Altersvorsorge beim Berufswechsel — bAV mitnehmen?
Was passiert mit deiner betrieblichen Altersvorsorge und dem Depot beim Jobwechsel? Portabilität, Versorgungslücken und die richtige Strategie.
Key-Facts: Depot beim Berufswechsel
- AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
Mehr erfahren → Bleibt unberührt, läuft einfach weiter - bAV Portabilität Mitnahme seit 2005 gesetzlich möglich
- Unverfallbarkeit bAV Nach 3 Jahren + Alter 21 (Arbeitgeber-Anteil)
- Versorgungslücke Durchschnittlich 2-6 Monate ohne bAV-Beitrag
- Förderung Läuft ununterbrochen weiter
Das Altersvorsorgedepot: Kein Problem beim Jobwechsel
Der größte Vorteil des AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
Mehr erfahren →s gegenüber der betrieblichen Altersvorsorge (bAV): Es gehört dir persönlich. Egal ob du den Arbeitgeber wechselst, dich selbständig machst oder vorübergehend nicht arbeitest — das Depot läuft einfach weiter. Kein Papierkram, keine Übertragung, kein Risiko.
Anders sieht es bei der bAV aus. Hier gibt es mehrere Fallstricke, die du kennen solltest.
bAV beim Jobwechsel: Die wichtigsten Regeln
Seit 2005 hast du das Recht, deine betriebliche Altersvorsorge zum neuen Arbeitgeber mitzunehmen (Portabilität). In der Praxis funktioniert das aber nicht immer reibungslos:
| bAV-Durchführungsweg | Portabel? | Typisches Problem |
|---|---|---|
| Direktversicherung | Ja, einfach | Neuer AG muss zustimmen |
| Pensionskasse | Ja, mit Aufwand | Unterschiedliche Tarife |
| Pensionsfonds | Ja, mit Aufwand | Übertragungswert oft niedriger als erwartet |
| Unterstützungskasse | Schwierig | Kein Rechtsanspruch auf Mitnahme |
| Direktzusage | Sehr schwierig | Arbeitgeber-gebunden, kaum portabel |
Schritt für Schritt: Jobwechsel vorbereiten
- bAV-Status klären Frag bei deiner alten HR-Abteilung nach: Welcher Durchführungsweg? Wie hoch ist der unverfallbare Anspruch? Ist eine Übertragung möglich?
- Neuen Arbeitgeber fragen Bietet der neue AG eine bAV an? Akzeptiert er die Übertragung? Gibt er Zuschuss?
- AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
Mehr erfahren → prüfen Eigenbeitrag prüfen — der geförderte Höchstbetrag bleibt bei 1.800 EUR/Jahr. Neuer DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
Mehr erfahren → ist nicht nötig — das Depot läuft weiter. - Versorgungslücke berechnen Zwischen altem und neuem Job können Monate ohne bAV-Beitrag liegen. Berechne deine Lücke.
- Gesamtstrategie abstimmen Prüfe, ob die Kombination aus AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
Mehr erfahren → + neue bAV optimal ist. Vergleiche unter Depot vs. Betriebsrente.
Mehr erfahren → von 540 EUR. Mehr dazu unter Altersvorsorge beim Gehaltssprung.
Warum das Depot die bessere Basis ist
Altersvorsorgedepot
- 100 % portabel, gehört dir
- Kein Arbeitgeber-Wechsel nötig
- Freie ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →-Auswahl - Niedrige TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
Mehr erfahren → (0,1-0,3 %) - Transparente Kosten
Betriebliche Altersvorsorge
- Arbeitgeber-gebunden, Portabilität komplex
- Versorgungslücke bei Jobwechsel
- Oft teure Versicherungsprodukte
- Hohe versteckte Kosten
- Krankenkassenbeiträge auf Auszahlung
Sonderfall: Vom Angestellten zum Selbständigen
Wenn du dich nach dem Berufswechsel selbständig machst, entfällt die bAV komplett. Dein AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
Mehr erfahren → läuft jedoch weiter — sofern du förderberechtigt bleibst. Als Selbständiger ohne Rentenversicherungspflicht verlierst du die unmittelbare Förderberechtigung. Lies dazu den ausführlichen Ratgeber Altersvorsorge in der Selbständigkeit.
Berechne, wie sich dein Depot bei verschiedenen Gehaltsszenarien im neuen Job entwickelt.
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Häufige Fragen
Was passiert mit dem Altersvorsorgedepot beim Arbeitgeberwechsel?
Nichts — das AVD ist vollständig arbeitgeberunabhängig. Es gehört dir, nicht deinem Arbeitgeber. Beim Jobwechsel läuft das Depot und der Sparplan einfach weiter. Kein Übertrag, kein Antrag, keine Wartezeit. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber bAV-Verträgen, die oft Probleme bei Arbeitgeberwechseln machen.
Was ist bei der bAV beim Jobwechsel zu beachten?
bAV ist nach 3-jähriger Wartezeit unverfallbar — das Guthaben gehört dir. Aber Portabilität ist komplex: Drei Optionen. 1) Vertrag beitragsfrei beim alten Anbieter lassen (läuft bis Rente weiter). 2) Übertrag zum neuen Arbeitgeber (nur wenn der neue AG zustimmt). 3) Privat mit eigenen Beiträgen weiterführen (meist möglich, aber teurer ohne AG-Zuschuss).
Ist das AVD bei häufigen Jobwechseln besser als bAV?
Für Berufsgruppen mit häufigem Arbeitgeberwechsel (Freelancer, Startups, Projektarbeit) ist das AVD deutlich flexibler. Keine Bindung an Arbeitgeber, volle Kontrolle über Kosten und ETF-Auswahl. Einziger Nachteil: kein Arbeitgeberzuschuss. Strategie: bAV mitnehmen, wenn Arbeitgeber mehr als 15 % Zuschuss zahlt — und zusätzlich das AVD für den selbst verwalteten Teil nutzen.
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