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Rentner Paar beim Spaziergang — Rentenerhöhung 2026
25.04.2026

Auf einen Blick

  • Rentenerhöhung ab 1. Juli +4,24 Prozent
  • Davon profitieren 21 Millionen Rentner
  • Durchschnittliche Bruttorente ca. 1.180 Euro
  • Beitragssatz 2035 (Prognose) 22,3 Prozent
  • Rentenniveau bis 2031 48 Prozent gesichert — danach offen

Heute Morgen meldete die Deutsche Rentenversicherung offiziell: Ab dem 1. Juli 2026 steigen die Renten um 4,24 Prozent. Grund ist die gute Lohnentwicklung in 2025, an der die Rentner per Gesetz beteiligt werden. Für eine Rente von 1.000 Euro brutto bedeutet das 42,40 Euro mehr — nach Abzügen für Kranken- und Pflegeversicherung bleiben davon ungefähr 36 Euro netto übrig.

Das klingt nach einer guten Nachricht. Ist es auch. Aber wer jetzt 40 ist und in 25 Jahren in Rente geht, sollte diese Zahl nicht als Beruhigung lesen — sondern als Warnung.

Was "4,24 Prozent mehr" wirklich bedeutet

Die Rentenerhöhung folgt der Lohnentwicklung, nicht der Inflation. Wenn die Löhne 2025 um 4,5 Prozent gestiegen sind und die Inflation bei 2,2 Prozent lag, ist das real ein Plus. Gut für heutige Rentner. Aber das Rentenniveau — also das Verhältnis von Rente zu Durchschnittslohn — bleibt dabei strukturell unter Druck.

Heute beträgt das Rentenniveau nach dem gesetzlich gesicherten Maßstab 48 Prozent. Das bedeutet: Wer ein Leben lang Durchschnittslohn verdient hat, bekommt im Ruhestand 48 Prozent davon als Rente. Klingt nach der Hälfte. Ist aber weniger, wenn man bedenkt, dass die meisten Menschen im Alter mehr als die Hälfte ihres letzten Einkommens ausgeben — besonders für Gesundheit, Wohnen und Pflege.

Ab 2031 läuft die Haltelinie von 48 Prozent aus. Was danach passiert, ist politisch noch nicht geregelt.

Der Elefant im Raum: Die Demografie

Das eigentliche Problem sitzt tiefer als jede Rentenerhöhung. Die Bundesregierung hat es selbst in der Begründung zum Rentenpaket II beschrieben: Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt heute bei 18,6 Prozent. Bis 2035 wird er voraussichtlich auf 22,3 Prozent steigen — das entspricht einer Mehrbelastung von fast 4 Prozentpunkten auf jeden Bruttolohn.

Der Grund ist einfach: Die Babyboomer-Generation, also die geburtenstarken Jahrgänge von 1955 bis 1970, geht jetzt in Rente. Gleichzeitig kommen weniger junge Menschen nach. Das Umlageverfahren — jede Generation zahlt für die Rentner der Vorgängergeneration — funktioniert nur, solange genug Einzahler auf genug Empfänger kommen. Dieses Verhältnis kippt gerade.

Zahlen, die man kennen sollte: Die durchschnittliche Monatsrente in Deutschland liegt laut Rentenversicherung bei rund 1.180 Euro brutto — das sind nach Abzügen etwa 1.035 Euro netto. Der monatliche Grundbedarf für einen Rentnerhaushalt wird von Wohlfahrtsverbänden mit mindestens 1.500 bis 1.700 Euro angesetzt. Die Lücke ist real.

Was das für Menschen zwischen 30 und 55 bedeutet

Wer heute 45 ist, zahlt noch ungefähr 20 Jahre in die Rentenversicherung ein — und das zu steigenden Beitragssätzen. Gleichzeitig wird die eigene Rente strukturell niedriger sein als die der heutigen Rentnergeneration, weil das Rentenniveau langfristig unter Druck bleibt.

Das ist kein Weltuntergangsszenario, sondern eine mathematische Konsequenz. Sie bedeutet: Private Altersvorsorge ist keine Kür mehr, sondern Pflichtprogramm. Nicht "nice to have", sondern Grundlage dafür, im Alter den gewohnten Lebensstandard zu halten.

Die 4,24 Prozent Rentenerhöhung sind eine gute Nachricht für die 21 Millionen Menschen, die sie heute schon bekommen. Für alle anderen ist sie ein Anlass zu prüfen: Was bekomme ich voraussichtlich selbst mal? Und was fehlt?

Drei konkrete Schritte, die jetzt helfen

Erstens: Die persönliche Renteninformation lesen. Sie kommt jährlich per Post von der Deutschen Rentenversicherung. Dort steht, wie hoch die voraussichtliche Rente bei aktuellem Stand wäre — ohne Fortschreibung, realistisch nüchtern. Viele Menschen lesen diesen Brief nicht. Das ist ein Fehler.

Zweitens: Die Lücke berechnen. Zwischen voraussichtlicher Rente und tatsächlichem Bedarf im Alter liegt eine Zahl. Diese Zahl lässt sich durch einen Sparplan, ein Depot oder das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 gezielt schließen — aber nur, wenn man weiß, wie groß die Lücke ist.

Drittens: Früh anfangen. Jedes Jahr, das man mit dem Start eines ETF-Sparplans wartet, kostet Zinseszinszeit. Bei einem durchschnittlichen Ertrag von 6 Prozent jährlich verdoppelt sich ein Investment alle zwölf Jahre. Mit 45 gestartet kommen zwei Verdoppelungen bis 70. Mit 35 gestartet wären es drei.

Wie groß ist deine Rentenlücke?

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