrag)
  • Wohn-Entnahme Möglich für selbstgenutzte Immobilie (Sonderregelung)
  • Optimale Strategie Tilgung + Depot-Mindestbeitrag parallel

Immobilie allein ist keine Altersvorsorge

Viele Eigentümer glauben, mit dem Hauskauf sei die Altersvorsorge erledigt. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Eine selbstgenutzte Immobilie generiert keine laufenden Einnahmen — du sparst zwar die Miete, aber du brauchst trotzdem Geld für Lebenshaltung, Reparaturen und Steuern im Alter.

Das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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ergänzt die Immobilie optimal: Es liefert die monatliche Zusatzrente, die das Eigenheim nicht bieten kann.

Tilgung vs. Depot: Die Rechenlogik

Die Entscheidung ist mathematisch: Vergleiche den Effektivzins der Baufinanzierung mit der erwarteten Depot-Rendite inklusive Förderung.

Szenario Bauzins Depot-Rendite (inkl. Förderung) Empfehlung
Niedriger Bauzins 2,0-3,0 % 8-10 % (mit Zulagen) Depot maximieren, Tilgung normal
Mittlerer Bauzins 3,0-4,5 % 8-10 % Depot-Mindestbeitrag + Rest tilgen
Hoher Bauzins 4,5-6,0 % 8-10 % Sondertilgung priorisieren, Depot-Minimum
Tipp: Selbst bei hohen Bauzinsen lohnt sich der Sockelbeitrag von 60 EUR/Jahr für die volle Grundzulage von 540 EUR (über 1.000 % Förderquote). Bei 600 EUR/Jahr (50 EUR/Monat) bekommst du ebenfalls die volle 540 EUR Zulage — 90 % Förderquote. Zahle immer mindestens den Sockelbeitrag, egal wie hoch die Tilgung ist.

Wohn-Entnahme: Depot für die Immobilie nutzen

Eine besondere Option: Du kannst Guthaben aus dem AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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für eine selbstgenutzte Immobilie entnehmen — ohne dass es als förderschädlich gilt. Das funktioniert ähnlich wie beim alten Wohn-Riester:

  • Entnahme für Kauf oder Bau einer selbstgenutzten Immobilie
  • Entnahme für Entschuldung der Immobilie (bis Rentenbeginn)
  • Der entnommene Betrag wird auf dem Wohnförderkonto vermerkt
  • Im Alter wird das Wohnförderkonto nachgelagert versteuert (Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
    Mehr erfahren →
    )
Achtung: Die Wohn-Entnahme reduziert das Depot-Guthaben und damit die spätere Rente. Prüfe genau, ob die Sondertilgung mit eigenem Geld nicht günstiger ist. Die nachgelagerte Besteuerung des Wohnförderkontos kann die Steuerlast im Alter erhöhen.

Rechenbeispiel: Familie nach Hauskauf

Thomas (35) und Claudia (33) haben ein Haus gekauft. Baufinanzierung: 350.000 EUR, Zins 3,5 %, Tilgung 2 %, monatliche Rate 1.604 EUR. Netto-Einkommen zusammen: 5.200 EUR/Monat.

Position Monatlich Jährlich
Baufinanzierung 1.604 EUR 19.248 EUR
Nebenkosten Haus 400 EUR 4.800 EUR
Lebenshaltung 2.500 EUR 30.000 EUR
Notgroschen-Aufbau 200 EUR 2.400 EUR
Depot Thomas (Minimum) 10 EUR 120 EUR
Depot Claudia (Minimum) 10 EUR 120 EUR
Zulagen (2 x 60 EUR Grundzulage + 300 EUR Kinderzulage) 420 EUR

Ergebnis: Für nur 108 EUR Eigenbeitrag pro Jahr (2 x 60 EUR Sockelbeitrag) erhalten Thomas und Claudia 1.380 EUR Zulagen (2 x 540 EUR Grundzulage + 300 EUR Kinderzulage). Das Depot wächst über 30 Jahre auf über 100.000 EUR — trotz Minimal-Einzahlung. Sobald die Baufinanzierung ausläuft, können sie die Depot-Beiträge auf den Höchstbetrag von 1.800 EUR/Jahr pro Person erhöhen. Weitere Informationen findest du.

Strategie nach Ablauf der Zinsbindung

  1. Jetzt: Mindestbeitrag ins Depot 60 EUR/Jahr (Sockelbeitrag) pro Person sichern die vollen Zulagen. Restliches Budget in Tilgung.
  2. Gehaltserhöhungen: Ins Depot Jede Erhöhung zu 50 % ins Depot umleiten (Gehaltssprung-Strategie).
  3. Sondertilgungen nutzen Wenn der Vertrag es erlaubt: 5-10 % Sondertilgung pro Jahr verkürzt die Laufzeit massiv.
  4. Nach Zinsbindung: Depot maximieren Wenn die Rate nach Anschlussfinanzierung sinkt: Differenz ins Depot.
  5. Haus abbezahlt? Voll investieren Ohne Tilgungsrate: Maximalen Depot-Beitrag + freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
    Mehr erfahren →
    -Depot füllen.

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Simuliere, wie sich dein Depot mit Mindestbeitrag während der Tilgungsphase entwickelt.

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Häufige Fragen

Wie verändert ein Hauskauf die Altersvorsorge-Strategie?

Nach dem Hauskauf oft: wenig Liquidität, hohe Tilgungsraten, mentale Erschöpfung durch den Kaufprozess. Typische Fehler: AVD-Sparplan kündigen oder pausieren. Besser: AVD-Mindesteigenbeitrag weiterlaufen lassen (5 EUR/Monat (60 EUR/Jahr) reichen für die volle Grundzulage (Sockelbeitrag)). Immobilie ist Wohnvorsorge, kein Rentenersatz — die Rentenlücke besteht trotz Eigenheim. Tilgungsrate und Altersvorsorge parallel führen.

Eigenheim oder ETF — was bringt mehr für die Altersvorsorge?

Beide haben ihre Berechtigung. Eigenheim: mietfreies Wohnen im Alter (ca. 600–1.200 EUR/Monat Ersparnis), psychologische Sicherheit, Inflationsschutz. ETF-Depot: Liquidität, globale Diversifikation, keine Nebenkosten, kein Klumpenrisiko. Historisch: ETFs rentieren mit 7–8 % p.a., Immobilien mit 3–5 % (ohne Hebeleffekt). Optimal: Eigenheim als Wohnbasis, ETF-Depot als Liquiditätsbaustein — nicht entweder/oder.

Was ist der Wohn-Riester und gilt er auch für das AVD?

Wohn-Riester (§ 92a EStG) erlaubt, gefördertes Kapital aus dem Riester-Vertrag für selbstgenutztes Wohneigentum zu entnehmen. Für das AVD gibt es eine vergleichbare Regelung: Das AVD-Kapital kann zur Finanzierung eines selbstgenutzten Eigenheims entnommen werden (Wohnförderungskonto-Regelung analog Riester). Bedingung: Das entnommene Kapital wird im Wohnförderkonto erfasst und im Rentenalter nachbesteuert. Details folgen mit den Durchführungsverordnungen ab 2027.

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