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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Stand April 2026: Das Altersvorsorgedepot wurde am 27. März 2026 vom Bundestag beschlossen. Es handelt sich um die Einigung von CDU/CSU und SPD. Die FDP hatte das Konzept früher unter dem Namen "Aktienrente" geprägt. Die genauen Positionen der Parteien unterscheiden sich in Umfang und Ausgestaltung.

Wie ist es zum Beschluss gekommen?

Die Idee einer kapitalgedeckten privaten Altersvorsorge mit staatlicher Förderung ist nicht neu. Die FDP forderte schon seit den 1990er Jahren eine "Aktienrente" nach schwedischem Vorbild. Jahrelang scheiterte das Vorhaben an politischen Mehrheiten.

Mit dem Koalitionsvertrag 2021 (SPD, Grüne, FDP) kam Bewegung in die Sache: Das Bundesfinanzministerium unter Christian Lindner (FDP) entwickelte das Konzept des "Altersvorsorgedepots" als Riester-Nachfolger. Nach dem Ende der Ampel-Koalition führte die CDU/CSU-SPD-Koalition die Reform fort und beschloss das Gesetz im März 2026.

Parteipositionen im Überblick

CDU/CSU

Position: Unterstützt das Altersvorsorgedepot als Teil der Koalitionsvereinbarung. Betont die Wahlfreiheit zwischen Garantie-Varianten und die Flexibilität für alle Berufsgruppen.

Kernforderung: Solide staatliche Förderung ohne übermäßige Bürokratie. Filialbanken sollen gleichberechtigt zugelassen werden.

SPD

Position: Trägt das Altersvorsorgedepot als Koalitionspartner mit. Legt Wert auf den sozialen Aspekt: niedrige Einkommensgruppen sollen überproportional profitieren (hohe Förderquote bei kleinen Beiträgen).

Kernforderung: Verbraucherschutz durch den 1%-Kostendeckel. Keine erzwungene Aktienanlage — Garantie-Varianten bleiben möglich.

FDP

Position: Hat das Konzept maßgeblich mitgeprägt, ist aber seit dem Ende der Ampel nicht mehr Regierungspartei. Die FDP hatte ursprünglich eine weitergehende "echte Aktienrente" nach schwedischem Vorbild gefordert: 2% der Rentenbeiträge sollten in einen kapitalgedeckten staatlichen Fonds fließen.

Kernforderung (historisch): Staatlicher Aktienfonds mit niedrigen Kosten (0,07% wie in Schweden), Pflichtbeteiligung statt freiwilliger Förderung. FDP-Positionspapier (PDF)

Grüne

Position: Grundsätzlich für kapitalgedeckte Altersvorsorge, aber mit Nachhaltigkeitsfiltern (ESG-Kriterien). Kritisch gegenüber zu starker Marktabhängigkeit ohne Garantien.

Kernforderung: Nachhaltige ETFs als Standardoption. Stärkerer Verbraucherschutz und unabhängige Beratung.

BSW / Linke

Position: Skeptisch bis ablehnend. Kritik: Kapitalmarktrisiken werden auf Bürger abgewälzt. Forderung nach stärkerer gesetzlicher Rentenversicherung statt privatem Depot.

Kernargument: Wer wenig verdient, hat wenig zum Investieren — die Förderung nutze vor allem mittleren und hohen Einkommensgruppen.

Was hat sich gegenüber dem FDP-Ursprungsmodell geändert?

AspektFDP-OriginalBeschlossenes Depot
ArtStaatlicher Fonds (Pflicht)Privates Depot (freiwillig)
Kosten0,07% (wie Schweden)Max. 1% (Deckel)
AnbieterZentraler StaatsfondsMarkt: Banken, Neobroker
GarantieKeineWahlweise 0/80/100%
SelbständigeNicht adressiertErstmals eingeschlossen

Was bedeutet das für dich?

Das Altersvorsorgedepot ist jetzt Gesetz — unabhängig davon welche Partei du wählst. Es startet am 1. Januar 2027. Die politische Debatte dreht sich jetzt vor allem um:

  • Ob der 1%-Kostendeckel ausreicht (Verbraucherschützer fordern weniger)
  • Ob eine Pflichtbeteiligung nach schwedischem Modell sinnvoll wäre
  • Wie viele Anbieter bis 2027 tatsächlich zertifiziert sein werden
Mehr zur politischen Entwicklung: Aktuelle Umfragen und Parteipositionen zu Rentenreformen findest du auch auf bundestagwahlumfrage.de — mit Daten zu allen Parteien und Wahlthemen.

Was bringt dir das Depot konkret?

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