Zum Inhalt springen
×

Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

Depot-Vergleich
Scalable, DKB, Trade Republic & mehr
Was ist das? Einfach erklärt Rechner Was bekomme ich? Förderungs-Check Bin ich dabei? Anbieter Wer bietet es an? Demo-Depot Virtuell investieren Muster-Depot ETF-Empfehlungen
Kostenlos anmelden
Sprache:
Junger Mann prüft ETF-Sparplan am Laptop
15.05.2026

Auf einen Blick

  • ETF-Sparpläne Deutschland 2025 5,4 Millionen
  • Wachstum seit 2014 Von 160.000 auf 5,4 Mio. (+3.275%)
  • Durchschnittliche Sparrate 177 Euro pro Monat
  • Verwaltetes Vermögen 184 Milliarden Euro (Oktober 2025)
  • Beliebtester ETF MSCI World / FTSE All-World

Eine Studie, über die DAS INVESTMENT und mehrere Finanzportale berichtet haben, hat mich heute Morgen aufgeweckt: Die Zahl der ETF-Sparpläne in Deutschland lag im Oktober 2025 bei 5,41 Millionen — allein bei den teilnehmenden Direktbanken und Neobrokern. 2014 waren es 160.000. Das ist eine Verdreißigfachung in einem Jahrzehnt.

Was steckt dahinter? Ist das eine rationale Reaktion auf die Rentenlücke? Eine Mode? Eine Werbewirkung der Neobroker? Die Antwort ist: alles drei. Und für Menschen, die jetzt überlegen ob sie anfangen sollen, ist es wichtig zu verstehen, was diese Masse gerade eigentlich tut — und ob das klug ist.

Warum so viele Menschen plötzlich ETF-Sparpläne haben

Der wichtigste Faktor ist der Preis. Noch 2010 kostete ein ETF-Sparplan bei einer Direktbank häufig 1,5 Prozent Ausgabeaufschlag plus Jahresgebühr. Heute bieten Trade Republic, Scalable Capital, Comdirect und ING dieselben ETFs für null Euro Sparplangebühr an. Der Zugang ist kostenlos, die Mindestrate liegt bei 1 Euro, die App funktioniert auf dem Handy.

Der zweite Faktor ist das Zinsniveau der vergangenen Jahre. Tagesgeld brachte zwischen 2015 und 2022 effektiv null Prozent. Wer Geld wachsen sehen wollte, musste zwangsläufig an den Kapitalmarkt — und ETFs waren die einfachste, günstigste Variante.

Der dritte Faktor ist ein wachsendes Bewusstsein für die Rentenlücke. Die jüngere Generation, heute 25 bis 40 Jahre alt, glaubt mehrheitlich nicht mehr daran, dass die gesetzliche Rente allein für einen auskömmlichen Ruhestand reicht. ETFs sind für viele die pragmatische Antwort darauf.

Was 177 Euro pro Monat langfristig bedeuten

Die durchschnittliche Sparrate von 177 Euro pro Monat klingt nach einer konkreten Zahl. Sie ist es auch. Wer 177 Euro monatlich über 30 Jahre in einen breit gestreuten ETF investiert und dabei durchschnittlich 7 Prozent jährliche Rendite annimmt — was grob dem historischen Durchschnitt des MSCI World nach Inflation entspricht — kommt am Ende auf rund 218.000 Euro. Eingezahlt wurden 63.720 Euro. Der Rest ist Zinseszins.

Das ist kein Versprechen und keine Garantie. Die 7 Prozent sind ein historischer Durchschnittswert über lange Zeiträume, der einzelne schlechte Jahrzehnte enthält. Wer nur 10 oder 15 Jahre spart, hat weniger Puffer für schlechte Phasen. Wer früh anfängt, hat mehr davon.

Was die meisten ETF-Sparpläne gemeinsam haben: Sie laufen auf denselben zwei oder drei ETFs — MSCI World, FTSE All-World, S&P 500. Das ist nicht zwingend falsch, aber es lohnt sich zu verstehen, was man da eigentlich kauft: 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern, stark gewichtet Richtung USA und Tech. Kein einziger Schwellenlandanteil, keine Rohstoffe, keine Anleihen. Für viele passt das — aber es ist eine bewusste Entscheidung, keine neutrale Standardlösung.

Was das für Einsteiger heute bedeutet

5,4 Millionen ETF-Sparpläne klingen nach viel. Gemessen an der deutschen Bevölkerung zwischen 25 und 65 Jahren — ungefähr 42 Millionen Menschen — sind das knapp 13 Prozent. Die überwiegende Mehrheit hat noch keinen ETF-Sparplan. Wer anfängt, ist also kein Nachzügler, sondern immer noch relativ früh dabei.

Die wichtigste Entscheidung beim Start ist nicht welcher ETF, sondern ob. Wer einen Sparplan anlegt und ihn dann jahrelang laufen lässt, ohne ständig zu schauen, macht statistisch gesehen mehr richtig als jemand, der jahrelang analysiert und nie anfängt. Die perfekte Strategie, die nie ausgeführt wird, ist schlechter als die gute Strategie, die läuft.

Ab 2027 kommt das Altersvorsorgedepot hinzu — eine staatlich geförderte Variante des ETF-Sparplans. Wer bis dahin schon Erfahrung mit einem normalen Sparplan hat, wird die Entscheidung, ob sich der Wechsel oder die Parallelführung lohnt, deutlich einfacher treffen können.

Welcher ETF passt zu deiner Situation?

Vergleiche bis zu vier ETFs direkt — Performance, Kosten, Größe, alle Zeiträume.

Zum ETF-Vergleich

Mehr zum Thema

Was ist ein ETF? Einfach erklärt für Einsteiger

ETF einfach erklärt: Wie börsengehandelte Indexfonds funktionieren, was sie kosten, Beispiel MSCI Wo

Warum dein Sparkonto dich arm macht

Tagesgeld vs. ETF über 20 Jahre: Warum klassisches Sparen durch Inflation Geld vernichtet und was di

DAX vs. MSCI World

DAX vs. MSCI World: 40 vs. 1.500 Titel, Home Bias erklären, Konzentrationsrisiko, historischer.

Aktienrente für die Generation Z

Die Generation Z hat beim Altersvorsorgedepot den größten Vorteil: Zeit. Warum ein früher Start zehn

Das könnte dich auch interessieren

Was ist ein ETF? Cost-Average-Effekt erklärt Beste ETFs für das Altersvorsorgedepot ETF-Vergleich

Kostenloser Rechner:
Endkapital berechnen

Jetzt berechnen