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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Journalist plant Altersvorsorge am Schreibtisch

Key-Facts: Altersvorsorge Journalisten

  • Gehalt angestellt (Redakteur) 38.000 – 65.000 € brutto/Jahr
  • Einkommen frei (Median) 20.000 – 45.000 €
  • Presseversorgungswerk Nur für angestellte Journalisten
  • KSK-Berechtigung (freie) Ja, als Publizisten
  • GRV über KSK Halber Beitragssatz (9,3 %)

Zwei Welten: Festangestellt vs. Frei

Der Journalismus ist ein Beruf mit extremer Dualität. Angestellte Redakteure bei öffentlich-rechtlichen Sendern oder großen Verlagshäusern verdienen gut und haben oft eine Presseversorgung (betriebliche Altersvorsorge). Freie Journalisten kämpfen dagegen häufig mit Honoraren, die seit 20 Jahren kaum gestiegen sind.

Die gute Nachricht für Freie: Über die Künstlersozialkasse (KSK) bist du als Publizist pflichtversichert in der GRV — und zahlst nur den halben Beitragssatz (ca. 9,3 %). Die andere Hälfte zahlt die KSK. Das sichert dir den Zugang zum Altersvorsorgedepot.

Strategie für angestellte Journalisten

  1. GRV + Presseversorgung: Wenn dein Verlag eine Presseversorgung bietet (z. B. über die Presse-Versorgung e.V.), ist das deine zweite Säule. Nimm sie mit — es ist quasi eine kostenlose bAV.
  2. bAV prüfen: Zusätzlich zur Presseversorgung bieten manche Medienhäuser eine klassische betriebliche Altersvorsorge an.
  3. Altersvorsorgedepot: Die pauschale GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
    Mehr erfahren →
    bringt bis zu 540 €/Jahr bei 1.800 € Eigenbeitrag. Das Finanzamt prüft per Günstigerprüfung automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug (bis zu 2.340 EUR) günstiger ist. Bei niedrigerem Einkommen sind die Zulagen in der Regel vorteilhafter — die Prüfung läuft automatisch.
  4. Freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    -Depot:
    Die flexible Ergänzung für alles darüber hinaus.

Strategie für freie Journalisten (KSK)

  1. KSK-Mitgliedschaft sichern: Die Künstlersozialkasse ist dein Zugang zur halbierten GRV-Pflicht und Krankenversicherung. Melde dein Einkommen korrekt — zu niedrige Angaben gefährden die KSK-Mitgliedschaft.
  2. Altersvorsorgedepot eröffnen: Durch die KSK bist du GRV-pflichtig = automatisch berechtigt. Bei niedrigem Einkommen sind die KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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    n besonders wertvoll.
  3. Kleinen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    Schon 50 Euro/Monat in einen MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    -ETF im freien Depot machen über 30 Jahre einen großen Unterschied.
  4. Rürup nur bei hohem Einkommen: Die Rürup-Rente lohnt sich für Journalisten erst ab ca. 50.000 Euro Jahreseinkommen.

Einkommen und Rentenanspruch

Situation Einkommen/Jahr GRV-Beitrag (halber Satz via KSK) GRV-Rente nach 35 J.
Freier Journalist (niedrig) 20.000 € ca. 1.860 € ca. 520 €
Freier Journalist (mittel) 35.000 € ca. 3.255 € ca. 910 €
Angestellter Redakteur 50.000 € ca. 9.300 € (voller Satz) ca. 1.450 €
Leitender Redakteur / ÖR 70.000 € ca. 13.020 € ca. 2.030 €
Achtung: Freie Journalisten mit KSK-Einkommen unter 25.000 Euro im Jahr werden im Alter auf Grundsicherungsniveau landen, wenn sie nicht zusätzlich vorsorgen. Das Altersvorsorgedepot mit seinen pauschalen Zulagen ist hier der wichtigste Hebel. Auch der einmalige Berufseinsteigerbonus von 200 Euro (unter 25) kann helfen: Details. Mehr zur KSK-Versicherung bei der Verbraucherzentrale.

Presseversorgung: Was steckt dahinter?

Die Presse-Versorgung e.V. ist ein Versorgungswerk speziell für Journalisten bei Verlagen und Sendern. Sie funktioniert wie eine betriebliche Altersvorsorge: Der Arbeitgeber zahlt den Beitrag, du bekommst eine Zusatzrente. Die Höhe hängt von der Beitragsdauer und dem Arbeitgeberbeitrag ab. Typisch sind 200-500 Euro Zusatzrente nach 30+ Dienstjahren.

Problem: Wer den Verlag verlässt (Freelance, Jobwechsel), kann die Presseversorgung oft nicht weiterführen. Die Anwartschaft bleibt erhalten, wächst aber nicht mehr. Genau deshalb brauchst du als Journalist ein eigenes Depot als unabhängige Säule.

Förderquoten für freie Journalisten

Situation Eigenbeitrag/Monat Zulagen/Jahr Förderquote
Single, 25.000 € KSK-Einkommen 100 € 540 € ca. 45 %
Verheiratet, 1 Kind, 30.000 € 100 € 840 € (540+300) ca. 70 %
Verheiratet, 2 Kinder, 35.000 € 100 € 1.140 € (540+600) ca. 95 %
Tipp: Wenn du zwischen Festanstellung und freier Arbeit wechselst, behalte dein Altersvorsorgedepot durchgehend bei. Als KSK-Versicherter bleibst du berechtigt, als Angestellter sowieso. Der DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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gilt weiter — passe nur den Eigenbeitrag an dein neues Einkommen an.

Vorteile

  • KSK-Pflicht = automatischer Depot-Zugang für Freie
  • Halber GRV-Beitrag spart Kosten
  • Presseversorgung als Bonus bei Anstellung
  • Hohe Förderquote bei niedrigem Einkommen

Nachteile / Risiken

  • Oft niedrige und schwankende Einkommen
  • Häufige Statuswechsel (frei/angestellt)
  • Presseversorgung endet bei Verlagswechsel
  • KSK-Einkommen oft zu niedrig für ausreichende GRV-Rente

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Häufige Fragen

Können freie Journalisten das Altersvorsorgedepot nutzen?

Nur wenn KSK-Mitglied oder freiwillig GRV-versichert. Journalisten, die der Künstlersozialkasse (KSK) angehören, zahlen GRV-Beiträge zu halben Sätzen — und sind damit voll AVD-berechtigt. Viele freie Journalisten kennen den KSK-Zugang nicht: Die KSK akzeptiert pressejournalistische Tätigkeiten, wenn Honorareinnahmen nachgewiesen werden. Das ist der erste Schritt zum AVD-Zugang.

Was unterscheidet die Altersvorsorge angestellter und freier Journalisten?

Angestellte Journalisten: GRV-pflichtig, AVD voll nutzbar, bAV beim Verlag prüfen. Freie Journalisten: Ohne KSK meist nicht GRV-pflichtig → kein AVD-Grundzulagenanspruch. KSK-Mitglieder sind GRV-pflichtig zu halben Beiträgen → AVD mit voller Grundzulage möglich. Für Freie ohne KSK: Rürup-Rente ist die steuerlich attraktivste Alternative.

Was bringt die KSK für freie Journalisten konkret?

KSK übernimmt Arbeitgeberanteil: statt 18,6 % GRV-Beitrag nur 9,3 %. Bei 36.000 EUR Jahreseinkommen: Ersparnis ca. 3.348 EUR/Jahr. Dazu KV/PV zur Hälfte. KSK-Mitglieder sind sozialversichert wie Angestellte — inklusive Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente. Plus Zugang zum Altersvorsorgedepot mit voller Grundzulage. Die KSK ist für viele Journalisten die beste Entscheidung ihrer Karriere.

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