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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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High Yield ETF Hochzins Junk Bonds Altersvorsorgedepot Risiko

Key-Facts: iShares EUR High Yield Corporate Bond ETF

  • ISIN IE00B4PY7Y77
  • TER 0,50 % p.a.
  • Fondsvolumen ~7 Mrd. EUR
  • Replikation Physisch (Sampling)
  • Ausschüttung Ausschüttend (monatlich)
  • Auflagedatum 09.09.2009
Warnung: High Yield ETFs sind keine "sicheren Anleihen". In der Finanzkrise 2008 verloren High-Yield-ETFs bis zu 40 %. In der COVID-Krise 2020 fielen sie innerhalb weniger Wochen um über 20 %. In Rezessionen verhalten sie sich eher wie Aktien als wie Staatsanleihen. Wer High-Yield als "sicheren Anleihenbaustein" betrachtet, liegt falsch.

Was sind High Yield Anleihen?

Anleihen werden von Rating-Agenturen (Moody's, S&P, Fitch) bewertet. Anleihen mit einem Rating von BBB- oder besser gelten als "Investment-Grade" — konservativ, mit geringem Ausfallrisiko. Darunter folgt das "Speculative-Grade" oder "High-Yield"-Segment (auch "Junk Bonds" genannt): BB+, BB, B, CCC und darunter.

Diese Unternehmen haben ein höheres Ausfallrisiko — sie sind verschuldeter, mit schwächerem Cash-Flow, oder in zyklischen Branchen tätig. Als Ausgleich zahlen sie deutlich höhere Zinsen: Statt 3,3 % wie Investment-Grade zahlen High-Yield-Emittenten ca. 5–7 % oder mehr. Über einen ETF mit ca. 400 Positionen ist das Ausfallrisiko einzelner Emittenten gestreut — aber das systematische Krisenrisiko bleibt.

Typische Emittenten im EUR High Yield ETF

Im iShares EUR High Yield ETF stecken europäische Unternehmen aus Branchen mit höherer Verschuldung: Einzelhandel (Tendam, Levi Strauss), Telekommunikation (mittlere Carrier), Immobilien (Signa-ähnliche Strukturen — wobei Ausfälle durch Selektion begrenzt werden), Unterhaltung, Restaurants und zyklische Industrie. Die Emittenten sind keine Startup-Unternehmen, sondern mittelgroße bekannte Firmen mit erhöhtem Fremdkapital.

Performance-Überblick High Yield ETF

Zeitraum EUR High Yield p.a. EUR Corp. Bond p.a. Kommentar
1 Jahr (2025)ca. +6 %ca. +4,5 %Risikoappetit hoch
3 Jahreca. +2 % p.a.ca. +0,5 % p.a.Kuponvorteil kompensiert
5 Jahreca. +3 % p.a.ca. +1,5 % p.a.Klar besser in guten Phasen
10 Jahreca. +4 % p.a.ca. +2,5 % p.a.Prämie rechtfertigt sich
Die Ausfallrate im historischen Kontext: In normalen Jahren fällt ca. 1–3 % der High-Yield-Emittenten in die Insolvenz. In Krisenzeiten (2008/2009) stieg die Rate auf ca. 10–12 %. In einem ETF mit 400 Positionen werden diese Ausfälle durch die restlichen Emittenten kompensiert — aber nicht vollständig. Die Netto-Rendite im ETF liegt deshalb unter dem Brutto-Kupon: Ausfälle, Recovery-Quoten und Restrukturierungen reduzieren die effektive Rendite.

High Yield vs. Aktien: Was passt besser?

Viele Anleger vergleichen High-Yield-ETFs mit Aktien-ETFs. Das ist sinnvoll: Beide fallen in Krisen, beide erholen sich, beide zahlen laufende Erträge (Zinsen bzw. Dividenden). Langfristig haben globale Aktien-ETFs High-Yield-Anleihen deutlich übertroffen. Für das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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mit 20+ Jahren Laufzeit ist ein Aktien-ETF die bessere Wahl.

Sinnvoll ist High Yield als Brücke: Wenn 10–15 Jahre bis zur Rente bleiben, zu riskant für reine Aktien, aber zu wenig Rendite aus reinen Staatsanleihen — dann können High-Yield-ETFs einen Teil der Aktienquote ersetzen. Sie bieten ca. 5–7 % Rendite bei niedrigerer Volatilität als Aktien in normalen Marktphasen.

Für dein Altersvorsorgedepot?

High-Yield-ETFs haben im AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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einen kleinen aber begründbaren Platz: als Übergangsprodukt in der Phase 10–15 Jahre vor der Rente, wenn Aktienquote reduziert wird, aber normale Staatsanleihen zu wenig Rendite bieten. Maximal 10–15 % Depotanteil, nie als Kerninvestment.

Vorteile

  • Höhere laufende Rendite (ca. 5–7 %) als Investment-Grade
  • Monatliche Ausschüttungen — regelmäßiger Cashflow
  • Breite Streuung über ca. 400 Emittenten
  • In guten Wirtschaftsphasen: niedrigere Volatilität als Aktien
  • Mittelweg zwischen Aktien und Staatsanleihen

Nachteile

  • In Krisen: fällt wie Aktien — kein Sicherheitspuffer
  • TER 0,50 % — teuer im Anleihen-Vergleich
  • Ausfallrisiko steigt in Rezessionen stark
  • Langfristig deutlich unter Aktien-ETF-Renditen
  • Monatliche Ausschüttungen: in Ansparphase suboptimal

Stand: März 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

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Ähnliches Rendite-Risiko-Profil — aber geografisch anders diversifiziert.

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Breiter Mix — High Yield und Investment-Grade in einem ETF.

Häufige Fragen

Ist dieser ETF für das Altersvorsorgedepot geeignet?

Ja, wenn er UCITS-konform und auf einem anerkannten Index basiert. Für das Altersvorsorgedepot sind breit diversifizierte ETFs auf globale Indizes (MSCI World, FTSE All-World, S&P 500) bevorzugt. Immer TER und Tracking Difference prüfen.

Wie wähle ich den richtigen ETF fürs Altersvorsorgedepot?

Wichtigste Kriterien: 1) Breite Diversifikation (mind. 500 Positionen), 2) Günstige TER (unter 0,30%), 3) UCITS-konform, 4) Sparplanfähig beim gewählten Broker, 5) Thesaurierend für maximalen Zinseszins in der Ansparphase.

Wie viel sollte ich monatlich in ETFs investieren?

Für die volle Förderung im Altersvorsorgedepot: 150 EUR/Monat (= 1.800 EUR/Jahr für die Grundzulage von 540 EUR). Plus Kinderzulage je Kind. Steuerlicher Sonderausgabenabzug bis 1.800 EUR/Jahr - wer kann, zahlt mehr ein.

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