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Physische und synthetische ETF-Replikation im Vergleich

Key-Facts: Replikationsmethoden

  • Vollrepliziert ETF kauft alle Indexaktien 1:1
  • Sampling ETF kauft repräsentative Auswahl (z. B. 80 % der Titel)
  • Swap-ETF Tauscht Rendite mit Kontrahent, hält andere Wertpapiere
  • Kontrahentenrisiko Max. 10 % des NAV per EU-Recht (UCITS)
  • Empfehlung AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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    Physisch oder Sampling — beide unbedenklich
Das Wichtigste in Kürze:
  • Physische ETFs kaufen die Aktien direkt — transparent, kein Kontrahentenrisiko
  • Swap-ETFs können günstiger sein und bestimmte Märkte besser abbilden
  • Kontrahentenrisiko ist per UCITS-Richtlinie auf 10 % begrenzt
  • Für Privatanleger ist der Unterschied in der Praxis minimal
  • TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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    und Tracking Difference sind wichtiger als die Replikationsmethode

Vollständige physische Replikation

Ein vollreplizierend­er ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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kauft exakt alle Wertpapiere des Index in genau der Gewichtung, die der Index vorschreibt. Beim MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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sind das rund 1.400 Unternehmen aus 23 Ländern. Jede Aktie von Apple bis Zurich Insurance ist im Fonds physisch vorhanden.

Vorteil: Maximale Transparenz. Der Anleger weiß genau, was im Fonds steckt. Kein Gegenparteirisiko, da die Aktien im Fondsvermögen liegen. Bei einem Insolvenzfall des ETF-Anbieters sind die Aktien als Sondervermögen geschützt.

Nachteil: Bei Indizes mit tausenden Titeln (z. B. MSCI ACWI mit 2.900+ Unternehmen) ist vollständige Replikation teuer und aufwändig. Transaktionskosten beim Rebalancing drücken auf die Performance. Einige Märkte — z. B. Frontier Markets — sind für ausländische Fonds kaum zugänglich.

Optimiertes Sampling

Beim Sampling kauft der ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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nur eine repräsentative Auswahl der Indexbestandteile — typischerweise 70–90 % der Titel, aber fast immer die nach Marktkapitalisierung größten Positionen. Die weggelassenen Titel sind so klein, dass ihr Einfluss auf die Indexrendite vernachlässigbar ist.

Praktisches Beispiel: Der Vanguard FTSE All-World enthält über 3.600 Titel — der FTSE All-World Index hat über 4.200. Vanguard lässt die kleinsten, illiquidesten Märkte weg. Die Tracking Difference zum Index beträgt dennoch weniger als 0,1 % pro Jahr.

Vorteil: Günstiger zu verwalten als vollständige Replikation bei großen Indizes. In der Praxis kaum Unterschied zur vollständigen Replikation.

Nachteil: Leicht höheres Tracking-Error-Risiko, da nicht alle Titel abgebildet werden. Im Extremfall können einzelne kleine Positionen stark steigen, ohne dass der ETF davon profitiert.

Synthetische Replikation (Swap-ETF)

Ein Swap-ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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hält nicht die Aktien des Index, sondern vereinbart einen Tausch (Swap) mit einer Gegenpartei — meist einer Investmentbank. Das Geschäft: Der ETF liefert die Rendite eines Trägerportfolios (oft Aktien oder Anleihen), die Bank liefert im Gegenzug die exakte Indexrendite. Der ETF besitzt physisch Wertpapiere, aber nicht die des Zielindex.

Das klingt kompliziert, hat aber handfeste Vorteile: Swap-ETFs können Indizes sehr präzise abbilden, weil Dividenden, Steuern und Transaktionskosten vertraglich ausgeglichen werden. Besonders bei US-Aktien: Amerikanische Dividenden werden für europäische Fonds mit 15–30 % Quellensteuer belastet, die physische ETFs nicht vollständig zurückfordern können. Ein Swap-ETF kann diese Steuer umgehen — das senkt die effektiven Kosten.

Das Kontrahentenrisiko im Detail

Der zentrale Einwand gegen Swap-ETFs: Was passiert, wenn die Bank pleite geht? Per UCITS-Richtlinie (EU-weites Fondsrecht) ist das Kontrahentenrisiko auf maximal 10 % des Nettoinventarwerts begrenzt. In der Praxis liegt es meist unter 5 %, weil die Swap-Positionen täglich besichert und zurückgesetzt werden.

Zusätzlich nutzen die meisten Swap-ETF-Anbieter Overcollateralization: Das Trägerportfolio ist wertvoller als der Swap-Anspruch. Im Insolvenzfall des Kontrahenten würde der ETF auf das Trägerportfolio zurückgreifen und den Swap-Verlust begrenzen. ESMA (die europäische Wertpapieraufsicht) veröffentlicht regelmäßige Berichte zur Swap-ETF-Sicherheit.

Einordnung: Kontrahentenrisiko bei Swap-ETFs ist real, aber in der Praxis sehr begrenzt. In 20 Jahren europäischer ETF-Geschichte ist kein Anleger durch ein Swap-ETF-Kontrahentenrisiko zu Schaden gekommen. Das Emittentenrisiko bei Unternehmensanleihen oder Zertifikaten ist deutlich höher.

Physisch vs. synthetisch — Pro/Con im Vergleich

Merkmal Physisch vollrepliziert Physisch Sampling Synthetisch (Swap)
Transparenz Sehr hoch Hoch Mittel
Kontrahentenrisiko Keines Keines Max. 10 % (UCITS)
Tracking Difference Gut Sehr gut Oft am besten
Quellensteuer-Optimierung (US) Nein Nein Ja (bis +0,3 % p.a.)
TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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typisch
0,10–0,20 % 0,07–0,20 % 0,05–0,15 %
Geeignet für AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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Ja Ja Ja
Typische Anbieter iShares, SPDR Vanguard, iShares Amundi, Xtrackers, Lyxor

Welche Methode ist für das Altersvorsorgedepot besser?

Für langfristige Anleger im AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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ist die Replikationsmethode kein entscheidendes Kriterium. Weder physische noch synthetische ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s haben in 20+ Jahren nachweislich schlechtere Renditen für Privatanleger geliefert.

Wichtiger ist die Tracking Difference: Wie viel Rendite verliert der ETF im Vergleich zum Index? Ein Swap-ETF mit exzellenter TD von −0,05 % schlägt einen physischen ETF mit TD von +0,30 % trotz Kontrahentenrisiko. Die TD-Daten findest du auf justETF oder der ETF-Detailseite jedes Anbieters.

Für Einsteiger und Anleger, die Einfachheit bevorzugen: Physische ETFs, besonders Sampling-Varianten von Vanguard oder iShares, sind die unkomplizierteste Wahl. Wer jeden Basispunkt Rendite optimieren möchte, schaut sich die TD-Tabellen an und wählt den besten ETF — unabhängig von der Replikationsmethode.

Konkrete Empfehlung: Amundi Prime Global (synthetisch, IE0009HF1MK5, TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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0,05 %) hat in den letzten Jahren eine bessere Tracking Difference gezeigt als mancher physische Konkurrent. iShares Core MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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(physisch Sampling, IE00B4L5Y983, TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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0,20 %) ist der bewährteste physische Klassiker. Beide sind für das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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optimal geeignet.
ETF-Replikation und Rendite im Langfristvergleich

Wertpapierleihe: Der versteckte Ertragshebel

Viele physische ETFs verleihen ihre Wertpapiere gegen Gebühr an Leerverkäufer — das nennt sich Wertpapierleihe. Die Erträge daraus fließen zum größten Teil (85–100 %) in den Fonds zurück und senken die effektiven Kosten. iShares gibt beispielsweise 62,5 % der Wertpapierleih-Erträge an den Fonds weiter, Vanguard 100 %.

Damit entsteht ein kurioses Ergebnis: Physische ETFs mit Wertpapierleihe können ähnlich effizient sein wie Swap-ETFs. Die Wertpapierleihe bringt ihr eigenes Kontrahentenrisiko mit — auch das ist per UCITS auf maximal 10 % des Fondsvermögens begrenzt und durch Sicherheiten abgesichert.

Stand: März 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Steuerliche Behandlung von Swap-ETFs kann sich ändern.

ETF-Kosten konkret berechnen

Wie viel kostet dich eine TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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von 0,05 % vs. 0,20 % über 30 Jahre? Der Rechner zeigt es dir — inklusive AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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Tracking Difference Ranking

Top-15 MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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ETFs nach TD — die echten Kosten im Vergleich.

Günstigste ETFs 2027

ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s mit TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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unter 0,10 % — physisch und synthetisch.

ETF auswählen: 7 Kriterien

Checkliste für die richtige ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Wahl im AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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Kostenvergleich

TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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, Spread, Transaktionskosten — alle Kostenfaktoren erklärt.