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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Key-Facts: Depot und Schulden

  • Faustregel Schuldzins > 6 %? Erst tilgen. Schuldzins < 4 %? Parallel sparen.
  • Pfändungsschutz Depot ist auch bei Insolvenz geschützt
  • Förderquote Bis zu 800 % (bei niedrigem Eigenbeitrag mit Zulagen)
  • Mindestbeitrag 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat)
  • Depot-Kündigung NICHT zur Schuldentilgung — förderschädlich!

Die zentrale Frage: Zinsdifferenz

Ob du erst Schulden tilgen oder parallel ins AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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einzahlen solltest, hängt von einer einfachen Rechnung ab: Ist der Kreditzins höher als die erwartete Depot-Rendite (inklusive Förderung)? Dann tilge zuerst. Ist er niedriger? Dann lohnt sich paralleles Sparen.

Aber: Die Depot-Förderung (Zulagen + Steuervorteile) verändert die Rechnung massiv. Ein Depot mit 290 % Förderquote schlägt fast jeden Kreditzins.

Vergleich: Tilgen vs. Depot besparen

Schuldenart Typischer Zins Erst tilgen? Depot parallel?
Dispokredit 10-15 % Ja, sofort Nur Sockelbeitrag (60 EUR/Jahr)
Konsumkredit 5-9 % Ja, Priorität Nur Sockelbeitrag (60 EUR/Jahr)
Autokredit 3-6 % Abwägen Ja, mit angemessenem Beitrag
Baufinanzierung 2-4 % Nein, planmäßig tilgen Ja, Depot maximieren
BAföG-Rückzahlung 0 % Nein Ja, unbedingt

Der Förderungs-Faktor: Warum das Depot fast immer lohnt

Selbst bei Schulden solltest du den Sockelbeitrag von 60 EUR/Jahr ins AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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einzahlen. Dafür erhältst du die volle Grundzulage von 540 EUR — eine Förderquote von über 1.000 % auf den Sockelbeitrag. Bei 600 EUR Eigenbeitrag (50 EUR/Monat) bekommst du ebenfalls die volle Grundzulage von 540 EUR — das sind 90 % Förderquote.

Rechenbeispiel: Du zahlst 600 EUR ins Depot ein und erhältst 540 EUR Grundzulage. Das sind 1.140 EUR, die im Depot arbeiten. Bei 6 % Rendite über 20 Jahre werden daraus rund 4.100 EUR — aus nur 600 EUR Eigenbeitrag. Die Zulage bringt deutlich mehr als die Zinsersparnis durch schnellere Tilgung.

Tipp: Zahle immer mindestens den Sockelbeitrag von 60 EUR/Jahr ins Depot ein — egal wie hoch deine Schulden sind. Die Förderung plus Pfändungsschutz machen es fast immer lohnend. Mehr zum Thema findest du unter Depot und Schulden und bei Verbraucherzentrale.

Der Pfändungsschutz: Dein Sicherheitsnetz

Ein entscheidender Vorteil des AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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s bei Schulden: Es ist pfändungsgeschützt. Selbst bei einer Privatinsolvenz können Gläubiger nicht auf das Depot zugreifen. Ein freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot wäre dagegen pfändbar.

Das bedeutet: Geld im Altersvorsorgedepot ist sicherer als Geld auf dem Tagesgeldkonto — besonders wenn die finanzielle Situation angespannt ist.

Schritt für Schritt: Die richtige Reihenfolge

  1. Überblick verschaffen Liste alle Schulden auf: Höhe, Zinssatz, Restlaufzeit, monatliche Rate.
  2. Dispo sofort tilgen Dispokredit hat den höchsten Zins. Umschulden auf günstigeren Ratenkredit falls nötig.
  3. Mindestbeitrag ins Depot 60 EUR/Jahr (Sockelbeitrag, 5 EUR/Monat) für die volle GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    von 540 EUR. Parallel zur Tilgung.
  4. Konsumkredite fokussiert tilgen Alles über den Mindestbeitrag geht in die Tilgung — höchster Zins zuerst (Avalanche-Methode).
  5. Bei niedrigen Zinsen: Depot erhöhen Sobald nur noch Schulden unter 4 % Zins übrig sind, erhöhe den Depot-Beitrag auf den Optimalbetrag.
  6. Schuldenfrei? Voll ins Depot Ohne Schulden: Maximalen Beitrag ins Depot + freies ETF-Depot zusätzlich.
Achtung: Löse NIEMALS dein AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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auf, um Schulden zu tilgen. Die Auflösung ist förderschädlich — du verlierst alle Zulagen, Steuervorteile und einen Großteil des Guthabens. Der Pfändungsschutz geht ebenfalls verloren. Mehr unter Vorzeitige Entnahme.

Vergleich: Schulden + Depot vs. nur Tilgung

Parallel sparen (Empfehlung)

  • GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    bis 540 EUR/Jahr sichern
  • Pfändungsgeschütztes Vermögen aufbauen
  • Zinseszinseffekt läuft früh an
  • pauschale Zulagen als Rendite-Turbo

Nur tilgen (bei Dispo/Konsumkredit)

  • Schnellere Schuldenfreiheit
  • Psychologische Entlastung
  • Zinsersparnis bei hohen Zinsen
  • Aber: Keine Förderung, kein Pfändungsschutz

Sparrate trotz Schulden berechnen

Finde die optimale Balance zwischen Tilgung und Depot-Beitrag für deine Situation.

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Schulden und Arbeitslosigkeit — wie das Depot hilft.

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Warum Kündigen keine Lösung bei Schulden ist.

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Häufige Fragen

Soll ich zuerst Schulden tilgen oder ins Altersvorsorgedepot einzahlen?

Beides parallel lohnt fast immer. Entscheidend ist die Zinsdifferenz: Schulden mit über 7–8 % Zinsen (Dispositionskredit, Konsumkredit) zuerst tilgen. Bei Schulden unter 3–4 % (Immobiliendarlehen) lohnt das AVD parallel, weil die Förderung (540 EUR/Jahr Grundzulage + Steuervorteil) die Zinskosten übersteigt. Ausnahme: Schulden, die dich existenziell bedrohen — die zuerst.

Warum lohnt das AVD auch bei laufenden Schulden?

Drei Gründe: 1) Pfändungsschutz — das AVD-Guthaben ist vor Gläubigern geschützt, ein freies ETF-Depot nicht. 2) Die staatliche Förderung (540 EUR Grundzulage + Sonderausgabenabzug) übersteigt bei niedrig verzinsten Schulden die Zinskosten. 3) Zinseszinseffekt startet früher. Wer bei 2,5 % Hypothekenzins das AVD zugunsten der Tilgung aufgibt, verschenkt staatliche Förderung.

Was ist die optimale Reihenfolge bei Schulden und Altersvorsorge?

1) Hochzinsschulden zuerst (Dispo, Konsumkredit über 6–7 %). 2) AVD Sockelbeitrag zahlen (60 EUR/Jahr für volle 540 EUR Grundzulage). 3) Restliches Budget auf Schuldentilgung. 4) Ab Schuldenfreiheit: AVD bis Förderhöchstbetrag (1.800 EUR/Jahr) und freies ETF-Depot. Der Schlüssel: Die staatliche Förderung des AVD nie komplett aussetzen — die 540 EUR Zulage pro Jahr sind zu wertvoll.

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